Frühjahrs-Herbizideinsatz in Getreide und Winterraps

Für Raps und Getreide ist im Frühjahr aufgrund der feuchten Herbstwitterung mit hohem Unkrautdruck zu rechnen. Mit den vorgestellten Herbiziden lässt sich das Problem aber im Griff halten.
Klettenlabkraut ist oft bei der Ernte hinderlich.
Klettenlabkraut ist oft bei der Ernte hinderlich.
Getreide
Da der Herbst des Vorjahres überaus regnerisch gewesen ist, war ein Herbizideinsatz in Winterungen, insbesondere gegen Gräser, meist nicht mehr möglich und das im Herbst gekeimte Unkraut ging gut entwickelt in die Winterruhe. Ob der strenge Winter hier hilfreich regulierend eingegriffen hat, kann erst ab März beurteilt werden. Es ist aber zu befürchten, dass der Unkrautdruck massiv sein wird, die Unkräuter schon teilweise zu groß und zu weit entwickelt sind und es so schwierig sein wird, mit Herbiziden eine befriedigende Wirkung zu erzielen.
Um Unkräuter und Ungräser bestmöglich zu bekämpfen, sollte der Herbizideinsatz in Getreide möglichst früh erfolgen: das optimale Unkrautstadium ist das Zwei- bis Vierblattstadium. Bei einer breiten Standardverunkrautung kann oft ein preisgünstigen Herbizid aus der Gruppe der Wuchsstoffherbizide bzw. Sulfonylharnstoffgruppe, eventuell in Kombination mit einem Vertreter aus der Kontaktherbizidgruppe genügen. Im Wintergetreide wird aufgrund der Witterungsverhältnisse im vorigen Herbst bei größeren Unkräutern wahrscheinlich mit vollen Aufwandmengen gearbeitet werden müssen.

Winterraps
Nur dichte, konkurrenzkräftige Rapsbestände können ohne Herbizideinsatz auskommen. Bei hohem Unkrautdruck mit Problemunkräutern wie Klettenlabkraut, Kamillenarten, Besenrauke oder Ausfallgetreide und einem versäumten Herbizideinsatz im Herbst sind im Frühjahr nur noch Korrekturmaßnahmen und die Gräserbekämpfung möglich.

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Aktualisiert am: 14.02.2003 13:00
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