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Pferdebetrieb 15-03-2019 17:21 - E-Mail an User
Fruchtfolge
Ich bin auf der Suche nach einer Nachfrucht für ein Erbsen/Gersten Gemenge. Beim studieren der Fruchtfolgetabellen ist mir allerdings der Kopf rauchend geworden... Leguminosen fallen aus wegen der Erbse und sämtliche Getreidearten (außer Roggen) fallen aus wegen der Gerste. Mais, Rüben, Kratoffeln und Sonnenblumen gingen, brauch ich aber nicht, da ich diese nicht vermarkten kann (Bio-Umsteller).
Jetzt die Frage: geht nicht doch Getreide? Wenn ja, welches? Eine Quelle (Land- und Frostwirtschaftliches Versuchszentrum Laimburg) sagt, dass nach Sommergerste Winterweizen und Wintergerste funktioniert.

Und auf nochwas bin ich bei meiner Recherche gestoßen. Zur Fruchtfolge Wintergerste nach Winterweizen habe ich Angaben von günstig bis unmöglich (sagt auch wieder o.a. Quelle) .Was ist hier zu empfehlen?



xaver75 antwortet um 15-03-2019 17:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchtfolge
Sommerweizen?
Was wurde seit der Ernte gemacht, warum kein Wintergetreide gesäht?

mfg


Pferdebetrieb antwortet um 15-03-2019 18:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchtfolge
Das Gemenge wird erst angebaut, ich denke nur einen Schritt voraus. Die Vorfrucht war Hafer, danach abfrostende, luguminosenfreie Begrünung.
Hab ich das richtig verstanden, du würdest ein Wintergetreide als Fruchtfolgeglied säen?


Andi7 antwortet um 16-03-2019 09:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchtfolge
Hallo,

aus deinen Angaben entnehme ich, dass du ein viehloser Ackerbaubetrieb in der Umstellungsphase bist.

Lässt sich so ein Erbsen-Gersten-Gemenge überhaupt vermarkten? Wäre da nicht die Ackerbohne in Reinsaat sinnvoller und als Folgefrucht Wintergerste...

Nur so ein Gedanke von mir.


Pferdebetrieb antwortet um 16-03-2019 11:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchtfolge
Wenn es so gemeint ist, dass ich das Gemenge nicht an mein eigenes Vieh verfüttern kann, ja dann bin ich viehlos. Habe nur Pferde und für die ist das Futter nichts.
Ackerbohne scheidet aus, da es laut Beratern bei uns zu trocken ist. Mir wurde empfohlen ein Erbsen Gemenge zu bauen. Vermarktet hätte ich es entweder als Gemenge oder ich hätte es trennen lassen. Für mich ist das alles Neuland und das Risiko ist überschaubar bei 1,5ha.


Mogwai antwortet um 16-03-2019 11:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchtfolge
Soja, Soja und wennst dann Bio bist Weizen oder Mais. Ist das so nicht Standard bei den Umstellern?


Pferdebetrieb antwortet um 16-03-2019 11:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchtfolge
Soja wär mir eh sympathisch, da fehlt mir aber noch die ganze Technik (Hackerät, Einzelkornsämaschine). Aber ich werde es dieses Jahr mit einem kleine Versuch (0,5ha) mit Soja und Leindotteruntersaat versuchen.



Mogwai antwortet um 16-03-2019 13:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchtfolge
Wer hat dir das eingeredet? Soja kannst ganz normal anbauen.


Pferdebetrieb antwortet um 16-03-2019 13:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchtfolge
Ist hald überall zu lesen... Es heißt, es gibt nur ganz wenige Spezialisten, die Bio Soja in Breitsaat ohne nennenswerten Unkrautproblemen durchbringen. Ich lasse mich sehr gerne eines besseren belehren, da ich mir nicht gerne für eine einzige Kultur 2 eigene relativ teure Geräte kaufen will.


Mogwai antwortet um 16-03-2019 19:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchtfolge
Ja einfacher ist es allemal mit hacken. Beikraut gehört zu Bio dazu, da hat halt jeder seine eigene Sichtweise. Aber eines ist sicher, die Hackgeräteproduzenten freuts am meisten :-) 40 000ha Umsteller in 2 Jahren ist nicht Ohne und der Trend geht sogar zum Getreide hacken...

Belehren brauch ich dich nicht, ich schaffs auch nicht ohne Beikräuter, ist mir auch egal ob da was durchwächst aber es ist möglich und den Minderertrag hol ich mir durch die ersparten Maschinen-Arbeitskosten wieder rein. Ich will sogar einen Schritt weiter und Soja in Direktsaat nächstes Jahr probieren, das muss das Ziel von uns Bauern sein, bezieht sich jetzt auf alle Kulturen diese Aussage.
Probieren geht über studieren, bei 1,5ha würd ich nichtmal überlegen.

Mfg


Joe_D antwortet um 18-03-2019 08:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchtfolge
https://www.youtube.com/watch?v=whQ4DRrE9gM&t=28s


Joe_D antwortet um 18-03-2019 09:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchtfolge
2 Tage danach....

https://www.youtube.com/watch?v=VuAlz9lDgMM&t=16s


xaver75 antwortet um 18-03-2019 09:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchtfolge
Hallo Pferdebetrieb, ich würde am Acker Heu für die Pferde produzieren, warum muss es eine Ackerfrucht sein?

mfg


Pferdebetrieb antwortet um 18-03-2019 09:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchtfolge
Heu am Acker mach ich aich schon auf einer größeren Fläche. Da stoß ich aber von der vorhandenen Arbeits- und Lagerkapazität an die Grenze.
Außerdem möchte ich Stickstoff sammeln, daher Leguminose. Und zu guter Letzt, möchte ich einfach Erfahrung mit anderen Kulturen sammeln, weils mich einfach interessiert.


Pferdebetrieb antwortet um 18-03-2019 09:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchtfolge
@Joe_D Dammkultur kenn ich, aber da müsste ich ja noch mehr Geld in die Hand nehmen und mich maschinell einzurichten. Bei Hackkulturen finde ich Dämme eh interessant, Getreide möchte ich aber nicht hacken/häufeln müssen, da das im flachen Anbau sehr gut funktioniert. Das ist zumindest mein persönlicher Eindruck...


Joe_D antwortet um 18-03-2019 11:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchtfolge
eigentlich gibt es keine günstigere Art Boden zu bearbeiten als mit der Dammkultur.....kein Grubber, Pflug, Kreiselegge, Striegel, Hackgerät, GPS, Photozellensteurung.... nötig, da alles mit einem Gerät gemacht werden kann.
Außerdem wenn sich bei richtiger Anwendung die Gare/Tonhumuskomplex einstellen, ist auch der Zugkraftbedarf gegenüber herkömmlicher Bearbeitung wesentlich geringer.


Joe_D antwortet um 18-03-2019 13:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchtfolge
@Pferdebetrieb Getreide möchte ich aber nicht hacken/häufeln müssen, da das im flachen Anbau sehr gut funktioniert. Das ist zumindest mein persönlicher Eindruck...

Getreide wird auch nicht vordringlich wegen dem Unkraut gehackt, sondern wegen dem Kohlenstoffkreislauf was in dem Buch von Henrik Lundegardh in dem Buch "Klima und Boden" bereits in den 60er Jahren sehr gut beschrieben wurde..



Joe_D antwortet um 20-03-2019 14:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchtfolge
aber am Kohlenstoffkreislauf lässt sich nicht wirklich was verdienen …….daher wird es wohl auch nicht mehr gelehrt ….;-)



agrobertl antwortet um 20-03-2019 19:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchtfolge
da muss ich meinen Vorredner zustimmen. Mit so viel Bodenbearbeitung (hacken, häufeln, grubbern,) muss man eigentlich froh sein, wenn man nicht für Kohlenstoff in die Luft blasen (oder auch Humusabbau genannt) aufkommen muss. Und es ist auch gut wenn es nicht mehr gelehrt wird.


Joe_D antwortet um 20-03-2019 20:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchtfolge
das stimmt, man kann damit auch Humus abbauen. Aber wenn man es richtig macht nachweislich eben aufbauen...und das über mehrere Jahrhunderte ...wenn nicht länger.... natürlich ist es einfacher Anwender von Produkten zu sein.


agrobertl antwortet um 20-03-2019 22:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fruchtfolge
Also so wie in deinen Videos gezeigt wird, wird sicher mehr Humus abgebaut als aufgebaut. Beim nackten Boden ist der Ton-Humus-Komplex ungeschützt der Sonne und den Regenaufprall ausgesetzt. Aber es wird nachweislich Humus abgebaut im letzten Jahrhundert.


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