Bergland Tierwohlprojekt

Antworten: 27
milchmacher 17-01-2019 20:56 - E-Mail an User
Bergland Tierwohlprojekt
Was haltet ihr vom neuen Bergland Tierwohlprojekt wo der der Anfuhrbonus um 50Prozent gekürzt wird um es zu finanziern?



Richard0808 antwortet um 18-01-2019 05:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bergland Tierwohlprojekt
Was ist ein Anfuhrbonus, Milch zu einer Sammelstelle bringen?


markus32 antwortet um 18-01-2019 06:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bergland Tierwohlprojekt
@milchmacher mit welcher Stufe rechnest du? Grundsätzlich könntest du sogar mehr gegenüber dem Anfuhrbonus erwirtschaften da es keine Unterteilung wie beim Anfuhrbonus der Menge gibt.


Vollmilch antwortet um 18-01-2019 07:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bergland Tierwohlprojekt
Finde im Netz dazu keine Details. - Eigentlich gar nichts, wo Tierwohl mit Berglandmilch in Zusammenhang gebracht wird. :-(

LG Vollmilch


golfrabbit antwortet um 18-01-2019 08:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bergland Tierwohlprojekt
Das "Projekt" wurde den Lieferanten diese Woche per Fresszettel mitgeteilt, darin steht wie folgt: Anbindehaltung mit allen gesetzl. Mindeststandarts: +/- 0 Cent
.......... - " - mit Alpung/ mind. 120 Tage Auslauf/Weide: + 0,2 Cent
.........Laufstall ohne Auslauf: + 0,5 Cent
........ - " - mit Auslauf/Weide/Alpung: + 1 Cent....Jeweils netto/kg Anlieferungsmilch

Ich schätze diese Regelung als den größt möglichen gemeinsamen Teiler der unterschiedlichen Betriebe ein - sprich die Halbierung des Anfuhrbonus für Große war das Zuckerl für die Kleinen und Anbinder. Auch hat man es -gefinkelt wie die Bergland-Oberen nunmal sind- vermieden mit Abschlägen zu arbeiten, Boni sind psychologisch weit besser zu vermitteln, wobei von vielen so "Beschenkten" die Ausgangsstufe- also der Grundpreis- gleich wieder aus den Augen verloren wird.
Gleichwohl, der Anschein von Aktivität wurde erreicht, den Betrieben, gleich welcher Gattung sie angehören, wird die Regelung weder den Hals brechen, noch die Zukunft sichern.

Hannes


Aequitas antwortet um 18-01-2019 08:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bergland Tierwohlprojekt
Der Anfuhrbonus ist ein Milchpreiszuschlag wenn eine gewisse Menge Milch im Jahr geliefert wird. Je mehr Milch desto größer der Zuschlag.

Wie das Tierwohlprojekt ausschaut kann wohl nur ein Berglandmilchlieferant aufklären.

lg


tomsawyer antwortet um 18-01-2019 08:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bergland Tierwohlprojekt
was hat ein Anfuhrbonus mit dem Tierwohl zu tun ???


Riiitsch antwortet um 18-01-2019 08:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bergland Tierwohlprojekt
Wird die Milch auch getrennt erfasst?


Aequitas antwortet um 18-01-2019 08:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bergland Tierwohlprojekt
Anfuhrbonus und Tierwohl sind 2 paar Schuhe, jedoch wird der Tierwohlzuschlag durch den eingesparten Anfuhrbonus finanziert was ich so rauslesen konnte hier.

lg


milchmacher antwortet um 18-01-2019 08:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bergland Tierwohlprojekt
Zur Info ich hab diese Meldung gestern in top-agrar.at gelesen, liefere aber selbst nicht zur Berglandmilch
Lg mm


tomsawyer antwortet um 18-01-2019 09:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bergland Tierwohlprojekt
ich finde dass man sich das Tierwohl leicht mit einem kleinen "Abschlag" erkaufen kann. Wie sieht dann der NÖM Milch Preis aus ? Es wird ja immer der Durchschnittspreis von der Bergland Milch herangezogen. Dann müssen die NÖM Lieferanten auch den höchsten Milchpreis was ja die Berglandmilch für das höchste Tierwohl Level zahlen auch die NÖM Produzenten bekommen, denn ab 2020 gibt es keine andauernde Anbindehaltung mehr bei den NÖM Lieferanten.
Außerdem rate ich den vielen kleinen Bauern die noch Anbindehaltung haben und nicht umbauen wollen oder können zur Berglandmilch zu gehen, vorausgesetzt dass sie noch jemanden aufnehmen.


Vollmilch antwortet um 18-01-2019 09:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bergland Tierwohlprojekt
Der Nöm Milchpreis entspricht dem Durchschnitt von den 4 größten österreichischen Molkereien.

Getrennte Erfassung gibt es sicher keine.

Ob sich dieses Tierwohlprojekt auch vermarkten lässt?

Lenkungseffekt wirkt vielleicht langfristig,
Da muss man rechnen, ob sich das Auslauf - bauen auszahlt!

LG Vollmilch


golfrabbit antwortet um 18-01-2019 10:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bergland Tierwohlprojekt
Viel Unwissen oder was vielleicht noch schlimmer Nichtwissenwollen hier selbst unter Bauern: die ganzjährige Anbindehaltung von Kühen ist gesetzlich schon längst verboten - zumindest an 90 Tagen /anno ist den Tieren Auslauf zu gewähren.
Ausnahmen gibt es dabei grundsätzlich nur für Zuchtstiere und in besonderen Fällen seitens der zuständigen Behörde genehmigt.
Der Kunstbegriff "Kombinationshaltung" - erdacht im Bestreben die bösen Wörter wie Kette, Gurt, Standplatz und Anbindung zu umgehen - erklärt eigentlich nur die in unseren Breiten seit Jahrhunderten übliche Form der Nutztierhaltung.
Geh jetzt gescheiter wieder zum gewohnten Winterdienst über, um meinem Traktor den ihm zustehenden Auslauf nicht vorzuenthalten.

Hannes
Ps.: @riiiietsch: Nein, trotz eventuell gegenteiliger Meinung ist sämtliche Milch weiß und kann ohne gesundheitliche Bedenken gemeinsam abgefüllt werden.



Richard0808 antwortet um 18-01-2019 11:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bergland Tierwohlprojekt
Also bei Bergland eine Umverteilung vom Milchpreis.
Die viel Milch liefern bekommen weniger, die auf Tierwohl Projekte einsteigen mehr.
Hab ich das so richtig Verstanden?

Eigentlich kein schlechter Ansatz.


Riiitsch antwortet um 18-01-2019 12:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Hannes: ja, Milch ist weiß. Konsequent kann nur eine getrennte Erfassung, oder gar das Ende der Kombinationshaltung kommen, spätestens wenn man diese neue Mascherl dem Kunden verkaufen möchte. Es kann nur darauf raus laufen, und wie schnell selbst bäuerliche Molkereien momentan jedem Trend hinter her hecheln, befürchte ich das kommt schneller als manche das wahr haben wollen.


Vollmilch antwortet um 18-01-2019 13:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Konsequenz ist ja auch nicht gerade die Stärke einer Genossenschaftsmolkerei.

LG Vollmilch


2587 antwortet um 18-01-2019 14:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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"Tierwohl hin Tierwohl her" die das bestimmen haben noch nie was mit den Tieren zu tun gehabt geschweige gefüttert und gepflegt jeder Landwirt der Tiere hat schaut auch das es den Tieren gut geht. Da braucht man auch die ganzen Manager nicht die nur auf ihre Verkaufszahlen schauen und das ihre Einnahmen stimmen!!!


falco antwortet um 18-01-2019 15:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Werde mich für die Stufe 1 also Kombinationshaltung mit 120 Tagen Auslauf/Weide entscheiden. Bekomme somit um 0,2 Cent mehr Milchgeld. Durch diese deutliche Steigerung kann ich mir dann in 5 Jahren den lange ersehnten Laufstall bauen. Bis dahin fleißig Liefern und Sparen.


rbcecker antwortet um 18-01-2019 15:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Den L Stall brauchst in 5Jahren sowiso nimma.... bei da Weidehaltung...:-)


gustav 25 antwortet um 18-01-2019 15:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bergland Tierwohlprojekt
@ Vollmilch
Wie soll deiner Meinung nach die "Konsequenz" einer Genossenschaftsmolkerei aussehen?


falco antwortet um 18-01-2019 15:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Noch besser - überhaupt kein Stall und Ganzjahresweidehaltung. Vielleicht gibt´s dann nochmals 0,2Cent dazu.


Vollmilch antwortet um 18-01-2019 16:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bergland Tierwohlprojekt
@gustav25: Genossenschaften tun sich mit Konsequenz im allgemeinen sehr schwer, weil sie in der Regel viele Eigentümer mit (in diesem Fall besonders) vielen unterschiedlichen Interessen haben.
Da reicht es ja nicht aus eine Mehrheit zu finden, man muss es fast ALLEN recht machen.
Deswegen passieren Veränderungen nur schrittweise und langsam.

Die Bergland traut sich im diesem Bereich weniger als die MGN, die sich ganz klar von der dauernden Anbindehaltung verabschiedet, inkonsequent!

LG Vollmilch


Riiitsch antwortet um 18-01-2019 16:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich meinte eher das konsequente nachgeben und vorauseilenden Umsetzen von ungefragten Änderungen. Jeder Konsument der konsequent über das Thema nachdenkt, wird drauf kommen dass bei der Bergland die dauernde Anbindehaltung erlaubt ist, und Konsequenzen fordern. Für einen anderen Oberlehrer hat die MGN halt nicht konsequent genug jede Anbindehaltung verboten. Die Molkereien werden weiter über ihre Mitglieder drüber fahren, statt konsequent weiße Milch bester Qualität zu vermarkten.
Natürlich wäre eine getrennte Erfassung absoluter Schwachsinn, aber soweit kommts noch.
Die Molkerei behält einfach 0,4 Cent im Grundpreis allen Mitgliedern vor, und das wird sogar ein gutes Geschäft.


nettid antwortet um 18-01-2019 16:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bergland Tierwohlprojekt
Jeder der denken kann weiß, das in ca. fünf Jahren die Diskussion mit Weideverpflichtung auch im Laufstall kommen wird, weil die größte Molkerei Österreich den grünen NGO`s den roten Teppich mit dem neuen Modell ausgerollt hat. Im Vorstand dieser Molkerei sind anscheinend keine Landwirte mehr vertreten. Wünsche noch einen guten Tag im freien (Auslauf).



textad4091 antwortet um 18-01-2019 17:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ netteid: Von der Bauernschaft, aber auch so manchen Mitgliedern aus Vertretung, Politik und Genossenschaften, ist es meiner Meinung nach eine recht einfache Sache, sich auf nicht-regierende (nicht einmal mehr im NR vertretenen) Parteien und NGOs hinauszureden. Ich finde diesen Vorgang ein wenig zu einfach für recht teuer bezahlte Menschen. Ganz abgesehen davon, dass eine gewisse gesunde Weiterentwicklung in allen Bereichen immer nötig ist, ist es für mich ein fundamentales EINKNICKEN von Verantwortungs- und Entscheidungsträgern, die auf der einen Seite immer sagen, wie wichtig die Bauern nicht sind, und dass ma Bürokratie und Auflagen verringern soll. Auf der anderen Seite wird aber, mittlerweile in ABWESENHEIT der bei Bauern allseids beliebten Grünen, nicht anders entschieden als vorher (wo die Grünen auch nicht wirklich sooo viel zu sagen hatten).
Der Handel ist ein zusätzlicher Treiber, mit dem Argument, der Konsument will es so ... Und der Handel ist doch der Partner der Landwirtschaft^^ Aber das jetzt ganz Abseits des eigentlichen Beitrags.



janatürlich antwortet um 18-01-2019 17:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Stellt euch vor Milch aus Anbindehaltung wird noch mal selten werden,und wo es nicht so viel gibt wird's wahrscheinlich mal mehr kosten als….


Richard0808 antwortet um 18-01-2019 20:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Früher wurde man als Biobauer belächelt weil man freiwillig viele Auflagen auf sich nahm und mit diesen Arbeitete, heute werden für alle die Anforderungen immer höher und man muß sie nehmen wie sie kommen.



meijo antwortet um 18-01-2019 21:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Janatürlich Genau!
In Gedanken sehe ich schon Konsumenten die wochenlang draufhinsparen um endlich ein derart seltenes und dementsprechend teures Milchpackerl erwerben zu können, um es Zuhause voller Ehrfurcht zu öffnen und den Inhalt Stamperlweise ( weil so teuer) zu genießen.


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