Unterschied Quaderballenstroh mit 24 Messer oder Finecut gepresst

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little 12-07-2018 23:10 - E-Mail an User
Unterschied Quaderballenstroh mit 24 Messer oder Finecut gepresst
Hallo,
hat schon jemand mehr Erfahrung mit Finecutquaderballen (ca. mit 40 Messern geschnitten)?
Mein Presser hat eine Claaspresse mit diesen Schneidwerk. Die Frage ist wie sehr bröseln diese Ballen beim Transport und Manipulieren. Wie gut funktioniert so fein geschnittenes Stroh in einen Tieflaufstall im Winter. Baut sich da eine entsprechende Mistmatratze auf oder wird der Mist sehr schnell durchtrittig, und man muß öfters ausmisten.
Stehe vor der Entscheidung diese Ballen zu probieren oder doch weiter mit 24 Messern geschnittenes Stroh zu verwenden.
little

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andi.d(w831) antwortet um 13-07-2018 07:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Unterschied Quaderballenstroh mit 24 Messer oder Finecut gepresst
Hallo.
Ich habe mit beiden beim Lohnbetrieb gepresst und auch die Ballen abgefahren.
Ich finde den FineCut Ballen (bei Claas mit 51 Messern) gut, und würde mich für diesen entscheiden. Beim transport bröselten die Ballen weniger, weil sich das fein geschnittene Stroh besser verdichten lässt und auch schönere Ballenkanten hat. Das spürt man aber auch beim Ballengewicht, was bedeutet, dass weniger ballen produziert werden -> weniger stapeln und transportieren.
Brechen allerdings beim Ballen zwei Knoten, hat man eine rießen Sauerei...
Und sticht man mit der Ballengabel nicht schön, leicht schräg von der Mitte nach unten, kann es sein, dass der ballen 10cm auf der Gabel nach unten sackt. Dadurch wird der Ballen von innen aufgelockert & macht man das zu oft, zerfällt der Ballen. Nach 2 Monaten kam noch eine FineCut mit Vorbauhäcksler dazu. Bei den Ballen brauchten wir einen dritten Spieß an der Gabel. Machte auch das handling von normalen Ballen leichter, da sonst 3 Ballen übereinander nur mit sehr viel gefühl transportiert werden konnten.
Man weiß aber nach dem ersten Hänger, wies am besten geht. Also kein wirkliches Problem.

Ich würde das Stroh auch sofort zu Hause im Tieflaufstall verwenden, würde ich das Stroh nicht auch als Beifutter und Beschäftigungsmaterial benötigen.
Das Stroh hat eine bessere Aufnahmefähigkeit, besonders jene mit Vorbauhäcksler, wodurch weniger Stroh benötigt wird.
Desweiteren bekommt man einen viel schöneren Mist. Es findet keine so extreme Matratzenbildung statt. Das erleichtert zum einen das Ausmisten, zum anderen ist die Weiterverarbeitung viel besser. Der Mist zerfällt am Haufen viel schöner, bekommt mehr Luft und verrotten schöner, schneller und gleichmäßiger. Der Schredder zur Aufbereitung wird auch nur 1x benötigt. Bei weinig geschnittenem Stoh im Mist wurde dieser 3x benötigt und die Verrottungsdauer war um 6-8Wochen länger.
Der Mist kann dadurch früher verwendet werden.
Wird der Mist vorher nicht aufbereitet, merkt man einen deutlichen Unterschied beim Kraftaufwand und Streubild, da der Mist viel feiner gestreut wird.

Ob bei Kühen der Mist schneller "durchtrittig" wird, kann ich nicht beurteilen. Habe bei Tieflaufställen nur Erfahrung mit Schafen und Ziegen.
Du kannst dir ja ein paar Ballen nur mit halben Messersatz schneiden lassen, falls du im Winter längeres Stroh benötigst.

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little antwortet um 13-07-2018 21:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Unterschied Quaderballenstroh mit 24 Messer oder Finecut gepresst
Wir haben eigentlich alles mit 24 Messer geschnittenes Stroh, aber wie gesagt es besteht jetzt die Möglichkeit so eine Finecut pressen zu lassen.
Werde sie mal fahren lassen, dann wissen wir bei der nächsten Ernte schon mehr, vor allem wie es uns im Winter im Tieflaufstall mit diesem Stroh geht. Andi mal danke für die ausführliche Antwort.
little

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