Jagdpacht

Antworten: 12
svoboda12 15-05-2018 17:28 - E-Mail an User
Jagdpacht
Hallo!
Da ja nächstes Jahr wieder die Jagdpacht neu ausverhandelt werden bei uns, wollte mal fragen wie es bei euch mit Jagdpacht aussieht. Wieviel ihr bekommt und vor allem ob es stimmt, das ein großes Jagdgebiet günstiger kommt für die Jagdgesellschaft zum Pachten als kleinere?
Vollmilch antwortet um 15-05-2018 17:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagdpacht
Hallo!

Bei uns bekommt man 4€/ ha Pachtzins.
Es gibt genug Rehe, Hasen, Fasan und Wildschweine. Ca. 1000 ha Jagdgebiet.

LG Vollmilch

mitmart antwortet um 15-05-2018 19:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagdpacht
Bundesland und Bezirk wären da interessant


supa1 antwortet um 15-05-2018 20:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagdpacht
Unser Revier hat 360 ha, (Reh und Schwarzwild) der jährliche Jagdpacht beträgt 8.000,-- Euro. 22,22 Euro pro ha. Es ist richtig, dass es für kleinere Reviere mehr Interesse gibt.

Ferdi 197 antwortet um 15-05-2018 22:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagdpacht
Evtl. wäre für einige Reviere die Jagdpacht: eine die nicht "all zu hoch" ist angebracht u. in dementsprechenden in Verträgen mit Wildschaden Minimierung zu fixieren.

Aber auch in einer schriftlicher Definition muss festgehalten werden, diverse Folgen bei Nichterfüllung, bezüglich einer echten massiven Wildbestandsreduzierung / Wildschadensvermeidung (keine Papier - Abschüsse) die auch kontrolliert u. überwacht werden.
Für die Zukunft der Familien - Haupterwerbs Forst- u. Landwirtschaftsbetriebe ist es immer wichtiger Wildschäden massiv zu reduzieren. Denn nur die müssen zu 100% ihren Lebensunterhalt aus der Landwirtschaft / Forstwirtschaft erwirtschaften.

Die Wildschäden sei es Wildschweinschäden, div. Schalenwild / Rotwildschäden usw. (z.B. auch massiver Vogelfraß, Fischotter, Biber) müssen speziell in den Genossenschaftsjagden massiv reduziert werden.
Als Grundlage könnte ja das öffentliche amtliche Wildeinflußmonitoring inkl. der echten Unterstützung der Jagd-Aufsichts-Behörden herangezogen werden, um die zukünftigen Ziele (keine Wildschäden mehr) auch mit Unterstützung seitens öffentlicher Institutionen zu erreichen.
Gesetze wären dazu ja vorhanden, wie z.B. das Bundes-Jagd-Gesetz dort ist genau unter anderem z.B. definiert: "Wald vor Wild" warum werden dann die vielen Missstände nicht geahndet?

Seit einigen Jahren gibt es bereits bei den teilw. großen Eigenjagdgebieten, mit eigenen Jagdpersonal u. auch Bewirtschafter, durch eben gut ausgebildete eher junge Eigentümer od. auch angestelltes Fach - Personal ein gewaltiges umdenken u. die Vorgabe "Wald vor Wild" wird dort doch massiv umgesetzt.
Diese Erfolge lassen sich bereits dort immer öfters sehen z.B. kommt wieder vermehrt eine Lärche, Tanne usw. vermehrt auf, die es dann auch bis zu einem Forst - Endbestand schaffen wird (ist auch ein großer wichtiger Vorteil aus Sicht des Klimawandels).

Ein wichtiger Hinweis noch: Qualitätsholz (mittlere bis große Stammbliche ohne Rotfäule usw.) wird jetzt schon wie ein bissen Brot gesucht u. auch gut bezahlt.
Wenn sich da an der Reduktion vom Wildbestand nicht gravierend, sehr Zeitnahe, etwas auch bei den Genossenschaftsjagden ändert, hat in naher Zukunft die Holzindustrie sicherlich ein massives Problem mit der Rohstoffversorgung.

Der Qualitäts- Rohstoff Holz, wird dann zu einem Mangelrohstoff verkommen, das will die Gesellschaft in Österreich sicherlich nicht, daher wäre da die Politik mit ihren Handlangern / div. öffentliche vorhandene Institutionen (z.B. BA f. Waldwirtschaft, Jagdaufsichtsbehörden BM f. Nachhaltigkeit, Jagdverbände mit ihren Netzwerken, usw.) massiv gefordert die Wildschäden aller Art eben hinten anzustellen u. das sehr Zeitnahe.
Nicht immer wieder um den heißen "Brei" herumreden, die Fakten / Missstände liegen schon über ein Jahrzehnt auf den Tischen.

fgh antwortet um 16-05-2018 08:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagdpacht
Jagdpacht bei lächerlichen 2 €/ha.
Von Wildschäden will keiner was hören... schon gar nicht von Maßnahmen zur Vermeidung.. nicht mal von nem erhöhten Abschuss... einziges Trauerspiel bei uns.
Nachbarjagdgeselllschaft beugt überall wo es Schaden gibt mit erhöhtem Abschuss vor, Stückerl weiter braucht man Trico nur beim Lagerhaus holen... traurige Sache für mich als Betroffener und dann wundern sich die Jäger, wenn man so ein schlechtes Bild von ihnen hat.

Riiitsch antwortet um 16-05-2018 10:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagdpacht
Bei uns im Tiroler Oberland - zumindest bei den 3 Jagdgebiebten wo ich a Stückl Land hab - bewegt sich der Pacht zwischen 12 und 26 €/ha. Die Gebiet sind eher im niedrigen 3 stelligen Bereich was die Hektar angeht.

Ob ich im Dezember 400 oder 500 Euro Pacht für meine Stückerl bekomme ist mir völlig wurscht. Mir ist wichtig, dass ich weis wen anrufen, ich weis sogar wo der wohnt. Und wenn ich den anruf, kann man über alles reden, der kommt, der schaut, man diskutiert, und ist nicht immer zufrieden, aber es tut sich was. Nix schlimmeres wenn wegen ein paar Euro mehr den falschen Jäger erwischst.

Wir hatten im Nachbargebiet so einen Spezialfall: der neue Pächter legte ein hohes Angebot, die Gier entschied. Der neue Pächter kam mit ein paar Spezi und die Trottel hatten nichts bessers im Sinn als mal die Gewehre einschießen. Dann großes Gejammer weil kein Wild da ist - nanonanet wenn 3 Tag wie wild in den Sand schießt. 2 Jahre schon hat den Jäger keiner gesehen. Da hab ich lieber 100 Euro weniger.

fgh antwortet um 16-05-2018 11:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagdpacht
Naja.. bei mir entscheidet die Gemeinde...
Beim zuständigen Jäger habe ich die Nummer und weiß er wohnt. Standardsätze: "Was soll ich da machen" Der Obmann verspricht dann mal wieder was wenn der Hut brennt, hält dann ca. 50% davon und ist verwundet wenn sich nichts ändert....

svoboda12 antwortet um 16-05-2018 13:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagdpacht
Da geb ich Riitsch komplett recht

Bei uns, im Mostviertl, eine Jagd mit ca 1700ha bekommt man 6 euro und bei der zweiten mit ca 200ha bekommt man 14 Euro.


Century antwortet um 16-05-2018 15:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagdpacht
Mir wär die Jadgpacht scheiß egal, wichtig wäre eine ordentliche Bewirtschaftung.

Bei uns ist es paraktisch unmöglich im Wald auf Naturverjüngung zu hoffen, oder rund ums Haus Stauden und Bäume ohne massivem Schutzaufgebot zu pflanzen (Das nächste Waldstück liegt mindestens 330m vom Haus entfernt).

Eine ordentliche Bewirtschaftung würde außerdem die beachtliche Anzahl Blutlachen auf der Straße reduzieren ;)

supa1 antwortet um 16-05-2018 16:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagdpacht
Ich bin seit 18 Jahren Obmann des Jagdausschuss. Wir haben unserem Revier bereits sehr viel erlebt. Wir hatten 30 Jahre ortsansässige Jäger - zum Teil auch Grundbesitzer. Die Abschusszahlen waren niedrig und wildschäden waren enorm. Dann haben wir unsere Jagd um den doppeltten Preis an auswärtige Jäger verpachtet. Die Abschusszahlen wurden verdreifacht und Naturverjüngung im Wald stellte sich wieder ein. Wir im Bgld. haben eine 8 jährige Jagdperiode. Für mich ist die wichtigste Erkenntnis, dass ein Jagdpächter maximal 2 Perioden jagen darf. Somit ist gewährleistet, dass zumindest alle 16 Jahre der Rehwildstand ordentlich reduziert wird. Bei auswärtigen Jägern sind auch die Wildschäden viel leichter einzufordern als beim Nachbarn der vielleicht auch noch ein guter Freund ist. Ich kann aber auch sagen, dass es schon eine spannende Zeit ist den dorfeigenen Jägern die Jagd wegzunehmen und an fremde zu verpachten. Sprichwort: Jagdneid ist größer als Weiberneid!

Woodster antwortet um 20-05-2018 22:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagdpacht
Gratuliere Supa!
Denke, du bist damit wahrscheinlich eher ein Einzelfall und Glücksfall für den Wald.

Bei uns (SüdOstStmk) diskutiert man seit Jahrzehnten erfolglos. Und mir ist es eigentlich schon lange zu blöd.
Am Ende bleiben die Trophäenkult-Netzwerker Sieger. Man kann dieses Thema noch weiter bis zum St. Nimmerleinstag diskutieren, bis der Wald vollkommen KO ist.

Die Erkenntnis ist daher:
F r e i g a b e
der Jagd, wie in vielen anderen Ländern auch.

Vorteile:
-jeder (auch kleine) Waldbauer dürfte seine waldbaulichen Ziele verfolgen
-widerstandsfähiger Wald könnte sich wieder entwickeln
-auf allen Behördenebenen könnte man sofort 50% der (hohen) Personalkosten ersparen...

Und für die Jägerschaft insgesamt würde sich gar nicht viel ändern, außer dass sie bei jenen, die sich um ihren Wald kümmern, mehr zum Schuss kommen würden...

MbG Woodster

mittermuehl antwortet um 22-05-2018 13:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jagdpacht
@woodster .... welches Land hast du den so als Vorbild für die "Freigabe" der Jagd? Regeln haben alle ....

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