bauern-fehlt-investitionskraft

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321 03-01-2017 08:52 - E-Mail an User
bauern-fehlt-investitionskraft

Im heutigen Kurier zu lesen:

https://kurier.at/wirtschaft/bauern-fehlt-investitionskraft/238.863.836

Außerlandwirtschaftliche Medien bringen die Wahrheit in die Öffentlichkeit.
Aber auch erst dann, wenn an der Landwirtschaft weniger zu verdienen ist.

Wie sind Eure Meinungen dazu?
MfG 321

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einfacherbauer antwortet um 03-01-2017 10:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
bauern-fehlt-investitionskraft
Siehe Beitrag "rückewagen für 2ha Wald"

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dietmar.s(2cz6) antwortet um 03-01-2017 11:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
bauern-fehlt-investitionskraft
Vom technischen Standpunkt her: Leistung=Arbeit/Zeit, Bei doppelter Leistung und gleicher Arbeit um die hälfte weniger Zeitverbrauch.
Das heißt es geht um die zugelassene GesamtTraktorKW-Leistung pro Jahr und nicht um die Anzahl zugelassener Traktoren. So sind nunmal die physikalischen Konsequenzen.

Ökonomisch gesehen gibts dann unterschiedliche Varianten ob es sich finanziell rechnet
mehr kw als notwendig bereitzustellen. Und wieviel Kw nötig sind.

Also ein wenig durcheinandergemixte Begründungen und Begriffe meiner Meinung nach, aber ok jeder analysiert anders, mfg







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textad4091 antwortet um 03-01-2017 12:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
bauern-fehlt-investitionskraft
Bei dem Artikel komme ich irgndwie zum Schmunzeln- Einerseits geht es um zu viel Angebot, weswegen der Preis zu niedrig ist, dann wieder um die Selbstversorgung Österreichs, und um den "Bio-Wahn" (Interpretiere ich jetzt so hinein) ...

Über die fehlende Investitionskraft wird ma sich in Zukunft öfters noch Gedanken machen müssen- Und sich im klaren darüber sein, dass weniger Größere eben weniger bringen als mehrere Kleinere, das ist aber eh logisch (Deswegen setzt der Steuersatz auch bei der großen Gruppe mit weniger an als bei der kleinen Gruppe mit ganz viel)
Und dass der Strukturwandel, wenn er so weitergeht, wie von manchen Seiten Prophezeit, über die Landwirtschaft hinausgeht.
Da verstehe ich allerdings die Kurzsichtigkeit der Landmaschinenhersteller nicht wirklich. Denn es kommt mir vor, diese wirtschaften ähnlich wie so manche Bauern. Sie leisten viel, haben Innovationen, aber ich habe das Gefühl (und es ist wohl auch einiges Wahres dran), dass sie für einen Markt produzieren, den es nicht wirklich gibt (und der nur in ihren Köpfen exisitiert), oder wo eben alles auf Pump bezahlt wird, was bei Landmaschinen, sofern ma nicht direkt damit Geld verdient, tödlich ist.

Super finde ich nur, dass die RWA und weitere Granden draufkommen, wenn der Hut schon allmählich am Abbrennen ist ... Zu der zeit, wo er angezunden wurde, glaubte man ja noch dran, dass es schon irgndwie gut gehen mag

Und zwecks "Forstanhänger für 2ha Wald" - Gerade solche sind es, welche so ein System überhaupt erhalten ... Man stelle sich vor, ma würd in der Land- und Forstwirtschaft nur das investieren, was ma von der finanziellen Seite her auch dürfte. Dann gäb es in Österreich eine Baufirma für LA- Gebäude und pro Bezirk vielleicht einen LM-Händler ... Von den Herstellern ganz zu schweigen


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Juglans antwortet um 03-01-2017 13:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
bauern-fehlt-investitionskraft
Wenn der Liebe Herr Wolf uns bei der Getreideanzahlung ein wenig mehr als die schäbigen 90€/to überwiesen hätte , dann hätten wir möglicherweise auch ein kleines bißchen mehr Investitionskraft.
Die Matif ist konstant über 160€/to. Für einen 11er Weizen der bei uns nicht mal Saufutter wäre.

Das der Herr Wolf rücktrittsreif ist und von der Materie keine Ahnung hat zeigt alleine die Aussage das im Weinviertel in seiner Kindheit kein Mais angebaut wurde. Schon mal was von Wein-Mais Klima gehört?
Die RWA ist maßgeblich an den Weltniedrigstgetreidepreisen die in Österreich gezahlt werden beteiligt. Und die " Führungskräfte" - allesamt Protektionskinder verstehen Ihr Geschäft nicht.
Denn in erster Linie müssten Sie die Interessen der Bauern - hohe Produktpreise - im Auge haben. Und da ist das RWA- Lagerhaussystem grandios gescheitert.
mfg

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kst antwortet um 03-01-2017 13:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo textad, wieso fängt der Steuersatz bei der größeren Gruppe mit weniget an als bei der kleineren Gruppe mit ganz viel an?

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FXST antwortet um 03-01-2017 13:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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In landwirtschaftlichen Familienbetrieben fehlt das Geld für Investitionen. Das geht aus einer aktuellen Studie der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien hervor. An der Studie nahmen 1.000 landwirtschaftliche Betriebe aus Niederösterreich teil.
Im Grundstatz befasst sich die Studie der WU Wien mit der Frage, mit welchen Problemen landwirtschaftliche Familienbetriebe zu kämpfen haben. Ein zentrales Ergebnis ist auch, dass mehr als die Hälfte der befragten landwirtschaftlichen Familienbetriebe ständig mit finanziellen Problemen zu kämpfen hat.
Betriebsübernahme nur bei einem Drittel gesichert
Für Investitionen fehlt vielen Betrieben das notwendige Geld. Die Betriebsübernahme ist überhaupt nur bei einem Drittel gesichert. In Niederösterreich gibt es jährlich 600 Jung-Übernehmer, sagt Agrarlandesrat Stephan Pernkopf (ÖVP). „Wir haben deswegen die Jungübernehmerförderung ins Leben gerufen. Das heißt, wenn Junge übernehmen, dann gibt es hier spezielle Unterstützungsprogramme bis hin zum Meisterbonus, wo auch eine entsprechende gute Ausbildung honoriert wird.“
Die Jung-Übernehmer werden mit vier Millionen Euro gefördert. Das Land Niederösterreich stellt den Bauern pro Jahr 32,5 Millionen Euro an Förderung zur Verfügung. Damit werden unter anderem neue Stallgebäude und Spezialmaschinen finanziert.
Studienleiter spricht von „Zwei-Klassen-Gesellschaft“
Die problematische Nachfolgesituation ist aber nicht die einzige Herausforderung, der landwirtschaftliche Familienbetriebe gegenüberstehen. Mehr als die Hälfte der befragten Betriebe hat permanent mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Für rund 48 Prozent ist es gerade noch möglich, den laufenden Betrieb zu erhalten, für rund elf Prozent ist selbst das kritisch. Unter diesen Bedingungen können notwendige Investitionen nicht getätigt werden. Das wiederum bremst Innovation, sagt der Studienleiter der Wirtschaftsuniversität Hermann Frank. „Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es bei landwirtschaftlichen Familienbetrieben zu einer Art Zwei-Klassen-Gesellschaft kommt. Nur etwas mehr als 40 Prozent kann es sich leisten, ihren Betrieb weiterzuentwickeln. Beim Rest bleibt für Zukunftsinvestitionen einfach nichts übrig."
Gleichzeitig weisen vier von fünf Betrieben eine große Zurückhaltung gegenüber der Inanspruchnahme von Fremdkapital auf. Nur drei Prozent geben laut Studie an, ihre Möglichkeiten diesbezüglich voll ausgeschöpft zu haben, 37 Prozent nutzen diese Option gar nicht.
Hohes Qualitäts- und Nachhaltigkeitsbewusstsein
Trotz der schwierigen Bedingungen haben landwirtschaftliche Familienbetriebe in Niederösterreich einen hohen Anspruch an Qualität. 40 Prozent der befragten Betriebe sind zertifiziert, mehr als die Hälfte davon mit einem Nachhaltigkeitszertifikat. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Familie eine wesentliche Rolle dabei spielt, wie nachhaltigkeitsorientiert ein Betrieb ist. Eine starke Identifikation der Familienmitglieder mit dem Betrieb wirkt sich positiv auf dessen ökonomische sowie soziale Nachhaltigkeit aus. Betriebe, in denen es einen starken Familienzusammenhalt und eine enge Bindung zum Betrieb gibt, handeln auch im ökologischen Sinne nachhaltiger.

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FXST antwortet um 03-01-2017 15:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wirtschaft/oesterreich/844383_Bauern-verdienen-immer-weniger.html

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G007 antwortet um 03-01-2017 18:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@all

"Die Details, ob Erlass oder Stundung der SV-Beiträge, sind mit dem Koalitionspartner SPÖ noch in Verhandlung."

Hat jeder auch diesen Satz in der Wiener Zeitung zum Bericht "Bauern verdienen immer weniger" gelesen?


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fliege antwortet um 03-01-2017 19:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
bauern-fehlt-investitionskraft
Hallo
Wundert dich das mich sicher nicht wenn auch die Landwirtschaft in den augen unserer Bauernvertreter noch eine heile ist, die Realität sieht anders aus .
Egal ob Maschienen oder Stallbau die Summe die hingelegt werden muss entspricht schon lange nicht mehr der Realität. Ohne Pessimismus kann man sagen schau Dir doch die Preisspange heute an die viele Bauern in den Ruin treibt. Da wiil von oben noch gefordert werden man solle mehr investieren . Einfache Schlussvolgerung:Mehr geld ,Mehr Investition.

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mosti antwortet um 03-01-2017 22:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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jede maschine die mir nicht gehört, arbeitet nicht in meine tasche!!!!!!!!!!!!

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textad4091 antwortet um 03-01-2017 22:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Von kst "wieso fängt der Steuersatz bei der größeren Gruppe mit weniget an als bei der kleineren Gruppe mit ganz viel an?"

Ich weis nicht, ob ich es nicht blöd ausgedrückt habe, gemeint ist, am Beispiel Einkommenssteuer:
Man muss sich das Geld dort holen, wo sich viele Personen befinden, und nicht dort, wo pro Person viel ist. Ebenso sehe ich es beim Konsum, in dem Fall auch Kauf von Landmaschinen: Der österreichische (alpenländische) Markt ist ebenso drauf aus, viele kleinere zu bedienen, und hat sich dementsprechend drauf verlassen, ohne auf die Folgen der, für den alpenländischen Raum fehlgeleiteten, Agrarpolitik zu achten. Derzeit spüren es Werkstätten vereinzelt bereits, dass weniger los ist bzw. mehr auf Ausgaben geachtet wird- Was wiederum auch nicht falsch ist ... Bisher lief es eben so: Es gibt viele, die haben, durch was auch immer, bestimmte Mittel, welch die in den landwirtschaftlichen Bereich investieren. Ein Teil dieser Betriebe macht, warum auch immer, nicht mehr mit (verpachten, verkaufen, nur mehr den Wald bewirtschaften, den LU machen lassen, etc. ... ). Dass dies unter anderem sicher auch Hobbybetriebe waren, tut der Tatsache mit "Bauern investieren weniger" mit Sicherheits weh

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pluto. antwortet um 04-01-2017 09:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das stimmt definitiv nicht.

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Steyrcvtfan antwortet um 04-01-2017 09:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bei dem Schreiberling im Kurier Artikel, Geht es wie so oft in seinen Artikeln nicht um uns Bauern, sondern nur ums System das zu unterstützen und zu erhalten ist.
Wäre von der Kulturabteilung seiner Zeitung schon lange verjagt worden, aber mit den Bauern kann man ja alles machen.

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