Mähdrescherspuren nach der Gerstenernte

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44FF 09-07-2016 07:25 - E-Mail an User
Mähdrescherspuren nach der Gerstenernte
Meine Frage wie beseitigt ihr Mähdrescherspuren (30-40 cm tief) mit Humus auffüllen oder nur drüber grubbern damit das ganze wieder eben wird ?

MfG 44FF



Vollmilch antwortet um 09-07-2016 07:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mähdrescherspuren nach der Gerstenernte
30-40 cm tief!?

Wenn mir sodass passieren würde, einfach drüber grubbern, sobald es der Boden zulässt.
Bei Mais hatten wir das auch schon, da haben wir dann bei leichtem Frost gepflügt.

LG Vollmilch


pluto. antwortet um 09-07-2016 09:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mähdrescherspuren nach der Gerstenernte
Ich glaube, dass du eine falsche Vorstellung davon hast, wie tief 40 cm überhaupt sind. (meistens wird nicht mal so tief gepflügt.)


2472660 antwortet um 09-07-2016 10:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mähdrescherspuren nach der Gerstenernte
wissts eh, warum sich die frauen beim einparken so schwer tun........
weil ihnen die männer immer erklären, dass eine zeigefingerlänge 20 cm sind.....

weil zum deiner vermutung passt, pluto ;-)



pluto. antwortet um 09-07-2016 11:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mähdrescherspuren nach der Gerstenernte
Noch eine Anmerkung: Wenn der Mähdrescher beim Dreschen 40 (vierzig!!!!!!!!) cm einsinkt, hätte das Getreide wahrscheinlich nicht mal zur GPS getaugt, weil es selbst dafür zu feucht gewesen wäre.


schnapserei antwortet um 09-07-2016 16:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mähdrescherspuren nach der Gerstenernte
kann ich bestätigen, 44ff!
war bei mir und den kolllegen auch so....grubbere einfach drüber

auch wenn du mit humus auffüllst, bleibt die verdichtung in 40cm tiefe....vielleicht nutzt du mal die gelegenheit und machst eine tiefenlockerung; dann geht das auch wieder mit...

Viele Grüße, Martin


Peter1545 antwortet um 09-07-2016 16:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mähdrescherspuren nach der Gerstenernte
@pluto: Welchen Blödsinn redest du denn? Bei uns hats den ganzen Juni > 250l geregnet und die Böden konnten nie austrocknen. Letztes We wollten viele dreschen weils reif war nur die schweren Böden konnten den Mähdrescher nicht tragen!
Meine Vorschlag grubbern sobalds geht, wenn die Furchen beim nächsten Regen mit Wasser volllaufen wirds noch schlimmer, weil die lange nicht mehr austrocknen!
Auf einen frostigen Winter hoffen damits die Verdichtungen auffriert, oder wenn möglich tiefengrubbern.


Mogwai antwortet um 09-07-2016 17:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mähdrescherspuren nach der Gerstenernte
Ja klar, nur rein mit dem Tiefengrubber!!! Aber dann auf 50cm denn sonst bringts ja nix!

Fürs tiefengrubbern ist es 1-2mal in 10 Jahren so trocken damit man keine nachfolgenden Schäden verursacht. Und heuer ist es keinesfalls dafür geeignet.

Einen größeren Blödsinn haben die Hersteller den Bauern nicht andrehen können als so ein Gerät. Aber hat funktioniert, leider.



Drüber grubbern und Zwischenfrucht mit Tiefwurzlern anbauen und hoffen das sie den Schaden einigermaßen in Schach halten.


pluto. antwortet um 09-07-2016 17:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mähdrescherspuren nach der Gerstenernte
Das ist beileibe kein Blödsinn. Ich bin mir sicher, dass auch du nicht weißt, wie tief 40 cm sind. Wenn du geackert hast, mess die Furchentiefe nach. Du wirst dich wundern.

Und abgesehen davon, darfst du FAHRSPURENIEFE nicht mit Eingraben, also versinken, verwechseln. Und um eine Fahrspurtiefe von 40 cm zu erreichen, müsste es schon viel mehr als 250 Liter regnen. Oder der Untergrund ist von Haus aus "bodenlos". Aber dann ist das Gelände weder für eine Wiese und schon gar nicht für einen Acker geeignet.


Alexs antwortet um 09-07-2016 17:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mähdrescherspuren nach der Gerstenernte
Habe schon öfters versuche gemacht mit Tiefenlockern und daneben nicht.Noch nie einen unterschied bemerkt. Komme nie unter 20 cm und funktioniert alles natürliche ohne Pflug.


Lendl00 antwortet um 09-07-2016 18:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mähdrescherspuren nach der Gerstenernte
@ Pluto

Ich bin auch schon mal beim Dreschen fast versunken. Da hat es aber keine 250mm geregnet.
Aber eine kleine Senke im Feld reicht da schon, und das Wasser, das vom Boden nicht mehr aufgenommen werden kann läuft in solchen Senken zusammen und steht dann dort auch schon mal ein paar Tage.
Jetzt wird von dir der Hinweis kommen, dass da die Bodenstruktur nicht in Ordnung ist, sonst dürfte das Wasser nicht stehen bleiben. Bei unseren eher schweren Lehmböden ist aber nun mal so.
Die Spurtiefe von 40cm ist ganz leicht erklärt:
Wir pflügen normal so um die 30cm Tief. Die obere, durchnässte Bodenschicht drückt es zur Seite, wenn der Mähdrescher drüberfährt und dann steht man auf der Grenze zw. lockerem und mit Wasser vollgelaufenem Oberboden und dem festeren Unterboden. Durch den zur Seite gedrückten Boden ist die Spur dann aber trotzdem 40cm tief.
Mit viel Gespür und Schwung kommt man meist wieder raus. Aber ich habe auch schon einen Traktor gebraucht.
Und wenn jetzt die Antwort kommt der Drescher sei zu groß, dann kann ich beruhigen. Es war ein Claas Do 88 maxi mit 620mm breiten Reifen.

Ich wünsche allen eine normale Ernte und keine Schlammschlacht, aber bei dem Wetterbericht für nächste Wo befürchte ich, wird es eine werden.

KLaus


Peter1545 antwortet um 09-07-2016 19:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mähdrescherspuren nach der Gerstenernte
@Mogwai: das versteht sich von selbst dass das tiefenlockern jetzt nichts bringt! aber wer weis viell. kommt noch so ein Sommer wie 2013, dann gehts ja viell. im Herbst? Ja wenn schon Tiefenlockern dann dürfens auch 70cm oder mehr sein. 50cm wären zuwenig.

Bei den 40 cm würde mich jetzt interessieren wie sie gemessen wurden, weil sich ja neben der Furche ein Wall rausdrückt und den darf man nicht mitmessen!


schellniesel antwortet um 09-07-2016 20:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mähdrescherspuren nach der Gerstenernte
hatte 2009 ein ähnliches Problem!
Da hat's nur geschüttet und die Hänge sind bei uns überal gerutscht!

Zum Glück hat's der Mähdrescher da aus eigener Kraft durch geschafft!
Und nur an einer Stelle!

Gemessen war die Furche mit Erdwall 70cm tief!

Im Niveau gerade mal 25cm= damalige Pflugsole!

Hab das zum Glück eben gleich am Ackerrand gehabt und keine 10m zum nächsten Wald!

Hab aber einige Jahre die Stelle auslassen müssen! Da ich die Sache zwar irgendwie einebnen könnte aber sie nicht mehr trocken wurde!
Lange Herumprobieren bis ich die Sache ausdrainagiert habe jz kommt aus der drainage ständig Wasser!
Selbst bei starker Trockenheit!

Mfg Andreas




macgy antwortet um 10-07-2016 00:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mähdrescherspuren nach der Gerstenernte
Man sollte sich als Landwirt überlegen, wann und wen man in so ein Feld fahren lässt

Da ist sprichtwörtlich die "Suppe teurer wie das Fleisch", was die Schäden in den darauffolgenden Jahren betreffen , bezügl Bodenverdichtung.
Allerdings muss der Drescherfahrer auch ein Volltrottel sein, dass er in dem Feld nach der 1. Runde noch weiterfährt.Kann aber auch die Gier eines Lohnunternehmers sein..auch möglich.
Oder auch des Bauern, weil der Drusch mit Raupenlaufwerk mehr kosten würde ....
Oder man will unbedingt den größten und schwersten Drescher auf seinem Feld umherkurven lassen, als einen kleineren leichten, weil Riesenmaschinen ja so geil anzusehen sind...

Also mal rechnen.....Ertrag mal Preis = x €
Boden auf lange Jahre kaputt = Mindererträge oder Totalausfall durch Verdichtung = € ????


NikoKlaus antwortet um 10-07-2016 08:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mähdrescherspuren nach der Gerstenernte
@macgy

Das is ein super Ansatz... weil die großen Maschinen so geil sind...

Ich hab einen Dominator 68 der ist leicht.. aber wenn mich jemand anruft ob ich bei ihm dreschen kann muss ich verneinen... ich muss da selber dreschen.. darum hab ich ihn ja und für mich reicht er... aber der Lohner muss und will mehr dreschen also hat er einen größeren Drescher der auch schwerer ist.
Und ich bin mir sicher das das bei vielen so ist.
Und immer hat man nicht die Zeit im einfach abzuwarten.
Gerade heuer.. was wäre gewesen wenn es noch weiter geregnet hätte und er die Gerste selber braucht und somit die Qualität stimmen muss.
Irgendwann muss man dreschen.

Deine Antwort bringt null Hilfestellung finde ich.

Sorry


macgy antwortet um 10-07-2016 22:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mähdrescherspuren nach der Gerstenernte
@niko...
Wenn man vorher überlegt hat man nachhher keine Schäden, schon daran mal gedacht ?

Bei dem Preis, was heutzutage das Korn kostet, ist es eigentlich relativ egal, ob man es drischt oder zukauft.
Den Boden kannst nicht zukaufen, rein hypothetisch gesagt, wenn er mal Schaden genommen hat, oder ?
Oder kaufst du dir einen neuen Acker, wenn du deinen ruiniert hast ?


NikoKlaus antwortet um 10-07-2016 23:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mähdrescherspuren nach der Gerstenernte
Kannst du mir bitte erklären was er vorher überlegen hätte sollen?

Hätte er sich denken sollen.
Nö.. ich dresch die Gerste nicht und ich häcksle den Schass?


macgy antwortet um 10-07-2016 23:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mähdrescherspuren nach der Gerstenernte
Schon einmal mit nachdenken versucht und die vorigen Beiträge gelesen ? @niko ?


NikoKlaus antwortet um 11-07-2016 05:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mähdrescherspuren nach der Gerstenernte
Willst du darauf hinaus das die Spuren schwere Bodenschäden verursachen?

Wenn ja bitte ich dich ins zu verraten was er vorher hätte anders machen sollen? Und das Argument das er geil ist auf einen großen Mähdrescher lasse ich nicht gelten.
Aus meiner Sicht hat er das ja nicht absichtlich gemacht sondern es ist ihm ein Fehler passiert.
Ach ja und dir nicht?
Mir schon...
egal... er wollte verschiedene Meinungen hören was er jetzt am besten machen soll.

Also bitte....


NikoKlaus antwortet um 11-07-2016 05:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mähdrescherspuren nach der Gerstenernte
Willst du darauf hinaus das die Spuren schwere Bodenschäden verursachen?

Wenn ja bitte ich dich ins zu verraten was er vorher hätte anders machen sollen? Und das Argument das er geil ist auf einen großen Mähdrescher lasse ich nicht gelten.
Aus meiner Sicht hat er das ja nicht absichtlich gemacht sondern es ist ihm ein Fehler passiert.
Ach ja und dir nicht?
Mir schon...
egal... er wollte verschiedene Meinungen hören was er jetzt am besten machen soll.

Also bitte....


schellniesel antwortet um 11-07-2016 08:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mähdrescherspuren nach der Gerstenernte
Ach schaut's euch Videos im Internet an schöammschlacht Biogas...

Dann relativiert sich einiges....

Es ist nicht gut wenn einem soetwas passiert oft lässt sich soetwas einfach nicht zu 100% vermeiden...

Hab bei der Kürbis Ernte vor ein paar Jahren auch nur mehr den Kopf geschüttelt als der Bauer einfach nicht wahrhaben wollte das es einfach derzeit nicht befahrbar ist...

Er hat sich durchgesetzt 2 Tage 2 Traktoren vorgespannt und ab geht's....


Mfg


44FF antwortet um 11-07-2016 08:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mähdrescherspuren nach der Gerstenernte
Hätte nicht gedacht das es so viele Antworten gibt . Die Spuren sind nicht vollflächig sondern am Vorgewende 6-7 Stellen auf 2,7ha Bergfeld 8% Steigung und die30-40cm verstehen sich mit der verdrängten Erde.
Übrigens dem Drescherfahrer trifft da gar keine Schuld der hat sein bestes gegeben um die Fläche so schonend wie möglich abzuernten. An gewissen Stellen werde ich um eine Drainage nicht herumkommen. Aber ihr habt Recht die Erntemaschinen sind mindestens um ein Drittel zu schwer. Aber Eigenmechanisierung ist auf manchen Betriebe wieder nicht leistbar.

Mfg Kalchmayr Franz


Ziegenbua antwortet um 11-07-2016 11:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mähdrescherspuren nach der Gerstenernte
Wie wärs, wenn man bei feuchten Bedingungen einfach öfter mal abtankt? Mit dem vollen Tank nochmal um die Kurve zu kratzen schadet dem Boden sicher mehr als mit 1-2 Tonnen weniger


Peter1545 antwortet um 11-07-2016 14:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mähdrescherspuren nach der Gerstenernte
Öfter abtanken sollte sowieso Standart sein.
Ob du jetzt wirklich eine Drainage brauchst siehst du bei der nächsten Kultur oder Begrünung.
Ich hatte schon 2mal das Problem dass der Mähdrescher fast stecken blieb, habs hinterher gleich gegrubbert, habe aber bei der Folgekultur keinen erheblich Unterschied erkannt.
Hör lieber nicht auf macgy, ich hätts auch gedroschen und nicht alles vergammeln lassen, meistens sinds ja nur ein paar Stellen wos problematisch wird.


macgy antwortet um 12-07-2016 23:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mähdrescherspuren nach der Gerstenernte
Der TE schreibt " Mähdrescherspuren", also gehe ich davon aus, dass sie nicht nur stellenweise , sondern am ganzen Feld sind.
Aber wenn man eine ungenaue Frage stellt, kommen eben ungenaue Antworten.
Und rechnen, ist scheinbar nicht mehr üblich in der LW..traurig
Aber wie sagt meine Generation 50plus
De Gier is a Luada

Aber leider eure Glaskugel für Wahrsagungen eine neuere als meine ;-)


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