direktvermarktung neuanfang erfahrungsaustausch

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Maja1000 14-06-2016 13:26 - E-Mail an User
direktvermarktung neuanfang erfahrungsaustausch
Möchte gerne wissen was man als melden mus bei abhofverkauf im kleinen Rahmen. Würde gerne Saft, Eier,
Marmelade, Milchprodukte,Bauernbrot,unsw. vermarkten.
Hätte schon Kundschaft in unserer Siedlung und die Nachfrage wird jetzt immer mehr.Weis aber nicht ob ich wegen lebensmittelhygiene, Finanzamt usw. etwas melden mus. Fürchte
das mich gewisse neidhammeln anzeigen könnten.
Danke für euere antworten.



jakob.r1 antwortet um 14-06-2016 13:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
direktvermarktung neuanfang erfahrungsaustausch
Grüß Dich, Maja,--- um Dir konkret weiterhelfen zu können solltest Du schon Dein Land angeben, weil es da Unterschiede gibt.
Aber egal, Neidhammel wird es wohl nicht so viele geben, weil jeder sich denken kann, das Direktvermarktung in erster Linie einen enormen zusätzlichen Arbeitsaufwand bedeutet und deshalb hören viele Anfänger auch schnell wieder auf. Zumindest bei uns in Deutschland sind enorme Investitionen in Verkaufsraum, Kühltheke... notwendig, so das "im kleinen Rahmen"- also alles unter der Hand schnell nicht mehr möglich sein dürfte.
Viele behelfen sich dann mit Öffnungszeiten an nur zwei Tagen in der Woche u.ä. , -- weil eine zusätzliche Arbeitskraft einstellen gleich einen gigantischen Umsatzsprung voraussetzt.
Aber Du hast recht, Du wirst sicher schnell hingehängt,-- aber eher nicht von Neidern sondern von Kunden denen Du mal nicht auf Reklamationen im gewünschten Umfang nachgegangen bist. Dann ist sofort der ganze Behördenapparat bei Dir am Hof mit Lebensmittelkontrolle... und die Strafen sind gesalzen. Also besser gleich alles brav anmelden oder wegen der vorgeschriebenend Investitionen den Ball flach halten und so wie bisher im allerkleinsten Rahmen an Stammkunden verkaufen.
Beste Grüße
Jakob


thomas.t3 antwortet um 14-06-2016 14:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
direktvermarktung neuanfang erfahrungsaustausch
Ich kenne ein paar Direktvermakter die sich aus Neid gegeneinander Angezeigt haben..., also der Neid ist leider überall.
Schade dass sich gegenseitig so schöne Dinge zerstört werden...

Ich hoffe, du bekommst viel sachliche Antwort, mir schwebt in diese Richtung auch etwas vor und werde gespannt mitlesen.
Ist ein Verkaufsraum nötig? Eine Idee wäre, die Produkte gleich zum Käufer bringen, wenn es eh in deiner Siedlung ist, extra ein Verkaufraum haben oder bauen falls nicht vorhanden kommt teuer. Außer du willst es größer "aufziehen"
Wenn ich mich mit einer Frage anschließen darf: was meint ihr zu einer Art zustellservice, dadurch spart man sich den Verkaufsraum und für die Kunden ist es doch auch angenehm, aber macht sich die Arbeit bezahlt Häuser abzuklappern?
Lg


colonus antwortet um 14-06-2016 15:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
direktvermarktung neuanfang erfahrungsaustausch
Das Problem mit dem Häuser abklappern ist das meist unter Tags niemand zuhause ist da viele arbeiten gehen. Du verplemperst viel Zeit und Diesel und es bleibt nicht wirklich viel übrig.

Besser wäre es zu einer fixen Zeit einen Verkaufsstand aufzustellen am besten mitten in einer Ortschaft und noch besser mit ein paar anderen ab Hof vermarkten damit mehr Angebot vorhanden ist, wird bei uns im Ort so praktiziert und funktioniert sehr gut, da steht mitten im Ort am Parkplatz ein großer Metzger und ein Gemüsebauer und der Bäcker ist auch nicht weit somit kann ein sehr großer Teil abgedeckt werden.


179781 antwortet um 14-06-2016 23:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Dazu gibt es reihenweise Vorschriften und Gesetze. Wenn ich deine Produktpalette lese, dann fallen mir schon so viele Sachen ein, dass ich gar nicht zum Schreiben anfange, weil ich vor Mitternacht noch ins Bett kommen möchte. Aber das ist alles machbar und bei entsprechendem Umsatz auch wirtschaftlich. Bei uns gibt es auf der Kammer Leute, die dich in grundsätzlichen Dingen ganz gut beraten können. Das verkaufen musst du selbst können und mögen, dann wird da auch was draus. Nur Mut, zufriedene Kunden sind der beste Erfolg den ein Unternehmer haben kann. Ein Erlebnis, das den meisten Bauern fehlt, weil sie ja nichts verkaufen, sondern nur abliefern.

Gottfried


zehentacker antwortet um 15-06-2016 06:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo!
In Österreich kannst Du die in Deiner Landwirtschaft erzeugten und weiterverarbeiteten Produkte verkaufen. Bei Deiner Produktvielfalt glaube ich nicht, das alles auf Deinen Betrieb erzeugt wird, daher wäre das dann Gewerbebetrieb. Ein Tip, geh in Deinen Stammlokal einmal in die Küche, schau Dir die Ausstattung inclusive Kühlräume an und frage nach Lebensmittelrechtlichen Vorschriften.


Urlbauer antwortet um 16-06-2016 10:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Also wir verkaufen Gemüse. Das gilt als "Urprodukt" und kann ohne weiters Verkauft werden(ähnlich wie wennst z.b. euer Getreide dem Lagerhaus etc. verkaufst)
Sobald du deine Produkte aber weiterverarbeitest, hast du ungefähr 1Mio vorschriften zu beachten. Fängt bei der Hygiene an und hört bei der richtigen Etikettierung auf. (Eier z.b. müssen nach größe sortiert und mit einem Stempel versehen werden-der is sauteuer)
Urprodukte brauchst du nicht versteuern oder Buchführen etc. Alles was weiterverarbeitet wird (Saft, Marmelade, Eingemachtes) muss versteuert werden.
Ohne dir jetzt den Wind aus den Segeln nehmen zu wollen, würd ich dir raten nicht zu groß zu investieren, da sich das alles mal rechnen muss.



G007 antwortet um 16-06-2016 13:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Urlbauer
Des mit dem versteuern bei Deinen aufgezählten Produkten mußt Du a bisserl genauer erklären.
Du hast da Produkte die zählen als Urprodukt (Säfte), haben aber 20 % MWST und da hast Du von null Umsatz weg die Beleg und Aufzeichnungspflicht wegen der MWST. Dann hast Du Produkte wo die Be- und Verarbeitungsregel gilt, 70/30 Regel oder Einnahmen Ausgaben Rechnung und ab einen Umsatz über 15.000 Euro und bar über 7500 die Registrierkassenpflicht gilt, da sind es je nachdem Du es Private oder Firmen verkaufst 10% oder 13%.


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