Am Schauplatz: Abschied vom Hof

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Icebreaker 03-04-2014 11:44 - E-Mail an User
Am Schauplatz: Abschied vom Hof
Heute um 21.05 ORF2

Am Schauplatz: Abschied vom Hof
Ein Drittel der österreichischen Landwirte hat seit dem EU-Beitritt aufgehört. Kim Kadlec hat Bäuerinnen und Bauern begleitet, die sich von ihrem landwirtschaftlichen Betrieb trennen müssen und dokumentiert, wie das Bauernsterben den gesamten ländlichen Raum verändert.

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ZMureck antwortet um 03-04-2014 17:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Am Schauplatz: Abschied vom Hof
Naja,
Jeder meckert über was anderes an der EU .
Mich z.B. stört, daß es in der ganzen EU nicht mehr möglich ist anständige Sachen zu
Schmuggeln = alles ist frei.
Muss jetzt weit nach Osten reisen , um diesem Hobby noch zu fröhnen.

Kein einziger Landw. Betrieb war und ist gezwungen , wegen dem EU Beitritt zu schließen.
Dies ist einzig eine Frage der FACHLICHEN QUALIFIKATION:



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Icebreaker antwortet um 03-04-2014 18:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Am Schauplatz: Abschied vom Hof
Soso @ZMureck,

"Kein einziger Landw. Betrieb war und ist gezwungen , wegen dem EU Beitritt zu schließen.
Dies ist einzig eine Frage der FACHLICHEN QUALIFIKATION: "

Ja wenn DU das sagst ...
Frage mich nur, wie all die vielen landwirtschaftlichen Betriebe xx-zig Jahre OHNE fachlicher Qualifikation (wie du meinst)VOR dem EU Beitritt überleben konnten ... bzw. überhaupt einen Betrieb führen konnten ... ?

Na wie auch immer: Ich bin mal auf die Reportage heute gespannt.


mfg Ice



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zehentacker antwortet um 03-04-2014 19:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Am Schauplatz: Abschied vom Hof
Hallo!
Bäuerinnen und Bauern sterben wie alle anderen Personen natürlich auch. Das Landwirte in anderen Berufen bessere Zukunftschancen sehen, ist weder neu noch eine Besonderheit der Bauernschaft. Warum das ein großes Drama sein soll, verstehe ich nicht.
MfG ferdinand


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Icebreaker antwortet um 03-04-2014 19:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Am Schauplatz: Abschied vom Hof
Von großem Drama redet eh niemand, aber dass es für ÄLTERE Landwirte nicht so einfach ist oder gar unmöglich in "andere Berufe" zu wechseln sollte wohl jedem mit wenigstens einem bisserl an Herzgefühl klar sein.
Und so einfach mal den Betrieb "zusperren" und auf die Gache mal anderswo irgendwas arbeiten ... naja- Wunschkonzert. Oder glaubst, dass man auf eine Bäuerin mit 50+ in "anderen Berufen" wartet?
In anderen Berufen ist man heutzutage sogar MIT besten Qualifikationen ab 35- 40+ UNINTERESSANT. Zu teuer usw. ...
Schau dich halt mal auch ausserhalb der Landwirtschaft in der Wirtschaft um wies in der Realität mit Arbeitsplätzen aussieht.


Schönen Abend allerseits
Ice



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soamist2 antwortet um 03-04-2014 19:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Am Schauplatz: Abschied vom Hof
@ zmureck

in diesem forum ist es sicherer einen ironischen beitrag auch als solchen zu kennzeichen
es gibt da doch einige die könnten meinen dein beitrag wäre ernst gemeint

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prof1224 antwortet um 03-04-2014 19:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Am Schauplatz: Abschied vom Hof
zmureck

Wieder so ein "Schwachkopf" der selber keinen Grund bewirtschaftet und glaubt er muss mit seinen Weisheiten
ein Urteil über die Bauern abgeben.

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G007 antwortet um 03-04-2014 20:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Am Schauplatz: Abschied vom Hof
Der Strukturwandel wäre so oder so gekommen.Die vielen kleinen Lebensmittelgeschäfte, Bäcker, Fleischer und viele andere haben mindestens soviel Probleme wie die Bauern.

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Gigasgagasmann antwortet um 04-04-2014 00:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hm, die Doku hat für mich bißl eine persönliche Note, da ich einige Leut (davon zwei der Landwirte) aus dem Film kenn.

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helmar antwortet um 04-04-2014 06:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Am Schauplatz: Abschied vom Hof
Hut ab vor dieser Reportage...sie zeigte wie es ist. Und hätte zur Hauptsendezeit gebracht werden sollen. Sie hat sich angenehm von jenen Beiträgen abgehoben welche z.B. "Konkrekt" zeigt in welchem, und hier muß ich es schreiben, ausschließlich die Biolandwirtschaft nicht bekrittelt wird. Respekt auch vor der Aussage jenes Kollegen welcher offen sagte dass er auf Druck seines Vaters Bauer geworden ist. Vielleicht wäre es nicht so gewesen, wäre er nicht "der Bua" gewesen......
Gut auch, dass gezeigt wurde dass sehr oft die persönlichen Umstände zur Aufgabe der Höfe führen. Im Fall des verlorenen Prozesses vermute ich, dass die in den 70,80igern sehr häufig genützte gesetzliche Möglichkeit des Verpachtens an den Sohn, um an die Pension zu kommen, schlußendlich der Auslöser für das ganze Desaster gewesen ist. Obwohl man ehrlich gesagt, von 4 Mukuhs wirklich nicht leben kann und einen Hauptjob braucht. Auch wurden die für mich als unzumutbar anzusehenden Arbeitsbedingungen in älteren, sonst in der Werbung so romantisch dargestellten Ställen Ställen schonungslos aufgezeigt. Und mit 20.000 Quote wird's enger als eng......
Was mir aber besonders gefallen hat.......dass in den hellen, luftigen Laufställen gefilmt wurde. Leider wurde zu wenig auf den Arbeitskonfort in solchen hingewiesen.
Alle im Bereich Miesenbach zu Wort Gekommenen kenne ich persönlich............und zwei im Bild gewesene Betriebe haben von mir Pachtflächen. Sie sind in dieser Sendung sehr offen gewesen, und allen gilt mein großer Respekt, aber auch der Gestalterin der Sendung. Mein besonderer Dank gilt aber dem Karl, der ganz offen sagte dass er nicht der Meinung des neuen Präsidenten der österreichischen Landwirtschaftskammer ist....nämlich dass eh alles gut und schön wäre. Vielleicht hat niemand daran gedacht, zu sagen dass man allein aus Freude am Beruf auch nicht seine Rechnungen und SVB-Beiträge zahlen kann.....
Resümee..........sehr gut gemacht, und danke allen welche sich filmen haben lassen.
Mfg, Helga

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G007 antwortet um 04-04-2014 07:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Am Schauplatz: Abschied vom Hof
Einige der betroffenen Bauern hätte es mit oder ohne EU sowieso erwischt, allein die Ausstattung der Ställe und die Arbeitsabläufe zeigen ein Ablaufdatum des Betriebes an. Die junge Frau die wegen Erbstreitigkeiten ihren Hof verlassen muß, hat mit dem Thema der Sendung wenig auf dem Hut.
Thema wurde teilweise verfehlt, ist mein Eindruck dieser Sendung.

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Peter1545 antwortet um 04-04-2014 08:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Am Schauplatz: Abschied vom Hof
Ich stimme Goo7 zu, bei den Bauern ist es genauso die natürliche Selektion wie bei allen anderen Berufen auch. Der Bessere überlebt am längsten. Das wäre früher oder später auch ohne EU Beitritt gekommen!
Sind wir uns doch ehrlich wenn ein Bauer 6 h/ Tag im Stall steht läuft auch etwas verkehrt!

Die Chancen mit 50 noch eine Arbeit zu finden sind bei einem Bauern sehr hoch, da kenn ich sogar ein gutes Beispiel.

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SemiPro antwortet um 04-04-2014 11:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Am Schauplatz: Abschied vom Hof
Tag zusammen!

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mich für die Bauern, die am Anfang der Sendung gezeigt wurden, maßlos schäme (Ansichten, Aussprache, Wortwahl). Da wundert es mich nicht, dass niemand weitermachen will. Wenn eine Generation nichts investiert und quasi stehen geblieben ist, dann ist das zum Scheitern verurteilt. Das ist in jeder Branche so. Ich hoffe, dass es solche Bauern in Zukunft nicht mehr geben wird, weil ich ehrlich gesagt die Nase voll habe, solche Berufskollegen zu haben. Kein Wunder, dass die Bezeichnung "Bauer" in der Gesellschaft einen schlechten Ruf genießt. Mein Mitleid hält sich bei solchen "Betrieben" in Grenzen.

LG SemiPro


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SemiPro antwortet um 04-04-2014 11:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User




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grassi antwortet um 04-04-2014 17:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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SemiPro, für andere solltest dich nicht schämen, sonst red einmal mit deinem Arzt. Wenn schon für andere schämen, dann für die, die gedankenlos alles (Mitmenschen, Tiere und Umwelt unter dem Modewort Planzenschutz) vergiften und sozusagen über Leichen gehen für ihren Vorteil- bzw für Geld .
Gruß grassi

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helmar antwortet um 04-04-2014 19:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Grassi...hast du diese Sendung gesehen? Wenn nein, dann kannst du sie dir unter www.tvthek.at ansehen. Abgesehen davon dass beim Milchbauern mit den 20.000 Quote die Arbeitsbedingungen für den Menschen saumiserabel sind und die Lebensbedingungen fürs Vieh nicht viel besser, war auch der aufgegeben werden müssende Mukuhbetrieb nicht wirklich ein Aushängebild für die österreichische Landwirtschaft. Und die Aus/Einsteiger-Bauern auch nicht wirklich......
Hallo SemiPro.....auch wenn du dich vielleicht schämst, aber bedenke eines....all die in der Sendung gezeigten Personen sind vor allem eines....Menschen. Menschen welche durch ihre Erziehung, das mehr oder weniger gute Vorbild der Eltern uvm. geprägt wurden. Über die Sorge woher der Enkel die Bäuerin nehmen soll, habe ich auch ein bisserl schmunzeln müssen.......wenn dieser liebe Schlingel weiterhin seinen Charme und Schmäh behält, dann findet er ganz sicher eine Frau......und das kann, aber muß nicht, eine Bäuerin sein oder werden.....;-)
Mfg, Helga

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klw antwortet um 04-04-2014 20:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Am Schauplatz: Abschied vom Hof
Die Frau mit den 4 MUKU hat natürlich nicht den modernen Stall der Gegenwart, aber würdet ihr investieren wenn ihr prozesieren müßtet um euer Lwadwirtschaft??? Da ist schon eine Generation vorher was schief gelaufen, meiner Meinung. Hab die Sendung im Allgemeinen aber doch recht gut empfunden.

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sturmi antwortet um 04-04-2014 20:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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"Die Chancen mit 50 noch eine Arbeit zu finden sind bei einem Bauern sehr hoch, da kenn ich sogar ein gutes Beispiel."
@peter
Ich auch! ;-))
MfG Sturmi

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KaGs antwortet um 04-04-2014 20:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Am Schauplatz: Abschied vom Hof
Hab auch vor 3 Jahren den Stall ausgeräumt, und bin mit 53 Jahre in eine Bude gegangen! Als Einzelkämpfer ist die Lebensqualität enorm besser geworden. Auch wegen des Sozialkontaktes! Geregelte Arbeitszeit, planbare Freizeit!
Als die letzten Rinder auf den LKW verladen wurden, kam schon ein eigenartiges Gefühl auf, es waren aber mehr Leute dabei, sodass man nicht viel nachdenken konnte. Dann aber sofort den Stall ausgeräumt, und eine Werkstatt eingerichtet.

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muk antwortet um 04-04-2014 21:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ganz klar hat die eu - oder besser gesagt die österreichische umstetzung von eu vorgaben, die bauern ruiniert.
zwar nicht alle auf einmal aber - aber dennoch.

so wie mit den finanzbetrügern - bauern haben immer das gemacht was ihnen empfohlen wurde .
bei den finanzbetrügern ist dann das gesammte vermögen weg - und bei den eu förderprogrammen stellt sich nach einigen jahren heraus das alles nichtig ist .

so sitze ich heute auf 250.000 euro schulden - genau um jenes kapital um welches ich bei förderprogrammen gelinkt wurde .

aber nachdem die betrüger auch nur mit wasser kochen werden diese irreführer mit aller härte zur verantwortung gezogen werden - die zeit arbeitet für uns.



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Halodri antwortet um 04-04-2014 22:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Am Schauplatz: Abschied vom Hof
Der Viehändler der mit seinem Lastwagen durch die Gegend gefahren ist und seine Lebensweisheiten zum Besten gegeben hat, hatte echten Unterhaltungswert.
Es ist in der Praxis aber tatsächlich so das ganze Bauernortschaften in denen es vor 20-30 Jahren noch lauter Tierhalter gab, heute kein einziges Stück Vieh mehr anzutreffen ist. Wenn dann einer einen neuen modernen Stallbau riskiert hat er mit Ablehnung oder gar Bürgerprotesten zu rechnen.

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helmar antwortet um 05-04-2014 06:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Am Schauplatz: Abschied vom Hof
Hallo Halodri...so ist es, und in der Gemeinde Lichtenwörth hat der Bürgermeister bereits auf die Aktionen von Bürgern reagiert. Was ich aus der politischen Sicht auch verstehen kann. Nächstes Jahr sind ja Gemeinderatswahlen, und auf die paar Bauern kommt es ja nicht an.
Im Aussengebiet wird es, seit der Landschaftsschutz doch etwas in die Schranken gewiesen wurde, etwas leichter sein, einen neuen tiergerechten Stall für viel Geld hinzustellen, aber in den Ortschaften will man die Viehhaltung in Wirklichkeit nicht haben. Und es wurde in den letzten Jahrzehnten leider auch auf von Bauern verkauften Baugrundstücken, rund um die seit immer und ewig bestandenen Höfen gebaut. Und nicht zu vergessen...die gewichenen Erben....
Mfg, Helga
PS...mir ist es so ähnlich wie dem Kags....ergangen, aber nur bei einer Kuh. Nämlich beim Verladen wars da, sagen wir mal, nicht sehr schön. Dabei gibt's die noch......

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tch antwortet um 05-04-2014 07:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Helmar, fahr mal nach Lichtenwörth und schau Dir die Lage vor Ort an....dann kannst immer noch urteilen.
Ja ich weiss, der Bauer war schon früher dort....und die Leute wollen fressen usw....


tch

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Peter1545 antwortet um 05-04-2014 09:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@MUK: Wie würde es deiner Meinung nach heute in Ö Aussehen, wenn wir nicht bei der EU wären? Ich kann dir nur eines sagen sicher nicht die Strukturen wie vo 20 Jahren!!!

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Gigasgagasmann antwortet um 05-04-2014 11:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wers versäumt hat: http://tvthek.orf.at/program/Am-Schauplatz/1239
 

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helmar antwortet um 05-04-2014 17:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Tch......man will sie ja auch nicht im Aussenbereich bauen lassen.
Mfg, Helga

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Veltliner antwortet um 06-04-2014 10:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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muk
Frage: Willst du damit sagen, das du € 250.000,- bekommst, oder wie kann man das verstehen.
Steh ich auf der Leitung?

Veltliner



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