Antworten: 16
krähwinkler 11-11-2013 11:03 - E-Mail an User
Milchregulator
Es sind die Signale schon erkennbar, dass die MIlchpreisentwicklung 2014 ihre Richtung ändern wird. Vereinzelt werden Überlegungen angestellt, noch schnell zu einer Molkerei zu wechseln, die gut zahlt.

Ganz anders als in der Energiewirtschaft, wo der Adhoc-Wechsel zur Verschärfung des Wettbewerbs propagiert wird, konnten die Molkereien die Kündigungsfristen verlängern.

Wird die Quotenfreigabe mit April 2015 die Mobilität der Milchbauern weiter reduzieren? Welche anderen Instrumente zur Steuerung des Milchaufkommens jenseits der Quotenregelung sind denkbar, besonders unter dem Einsatz von Internet?


Haa-Pee antwortet um 11-11-2013 12:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchregulator
du wirst dir deinen "rahm" schon schöpfen und für die anderen ist auch alles in butter
deshalb brems dich bei der anwendung des internet ein dass ist hier kein "milchmädchenforum"

ich hab dieses ständige kuh und milchthema schon mehr als satt!


Fallkerbe antwortet um 11-11-2013 12:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchregulator
Zitat
Welche anderen Instrumente zur Steuerung des Milchaufkommens jenseits der Quotenregelung sind denkbar, besonders unter dem Einsatz von Internet?
zitat ende

Wie wird das in allen anderen Branchen gehandhabt?
Richtig, über den Preis, der sich aus Angebot und Nachfrage ergibt.
Wenn sich das prinzip in fast allen anderen branchen durchgesetzt hat, dann passt es vieleicht auch für die Milchwirtschaft.






179781 antwortet um 11-11-2013 13:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchregulator
Die Rinder- und Schweinmäster, die Getreidebauern usw. bringen ihre Produkt an den Mann ohne eine konkrete Mengenregelung. Warum sollte das bei der Milch nicht auch funktionieren?

Gottfried


krähwinkler antwortet um 11-11-2013 18:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchregulator
Es bestehen sogar in der EU - Kommission Zweifel am reibungslosen Funktionieren des Milchmarktes nach der Quotenfreigabe. Sie wird eine Einrichtung schaffen, die als Frühwarnstelle fungieren soll. Absehbare Abstürze des Bauernpreises sollen rechtzeitig kommuniziert werden, damit eine Bremswirkung erzielt werden kann.

Die EU-Kommission sollte nicht nur Preise überwachen, sondern auch die Weichteile des Marktes wie die Kündigungsfristen und Wechselmöglichkeiten zu gunsten der Bauern regeln.

Die Chance der Milchbauern besteht darin, dass sie selbst den Überblick über ihre Milchmengen in die Hand nehmen könnten. Da red ich gar nicht vonn Regulierung sondern nur vom Überblick.

Jetzt ist die AMA die Meldestelle für Mengen, Preise und Qualitäten und verschlingt dafür gehörig Geld und das Marketing steht in Einfluss der Wirtschaftskammer.

Wenn die Bauern keine eigenen Vorschläge machen, wird die Wirtschaft die Chance nutzen.


Fallkerbe antwortet um 11-11-2013 19:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchregulator
@rahm,
Kündigungsfristen und Wechselmöglichkeiten können die Unternehmer vertraglich untereinander vereinbaren.
Würdest du dir schon wieder zusätzliche regulierungen und bürokratie wünschen?

Ich dachte immer, Bürokratieabbau sei ein legitimer wunsch der Bauernschaft.
Über absehbare abstürze den milchpreises wird dich dein Milchabnehmer sicher frühestmöglich informieren.
Liegt ja in interesse der Milchaufkäufer, seinen lieferanten zu erklären, das die preise sinken müssen.

zu deinem letzen satz:"Wenn die Bauern keine eigenen Vorschläge machen, wird die Wirtschaft die Chance nutzen. "

sehen sich die bauern denn nicht als teil der wirtschaft???
als was denn dann?



falkandreas antwortet um 11-11-2013 21:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchregulator
@rahm. Warum kann das mi der Milch nicht wie bei den Speisekartoffeln funktionieren. Du schließt mit der der Molkerei deines Vertrauens einen jahresvertrag ab, und wenn du mutig bist produzierst du für den freien Markt und suchst dir monatlich die Molkerei die gerade den besten Preis bezahlt.


freidenker antwortet um 11-11-2013 21:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchregulator
@rahm

hallo, geh ich richtig in der annahme dass du kein milchbauer bist, genauso wie forumskollege fallkerbe?

mfg



krähwinkler antwortet um 12-11-2013 06:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchregulator
@freidenker
Ich werde mich bemühen deine Zweifel zu nähren.

@falk..
du bekommst noch etwas zeit zum einarbeiten in den milchmarkt.

@fallk erbe
ohne vertragsrecht geht es nicht, das hat auch bei den stromanbietern gedauert, bis die bindungsfristen gekappt wurden. und jetzt wechseln viel mehr als vorher. was. ich persönlich wünsche mir ja sauteure transportkosten, damit die herumfahrerei aufhört.



Fallkerbe antwortet um 12-11-2013 07:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchregulator
@rahm,
im verhältniss zur milchmenge ist nicht der weite transport das teure, sondern das zeitaufwendige Milchsammeln bei kleinstlieferanten- die womöglich noch sehr verstreut sind.
Das wird je milchkg noch teurer, wenn die selbe region von 2 oder 3 verschiedenen Milchsanmmelwagen angefahren wird, andererseits ist das nötig, um etwas konkurenz zwischen den Milchaufkäufern zu haben.


aber es wird heutzutage ja auch jede Strasse täglich von 4 verscheidenen Paketzustellern angefahren.
es scheint nichts zu kosten.


falkandreas antwortet um 12-11-2013 07:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchregulator
Das zukunftsmodell. Die Verträge mit der Molkerei können täglich einseitig von den milchlieferanten gekündigt werden. Die Molkerei darf keinen Vertrag kündigen. Überlieferungen Können in unbegrenzter Höhen erfolgen und werden voll bezahlt. Unterlieferungen haben keine Auswirkung. Verträge unter 40 Cent sind sittenwidrig und werden nicht anerkannt. Sollten einige Molkereien diese Verträge nicht aushalten und in Konkurs gehen sind die bauernbund und landwirschaftskammerfunktionäre mit ihren Privatvermögen dafür haftbar. Und noch eine Neuerung! Jeder AMA Kontrollor der eine almfutterfläche reduziert muss diese Fläche mit seinen Familienangehörigen schwenden und soweit pflegen bis er sie wieder anerkennt.


cowkeeper antwortet um 12-11-2013 09:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchregulator
Die ganze Suderei um den Milchmarkt ist eigentlich interessant. Jeder weis wie es weitergehen wird aber keiner glaubt daran.
Die Quote fällt und es liegt allein an DIR wieviel du liefern willst. Welche Molkerei diese Menge will und dich liefern lässt liegt wiederum an DIR. Welche Molkerei am besten zahlt liegt unverändert nicht an der Milchquote sondern rein an der Geschäftstüchtigkeit der Molkerei. Das war und ist auch jetzt so. Sonst müssten ja zu Zeiten der Milchquote alle Molkereien gleich gezahlt haben.

Und diese Monitoringstelle von der EU wird nichts weiter als eine "Sesselinstitution". Die wissen am Ende des Jahres, dass der Milchpreis eben schlecht oder gut war. Kein Geld, keine Handlungsmöglichkeiten, keine Berechtigung.

Also liebe Suderer: Verwendets eure Energie lieber für euren Betrieb und schauts SELBER, dass eure Milch gut verkauft wird. Kann ja trotzdem über Genossenschaften etc. sein, nur muss man halt Druck machen, verhandeln, oder in Konsequenz wechseln.
Die Zeiten in denen man sich auf Politik,etc. verlassen kann sind eben vorbei.

lg cowkeeper



krähwinkler antwortet um 12-11-2013 13:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchregulator
deere cowkeeper,
information ist goldes wert. es ist eben kein gesudere, wenn man sich um mehr einfluss und kanalisierung von information beizeiten kümmert. die ama ist im moment die schnittstelle von molkereien und bauern. das kann sie auch weiter bleiben, wenn die bauern mehr einfluss über die datenweitergabe erhalten.
Ich behaupte, es ist naiv zu glauben, dass der preis allein durch angebot und nachfrage entsteht. wer meine meinung diesbezüglich teilt, wird überlegen, welche anderen faktoren einwirken, und wie man diese faktoren in richtung bauern lenken kann.


Fallkerbe antwortet um 12-11-2013 15:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchregulator
@falkandreas,
wenn du so weiter machst bist du der nächste UBV-Präsident ;-)



tomsawyer antwortet um 13-11-2013 10:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchregulator
Es wird zu Milchpreisschwankungen kommen, da bin ich mir sicher. Also wer kann soll jetzt bei diesem guten Milchpreis," etwas " auf die Seite legen. Gerade jetzt vor dem Fall des Kontigentes und ein ein guter Milchpreis wird sich negativ in zwei Jahren auf den Milchpreis auswirken.


textad4091 antwortet um 13-11-2013 11:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchregulator
Hui, ich seh schon die freudigen Gesichter der Milchtankfahrer über täglich wechselnden Routen xD


krähwinkler antwortet um 13-11-2013 11:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchregulator
@Ikarus, oh Botschafter des nicht zu hoch und nicht zu tief, wirst in der Milchdebatte deinem Namen voll gerecht.
Obwohl man jetzt liest, dass die Milchpreise künftig extremer aussschlagen werden, und Preiszyklen sich verkürzen würden, gibt es Fakten, die diesem Szenario zuwiderlaufen. Die Herstellung von Milchdauerwaren und die Lagerkubaturen dafür werden gerade stark ausgeweitet. Was bisher ein Problem der Milch war, nämlich ihre eingeschränkte Lagerfähigkeit stellt kein Problem mehr dar. Stromgroßabnehmer wie die Molkereien versorgen sich mit Energie zu günstigsten Preisen. Die Resilienz der Molkereien gegen Marktungleichwichte wird also besser. Ich sehe daher keine Veranlassung, sich gegen Preisabstürze versichern zu sollen, wie das in Moment diskutiert wird.


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