Musst du lesen, Milchfarmer

Antworten: 32
krähwinkler 28-10-2013 12:23 - E-Mail an User
Musst du lesen, Milchfarmer
12 Cent wird die Kärntner Milch auf den konv. Milchpreis drauflegen, wenn jeder angelieferte Liter Biowiesenmilch auch verkauft wird. Wohl gemerkt: für Milch mit Verzicht auf Siloverzicht!


alfalfa antwortet um 28-10-2013 12:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Musst du lesen, Milchfarmer
"für Milch mit Verzicht auf Siloverzicht!"

das hört sich doch mal sehr vernünftig an!

lg


krähwinkler antwortet um 28-10-2013 15:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Musst du lesen, Milchfarmer
Wie soll ich dir einen Geschmack erklären? Musst du selber kosten!



walterst antwortet um 28-10-2013 15:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Musst du lesen, Milchfarmer
@tria
ist der "Verzicht auf den Siloverzicht" einfach nur so passiert, oder beabsichtigt?

@rahm
12 Cent sind für Verzicht auf den Siloverzicht beachtlich - allerdings wäre eine kurze Liste der Auflagen für die Lieferanten dazu interessant.

Was anderes: Dein Artikel in der Ernte MG-Info Stmk - für wen war der gedacht? So eine seltsame Statistik bzw. Halb-bis Dreiviertelinfo habe ich auch noch nicht oft gesehen.


walterst antwortet um 28-10-2013 15:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Musst du lesen, Milchfarmer
habe ich oben vergessen:
 


helmar antwortet um 28-10-2013 18:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Musst du lesen, Milchfarmer
Wird wohl noch auf der orf.tvthek.at zu finden sein Milchverkostung in der Sendung "Konkret".....;-) mich wundert irgendwie dass da noch niemand darauf aufmerksam gemacht hat. Vielleicht wegen der Biomilch?
Mfg, Helga


krähwinkler antwortet um 28-10-2013 19:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Musst du lesen, Milchfarmer
Die Frage nach den denkbar strengsten Richtlinien für die BWM haben die Kärntner Lieferanten schon beantwortet. 202 von 250 Lieferanten haben natürlich ja zur BWM gesagt.

Jetzt muss die Heumilch schauen, wie sie die BWM toppen kann.


walterst antwortet um 28-10-2013 20:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Musst du lesen, Milchfarmer

wieso mein Link in der Zwischenzeit verschwunden ist, würde mich interessieren............

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20131028_OTS0067/biobaeuerliche-innovation-bio-wiesenmilch-von-grund-auf-natuerlich
 


walterst antwortet um 28-10-2013 21:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Musst du lesen, Milchfarmer
@rahm

diesmal muß ich tria zustimmen - der Umfang der PA ist beachtlich, die Suppe dünn.
Den Aufhänger, der den Kunden fangen soll, habe ich entweder überlesen oder nicht kapiert, aber lassen wir uns überraschen.
Die Heumilchbauern oder -Vermarkter werden sich nach dieser Presseaussendung und dem Spitzenfoto noch nicht gleich in die Hosen machen müssen, dass ihnen der Markt wegbricht.

Ich hoffe, es wird in der Kommunikation noch kräftig nachgelegt, ohne dabei in eine Anpatzerei der anderen Milchsorten abzudriften.


biolix antwortet um 28-10-2013 21:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo !

na hoff ma das es keine "Anpatzerei" wird..

Also ich finde Unterscheidungen toll, genauso wie sich vielleicht mal das "Strohschwein" durchsetzen wird, bzw. eine gut vermarktbare Sparte wird.. ;-)

lg biolix


walterst antwortet um 29-10-2013 07:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Musst du lesen, Milchfarmer
mit dem BIL-Artikel kommen wir der Sache schon näher


 


helmar antwortet um 29-10-2013 07:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bei dem ganzen Affentheater wer nun am "natürlichsten, natureffizentest, zurücknatürlich" und was weiß ich noch, Milch erzeugt bin ich froh nicht mehr zu den Milcherzeugern zu gehören. Allen jenen aber welche auch in Zukunft von der Milcherzeugung leben wollen oder müssen, wünsche ich alles Gute.........und vielleicht auf kurz oder lang ein derart ausreichendes Einkommen aus der Landwirtschaft dass sie auf UBAG u.ä. verzichten können. Und dass die "normale" Molkereiwirtschaft ausreichend erfolgreich ist und dieser Markenzirkus wieder ein Minderheitenprogramm wird. Milch aus Österreichs Landwirtschaft ist ein hervorragender Rohstoff und genfrei erzeugt. Das müßte reichen. Aber nein, da wollen Werbe und sonstige Gurus aller Art auch was davon haben......

Wenn nun etliche Bauern aus diesem Programm rausgefallen sind wundert mich das nur wenig......was man da so im Artikel der BIL liest zeigt wo man inzwischen angekommen ist. An und für sich vernünftige Ansätze, wie die Weidehaltung, werden Programm um einen Mehrwert zu erlösen, was ja in Ordnung ist. Und die Vorschriften? Ist doch egal ob vom Markenträger oder von der AMA, oder liege ich da daneben?
Mfg, Helga


palme antwortet um 29-10-2013 08:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Musst du lesen, Milchfarmer
@helmar, volle Zustimmung, besonders der Satz : "Bei dem ganzen Affentheater wer nun am "natürlichsten, natureffizentest, zurücknatürlich" und was weiß ich noch ", .................gefällt mir am besten !




lacusfelix antwortet um 29-10-2013 10:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Musst du lesen, Milchfarmer
All die geforderten Maßnahme sind ökologisch sicherlich sinnvoll.
Wie man damit aber eine ZITAT"noch nie dagewesene Milchqualität" erreicht entzieht sich meinem Verständnis


walterst antwortet um 29-10-2013 10:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@lacusfelix

Meine Befürchtung: Die Kärntnermilch und Vierbauch werden in Kürze erklären, warum Milch mit Zellzahl 199 000 eine noch nie dagewesene Milchqualität ist und bei den anderen Molkereien/Lieferanten Zellzahl 201 000 hochgiftig.


Christoph38 antwortet um 29-10-2013 10:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Musst du lesen, Milchfarmer
Ich würde den Milchbauern wünschen, dass sie ohne Verrenkungen und Brimborium aller Art, ganz einfach und simpel für ihr Produkt mehr bekommen.

Ein Zuschlag von ein paar ct für ein Produkt, dessen Erzeugung Mehraufwand und damit Mehrkosten verursacht, mag zwar eine zusätzliche (sinnvolle) Marktschiene sein, löst aber kein betriebswirtschaftliches Problem des Erzeugers.




Fallkerbe antwortet um 29-10-2013 10:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Musst du lesen, Milchfarmer

Mich wunderts, das noch keine "Grandermilch" am markt ist.
Da milch ja zu 90% aus Wasser besteht wäre es doch wichtig, das die Kühe über ihre Wasseraufnahme mit Urinformationen versorgt werden, die sie natürlich bereitwillig und in konzentrierter Form an die Milch weitergeben.....

mfg


Fallkerbe antwortet um 29-10-2013 10:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Musst du lesen, Milchfarmer
@walterst
messbare kriterien wie Zellzahl oder Keimzahl sind nichts für den konsumenten.
da fährt man mit schwammigen formulierungen viel besser.
mfg


walterst antwortet um 29-10-2013 11:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@fallkerbe

das musst Du den Kärntnermilchmarketern sagen, nicht mir


krähwinkler antwortet um 29-10-2013 11:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Musst du lesen, Milchfarmer
Gekauft und gekostet:

Gegen den Zeitgeist komponiert.
Preisgestaltung: nicht geschenkt!
Geschmack: kann man lassen
Servierempfehlung: handwarm
Gaumenrückmeldung. mild, rahmig, voluminös


Fallkerbe antwortet um 29-10-2013 11:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Musst du lesen, Milchfarmer
@rahm
und wenn man dir 10 Gläser verschiedener Milchmarken hinstellt, erkennst du die Biowiesenmilch am Geschmack herraus?
Oder muß man sich die niedagewesene Qualität halt einreden?


mfj antwortet um 29-10-2013 12:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Musst du lesen, Milchfarmer

1. Lüge: ...Die Fütterung der Kühe mit frischen Gräsern und Kräutern...

Antwort: Diese Fütterung bezieht sich auf die Vegetationsperiode. Im Winter(halbjahr) sind diese Faktoren nicht gegeben.

2. Lüge:...Das Lob auf die Weidewirtschaft und dessen Vorteile...

Antwort: Weidewirtschaft hat auch seine Nachteile. Nasse Weidezeiten sind ein Garant für eine zerstörte Grasnarbe und folgende Unkrautinvasionen.

3. Lüge:.. MILCH, DIE KUH UND MENSCH ERFÜLLT

Antwort: Eine wiederkäuergerechte Ration ist die Weidewirtschaft in den wenigsten Fällen.
Der erste Aufwuchs zeigt noch in etwa ein ausgewogenes Energie/Eiweiss Verhältnis auf, alle Folgeaufwüchse sind Eiweiss-lastig und erfordern normalerweise eine Ausgleichsfütterung. Die Verdauung der Kuh fordert das, ob der Mensch es erkennt - liegt am Wahrnehmungsvermögen des Milchviehhalters.


4. Lüge:...DEM LEBENDIGEN GERECHT WERDEN

Antwort: Hier hat die Beschreibung das Thema eindeutig verfehlt.
Ob ein Domestizierung von Haustieren jemals artgerecht bzw. tiergerecht sein kann, erfordert eine ethisch moralische Beurteilung. Weder ein bisschen mehr „Weidewirtschaft noch ein schönerer Namen“ können die eigetntliche Problematik bereinigen.

5. Lüge:...WAS ZÄHLT, IST DAS GANZE

Antwort: Ein System mit insgesamt 63 Punkten bildet weder den idealtypischen Modell eines Bauernhofes ab, noch kann ein Mindestanzahl von Punkten gerade noch das zulässige Maß vertreten.
Systeme sind da – um betrogen und hintergangen zu werden – von Schlupftüren ganz zu schweigen.
Das Ganze passt nur - wenn es nicht auf Lügen aufgebaut ist.

6. Lüge:...Der Bio-Gag

Antwort: ¾ aller Anforderungen sind Standart in der österreichischen Milchwirtschaft.
¼ sind leere Phrasen und Gemansche von sinnlosen Kriterien die keinen Bezug auf die Qualität ein Lebensmittel haben.


Quelle: www.Biowiesenmilch.at
Überarbeitung und fachl. Zensur von mfj



Restaurator antwortet um 29-10-2013 12:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Musst du lesen, Milchfarmer
@mfj, ad 3."lüge" muss ich ganz naiv fragen:
das mit dem eiweisslastig ist schon klar, allerdings:
wie haben die rindviecher dann in den vergangenen 10 000en jahren wild überhaupt überleben können? hat der herr rinder-manna als ausgleich vom himmel fallen lassen?
wurden bestimmte rassen in den 11 000 jahren in denen der mensch sie als domestizierte tiere hält ernährungstechnisch falsch, sprich vom wildrind und den natürlichen gegebenheiten abweichend, gezüchtet?
oder geht es einfach darum, dass eine kuh milch geben muss in dem sinn wie man auch autos motortechnisch bis zum äussersten ausreizen kann?


krähwinkler antwortet um 29-10-2013 12:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Musst du lesen, Milchfarmer
Du würdest die Biowiesenmilch auch herausschmecken , weil sie rahmiger ist als andere.



helmar antwortet um 29-10-2013 13:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Musst du lesen, Milchfarmer
Mir schmeckt die ganz normale konventionelle Milch vom Nachbarhof so gut dass ich überhaupt kein Bedürfnis habe sowas wie die Überdrüberwerbeausgemachtersondersupergurumilch zu kaufen...und noch weniger sowas zu trinken.
Mfg, Helga


mfj antwortet um 29-10-2013 14:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Musst du lesen, Milchfarmer

@Restaurator - ich glaube nicht mal die "Biowiesenmilch-Vorgauckler" würden abstreiten, dass eine heutige (Bio)Weidewirtschaft mit einer Savanne- oder Steppenweide vor 1000 Jahren nichts - aber auch garnichts - gemeinsames hat.

Wer heute "Intensiv-Weidewirtschaft" betreibt - und nur das ist bei Kühen die auch Milchgeben sollen möglich, achtet auf ständige Wechselweide und jüngste Aufwüchse samt strengen Düngemangement.
Damit hat man den naturbedingten Eiweiss-Überschuss ab dem 2 Aufwuchs im hauseigenen Sack.

Ohne Ausgleichsfütterung kann man den Kot bei solcher Fütterung in einer Weinflasche fangen...dass soll wiederkäuergerecht sein ?
Ich finde es eher problematisch sowas zu verkünden...und ständige schleichende Azidosen und Kokizidosen nicht zu erwähnen !






helmar antwortet um 29-10-2013 18:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Musst du lesen, Milchfarmer
Hallo Mfj...volle Zustimmung....ich kannte auch einige welche groß posaunten dass sie ihre Kühe ganz natürlich hielten, und net so deppert seien Getreide oder was immer zuzukaufen. Die Kühe hatten Dauerdünnschiß und wurden weniger alt als jene der Deppan..
Mfg, Helga


Restaurator antwortet um 29-10-2013 20:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Musst du lesen, Milchfarmer
@mfj: klingt einerseits logisch für mich wie du es beschreibst, bedeutet aber andererseits für mich, dass das ganze system tatsächlich am maximierten limit läuft - ähnlich einem perfekt trainierten, ernährten und gedopten sportler - offensichtlich egal ob konvi oder bio.
logisch ist aber auch: extensive haltung funktioniert nur bei nicht gewinnmaximiertem nebenerwerb, bzw. im grossbetrieb. alle anderen sind in der unguten situation jeden preisverfall durch intensivierung wettmachen zu müssen. womit wir wieder beim gedopten sportler wären.


walterst antwortet um 01-11-2013 08:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Musst du lesen, Milchfarmer
Übrigens liegt der Wiesenmilchzuschlag pro kg Milch jetzt schon bei 22 Cent brutto, zumindest nach Information unserer unfehlbaren gesetzlichen Interessensvertretung.
 


supa1 antwortet um 01-11-2013 10:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Musst du lesen, Milchfarmer
Genau das ist der Punkt. 12ct. wenn jeder Liter verkauft wird. Das ist der gleiche Blödsinn wie die 10 ct bei der fairen Milch. Wahrscheinlich wird nur ein Promillebereich als solche Milch verkauft und die Bauern haben außer den Auflagen einen Schmarren davon. Ich kann mich nur Helmar anschließen und sagen "GVO freie österreichische Milch" das reicht als Auflage. Und jetzt los, ihr Werbegurus und Nischenstrategen sorgt für einen ordentlichen Bauernmilchpreis und nicht nur für tolle eigene Honorare die wir alle - sowohl Milchbauer als auch Konsumenten - bezahlen.


krähwinkler antwortet um 01-11-2013 18:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich bin mir über den gvo-starus der afairemilch ganz im Umklaren. Aber noch mehr im Unklaren ist sich die LK! siehe walterst!
Wahrscheinlich wird bei dir jetzt auch das Werbebanner von Zurückzumursprung erscheinen. Werbefuzzis sind sehr wichtig.
Zum Beispiel ist der Verkauf von Actimel Fruchtjogurt um ein Drittel eingebrochen. Und wann haben wir das letzte Mal den Herbert-trink-das gesehen? Eben!


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