Antworten: 31
Steyrdiesel 08-07-2013 10:38 - E-Mail an User
Pachtflächen
Grüß euch,

ich würde gerne Ackerflächen pachten für den Mais und Getreideanbau. Vielleicht auch noch andere Kulturen. Jetzt habe ich einige Inserate geschrieben, mit Bekannten gesprochen, jedoch nichts zu bekommen.

Was habt ihr für Tipps für mich wie man an Pachtflächen kommt?
Oder soll ich einfach nach dem Motto "kommt Zeit kommt Rat" weitermachen?

Achja, es handelt sich um das Gebiet Graz, Graz Umgebung und evtl. Deutschlandsberg und Voitsberg.


mfg
Steff


Haa-Pee antwortet um 08-07-2013 10:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
naja ich kenne die gegend nur vom durchfahren und ein paar aufenthalte.
ist aber wenn ich mir die maisflächen so ansehe eine durchaus fruchtbare gegend, zwar mit viel kupiertem hügeligen gelände und wenig grossen ebenen schläger aber klimatisch bevorzugt.

und dass genau du dort zum pachten anfangen willst fürs mais und getreide bauen und vorallem dabei noch was verdienen willst gebe ich dir den rat der für fast ganz österreich gilt.!

lass es bleiben und such dir eine geeignete beschäftigung!

die pachtpreise sind schon auf einem niveau da wirst mit ackerbau alleine im durchschnitt der jahre nichts mehr verdienen sondern geld drauf legen!
voriges jahr gings aber die preisprognosen für heuer sind schon nicht mehr so ideal!

und die pachterei wird vorwiegend durch für den eigengrund zu gross gebaute ställe "subventionier"!

wenn du nicht annähernd an die 40 ha oder mehr an eigengrund als basis hast dann schmink dir das mit dem pachten am besten sofort ab!


Fallkerbe antwortet um 08-07-2013 11:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
@steff23

erklär allen anderen Pächtern und Pachtinteressenten, das mit Pachten nichts zu verdienen sei- und das man da andauernd nur draufzahlt und gratis arbeitet. Vieleicht kannst du mit dieser Argumentation einigen Pächtern das Geschäft madig machen und auch einige Pachtinteressenten abschrecken.
Denn jeder weiß- zuviele Jäger sind des Hasen Tod.
Vieleicht schaffst du es so, die nachfrageseite ein wenig zu entlasten.


Mit zuwarten wirst nur sehr langsam vorwerds kommen.
Eher gehts mit einem Inserat in den Lokalen Zeitungen:
"Suche Pachtflächen, zahle höchstpreise "

mfg



Steyrdiesel antwortet um 08-07-2013 11:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
Hallo,

@hapee
zur Frage warum ich genau dort pachten will: Vielleicht weil ich dort zuhause bin?
Aber ich habe mir auch schon überlegt wo anders zu kaufen/pachten, da ich aber möglicherweise in Zukunft unseren Hof übernehmen werde, bringen mir Flächen die irgendwo anders sind nichts.
Und zur Wirtschaftlichkeit: Lass das mal meine Sorge sein, will ich nicht drüber disskutieren.

@Fallkerbe
hmm... Da würde ich aber an Glaubwürdigkeit verlieren wenn ich denen sage dass dabei nichts zu verdienen ist und dann selber alles pachte. Aber du meinst so in der Art wie es hapee oben gemacht hat...
ja das mit Inseraten in den Lokalzeitungen werde ich versuchen, aber Höchstpreise kann ich keine Zahlen.

mfg
Steff


Paul10 antwortet um 08-07-2013 12:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
Stellt euch doch mal den ortsüblichen Pachtpreis vor. Dann die Höchstpreise. Dann rechnet ihr eure Eigenfläche auch als gepachtet und zieht das ganze vom Reingewinn ab.Was bleibt dann über?
Gruß Paul


Fallkerbe antwortet um 08-07-2013 12:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
@steff23
irgendwie solltest dich halt vom bisherigen Pächter bzw von den anderen Pachtinteressenten abheben, wenn du den Vorzug bei den Verpächtern haben willst- und das geht am leichtesten (ehesten) über den preis.

mfg
@paul10
@hapee
zum Glück steht es jedem Bauern frei, ob er Pachten will oder ob er es lieber sein lässt.
Keiner wird zum pachten gezwungen.
meine erfahrung ist: wer schimpft der kauft.

mfg


Paul10 antwortet um 08-07-2013 13:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
Stellt euch doch mal den ortsüblichen Pachtpreis vor. Dann die Höchstpreise. Dann rechnet ihr eure Eigenfläche auch als gepachtet und zieht das ganze vom Reingewinn ab.Was bleibt dann über?
Gruß Paul


Steyrdiesel antwortet um 08-07-2013 13:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
@fallkerbe, ja da hast du sicherlich recht. Ich will aber nicht zu jedem Preis pachten. Ich will ja nicht dazuzahlen. Aber mir fehlen ja schon die Angebote um einmal über den Preis reden zu können.

mfg
Steff


Jophi antwortet um 08-07-2013 17:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
In meinem Nachbarort, gab es einen Landwirt der für alle zur Verpachtung anstehenden Flächen, egal wie gut oder schlecht die Böden waren absolute Spitzenpreise bezahlt hat.
Außerdem hatte er immer die teuerste und neueste Technik, und mit großem Abstand die größte Klappe, so etwa zwei Jahrzehnte lang.

Dann hat er zwei Häuser und ca. 12 ha Ackerland verkauft, den Rest verpachtet und macht in einer Biogasanlage Knecht.

Nur die große Klappe, die hat er noch.


179781 antwortet um 08-07-2013 23:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
Ein Steuerberater, der viele Landwirte als Klienten hat, hat bei uns im Rahmen eines Vortrages gemeint, er verstehe nicht, warum die Bauern um 700 Euro und mehr je ha pachten. Nachdem der die exakten Zahlen der Betriebe kennt, darf man diese Aussage auch ernst nehmen.
Es wird wohl schon so sein, dass die Auslastung von zu großen Investitionen ein Teil zu diesem Thema beiträgt.

Gottfried


Hans1900 antwortet um 09-07-2013 07:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
Man muss aber auch dazu sagen, wenn man seine Maschinen etwas mehr auslastet muss man nur noch den Verschleiss rechnen. Vorausgesetzt man legt sich keine grösseren Maschinen zu!


Steira antwortet um 09-07-2013 07:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
Hallo
@Steff23
Dein Problem kenne ich nur zu gut!
Wenn du keine "Höchstpreise" zahlen willst oder kannst, wirst du es sehr schwer haben! Du kannst nur schauen ob du von Freunden, Bekannten usw etwas ergattern kannst, sonst wirst eben nicht recht viel finden, das ist auch bein uns(FF; FB;) so, da sind die Preise für´s ha sogar noch höher als in GU usw.

MFG A STEIRA


Steyrdiesel antwortet um 09-07-2013 07:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
Hallo,

so richtig weiterhelfen kann mir hier anscheinend niemand. Es sind halt bei uns 2 größere, die anscheinend nie genug bekommen. Da wird alles gepachtet und gekauft was es gibt. Und die wissen das meistens auch schon vorher, bevor es überhaupt soweit ist, bis es von den anderen Landwirten einer erfährt ist das Geschäft schon gelaufen...
@Steira, ja das mir Freunden und Bekannten werde ich noch versuchen, jedoch habe ich nicht so viele im landwirtschaftlichen Bereich...
Das Leben ist halt hart aber ungerecht... :)

mfg
Steff


Hans1900 antwortet um 09-07-2013 08:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
Ja das kenne ich auch. Wenn sich jemand dazu entschliesst zu verpachten, dann fragt er gleich die, die alles zusammenpachten und Höchstpreise zahlen! Die besten Chancen hast du bei deinen Nachbarn und guten Bekannten. Ein Vorteil wäre auch noch wenn du die Felder vorbildhaft bewirtschaftest. Wir haben da einen Spezialisten im Ort dem ist es egal obs trocken oder nass ist, der fährt in die Felder wenn er Zeit hat - kein Wunder wenn da mal auf einem halben ha nix mehr wächst, weil immer das Wasser steht.


Bayr antwortet um 09-07-2013 09:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
Servus,

wenn es so weitergeht, sollte man sich ernsthaft Gedanken machen, ins Lager der Verpächter
zu wechseln.
Mal ehrlich, wer von uns verdient schon 800 € vom Hektar ?

Richtig frei ist eigentlich nur der, der seinen Betrieb seinen vorhandenen Flächen anpasst,
und nicht umgekehrt !

Gruss


hardl1266 antwortet um 09-07-2013 09:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
@Steff
Was würdest du bezahlen? Nur mit der Einstellung daß, das leben ungerecht und hart ist ist es besser du läßt es bleiben.


Hans1900 antwortet um 09-07-2013 10:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
@Bayr: steuerlich bist du aber um einiges schlechter gestellt wenn du verpachtest! und wer viel für den Pacht zahlt hat auch viel abzusetzen! Bei uns wären letztes Jahr auch leicht Pachtpreise von 1000 Euro drin gewesen, aber wer weis das im Vorhinein?


Steyrdiesel antwortet um 09-07-2013 10:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
@Bayr: Wenn Tierhaltung ja, aber wenn man einen Ackerbaubetrieb hat, wie soll man den dann vergrößern? Außer mit kaufen oder pachten?
@hardl, das kommt ganz auf die Fläche drauf an. zw. 200€- 500€ ca.
Ne, bleiben lassen werde ich es nicht. Es wird uns Landwirten schon schwer genug gemacht, aber den Gefallen du ich keinem...

mfg
Steff


Fallkerbe antwortet um 09-07-2013 10:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
@steff23
die bauern haben einfach probleme mit dem Gesetz von angebot und nachfrage.
und da ist es egal, ob die bauern auf der angebotseite stehen oder auf der nachfrageseite- sie fühlen sich meist ungerecht behandelt.


Steyrdiesel antwortet um 09-07-2013 11:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
Naja, aber viele kennen auch nicht das "leben und leben lassen"...
Da es ja eh immer weniger Bauern gibt sollte eigtl für alle genug Grund da sein. Aber oft ist die Gier a Hund...

mfg
Steff


Vierkanter antwortet um 09-07-2013 12:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
"Ne, bleiben lassen werde ich es nicht. Es wird uns Landwirten schon schwer genug gemacht, aber den Gefallen du ich keinem..."

tolle Einstellung, Steff :) da sind wir schon zu 2t.

LG, auch wenn ich dir jetzt nicht unmittelbar helfen kann


Hans1900 antwortet um 09-07-2013 13:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
Schon mal an andere Zuverdienstmöglichkeiten gedacht? zB diverse Maschinen überbetrieblich besser auslasten? Wenn man bei hohen Pachsummen die Maschinenkosten nicht reinbekommt, kann man ja auswertig auch weniger verlangen!?


freidenker antwortet um 09-07-2013 14:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
@steff23

in meiner gegend läufts oft so, dass bei betrieben die auslaufen schon ein paar jahre vor der pensionieren mit dem betriebsleiter kontakt aufgenommen wird um sich für später die pachtflächen zu sichern.

mfg


Steyrdiesel antwortet um 09-07-2013 15:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
Hallo,

@Hans1900: Ja das ist auch eine Möglichkeit. Wird wahrscheinlich eh eine Mischung aus beidem werden. (Ein paar Pachtflächen und Ausfahren)
@freidenker: Das werde ich auch noch versuchen, danke. Wobei ich aber viele Betriebe in gößerer Entfernung gar nicht persönlich kenne.

mfg
Steff


DJ111 antwortet um 09-07-2013 15:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
Wie oft passiert es auch, dass zuerst überdimensioniert mechanisiert wird und dann wird verzweifelt nach Auslastung gesucht ...


monsato antwortet um 09-07-2013 17:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
hay

ja es wird wohl noch ca. 10 jahre dauern ,dann sind mind. 50% der jetzigen noch bauern geschichte ,dank neuer gap reform usw. (viele wollens nicht glauben aber es wird sicer so kommen)
und das diejenigen die um mehr als 500 euronen pachten is auch fix und müßen von ihren eigenflächen dazuschießen selbst bei intensiven betrieben mit kartoffel ,zwiebel ,oder vielleicht biogas es gibt auch da nicht jedes jahr spitzenpreise sondern nur alle 5-10 jahre mal und von dem allein kanns auch nicht gehen.
man braucht sie doch nur beobachten bislang haben siehes gemacht mit ohne grunddünger ja das geht eine zeit lang aber man sehe sich diese felder an??????????? is doch katastrophe rüben keinen reihenschluß,kartoffel auch nicht ,getreide kleinere ähren weniger körner usw,usw.
es beist sich die katz in den schwanz.
jeder träumt von größe und auslastung ,aber nix is geschenkt alles fordert ihren tribut auch das größerwerden mit viel mehr reperatouren schneller neukaufen ,größer neukaufen , hektik, und wieder reperatouren .
am ende is der glücklicher und hat ruhiger und besser gelebt der weniger hat.

dieser größenwahn macht doch nur die familien kaputt.
in der gleichen zeit arbeiten die angestellten und beamten ruhig und gelassen ihre 38 stunden .
während die die immer größer werden wollen min. 60 stunden haben und einige noch wesentlich mehr .



Steyrdiesel antwortet um 10-07-2013 07:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
Hallo,

@DJ111: Ja das stimmt wahrscheinlich. Aber was willst denn bei unsren Strukturen schon richtig auslasten? Höchstens a Ross mit dazupassenden Geräten...
@monsanto: Ich glaube zwar nicht das es 50% der Bauern nicht mehr geben wird, aber ich verstehe nicht warum man bei uns so eine Angst vorm größerwerden hat. Funktioniert soch auch in anderen (Bundes-) Ländern das Betriebe mit 100ha aufwärts bewirtschaftet werden. Und bei uns soll das nicht gehen? Versteh ich nicht.

mfg
Steff


carver antwortet um 10-07-2013 08:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
@steff23
Da ich dein bevorzugtes Gebiet kenne, weiß ich: du bist nicht der einzige! Bei uns gibt es genug, bei denen die Mechanisierung (und Intensivierung) immer einen Schritt vor der Flächenausstattung ist. Außerdem gibt es "Gunstlagen" in denen Ackerland plötzlich um 100€/m3 und mehr gehandelt wird (Industriegrund), die können dann beim Pachten "mit voller Hose stinken".
Mein Tipp an dich: einfach mehr zahlen!
Es soll bei uns ja schon kombinierte Pferde- und Eselzucht geben. Aufs Grünland kommen ein paar Pferde (Wahlweise auch Schafe) und fürs Ackerland braucht man sich nur einen Esel zu suchen der genug zahlt.

lg carver

PS: fahr jetzt durch die Gegend und halte Ausschau nach nichtgemähten Wiesen, die sind alle zu haben! Es gibt genug davon.


monsato antwortet um 10-07-2013 11:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
hay

steff33
es geht ja nicht ums arbeiten-bewirtschaften können!!!!!!!!!!!!!
sondern um ob sich das auch rechnet hinterher.
oder machst du es umsonst . und in ein paar jahren bist du samt deinen eigenflächen bankrott.

können tut das bald wehr und es gibt auch die riesigen maschinen dazu aber das muß oder soll auch bezahlt werden .
auch kredite sind mal fällig.
und das finanzamt will da auch noch mitverdienen .


Steyrdiesel antwortet um 10-07-2013 11:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
Ja das is mir schon klar, aber ich bezweifle das es die aus Jux und Tollerei machen und noch fleißig dazuzahlen.


JD8330 antwortet um 14-07-2013 01:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pachtflächen
Hallo!
Wenn du rechnerisch für dich selber genug hast, lass es sein, du zahlst dich dumm und dummer oder du hast nur ärger! alles schon mit erlebt!
Wenn du aber unbedingt Fläche brauchst, dann musst du Spitzen preise zahlen un d immer gleich hinter her sein, gar nicht erst überlegen, dann bekommst du deine Flächen zusammen.
MFG


Bewerten Sie jetzt: Pachtflächen
Bewertung:
4.2 Punkte von 5 Bewertungen (Maximum 5 Punkte)
message;406754




Landwirt.com Händler Landwirt.com User