Was tut man nicht alles für einen Landeshauptmannsessel?

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helmar 23-05-2013 09:14 - E-Mail an User
Was tut man nicht alles für einen Landeshauptmannsessel?
....so könnte man die ÖVP fragen. Oder anders, was tut man nicht alles um die "Roten" fern zu halten? Da wird, besonders in jenen Parteimedien der ÖVP welche sich an die Bauern richten, Grün als jene Partei hingestellt welche die normale Landwirtschaft zwangsbiologieren möchte, die Stronachpartei als lauter "Käufliche", von der Bauernfeindlichkeit der AK( welche auch Vertreter aus der FCG, Fraktion "christlicher" Gewerkschafter aus dem ÖVP-ÖAAB drinnen sitzen hat) welche als SPÖ Organisation hingestellt wird gar nicht zu reden.
So sehr oft in z.B. der Bauernzeitung zu lesen.
Nun hat man in Tirol mit Hilfe der Grünen den Landeshauptmannsessel behalten, und in Salzburg beginnen die Verhandlungen der ÖVP mit den Grünen und der Liste Stronach.......schau ma mal wie uns das die Granden der ÖVP im "Jahr der ÖVP", wie es Spindelegger genannt hat, erklären werden.
Ja, ist ist ein Jahr der ÖVP.......mit z.T. recht großen Verlusten bei den Wahlen, doch noch knapp vorn liegen und der Hilfe jener welche vorher als die "Bösen auf Erden" verunglimpft wurden. Was besonders pikant ist, weil doch bei jeder Gelegenheit auf Rotgrün in Wien hingepeckt wird.
Und im Herbst gibt es ja die Nationalratswahl.......
Mfg, Helga


mitmart antwortet um 23-05-2013 10:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Was tut man nicht alles für einen Landeshauptmannsessel?
Tja auch hier wird wieder geschickt am Wählerwillen vorbeigearbeitet. Das jemand nämlich bewußt eine Schwarz-Grün-Stronach Koalition als Regierung will kann ich mir nicht vorstellen.
Ich hoffe die österreichischen Bürger finden ihren Verstand vor der Nationalratswahl wieder, sodaß sich derart fragwürdige Konstrukte nicht auf Bundesebene realisieren lassen sonst Gute Nacht


tomsawyer antwortet um 23-05-2013 11:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Was tut man nicht alles für einen Landeshauptmannsessel?
Naja, was will denn der Wähler für eine Regierung in Salzburg ?



Josefjosef antwortet um 23-05-2013 11:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Was tut man nicht alles für einen Landeshauptmannsessel?
aber helmar, sowas nennt man ganz einfach "Politik".
Und im Herbst macht jeder über 60 -jährige wieder brav sein Kreuzerl, wo er es die letzten 40 Jahre auch gemacht hat. Die 16 bis 30 -jährigen wählen einen, der optisch und stimmmäßig am coolsten rüberkommt,
und die meisten Versprechungen macht, die er sowieso nicht einhalten kann.
und die dazwischen teilen sich auf alles mögliche auf.
Das Stimmvieh wartet schon aufs Kreuzerlmachen. ( nicht das religiöse) ;-)
grüße
Josef



krähwinkler antwortet um 23-05-2013 13:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Was tut man nicht alles für einen Landeshauptmannsessel?
Unsere Gesetzgebung kennt keine kandidierenden Koalitionen, darum kann man sie auch nicht wählen. Anders als in Deutschland legt sich bei uns auch niemand fest, bis auf einige NO-GO-Sager der Wirtstochter aus dem Süden. Sie wird sie möglicherweise bereuen.
Was bitte gibt es gegen eine Regierungsbeteiligung der TS zu sagen? Viel! Aber es gibt aus den verschiedensten Blickwinkeln gegen jede Partei was zu sagen. Aus grünem Blickwinkel gibt es zu sagen, dass Ausländerfreundlichkeit und Verbindlichkeit Kriterien pro eine TS-Integration sind. Mit Hetzern sollte man sich nicht zusammentun. Das sind die TS-ler aber nicht.


helmar antwortet um 23-05-2013 14:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Was tut man nicht alles für einen Landeshauptmannsessel?
Hallo Josefjosef......ja das ist Politik. Und da braucht sich niemand zu wundern wenn immer mehr Leute drauf........und nicht mehr wählen gehen. Interessant ist aber schon, wenn wie jetzt in Tirol und auch wahrscheinlich in Salzburg, die ÖVP auf einmal den" Hort des Bösen" als Partner auserwählt um den Landeshauptmann zu bekommen.
Vielleicht kannst du dich noch erinnern, an meinen Thread von den Ein- und Mehrfedernindianern....;-)
Mfg, Helga


kst antwortet um 23-05-2013 19:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Was tut man nicht alles für einen Landeshauptmannsessel?
Liebe helmar!
Wo hat wer, welche Partei einmal als Hort des Bösen genannt?
Kannst du dich erinnern wie der Dr. Leitner Landeshauptmanstellvertreter war und über die ÖVP nur geschimpft hat?
Jetzt kam Bgmst. Stadler und es ist keine Rede mehr von einem schlechten Klima im Landtag. Sie vertragen sich. Warum wohl.?
Und was wäre denn dein Vorschlag für Salzburg und Tirol?
Die stärkste Partei ist nun einmal in der Lage den Landeshauptmann zu stellen und da sie allein zuwenig Mandate haben, brauchen sie Partner. Oder nicht?
Und egal welchen Partener sie wählen, es wird immer jemanden nicht recht sein.

Und bitte bringe mir nicht das Beispiel mit dem Dr. Schüssel, der nur 3. war und auch Bundeskanzler wurde, aber vielleicht wahrscheinlich war er cleverer als die Anderen und außerdem hätte er schon damals gezeigt, dass die FPÖ, BZÖ nicht in der Lage ist regieren zu können, denn mit der Dr. Riess-Passer hätte es ja geklappt, nur hat der Dr. Haider dann selbst die Partei und Regierung zerstört, trotzdem gibt es immer noch einige die an diese Parteien glauben. ich werde es sicher bald lesen können.
mfg. kst


helmar antwortet um 23-05-2013 20:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Was tut man nicht alles für einen Landeshauptmannsessel?
Hallo Kst.....mit "Hort des Bösen" habe ich wohl etwas übertrieben, aber speziell was Stronach betrifft war ein sehr namhafter ÖVP-Politiker im Rahmen des NÖ-Landtagswahlkampf( Spitzenkandidat Dr.Erwin Pröll) bei seiner Wortwahl alles andere als nobel zurückhaltend. Und wennst in dieser Zeit in der Parteizeitung "Bauernzeitung" gelesen hast, wie sehr eindringlich wurde da genau vor Rot, Grün, FPÖ und Stronach gewarnt und erklärt dass nur "klare Verhältnisse", also eine über 50% Mehrheit der ÖVP gut und richtig wären. Nun, in NÖ, hat die ÖVP die Mehrheit halten können und braucht niemanden der dieser Partei zum Landeshauptmann verhilft.
Anders in Tirol und Salzburg.....in Tirol gab es für die "Stamm-ÖVP" doch recht massive Verluste, aber sie konnte den ersten Platz noch halten. Aber ehemalige abgesprungene ÖVPler wollten nicht mit der Stamm-Partei in Koalition gehen, und weil Schwarz inzwischen um Rot einen Riesenbogen macht, konnte überhaupt erst diese Konstellation zustande kommen.
Ähnlich verhält es sich in Salzburg.......da gab es eine Rot-Schwarze Koalition, welche da einiges vergeigt hatte...und auch die ÖVP hat etliche Prozente eingebüßt. Dass die Grünen sehr stark dazu gewonnen haben ist sicherlich ein großer Verdienst der in Salzburg angetretenen grünen Kandidatinnen und Kandidaten. Und ich kann mir vorstellen, dass manche weil sie Rot-Schwarz einen Denkzettel verpassen wollten, Stronach gewählt haben.
Nun, so wie es ist, ist es........Eine Koalition in dieser Form kann kommen, aber vielleicht kommts noch anders.....und ist zu respektieren.
Wenn du Schüssel ansprichst.........da hast du recht. Auch damit dass Dr. Haider sehr dazu beigetragen hat, dass diese Koalition schief gegangen ist.
Und Schwarz hat ja danach sogar einen Wahlsieg einfahren können. Aber ab dem Moment als bei der darauf folgenden Nationalratswahl die SPÖ vor der ÖVP gelegen ist, kam der Wurm ins Getriebe......sei mir nicht böse, aber diese Regierung hätte es in der Hand gehabt, vieles zu reformieren, aber beide Seiten haben vor lauter Klienteldenken nichts zusammengebracht. Und wenn du schon Leitner ansprichst........agiert die ÖVP in der Koalition nicht recht häufig auch so" nicht mit uns" und muß dann irgendwie so elegant wie möglich zurückrudern?

Ich bin eigentlich seit meiner Landjugendzeit "schwarz" gewesen, aber in den letzten Jahren ist für mich diese Partei zumindest auf Bundesebene mir immer weiter abhanden gekommen. Denn irgendwie habe ich das ungute Gefühl dass es den in dieser Partei in erster Linie darum geht, Besitzstände, auch in Form von Mandaten, zu wahren. Und dass junge Querdenker in dieser Partei null Chancen haben. Auf jeden Fall weniger als in anderen Parteien. Denn wenn man in dieser Partei hoch kommen will, muß man, so habe ich den Eindruck, das tun was die Parteiführung möchte........und nicht was in den Gebieten der Kandidatenanspiranten notwendig ist.
Und es lassen sich unter diesen Umständen immer öfter immer weniger in den Ortsgruppen und Teilbezirken sehr rührige Funktionäre des Bauernbundes zum Verteiler von Wahlprospekten abkommandieren. Zumindest in meinem Teilbezirk kommen immer weniger Funktionäre zur Bezirkskonferenz, und immer öfter dürfen sich die Ortsobmänner allein mit den Kalendern zum Mitgliedsbeitrag einkassieren auf die Socken machen....
Mfg, Helga


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