Ich stehe zum Grundgedanken von Aiderbichl

Antworten: 20
Darki antwortet um 04-05-2013 14:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich stehe zum Grundgedanken von Aiderbichl
Schöner Gedankengang ansich.....

Jedoch solltest du Dir auch mehr Zeit nehmen ABSÄTZE in deinen Text einzubauen, ein Graus beim Lesen.


wickinger83 antwortet um 04-05-2013 14:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich stehe zum Grundgedanken von Aiderbichl
Spendenaufruf für Gut Aiderbichl?? Danke kein interesse. Meine Familie und ich betreiben nachhaltige Landwirtschaft! Nur LEIDER wollen und müssen wir davon leben und unseren Unterhalt erwirtschaften.
Ich arbeite nicht gegen Gut Aiderbichl, aber uns Bauern hat der nichts gebracht. Sorry aber das musste auch klargestellt werden.
mfg wickinger



AnimalFarmHipples antwortet um 04-05-2013 15:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich stehe zum Grundgedanken von Aiderbichl
Der "Grundgedanke" von Aiderbichl ist mir auch nicht fremd, allerdings läuft das für meinen Geschmack schon etwas zu kommerziell ab und ich stelle in Frage, ob es wirklich tiergerecht ist, die Schützlinge zu Ausstellungsobjekten zu degradieren, die sich quasi ihren Unterhalt als Attraktion selber verdienen müssen und dabei allzu sehr vermenschlicht dargeboten werden.

Das Problem der hier über Aiderbichl geführten Diskussionen erscheint mir eines der wechselseitigen Intoleranz zu sein.

Natürlich würde jeder Landwirt seinen Tieren ein noch besseres, längeres Leben vergönnen, aber das ist rein wirtschaftlich nicht machbar und das Nutztier ist eben als solches final determiniert. Und für viele ist das auch das Normalste von der Welt. Mein Vater hat zB null Verständnis dafür, daß meine gegenwärtig über 70 Tiere null Cent Nutzen abwerfen, ja überhaupt daß man Schweine hält ohne sie jemals essen oder zumindest an den Fleischer verkaufen zu wollen; ich könnte mir dann ja wieder Ferkel zulegen ... Auf meinen Einwand, daß er ja auch meine Hunde mag und wohl kaum auf die Idee kommen würde, sie essen zu wollen, fällt ihm aber dann auch nichts ein.
Wahrscheinlich fühlen sich viele Landwirte dadurch, welche Sicht auf die Tiere von Aiderbichl & Co propagiert wird, in ihrer Lebensplanung massiv in Frage gestellt; sie tun etwas, das trotz Einhaltung aller tierschutzrechtlichen Vorgaben für eine tendeznziell im Steigen begriffene Zahl von Konsumenten "pfui" ist, womit diese nichts zu tun haben wollen. Und egal ob nun traditionelle Prägung oder schlichter wirtschaftlicher Zwang, das löst natürlich die üblichen Abwehrreflexe aus.
(Nicht umsonst heißen zwei meiner Schweinchen mit Spitznamen "Sturmi" und "Martin (Balluch)" ;-)

Umgekehrt müssen die Aiderbichler sich natürlich auch gefallen lassen, belächelt zu werden; denn wenn Aufhauser einen verunfallten Schweinetransporter oder eine rabiate freiheitsliebende Kuh aufkauft, sorgt er im Prinzip genauso für noch mehr Nachfrage auf der Produzentenseite (das ist auch das Dilemma der Tierschutzvereine, die Überzüchtungen oder Straßenköter aus Schwellenländern vermitteln). Alles in allem sind das immer nur Tröpfchen auf den heißen Stein, die am System kaum etwas ändern; und daran wird sich auch nicht viel ändern, solange sich Menschen eine Ernährung ganz frei von Tierprodukten weder leisten können noch eigentlich wirklich leisten wollen.
Aber wie stand schon in Oskar Schindlers Goldring: "Wer einen Menschen rettet, rettet die ganze Welt."
Insofern spricht auch nichts dagegen, einzelne Tiere zu "retten".
Jeder wie er will und kann.

Ich finde man sollte einander in solchen Diskussionen nicht verteufeln sondern einfach leben lassen.

Ich schätze zB auch sehr, daß ich als Vegetarier und kleiner Tierasylbetreiber in unserer Dorfgemeinschaft äußerst wohlwollend und sogar hilfsbereit aufgenommen werde.
Wenn ich zB mit meiner Feuerwehr irgendwo zum Essen einkehre, brauch ich gar nicht mal selber zu sagen, daß ich kein Fleisch esse, das tun immer gleich die Kameraden für mich, ohne jede Abschätzigkeit - und zwar sogar die, die selber von der Tierzucht leben. Bei Festivitäten im Dorf wird schon seit geraumer Zeit auch immer dafür gesorgt, daß es etwas Vegetarisches für mich gibt - und meistens bin ich dann gar nicht der einzige, der das möchte.
Umgekehrt werde ich mich hüten, meine tierzüchtenden Nachbarn und Feuerwehrkameraden offen für das anzugreifen was sie tun, auch wenn ich es persönlich nicht unbedingt billige, und ich missioniere auch nicht für meine veganen Anschauungen, sondern erkläre sie halt, wenn mich wer drauf anspricht.

Schlußbemerkung :
Ich hab hier im Forum schon einmal die Frage gestellt, ob es -entsprechende Nachfrage vorausgesetzt- wirtschaftlich machbar wäre, den Milchpreis so zu kalkulieren, daß Milch zwar nicht gleich ein unerschwingliches Luxusprodukt würde, aber die Milchkuh am Ende ihrer Leistungsfähigkeit noch einen schönen Lebensabend verbringen kann, bzw. auch das Stierkalb nicht zum McDonald's wandern muß.
Etwas überraschend hab ich auf diese Frage überhaupt keine Antwort bekommen, obwohl ich glaub ich keineswegs der einzige Konsument bin, der sich mit Milchprodukten aus ethischen Gründen etwas schwer tut.



zehentacker antwortet um 04-05-2013 17:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich stehe zum Grundgedanken von Aiderbichl
Hallo!
Mit 20 Kilo Fleisch im Jahr komme ich locker aus, der Betrieb wird schon 50 jahre viehlos bewirtschaftet. Was jeder isst, ist meiner Meinung von jeden die persönliche Entscheidung. Das Gebiss vom Homo Sapiens beweist das er immer auch Fleisch gegessen hat. In den Entwickelten Ländern essen manche so viel soviel Nahrungsmittel, dass sie dadurch kürzer leben, in den Entwicklungsländern verhungern umgekehrt Leute. Der Fleischkonsum steigt in den Ländern, wo die Bewohner mehr Geld fürs Essen ausgeben können. Ohne Energie,- und Futtermittelimporte würden wir in Östereich oder auch in Europa sowieso einen Nahrungsmittelmangel haben. Wir müssten ja langfristig auch die bei unseren Klima lebensnotwendigen Unterkünfte und die Bekleidung aus den nachwachsenden Resourcen herstellen. Ein Tier bis zu seinen Lebensende füttern und einen Menschen hungern lassen, oder umgekehrt, ich bin keine moralische Instanz. Ein gutsituierter europäischer Nicht,- oder Viehloserlandwirt kann natürlich für füttern und Pflege bis zum Tod des Tieres ohne dieses zu essen entscheiden, alle anderen würden dann natürlich keine Tiere halten.
MfG ferdinand


Steinpilz antwortet um 04-05-2013 22:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich stehe zum Grundgedanken von Aiderbichl
@AFH

vielleicht hilft dir auf deine Frage des Milchkonsums ohne "Tierleid" die Überlegungen von Prof. Bartussek weiter (ab Seite 3). Er geht davon aus - wenn die Milchkuh bei guter Haltung 15 Laktationen erreicht und für jedes Laktationsjahr auch ein neugeborenes Kalb notwendig ist - eben 15 Nachkommen pro Kuh bis an ihr natürliches Lebensende durchgefüttert werden müssten.

Wenn man dann in Österreich nur Milch für die "wirklich notwendige" Zielgruppe von Kleinkindern und schwangeren Müttern nach diesem System erzeugen würde, hätten wir im Endeffekt nicht weniger Rinder als jetzt. Nur viel weniger Lebensmittel. Und vor allem sehr sehr teure Milchprodukte. Und viele Ochsen/Kalbinnen zum Streicheln.

Hab überhaupt nichts gegen Veganer, gut wenn mehr Leute ihren eignen Lebensstil hinterfragen. Wir essen sowieso zuviel Fleisch. Aber der Grundgedanke sich so zu ernähren, dass kein anderes Lebewesen sein Leben wegen meiner Essgewohnheiten aufgeben muss geht einfach nicht auf.
Wir leben weil wir lebendiges zum Essen brauchen. Und dass ist auch gut so. Ist doch ein schöner Gedanke zu wissen dass es meinem Essen vor dem Tod gut gegangen ist.

Das muss meiner Meinung nach das Ziel sein: wenn wir Tiere essen, sind wir ihnen einfach schuldig die bestmöglichste Haltung, Fütterung und vorallem stressfreie Schlachtung zu bieten, die es gibt. Davon sind wir meistens noch weit entfernt.








 


Steinpilz antwortet um 04-05-2013 22:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich stehe zum Grundgedanken von Aiderbichl
Vielleicht geht's jetzt:
 


FraFra antwortet um 05-05-2013 09:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich stehe zum Grundgedanken von Aiderbichl
der grundgedanke von gut aiderbichel ist "cash"

warum wird den in syrien nicht dieser furchtbarer zustand gestoppt??

oder in nordkorea
oder in ....


mich würde interessieren wie viel an hinterlassenschaften aus erbschaften in diese "wirtschaft " gehen


helmar antwortet um 05-05-2013 09:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich stehe zum Grundgedanken von Aiderbichl
Ich schau schon lange keine Aiderbichl-Sendung mehr. Anfangs sah man noch Tiere welche man, wenn man Tieren wirklich Leid ersparen hätte wollen, ein schnelles Ende gewährt hätte.
Mfg, Helga


321 antwortet um 05-05-2013 10:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich stehe zum Grundgedanken von Aiderbichl
@frafra
Danke, für Deinen ersten und sehr zutreffenden Satz!
Damit ist alles gesagt.
MfG 321


321 antwortet um 05-05-2013 10:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
I



fgh antwortet um 05-05-2013 10:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
I
Stimme frafra vollsten zu - der Grundgedanke war immer cash zu machen und nicht's anderes. Hier wurde der Grundgedanke nicht mit dem kommerziellen vermischt, sondern der Profit stand immer im Vordergrund.


RichardGier antwortet um 05-05-2013 11:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich stehe zum Grundgedanken von Aiderbichl
@afh : sehr passend , das Schindler - Zitat ; ein gutes Motto für jeden , der mit Tierschutz etwas am Hut hat .

@ zehentacker : das Gebiss des Homo Sapiens beweist , dass seine Vorfahren auch Fleisch gegessen haben . Nicht weniger , aber auch nicht mehr . Zwangsläufigkeiten für heute oder morgen lassen sich daraus nicht ableiten .


teilchen antwortet um 05-05-2013 12:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich stehe zum Grundgedanken von Aiderbichl

@frafra

Ich denke es ist umgekehrt. Wenn jemand Geld verdienen will, fängt er sich nichts mit Tieren an, wenn er Tiere nicht wirklich mögen würde.
Bei Gut Aiderbichl muss schon eine große Menge Idealismus und Tierliebe dabei gewesen sein, und erst im zweiten Schritt der Gedanke, wie man es wirtschaftlich sinnvoll erhalten kann.
Dass es sich der Medien bedient, ist nicht verwerflich, schließlich spricht es viele Menschen an, die davon einen emotionalen Gewinn haben, sonst würden sie nicht vor den Fernsehern sitzen. Die tun das freiwillig.
(ich selber gehöre übrigens nicht dazu.)
Und die Erbschaften... Was kratzt es Dich, was die Leute wem vererben?



AnimalFarmHipples antwortet um 07-05-2013 02:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich stehe zum Grundgedanken von Aiderbichl
@ Steinpilz :

"Das muss meiner Meinung nach das Ziel sein: wenn wir Tiere essen, sind wir ihnen einfach schuldig die bestmöglichste Haltung, Fütterung und vorallem stressfreie Schlachtung zu bieten, die es gibt."

Einverstanden.
Aber trotzdem: MÜSSEN wir überhaupt Tiere essen ?
Ist das nicht eigentlich bloß ein archaisches Überbleibsel aus einer Epoche die wir in anderen Hinsichten (wenn auch noch nicht in allen) längst überwunden haben ?
Immerhin leben wir ja auch nicht mehr in Höhlen und haben der Welt zu einem Gutteil längst unser Design aufgedrückt, also eigentlich keine Rede mehr von einer Situation wo sich mensch das Leben nur durch Töten erhalten konnte ...

P.S.:
Zur Milch hat schon mein Biolehrer immer gesagt: "Kinder, die Milch ist NUR fürs Kalb ... und fürn Kaffee." ;-)


sturmi antwortet um 07-05-2013 05:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich stehe zum Grundgedanken von Aiderbichl
@AHF
Fleischessen ist ein archaisches Überbleibsel, soso! ;-)) Bist halt ein sehr toleranter, einfühlsamer Sonderling, aber solange du nicht zu missionieren beginnst ist´s o.k.!
MfG Sturmi


Gratzi antwortet um 07-05-2013 05:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich stehe zum Grundgedanken von Aiderbichl
der Grundgedanke ist gut, nur die Durchführung ist rein auf Profit gerichtet.
Beispiel Stier "Gottschalk": Aiderbichl
Warum entfernt man diesen leidgeprüften Tier nicht den Nasenring? ...wird von den " Aiderbichlmärchenerzähler" extra angeführt, wie weh das einen Tier tut, nur es wird nicht gemacht, einfach um ein bischen auf die Tränendrüse zu drücken. Auf meine Anfrage, weshalb der Ring der den Tier so weh tut, nicht herausgezwickt wird, wurde ohne Kommentar weitergegangen.Der Stier kann seit geraumer Zeit nicht mehr stehen .... ist das Tierliebe wenn man bewust ein Tier leiden lässt, nur um die Kasse klingeln zu lassen ????? Das Tier liegt im eigenen Urin; wenn du dies als Bauer machst, dann Gute Nacht!



 


helmar antwortet um 07-05-2013 08:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich stehe zum Grundgedanken von Aiderbichl
In der von so vielen gern heraufbeschworenen Natur wär der Stier schon längst tot, und damit erlöst.
Mfg, Helga


mitmart antwortet um 07-05-2013 09:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich stehe zum Grundgedanken von Aiderbichl
Tja das ist das Problem falsch verstandener Tierliebe, ich wünsche einmal so einen Pseudotierfreund das leid selbst zu fühlen das sie mit ihren Operationen, Amputationen und dem künstlichen am Leben halten solcher Kreaturen anrichten.


50plus antwortet um 07-05-2013 11:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ich stehe zum Grundgedanken von Aiderbichl
Wir hatten vor vielen Jahren (schon lange vor Gut Aiderbichl) in der Nähe eine raffinierte alte Frau, sie hatte einen total heruntergekommenen Bauernhof und viele solche Tiere, sie hat damals schon Patenbriefe für ihre ausgemergelten Tier verkauft.
Zu dieser Frau sind die Städter in Stöckelschuhen, bzw. in Anzug und Krawatte gekommen, nur um die Tiere zu füttern oder Futtergeld dort zu lassen. Man mußte bei Regenwetter durch Dreck und Gatsch stapfen, das war den Besuchern nicht zu dumm.
Als ihr einmal ein Bauer ein Tier schenken wollte, das er doch nicht zum Metzger bringen wollte, meinte sie, das könne sie nicht nehmen, das sähe viel zu gesund aus, das brächte kein Geld.


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