Vollversammlungen - Die Zeit der Opa-Obmänner

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Indianerlandwirt 02-02-2013 08:30 - E-Mail an User
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Ab Jänner finden die Jahresvoll(haupt)versammlungen der Vereine satt. Im Bezirk haben wir auch die sonstigen Verdächtigen an Vereinen - die für die Bauern Ziele erreichen wollen.
Von den Obmännern wird erwartet , für die jeweilige Gemeinschaft einzutreten. Ohne eigene Ziele zu verfolgen. ( wie Beschäftigung von Verwandten). Dazu noch innovativ, agil und "in der Sache lebend" zu sein.

Die Rentner-Obmänner im Bezirk:
Bezirksbauernbund
Maschinenring
Rindermastring
Waldwirtschaftsgemeinschaft
Und so weiter
Ich nenne dies die Opi- Gang.


sturmi antwortet um 02-02-2013 08:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@indianerl.
Ned sudern, selber als Obmann bewerben! ;-)
MfG Sturmi


golfrabbit antwortet um 02-02-2013 09:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das Alter einem OB vorzuwerfen ist für die Fisch, allein schon weil man selber jeden Tag älter wird wenn man nicht die Patschen aufdraht. Ungenügende Leistung anzuprangern ist da schon etwas anderes, Selbstkandidatur wäre lobenswert aber in deinem Fall wohl eher nicht mehrheitsfähig.



Thuban antwortet um 02-02-2013 09:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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he Indianer, sei mal selbst innovativ, agil und in der Sache lebend. Und dann engagierst du dich in den entsprechenden Vereinen ordendlich- du wirst schneller Verantwortung bekommen als dir lieb ist- und dann von Personen wie du einer bist heftig kritisiert werden.
also, auf gehts und viel Spass !!!


walterst antwortet um 02-02-2013 09:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das Alter würde ich keinem Obmann vorwerfen. Es muss für die Organisation nicht unbedingt ein Nachteil sein.
Es kommt doch drauf an, ob das Alter für die Organisation ein Hindernis ist, ob die Birne noch voll mitmacht und ob es nur ums Sesselkleben und Altersstarrsinn geht. Es gibt auch genug Junge, die in der Birne immer schon 80 sind.

Die große Chance für deutliche Vorstandsverjüngungen besteht meist nur bei richtigen Umbrüchen - Fusionen, Umbenennungen, Umstrukturierungen, Neuausrichtungen usw...
Damit, dass sich ein Einzelner traut, aus dem Blauen heraus gegen einen Alten zu kandidieren, ist es oft nicht getan.



Indianerlandwirt antwortet um 02-02-2013 11:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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anwort sturmi: Bin selber Obmann
antwort golfrabbit: Deine Antowrt ist auch nicht mehrheitsfähig. Du bist abgewählt.
antwort tria: Das ist wohl dein Lieblingsfilm. Wieso hast den schwulen Apanatschi (oder wie auch immer) ausgewäht?
antwort thuban: ich war bei sieben Vereinen im Vorstand. Kassier, usw alles innegehabt. Arbeit bekommt man sehr leicht zugeteilt. Alles erlebt. Nur wenn es um Macht und Geld geht, da kleben die Obmänner an ihren Ärschen.
anwort walterst:; Ich sprach nicht vom Alter, sonder das sie nicht mehr aktiv Landwirt sind und die Nöte gar nicht mehr am eigenen Leib mitbekommen.



walterst antwortet um 02-02-2013 13:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@indianer
ich verstehe Dich schon. Aber es ist oft nicht das Problem, dass die Funktionäre die Nöte nicht mehr mitbekommen, sondern dass sie nicht mehr mitbekommen, dass sie vieles nicht mitbekommen.


Indianerlandwirt antwortet um 02-02-2013 16:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Walterst, da sind wahre Worte. Nicht mehr mitbekommen. Ich selbst war bei einem Vortrag des hiesigen LWK Präsidenten (ca. 10 Jahr her). Am ende bat er um Fragen. Da war die Frage, was für einen Betrieb es zu Hause hätte. Ein Milchviehbetrieb, war die Antwort. Danach kam die Frage, nach dem aktuellen Milchpreis pro kg. Er war nicht in der Lage diese zu beantworten. Zu dieser Zeit hatte er schon den Betrieb übergeben gehabt, so erfuhr ich später.

Da fällt mir noch etwas ein. Die Kleine Zeitung berichtete nach der Befragung zu Wehrpflicht. Ein Journalist schrieb folgendes. Hätte die Regierung ausschließlich die unter 40 jährigen befragt, wäre die Entscheidung für das Berufsheer gefallen. Mit dem Schluss. Bei Abstimmungen sollten jene Menschen befragt werden, die dieses betrifft. Die ältere Generation hat viel Weisheit und Ratschläge, doch die Entscheidung müssen bei jenen gefällt werden, die mitten im Leben stehen.


zehentacker antwortet um 02-02-2013 17:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Indianerlandwirt, wirklich Grenzgenial!
Die Lehrer übers Dienstrecht, die Pensionisten über die Pensionshöhe, die pauschalierten Landwirte über die Einheitswerte. Eine interessante Abstimmungsidee!
Die tüchtigen landwirtschaftlichen Jungunternehmer, die mit vollen Einsatz den Betrieb ausbauen, im Normalfall Kinder im Schulalter haben und dann noch eine zeitaufwendige Vereins,- oder Politische Tätigkeit ausüben sind echte Raritäten. Ohne einen sehr aktiven Alten oder schon den Junior im Betrieb haben die meisten sowieso die Sechzigstunden Woche.


Indianerlandwirt antwortet um 02-02-2013 18:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich sehe zehentacker, dir ist es lieber über deinen Jungbauern zu bestimmen, als ihm die Freiheit zu geben, sein Leben selbst zu bestimmen. Und deine Methode dazu. Überhäufe Junge Menschen mit Arbeit. Dann sind sie zu müde für Mitbestimmung. Auch das ist Grenzgenial.


sturmi antwortet um 02-02-2013 18:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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"Die Lehrer übers Dienstrecht, die Pensionisten über die Pensionshöhe, die pauschalierten Landwirte über die Einheitswerte." (zehentacker)
@walterst
Die Demokratie ist kein Wunschkonzert! ;-)
MfG Sturmi



Restaurator antwortet um 02-02-2013 18:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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zitat indianerlandwirt:
"...doch die Entscheidung müssen bei jenen gefällt werden, die mitten im Leben stehen"
bei dem demokratieverständnis schaudert's mich gewaltig .....
@indianerlandwirt: das hauptproblem ist, dass sich (fast) jeder als experte für alles fühlt. ein wenig bescheidenheit und selbstreflexion täte den meisten ganz gut. und die rolle der alten / des konservatismus besteht immer noch darin den fortschrittlichen / modernen den boden unter den füssen zu bewahren weil man halt grad in jungen jahren leichter übers ziel hinausschiesst. auch trau ich mich zu behaupten, dass mit zunehmendem alter in grösseren zusammenhängen und aufgrund des erfahrungsvorsprungs viel vernetzter gedacht wird / werden kann.
diese entwicklung hört nicht mit der pubertät oder dem volljährig werden auf, das ist ein lebenslanger lernprozess.
als beispiel möge die idee des rückkaufs aller bodenflächen durch den staat dienen, eine idee der ganz jungen politklasse.
und als zweites beispiel die tatsache, dass sich gerade junge männer besonders von faschistoiden systemen angezogen fühlen.
im übrigen: jeder durchläuft alle lebensalter. eine gruppe auszuschliessen zeugt von arroganz und politischer unreife.


Indianerlandwirt antwortet um 02-02-2013 19:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Welcher Experte bist du, restaurator? Milchvieh? Mutterkuh? Forst? Ackerbau? Also ich mache dich jetzt zum fiktiven Schweineexperten? Und es geht um den Ferkelkorb, oder wie auch immer diese Einrichtung auch heißt. Jetzt dürfen alle Bauern Österreichs entscheiden, ob die Schweinebauern diesen jetzt installieren dürfen oder nicht. Die Waldbauern, die Mutterkuhbauern und die Ackerbauern. Sie entscheiden gegen deine Wahl. Wie fühlt sich der Experte zehentbauern nun. Ist doch alles besten. Das ist Demokratie.


walterst antwortet um 02-02-2013 19:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich halte auch nichts davon, den Teilnehmerkries an demokratischen Entscheidungen einzuschränken. Es ist halt eine neue Herausforderung für die Demokratie, dass es noch nie einen so hohen Anteil an so lebenserfahrenen Entscheidern existent war.

Wir in der Landwirtschaft kennen das Phänomen ja schon länger (zumindest jene, die sich dafür interessieren). Dass bei Kammerwahlen die Betriebsleiter inklusive der mitarbeitenden Angehörigen, die noch nicht in Pension sind unter den Wahlberechtigten eine MInderheit sind, ist doch hoffentlich jedem bewusst? Ich halte das nicht für ein unlösbares Problem und würde auch das WAhlrecht nicht einschränken - nur muss man sich eben bei jedem Wahlergebnis bewusst sein, welchen Hintergrund die Entscheidung hat.


Restaurator antwortet um 02-02-2013 19:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@indianerlandwirt:
"...entscheiden sollen die mitten im leben stehen...."
wär's net a bissl g'scheiter zusagen "entscheiden sollen die, welche die kompetenz haben"?
im übrigen lies genau was ich zum thema "experten" geschrieben habe und was zum thema "demokratie".


Restaurator antwortet um 02-02-2013 19:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@walterst:
es gibt ja für die von dir geschilderte situation nur 2 varianten:
entweder haben auch die nicht-betriebsleiter ein berechtigtes interesse daran teilzunehmen um ihre rechte / interessen zu wahren
oder das zugrunde liegende wahlrecht ist falsch und gehört reformiert.
ich setze mich z.b. seit jahr(zehnt)en bei uns dafür ein, dass bei den abstimmungen unserer wassergenossenschaft pro anschluss eine stimme stimmberechtigt ist.
nix da, der vorletzte obmann hat damals durchgesetzt, dass jeder volljährige bewohner eines hauses mit anschluss eine volle stimme bekommt.
so haben die pensionisten weiter unten gemeinsam dafür gestimmt, dass die erhaltungsgebühr für die leitung auf ein minimum beschränkt wird, der wasserpreis dafür massiv erhöht wird (derzeit 1,90€/m³). ihre volljährigen kinder haben sie brav zuhause als zweitwohnsitz gemeldet obwohl sie ganz woanders wohnen, daher viele stimmen.
wir, heroben am berg, waren halt die familien mit (insgesamt sehr vielen) kindern, aber nur wenigen stimmen und zahlen durch unseren kinderbedingten hohen verbrauch utopische wasserrechnungen, während die pensionisten unten fast nix zahlen....
nebenbei wurde die geheime abstimmung ebenfalls abgeschmettert, da würde die kontrolle verloren gehen, ob die leute wohl alle auf linie bleiben.......


Indianerlandwirt antwortet um 02-02-2013 20:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Die Wassergenossenschaft von resturator ist eine allerliebste Demokratie. Die Pensionisten haben dafür gestimmt, dass sie sich ihr Geld erhalten. Während die Familien mit den meisten Ausgaben, noch ein bisserl mehr zahlen. Wie hast du noch vorher geschrieben...die Alten müssen dafür Sorgen, das die Jungen den Boden unter den Füßen bewahren.
Ein Senior gab mal von sich: "Den Jungen muss man auf harten Boden setzen und Schulden hinterlassen." Ob die Senioren wissen, das wir Jungen im Zuge des Umlageverfahrens der Pensionsversicherung die Renten der Alten zahlen? Nix da mit selbst erarbeitet nach den Kriegsjahren. Die Alten leben von unserer Arbeitsleistung. Was in Wirklichkeit, schon immer so wahr.

Also meine Demokratie heißt, wer arbeitet, will auch über sein Leben bestimmen. Sklaverei mag ich nicht. Aber ihr Alten fürchtet euch nicht - wir werden euch trotzdem ernähren und ehren.


zehentacker antwortet um 02-02-2013 20:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo!
Der Demokratisch gewählte Nationalrat hat über den Kastenstand entschieden. Wer sonst, ausser im Rahmen einer Volksabstimmung, sollte darüber entscheiden können.
Indianerlandwirt!
Wo hab ich etwas von meinen Jungbauern geschrieben?


Indianerlandwirt antwortet um 02-02-2013 20:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ja ich weiß, zehentacker. Die Nationalräte haben alle bereits in einem Kastenstand gestanden und sich mit Muttersauen geplagt. Die haben ihr Wissen nur aus Schriften, nicht aus der Tätigkeit. Wer über Sauenhalter, aufgrund von Büchern und Zeitungen, entscheidet, tut letztlich nur Gehirnwixen. Solche Abstimmungen sind gequirlte Scheiße.

Also hast du nun einen Jungbauern, oder nicht?




Restaurator antwortet um 02-02-2013 21:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@indianerlandwirt:
sorry, hab meine gedanken zwar zu ende gesponnen, aber nicht alles verschriftlicht.
mit meinem genossenschaftsbeispiel wollte ich sagen, dass die variante, die pensionisten auszuschliessen, undemokratisch wäre. auch sie haben ein ureigenes interesse an der sache.
was man aber machen kann, ist die abstimmungsmodalitäten anzupassen.
der weg zur änderung dieser ist in der regel steinig und sehr schwierig - siehe mein beispiel - aber der einzig gangbare. ansonsten findet man sich in nulkommanix selber in einer situation in der man von was wesentlichem das einen betrifft, selbst ausgeschlossen ist.
dass der pensionistenobmann bezüglich wartung und verbindungen zum betreiber des hauptwassernetzes (fast) unersetzbar war und auch immer sehr gute wartungstarife verhandelt hat ist seine positive seite.
auf deutsch: wo licht, da schatten (manchmal steht das licht halt so tief, dass es viel schatten wirft) ;)


Indianerlandwirt antwortet um 03-02-2013 08:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Gut restaurator, du hast Recht. in einer Demokratie wollen wir niemanden ausschließen. Außer wir sprechen von einem Kind. Oder sollten Kinder doch nicht für ihre Recht kämpfen dürfen? Die "schwarze Bevölkerung" der USA waren einer der letzten die aus der Sklaverei befreit wurden und Rechte erhielten. In einem Kanton in der Schweiz erhielten die Frauen erst in den 1980er Jahren das Wahlrecht. Jahrzehntelang sind vorher alle Abstimmung zu Ungunsten der Frauen abgelaufen. Letztens muss auch jeder in einer Demokratie seine Rechte erkämpfen, von selbst geht gar nichts. Die alles haben, sind eh schon satt und selbstgefällig. Das hier gilt für Staaten und allen Menschen.

Ein Verein hat ein Vereinsziel und zum Zweck definierte Mitglieder. Eine fiktive Waldwirtschaftsgemeinschaft nimmt also Waldbauern als Mitglieder auf. Aber umgekehrt, wenn ein Obmann seinen Beruf als Waldbauer aufgibt und zum Rentner wird. Freiwillig! Und damit nicht mehr die Definition als Mitglied erfüllt. Sieht er keinen Grund darin die Funktion an jüngere weiterzugeben. Im Gegenteil, die Staturen werden angepasst, damit er weiter Obmann bleiben kann. Und es wird verkündet, es will eh keiner die Funktion. Die Jungen sind doch zu überarbeitet und so. Doch ist es nicht die Aufgabe des Obmanns, jemanden aufzubauen und zu übergeben, wenn er schon nicht mehr Waldbauer sein will. An diesem Verhalten kann man sehen, der Obmann ist nur aus Geldsucht Rentner geworden, seine Statussucht als Obmann ist ungebrochen. Aber letztlich lügt er sich nur selbst und seine Vereinsmitglieder an. Er entspricht nicht mehr der Definition des Vereinsmitgliedes. Er hat einen großen Abstand zu den Mitglieder, welche für ihr Dasein kämpfen müssen. ER ist nur süchtig nach dem Titel, nach Macht, nach Geld. Und sie sind überall. Bei der SVB, bei Bauernbund, bei den Rindernvereinen, bei den Schweinehaltern, bei den Waldbauern, beim Maschinenring, beim .....


soamist2 antwortet um 03-02-2013 09:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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das wahlrecht der rentner bei der kammerwahl ist in etwa zu vergleichen mit dem wunsch eines deutschen, der jahrelang in tirol seinen winterurlaub verbracht hat, bei der kommenden nationalratswahl in österreich mitwählen zu dürfen


pek antwortet um 03-02-2013 09:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Für mich ist das Problem weniger die gewählten Funtionäre sondern jene in der 2 Reihe oder weiter hinten die siich eher ducken und den Obmann (der nach besten wissen handelt) nicht darauf hinweisen das es eigentlich ein schwachsinn ist. Um nicht bei den nächsten Wahlen dabei zu sein. Es ist bei fast jeder Versammlung so das es keine Wortmeldungen mehr gibt aber an der Schank wenige Minuten später die Themen zerpflügt werden.


Gerhardkep antwortet um 03-02-2013 09:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Indianerlandwirt@
Vereinzelt kann ich dir recht geben aber in der Masse nicht.
Sehr viele Obmänner im Landwirtschaftl. Spektrum würden ihr Funktion zur Verfügung stellen aber übernehmen wollen das die wenigsten. Es gibt bei uns genügend die am Wirtshaustisch die Klappe sehr voll nehmen aber wenn sie dann für ALLE reden müßen die Hosen voll haben, und tatsächl. ists auch schwierig demokratisch alles im griff zu haben , kann man ja hier in den diskussionen jedesmal miterleben.
Dazu gehört halt erfahrung ,übung, und aber auch mut.
Zeit wird dann auch ein problem und das besonders bei dem wie oben erwähnten "mitten im Leben stehenden"
Hier gibts meist eine Familie, Frau,Mann und Kinder zu pflegende und der Betrieb ist weiter zu entwickeln und so weiter.
Es ist nicht immer lustig 5 Tage in der Woche dann abends auf diskussionen versammlungen usw. zu verbringen , es kommen ja dann noch bestimmte vorbereitungsarbeiten hinzu denn auskennen sollte man sich ja auch in der Sache.
Jeder der einige Funktionen inne hat weis das. Da ist es oft schon so es macht einer weiter der in der Sache gut ist aber doch schon etwas entspannter ran gehen kann. purn out haben wir genügend im alter von 30-50 j.
ES ist aber auch wichtig jung Menschen ranzuführen und es gibt solche aber in der LW werdens halt immer weniger.
Diese jungen raritäten sind zu suchen und zu fördern genau wie eigene Kinder dies ist aber auch aufgabe an alle hier im Forum da kann sich jeder an der Nase nehmen.
Denn unterschiedlicher Meinung zu sein ist nicht schwer. Aber unterschiedliche Meinungen zu verstehen und zu händeln um so mehr und das zu können macht gute Funktionäre aus.
mfg GK



helmar antwortet um 03-02-2013 10:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Gerhardkep.........die Jungen heranführen........schaffen werden es aber zumindest im bäuerlichen Bereich nur jene Jungen welche sich "führen" lassen...besonders im Bauernbund.
Mfg, Helga


golfrabbit antwortet um 03-02-2013 10:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Gerhardkep
Zustimmung


Indianerlandwirt antwortet um 03-02-2013 11:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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anwort gerhardkep: Auch ich kann dir vereinzelt zustimmen, in der Masse aber nicht. Ein Obmann oder Vorstand, der keine neue Generation in den Vorstand heranführen kann, macht keinen guten Job. Da fehlt uns eine Einstellung der Schweizer. Sie fühlen sich verpflichtet tätig zu werden, machen das ein-zwei Funktionen und übergeben das Amt. Und das war es. Für uns Österreicher ist dann einfach die Jugend verantwortlich. Ich war selbst in einer Jugendgruppe und kann jeden sagen. Die JUNGEN wollen immer, werden dann meistens desillusioniert.

Beispiel: Ich selbst hatte eine junge Frau dazu motiviert dazu in einem Vorstand mitzuwirken. Sie kam zu ersten Sitzung. Ein Thema wurde behandelt und sie ergriff freudig Stellung. Welche nicht, die des Obmannes war. In zehn Minuten stürzten sich die "alten Säcke" inkl Obmann auf die Frau und zeigten ihr im wahrsten Sinn, wer das sagen hatte. Die junge Frau kam nie wieder zu einer Sitzung. Die Alten Säcke beglückwünschten sich, wie sie der Frau gezeigt hatten. Es ging einfach nur um ihre Sucht nach Macht. Übrigens hat sie einen tollen Schweinezuchtbetrieb und Kinder. Aber auch eine Mann und eine Großvater der sie freudig unterstützte. Sie war lange in der LWK Kammerrat. Wo sie gefördert wurde.

Also wer von vornherein sagt, die Jungen können und wollen nicht. Dann sind es Funktionäre, die keine Jungen wollen. Ich selbst habe über 20 Personen aus der Landwirtschaft dazu motivieren können in verschiedenen Vorständen tätig zu werden. Und keiner denn ich fragte, hat nein gesagt. Aber das geht nur, wenn man einen geübten Blick für solche Menschen hat. Und den Willen sie "gut" zu behandeln.



schaf100 antwortet um 03-02-2013 11:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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bin selbst OBO Hab mit 28 angefangen,alle anderen ü50 im Ausschuss!LG


Indianerlandwirt antwortet um 03-02-2013 11:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Eine Nachtrag zu Obmann in Rente:
Pension oder Rente erhält ein Österreicher im eigentlichen Sinne, wenn er nicht mehr arbeitsfähig ist, seinen Lebensunterhalt selbst aufzubringen. Dafür wurde sie auch eingeführt. Und ist eine große Errungenschaft.
Ein Obmann in Rente ist ein Widerspruch an sich. Als Rentner fühlt er sich nicht mehr arbeitsfähig, Jedoch fühlt sich so mancher Obmann geschäftsfähig, einen Verein zu führen, von Ausmaßen, die einen Kleinunternehmen gerecht werden kann.


Indianerlandwirt antwortet um 03-02-2013 12:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ja, Papilion. Wahre Worte.


RichardGier antwortet um 03-02-2013 18:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Mir machen weniger die Funktionärsopas Sorgen , sondern die Grünschnäbel vlg. " Buberlpartien " , die sich in den letzten Jahren in hohen Positionen breit gemacht und viel Schaden angerichtet haben .
Aufgrund der negativen Auslese handelt es sich dabei um einen ziemlich einheitlichen Menschenschlag , der zwar dank Parteiakademie geschliffen reden kann , aber keine eigenen Leistungen vorzuweisen hat und für nichts steht ausser Opportunismus .
An einem Funktionärsopa kann man sich abarbeiten und reiben , das ist gut so und macht manchmal sogar Spaß , aber wenn man es mit so einem Grünschnabel zu tun hat , der einem ausser der formal hohen Position in der Hierarchie nichts voraus hat , ist man mitunter ratlos .


NiN antwortet um 03-02-2013 18:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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muss RichardGier da Recht geben. Bin zwar selber jung, jedoch sieht man es auch in der Privatwirtschaft oft, dass "Alte" ein Unternehmen aufgebaut haben, und dann kommen die Jungen von der Uni und verzetteln alles nach neuer und gewinnmaximierender Methode...
Bei Jungen steht meist die GIER und SELBSTVERWIRKLICHUNG im Vordergrund....da muss derjenige schon ein ausserordentlicher Idealist sein...


Indianerlandwirt antwortet um 03-02-2013 20:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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antwort richardgier: Junge Menschen sind immer Grünschnäbel und können keine Leistungen vorzeigen. Das liegt ja in ihrer Jugend. Vielleicht macht es dir doch mal Spass, das sich Grünschnäbel an dir abwetzen. Wäre die Rolle eines Mannes. Oder Vaters. Wie du willst.

antwort NiN: Ich finde du solltest dich auch Selbstverwirklichen und den Gewinn verzetteln.

Also ich habe mit vielen Vereinen zu tun gehabt. Aber die Buberl, die Obmänner sind, sind mir dort nirgendwo vorgekommen. Vom Club der Großlandwirte (den richtigen Namen fällt mir nicht mehr ein) bis zur Fußballverein. Nirgendwo Buberl. Da soll ja so ein Ding von Haider gewesen sein - psychologische Kriegsführung gegen alte Machtsäcke. Damit kommen die nicht klar.


Christoph38 antwortet um 04-02-2013 11:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ein fitter Opa würde schon passen

Der Fairness halber muss man festhalten, dass viele der Vereine und ihre Versammlungen ohnehin nirgends echt was mitzureden haben, da tut es dann auch ein weniger fitter Opa.


Indianerlandwirt antwortet um 04-02-2013 16:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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antwort christoph38: Du bist ein Glückskeks. Bei deiner Antwort kann ich mich abkeksen. .... Vereine haben echt nichts mitzureden...


walterst antwortet um 04-02-2013 18:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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alle schwärmen von den fitten Opas.
Dann taucht einer auf, fit wie ein Turnschuh und will regieren - passts auch wieder nicht ;-)


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