Antworten: 14
Tomot 29-01-2013 08:44 - E-Mail an User
Hackgutpreis
Hallo Leute!!

Möchte im Mai einen Schlag machen.

Meine Frage:

Zahlt es sich aus, die Äste (Hartholz 20% u. Fichte 80%) von ca. 160 fm zu hacken?
Wieviel Schüttraummeter könnten hierbei anfallen??
Und was bekommt man für nen SRM ca.??

Mfg


Steira antwortet um 29-01-2013 09:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutpreis
Hallo,
Wir bekommen für trockenes Hackgut rund 20Euro/srm.
Ob es sich auszahlt musst du wissen? hast du Abnehmer oder kannst du es selber brauchen???

MFG A STEIRA



 


ToniP antwortet um 29-01-2013 10:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutpreis
Hallo!
Mit dem Waldhackgut wirst du sicher keine großen Geschäfte machen!!!
Langfristig gesehen hast du sicher mehr Gewinn wenn du das Ast/Wipfelmaterial im Wald lässt und so den Waldboden nachhaltig mit Dünger versorgst!
Es gibt auch Studien, die eindeutig zeigen um wie viel sich der Boden verschlechtert, wenn man einen Waldbestand mit einer Umtriebszeit von 100 Jahren zwei mal durchforstet und danach abschlägert und jedesmal das anfallende Ast und Holzmaterial aus dem Wald entfernt!
Also ich halte von dieser wenig gewinnbringenden und langfristigen "Ausbeutung" des Waldbodens nichts!!!!



SemiPro antwortet um 29-01-2013 11:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutpreis
Bin auch der Meinung von ToniP!

98% der Nährstoffe sind im Ast- und Wipfelmaterial vorhanden. Nur 2 % im Stamm. Waldhackgut wir bei uns in der Weststeiermark mit 7-9 Euro pro srm honoriert.


Tomot antwortet um 29-01-2013 13:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutpreis
Ihr habt eh recht, aber wenn ich diesen Schlag vergäbe kommt es mir viel billiger, wenn ich mit dem Seilkran die Bäume lang rauf ziehe und sie dann durch den Prozessor lasse....

Mfg


ToniP antwortet um 29-01-2013 14:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutpreis
Wenn auf Grund von den Geländeverhältnissen eine Bringung nur mittels Seilkran möglich ist, muss man sich leider heutzutage damit abfinden dass sich aus Kostengründen niemand mehr die Arbeit antut und vorher die Bäume entastet und dann erst aufseilt... - ist rechnerisch einfach nicht mehr möglich diese Arbeit um den selben Preis wie ein Prozessor zu machen...!
Wenn du nur diese Variante wählen kannst und du dann das Ast- und Wipfelmaterial neben der Forststraße auf einem großen Haufen hast ist es sicher eine Überlegung wert, dass du das Material zusammenhacken lässt... - vl. wenn der Hacker irgendwo in der Nähe ist, ansonsten wird es sich bei so einer kleinen Menge nicht auszahlen! Wie ich schon geschrieben hab - großen Gewinn wirst du damit keinen machen, zumindest die Kosten werden gedeckt sein - den einzigen Vorteil den du hast, dass dein großer Asthaufen nicht ewig herumliegt und dir das setzen von jungen Forstpflanzen verhindert...
ein weiterer Punkt ist auch die Entfernung zum nächsten Heizwerk... - wenn die LKW mit dem Hackgut aus dem Wald zu lange unterwegs sind wirst du sicher nur eine Null-Partie machen! - auf Kosten des Waldbodens!


Schaf_1608 antwortet um 29-01-2013 15:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutpreis
Ökologisch gesehen hat ToniP absolut recht!!!
Ich halte auch gar nichts vom ausräumen des Waldes, aber in manchen Situationen kommt es halt dazu (Käferholz,Seilbahn, Rodungen...) Danach nicht auf eine reine Nadelholzkultur setzen und es dürfte kein Problem darstellen...

Für die Atrotonne Waldhackgut bekommst ca 88 Euro, das sind ca. 14-16 Euro je Schüttraummeter.
Das hacken und zum Heizwerk transportieren kosten ungefähr 8 Euro pro srm, bleiben 6-8 Euro über.

Je nach Bestand schätze ich du wirst um die 300-350 srm erhalten, wären zwischen 1800 und 2800 Euro Gewinn, ohne Gewähr. Gerade beim Hackgut werden die Waldbesitzer gerne über den Tisch gezogen, was beim Rundholzverkauf kaum noch möglich ist.... Also aufpassen ;-)

glg



Tomot antwortet um 29-01-2013 15:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutpreis
Hallo!

Ich habe noch nie Hackgut verkauft, bin auch ein Gegner vom ausrämen des Waldes, aber in diesem Fall brauche ich leider unbedingt einen Seilkran wegen der Hangneigung...... deshalb wäre es meiner Meinung nach eine Überlegung wert....
Das nächste Heizwerk ist ca. 14km entfernt

Danke für eure wirklich Hilfreichen Nachrichten!!

Mfg

Tomot


Josefjosef antwortet um 29-01-2013 16:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutpreis
hmmm..........,

wenn dir viel daran am Herzen liegt, könntest du nach dem Fällen des Baumes,
bevor der Seilkran den Baum hochzieht, am Wipfel des Baumes die grünsten Äste und Wipfel
abschneiden. Ist halt mehr Aufwand.
In den grünen Nadeln sind die meisten Nährstoffe des Baumes enthalten, habe ich mal gelesen.
gruß
Josef



Spring antwortet um 29-01-2013 17:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutpreis
hackguterzeugung zahlt sich IMMER aus.

alles was kein faserholz ist incl. stauden und frisches nadelholz, kann zur hackguterzeugung verwendet werden.

der preis richtet sich nach qualität angebot und nachfrage.

hartholz und weichholz separat hacken, da hartholz einen besseren brennwert hat und natürlich auch einen besseren pries erzielt.

1 fm rundholz ergibt bei grobhackgut 30-150mm = 3 srm
1 fm rundholz ergibt bei feinhackgut bis 30mm = 2,50 srm





KaGs antwortet um 29-01-2013 19:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutpreis
@tria
Interessanter Link
Eine Käferzüchterei ist es ohnehin, wenn die Fichtenwipfel auf große Haufen gestapelt werden. Schleifholz wird ja eh in der Regel, bevor die warme Zeit kommt, weggeführt. Aber jetzt landet das Holz, was früher ins Schleifholz kam, mitsammen den Wipfeln am Hackplatz auf große Haufen, oft natürlich auch gleich am Waldrand, und wartet dann auf den Hacker im Herbst, wenn es halbwegs abgetrocknet ist. Bis dahin kann sich der Käfer gut vermehren.
Schleifholz kommt im bäuerlichen Bereich nicht mehr so zum tragen, weil es einfacher ist, gleich alles zusammen zu schmeißen. Die Bloche werden eh bis 12 cm Zopf genommen, und so bleibt halt dannn nicht mehr viel über. Beim Schleif(Faser)holz ist min. 6 (?) Zopf, so viel ich weiß, und maximal 4 m Länge und 2 m Minimum.Diese Ausformung ist halt für Energieholz nicht nötig, Metermugeln fallen ja auch genug an, auch von der Holzart her (weich/ hart) ist es egal, was am Haufen landet.
Die Fichtenbündel, wie im Link zu sehen sind, werden wahrscheinlich auch warm werden innen. Das heißt also, eh da öfters Wärme raus als nur einmal.



pmraku antwortet um 01-08-2013 15:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutpreis
Ich grab mal diese Beiträge aus.
Ich hab einen Schlag mit ca 300 FM Fichtenholz und diesen mit Seilkran.
Die Äste liegen also dann beim Forstweg. Laut Informationen sollen diese Äste ca 150 SRM ergeben.
Weiß jemand, wieviel aktuell der Wert ist, wenn man diese Äste hacken lässt und auf SRM verkauft? das hacken zahlt der Käufer.

Danke



Tomot antwortet um 12-10-2013 16:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutpreis
Zwischen 7 und 9 € ;)


Fendt312V antwortet um 12-10-2013 20:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hackgutpreis
Tomot such dir einen Holzakkordanten der die Äste im Wald läßt. Alles andere ist ökologischer Wahnsinn. "Reiche Väter arme Söhne" ist vorprogammiert. Wie hier schon einige geschrieben ist das Astwerk für die Düngung unerlässlich und für einen nachfolgenden ordentlichen Zuwachs voraussetzung. In der Schweiz werden solche Dummheiten schon länger nicht mehr gefördert, bei uns im Land hat man noch den Vogel weil eine Loby der Heizwerke beim Landesrat an den Rippen streichelt. Heizwerke bauen bis man nicht mehr weiß woher der Rohstoff kommen soll. Eindeutig daneben diese Politik.
Noch zur Käferzüchterei: Borkenkäfer gehen nur in Holzstämme die über 18 cm sind. Das dünnere Holz wird vom Kupferstecher befallen. Natürlich soll Zopfholz so gut wie möglich mit genommen werden.


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