Intensivieren, aber nachhaltig

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krähwinkler 22-01-2013 10:47 - E-Mail an User
Intensivieren, aber nachhaltig
Das Ökosoziale Forum hat ein Thema für die Wintertagung gewählt, das jetzt in Niedersachsen seinen Niederschlag bei den Wahlen gefunden hat. Die CDU hat dort die Kompetenz für die Agrarpolitik verloren.

Künftig soll dort die eigene Futtergrundlage mehr Rolle spielen, bei der Genehmigung von "Anlagen".

Österreich kämpft auch mit der Spaltung der Landwirtschaft in eine industrielle und eine extensive.
Gelöst ist damit auch nicht wirklich etwas.

Jetzt hat der Wifo-Chef Aiginger im Fernsehen am Sonntag einen Lösungsvorschlag gebracht. Ein wirksames Mittel, die Bewirtschaftuntgseffizienz zu erhöhen, ist die Anhebung der Grundsteuer und die Verbilligung der Sozialversicherungsbeiträge.

Das würde aufkommensneutral wirken, die Marktorientierung der Agrarwirtschaft verbessern und die kleinen Betriebe entlasten.




helmar antwortet um 22-01-2013 10:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Intensivieren, aber nachhaltig
Der hat auch zum Bundesheer so einiges gesagt........aber diese Idee finde ich durchaus gerechtfertigt. Denn sie würde u.a. auch wieder die Waldpflege interessant machen.....
Mfg, Helga


krähwinkler antwortet um 22-01-2013 15:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Intensivieren, aber nachhaltig
Freut mich, dass die Idee dein Gefallen findet. Auf die Waldarbeit hab ich - obwohl ich gerade den Kachelofen einheize - gar nicht gedacht. Mich wundert, warum der Aiginger so selten vor Bauern spricht!

Was du schreibst bringt mich auf die Idee, ein bissl eine Werbung für das Volksbegehren von MeinOE zu machen. Darin geht es nämlich um mehr Effizienz in der Verwaltung. Und von selbst kommt die sicher nicht.

Deshalb möchte ich euch, liebe Leser, ersuchen, einen Blick in die Hompage zu werfen.



helmar antwortet um 22-01-2013 15:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Intensivieren, aber nachhaltig
Hallo Melanchton......auch wenn es dir nicht gefallen wird.....in diesem Zeitraum kann man auch jenes Volksbegehren unterschreiben welches eine Abschaffung der Privilegien von Religionsgemeinschaften fordert( auch wenn jeder an die rk denkt sind da alle gesetzlich anerkannten Religionsgemeinschaften davon betroffen) . Gut dass es zur gleichen Zeit auch dieses Volksbegehren gibt......das erstere habe ich bereits als Proponent unterstützt, also kann ich nicht mehr unterschreiben.....das zweitere sehr wohl, und das werde ich tun.
Mfg, Helga


krähwinkler antwortet um 22-01-2013 16:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Intensivieren, aber nachhaltig
Gegen Kirchenprivilegien möchte ich mich in manchen Details schon erwärmen können. Ich bin da noch im Wiglwogl. Solange nicht in meine Religions- und Glaubensfreiheit eingegriffen wird, soll mir die Sache was wert sein.

Herr Präsidentauer nimmt Aigingers Vorschlag zur Grundsteuer und Sozialversicherungssenkung auf, und ....? Erraten, er spricht sich nicht gegen die Senkung der Sozialabgaben aus. Klar, dass es diese Senkung nur im Gegenzug zur Grundsteuererhöhung geben kann. Da kann er noch nicht mit. Komplex denken ist seine Sache nicht! Wie sonst kann es einer so lange im Nationalrat aushalten.


zehentacker antwortet um 22-01-2013 19:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Intensivieren, aber nachhaltig
Hallo! Einige Zahlen, leider von 2005.
Vermögensbezogene Steuern EU 15 Durchschnitt 2, 1% , Österreich 0, 55 %
Sozialabgaben EU Durchschnitt 28,8 % Österreich 33,9 %
Land,- und Forstwirtschaftliche Flächen Vermögen 185 Milliarden
Land,- und Forstwirtschaftliche Wohn ,- Betriebsgebäude 95 Milliarden
Wertschöpfung Landwirtschaft 3, 87 Milliarden, pro betrieb 20.500 € 1,5 % Bip.
190.000 Landwirtschaftsbetriebe, davon haben 25.000 Gewinn erziehlt pro Betrieb Durchschnitt 1900 Einkommensteuer
Gewinn durch Umwidmungen Landwirtschaft plus Kirche 3,3 Milliarden
Grundsteuer 528 Millionen €


krähwinkler antwortet um 22-01-2013 21:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Intensivieren, aber nachhaltig
Prima, dass du auch für eine Senkung der SV-Beiträge mittels Grundsteuer bist. Die Beiträge sind erdrückend hoch. Von alleine kommt aber keine Senkung, da heißt es Druck machen. Helf ma zsamm!





biolix antwortet um 22-01-2013 21:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Intensivieren, aber nachhaltig
Nabend !

Melanchton ich bin auch dafür, aber lies doch im anderen threat nach, da freuen sich schon wieder welche das der BB gegen die Erhöhung der Grundsteuer sich stark macht.. denn die Senkung der SV Beiträgen hilft doch Großgrundbesitzer nichts in der Höchstbemessung, und darum werden diese anscheinend vertreten.. Und gerade das Gegenteil passiert, die SV Beiträge werden erhöht, zahen tuns die "Kleinen".. aber klar der "normale" Bauer glaubt somit der BB tut was Gutes, doch das Gegenteil passiert, und schützt die Großgrundbesitzer vor der höheren Grundsteuer...

lg biolix


krähwinkler antwortet um 23-01-2013 07:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Intensivieren, aber nachhaltig
Die Senkung der SV-Beiträge ist das sinnvollste, was man tun kann, um die Wirtschaft in Gang zu bringen.

Betonschädeln gibt es auch in der Gemeinde Wien, die als größte Hauseigentümerin betroffen wäre. Aber die nimmt dafür gerne etwas für den öff. Verkehr entgegen.

Die Senkung wird hart erkämpft werden müssen. Die Kleingewerbetreibenden bohren diese Brett schon lange und von denen gibt es ja auch noch manche am flachen Land.

Gerade das Ökosoziale Forum könnte wegen der gewünschten Nebenwirkungen ein natürlicher Befürworter der SV-Senkung sein. Pernkopf und Riegler sind ja junge Hoffnungsträger. Ich kämpfe jedenfalls wie ein Löwe und freue mich über deine Unterstützung.


helmar antwortet um 23-01-2013 07:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Intensivieren, aber nachhaltig
Hallo Melnachton.....junge Hoffnungstraäger, ja, das will ich hoffen. Aber das dürfens auch nur dass die Partei auch ein "junges " Gesicht hat. Die Äußerungen aus der Jungbauernschaft vor der Volkabefragung zeigen auch ein Bild wie man versucht politische Karriere zu machen...ja nix anders machen als die "Oben", und was man anders machen würde, ja nicht sagen........
Sozialversicherungsbeiträge sind notwendig, keine Frage....und es herrscht ja in Österreich(und vielen Ländern der EU) das Solidarprinzip......was ja aus meiner Sicht richtig ist. Dass wir aber allein schon über 20 verschiedene Versicherungsträger(Pflichtversicherung) bei 8mill. Einwohnern haben, wird wohl weltweit ziemlich einmalig sein.
Aus der Grundsteuer errechnen sich ja alle Beiträge sonstiger Art auch.........also würde auch z.B. die LK Umlage höher ausfallen. Ich denke dass ein Zusammenlegen aller Sozialversicherungen allein in der Verwaltung schon mal einiges einsparen würde. Ohne in der heutigen Zeit Mehrkosten zu verursachen.
Und es ist doch heute schon so, und das sei auch Auer ins Stammbuch geschrieben, dass der Besitzer landwirtschaftlicher Flächen ab einem bestimmten Einheitswert Sozialversicherung dafür bezahlen muß,
egal ob er aus dem Besitz der Fläche finaziell profitiert, bzw. einen Erlös aus der Bewirtschaftung erzielt.

Und das Kirchenprivilegeienvolksbegehren.......da geht es rein um jene Privilegien welche der RK( aber alle anderen anerkannten Glaubensgemeinschaften haben auch was davon) im Rahmen der Konkordaterneuerung im Ständestaat(einer Diktatur) zugestanden wurden. Glauben und Gedanken sind frei...und das wurde immer von den Inatoren betont.
Mfg, Helga


biolix antwortet um 23-01-2013 08:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Intensivieren, aber nachhaltig
Guten MOrgen !

also im Verhältnis das hatten wir schon mal, und wird jetzt auch über eine Verfassungsklage angegangen ( sie letztes Blick ins Land ) zahlen die kleinsten EHW die höchsten Beiträge pro ha, das gibts sonst nirgenst....

Über die Zusammenlegung der SVs willst noch lange reden, gestern habe ich nun die Verwaltungvereinfachung beim Heer gehört..pfff.... aber andererseits sidn wir von den Umsätzen die billigsten in der SV Verwaltung wenn die zahlen stimmen...

Weiters Helmar, ist die "Kammerumlage" auch nicht in Stein gemeiselt, inkl. kannst du dann die Kirchenprivilegien gleich mit "aufwaschen" und alle gleich besteuern, inkl. Bundesforste, weil die sollten trotz höherer Grundsteuer auch GEwinne erwirtschaften.. denn wir sind ja angeblich in einem "freien Markt"..

lg biolix


krähwinkler antwortet um 23-01-2013 09:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Intensivieren, aber nachhaltig
Wenn der Stöger das mit den SV in die Hand nähme, - der hat ja das Unmögliche mit der Gesundheitsreform auch möglich gemacht - dann kann das schon was werden. Der hätte dafür das richtige Phlegma.

Eine effiziente Verwaltung aller SV? Demokratievolksbegehren durchlesen!

In Expertenkreisen ist die positive ökonomische Wirkung der Grundsteuer-Sozialversicherungs-Relation unumstritten. Und ein bissl was für die Beruhigung der Konsumenten gegen "vermutete" Bauernprivilegien wäre damit auch erreicht. Man ist ja nicht so bei den Bauern, jedenfalls sind sie keine Unmenschen. Soziale Kälte können auch die Bauernvertreter nicht leiden. Damit hat nämlich schon einmal einer der Ihren eine Wahl vergeigt. Ein so ein Schüsselerlebnis reicht.



ah1 antwortet um 23-01-2013 09:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Intensivieren, aber nachhaltig
mit einer reform der sozialversicherungs-verwaltung könnte man eine senkung der sv-abgaben direkt finanzieren, da benötigt es keine erhöhte grundsteuer.
das wäre einmal die sinnvollste methode. spindelegger wirds nicht machen, weil es schließlich "immer schon so war".
zum eigentlichen thema:
eine intensivierung im sinne von mehr energie/ha wird über c4-pflanzen erfolgen, mittels direktsaat, untersaaten und angepasster fruchtfolge gibt es dabei ein riesiges potential.
in diesem sinne sind auch die pseudo-ökologischen hirngespinnste wie "greening" zu hinterfragen.


Hirschfarm antwortet um 23-01-2013 12:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Aiginger möchte die Grundsteuer erhöhen um mit diesem Geld Sozialwohnungen in Wien für Immigrantenkinder bauen zu können.
mfg



krähwinkler antwortet um 23-01-2013 13:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich bin mir nicht mehr so sicher, dass wir in Zukunft mit höheren Energiepreisen zu rechnen haben werden. Die enormen Funde von Schiefergas, Ölsanden und Erdöl in N-und S-Amerika führen zu anderen Preisprognosen. Man erwartet, dass Amerika ab 2020 Nettoexporteur von Öl und Gas sein kann, und damit russ. Erdgas verdrängen wird. Was die OPEC verschweigt liest du bei der OECD und im heutigen Standard nach.

Der Mensch braucht zur Energie zusätzlich noch Eiweiß. Das ist ein Manko von C4. Ausserdem hat die Erhöhung der Fixkosten der Fläche den Effekt, dass die Bauern selber entscheiden werden, was die lukrativste Nutzung ihres Grundes ist. Man braucht dann weder eine Eiweiß- noch eine Energieoffensive , sondern läßt die Bauern einfach nur rechnen. Ganz ohne Beamtenschimmel und Förderungsklimmzüge.

Wenn die Zusammenlegung der SV den gewünschten Spareffekt zeigen sollte, dann bin ich dafür. Dezentrale Führungen und eine zentrale EDV könnten meines Erachtens auch Spareffekte bewirken. So machens angeblich die Schweizer, bei denen es vor billigen Selbstverwaltungskörpern gerade so wimmelt.




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