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edde 19-01-2013 21:14 - E-Mail an User
Amour

die überschrift soll keinesweg eine gefühlswallung meinerseits sein, sondern eine filmempfehlung des wahren meisterwerks von Michael Haneke.

ein film, thematisch als durchwegs outcross zu bezeichnen aber dennoch ein teil des lebens,unausweichlich für die meissten von uns irgend wann brandaktuell .

altern,was wünschen sich alte leute, wenn es zu ende geht ?
welche rolle spielen sporadisch vorbeischauende kinder?
überforderung des pflegenden partners.

auch aus sicht der landwirtschaft und somit traditionellen gegebenheiten der altenversorgung absolut wert,diese thematik des films zu reflektieren und somit den wert eben dieser üblichen altenversorgung zu erkennen.

nicht weniger interseesant ist die thematik dieses films aus gesellschaftspolitischen überlegungen ,da sich die personen über 60 jahre bis 2040 etwa verdoppeln wird.
die frage,oder besser die notwendigkeit und gesellschaftlichen nutzens ,leute aus einer ausgeufernten verwaltung weg und hin zur unterstützung und pflegen einer überalternden bevölkerung zu bringen-meiner meinung nach ein gebot der stunde.

ich kann nur sagen, bravo haneke---und ein bravo den wirklich exzellenten und fast schon unübertrefflich authentisch spielenden über achzigjährigen hauptdarstellern!

SEHENSWERT

mfg




golfrabbit antwortet um 19-01-2013 21:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Amour
Sehr einfühlsamer, unter die Haut gehender Film, grandiose Leistung der Schauspieler. Wahrlich Oskar-würdig.


heumax antwortet um 19-01-2013 21:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Amour
Nachdem eine gut Bekannte mit der Familie Haneke sehr guten Kontakt hat, auf privater Ebene, wissen wir, dass Haneke auch viel von seiner Persönlichkeit und seiner Denkweise in diesen wertvollen Film eingebracht hat.



edde antwortet um 25-02-2013 14:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Amour
wir sind Oscar


AnimalFarmHipples antwortet um 26-02-2013 10:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Amour
Ich hab "Wolfszeit" sicher schon zehnmal gesehen, wär aber nie draufgekommen, daß dieser Film bei uns in der Gegend bzw. im Nachbarort gedreht wurde. Das war gestern auf einmal Thema Nr.1 hier und inzwischen kenn ich schon alle Backstage-Geschichten und sogar die meisten Komparsen ;-)
Bloß von wem die Ziege war, weiß ich noch nicht ...


Peter06 antwortet um 26-02-2013 12:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Amour
Seitdem ich seinerzeit die (für mich) sinnlosen Gewaltorgien in "Funny Games" im Kino gesehen habe, habe ich mich dem Schaffen Hanekes verweigert, darum würde ich mir auch "Wolfzeit", das ja ungefähr in die selbe Richtung geht, nicht antun.


AnimalFarmHipples antwortet um 26-02-2013 13:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Amour
Ich kann mit der "Klavierspielerin" absolut nichts anfangen, aber "Wolfzeit", "71 Fragmente einer Chronologie des Zufalls", "Caché" und "Code inconnu" sind absolut gute Filme.
Allein die Szene in "Code inconnu", wo der Altbauer in den Stall geht und die Kühe erschießt, nachdem sein Sohn nicht übernehmen will, ist ebenso gut gemacht wie bedrückend, detto in "Wolfzeit" die Beerdigung des Roma-Kindes bzw. überhaupt die Charakterstudien von Menschen in einer Ausnahmesituation (und seit gestern natürlich auch die supertolle Kulisse ;-).
Persönlich ist mir Haneke eher unsympatisch, ich kenn ihn zwar nicht, aber jedesmal wenn ich mitkrieg wie er im TV oder Radio den Mund aufmacht, denk ich mir, wie gibts das, daß so ein Primitivling so tiefsinnige Filme zustandebringt.


helmar antwortet um 26-02-2013 13:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Amour
Hallo AFH.......der Haneke bringt zusammenhängende Sätze zusammen. Beim Stefan Ruzowitzky kommt nach jedem 2. Wort erst mal Aaah...
Liebe Grüße, Helga


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