LK Information für UST Optierer - zu spät...

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Woodster 07-12-2012 17:32 - E-Mail an User
LK Information für UST Optierer - zu spät...
Nochmal zum Thema Optieren:
Die Änderung beim Optieren wurde am 13. November im NR beschlossen.
Eingebracht ein zusätzlicher Abänderungsantrag u.a. von Jakob Auer.

Die Änderung wurde anscheinend vom Chef des Bauerbundes so rasch durchgezogen, dass nicht einmal die Kammer mitbekommen hat, was da passiert.
Hier hat der Auer anscheinend einen Hochverrat an jene Zwangsmitglieder begangen, die er eigentlich vertreten sollte. Für diesen Superdienst wird dann der Zwangs-Beitrag jährlich um rund 20% erhöht...

Habe heute einen Brief mit den gesetzlichen Änderungen von der LK erhalten....
Hätte mir schon erwartet, vor einer solchen gravierenden Änderung, von der Interessenvertretung rechtzeitig verständigt zu werden. Ansonsten ist das ja wertlos.

Was im Schreiben auch nicht stand: Mit welchem Datum wurde/wird das neue Gesetz gültig?
Es steht nur, dass es für die "alten" Optierer eben Zeit bis zum 30.6.2013 gibt.

Aber bis wann ist man ein alter Optierer mit den bisherigen Vorteilen?
Oder gilt es erst ab Zeitpunkt des Inkraftreten des Gesetzes - oder rückwirkend, oder....??



traun4tler antwortet um 07-12-2012 18:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo!
Soeben gelesen:
 


biolix antwortet um 07-12-2012 19:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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die bösen bösen SPÖler, warum haben das dann ÖVPler eingebracht ?? Oder sogar Bauernbündler ??



cowkeeper antwortet um 07-12-2012 19:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich glaube nicht das der Auer nach diesem Desaster sein Amt halten kann. Ich bin zb damit für immer aus dem BB ausgeschieden. Soviel Beitrag kann ich mir trotzdem mein Leben lang nicht sparen, wie mich diese Entscheidungen gekostet haben! Nämlich >100.000€ in meinem Fall.

Also viel Spass bei der Nächsten Wahl - ohne mich - ich werd dann irgendeine blöde Protestpartei wählen.

lg cowkeeper


ereston antwortet um 07-12-2012 20:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Guten Abend
@cowkeeper
Dich triffts ja ordentlich,seit wann bist denn schon Optierer?
Mich triffts auch 2013 ist mein 4. Jahr.
Stallbau für 2013 geplant, ob das bis zum 30.6 zu schaffen ist, ist für mich die frage.


Woodster antwortet um 07-12-2012 20:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@kuhlimuh20,

danke für die Info.
Aber eíne Antwort auf meine Frage habe ich trotzdem nicht herauslesen können.

Was im Schreiben auch nicht stand: Mit welchem Datum wurde/wird das neue Gesetz gültig?
Es steht nur, dass es für die "alten" Optierer eben Zeit bis zum 30.6.2013 gibt.

Sind alte Optierer auch solche, die heuer diese neu in Anspruch nehmen und vor 30.6.2013 ein Projekt fertig haben?



Christoph38 antwortet um 07-12-2012 20:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Also ich habe es aus dem Sbg Bauer so verstanden, dass das Gesetz ab 2014 gilt und massgebend ist die Nutzung vor/nach dem 30.6.2013.

Ich meine daher dass es die bereits gebauten u. genutzten Ställe nicht betrifft.
Für Neubauten wird es sich ohnehin nicht mehr ausgehen, wenn nicht schon ein fixer Fahrplan besteht.

Die Kammer konnte von dem ganzen gar nichts bemerken, weil der Vorsteuermurks erst nach der Gesetzesbegutachtung meuchlings im Nationalrat eingebaut wurde, auf Antrag Jakob Auer.

Nicht die feine Art Herr Auer die Kammern und Bauernschaft auszutricksen, indem man nachträglich Belastungen ins Gesetz reinschmuggelt. Schade dass der gesamte Pfusch den der Auer vin einem Jahr verzapft hat nicht verschwindet, wenn er den Hut nehmen muss.
Wie die Frau Justizminister (in Sachen Berufsgeheimnis) die Journalisten mit dem gleichen Manöver austricksen wollte, gab es Riesenproteste und die Aktion wurde abgeblasen.


Woodster antwortet um 07-12-2012 21:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Christoph38,

das würde heissen:
Noch heuer 2012 optieren, Gebäude, bzw. Anschaffungen bis Juni 2013 machen.
Dafür würde noch das alte System gelten...??


muk antwortet um 07-12-2012 21:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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und was hats mit dem 31.03.2012 in sich ? ?

(wenn mit der unternehmerischen Nutzung nach dem 31.03.2012 begonnen wurde). Die Neuregelung tritt im Jahr 2014 in Kraft.


Fetzerl antwortet um 07-12-2012 23:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Die Geschichte mit der USt hat der Jakob Auer deswegen aufgegeben, um den Obstbauern eine höhere Pauschalierungsgrenze zu verschaffen (statt ab 5 ha erst ab 10 ha); das stand hier schon mal und wurde mir aus Bauernbundkreisen bestätigt.

Soviel zum Thema mit der Rettung der Einheitswerte - das wird uns nochmal um die Ohren fliegen...

Leider war das wieder eine typische Bauernbundaktion - unüberlegt und keineswegs durchdacht; wenn man die Geschichte schon so ändert, hätte mindestens eine ordentliche Übergangsfrist her sollen (ab 1.1.2014).
Mich betrifft die Regelung ebenfalls, meinen Stall hab ich fertig; aber für einige andere Investitionen muss ich mir jetzt genau überlegen, ob ich sie noch etwas vorziehe.

LG, Franz


martin2503 antwortet um 08-12-2012 10:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Dieses Forum ist echt zum lachen:
Immer wird nur gejammert und geheult.
Als Bauer sind wir alle selbständige Unternehmer, und wenn einmal etwas nicht nach wunsch geht haben immer die anderen schuld.
Berichtet doch mal etwas positives - z.B. Wieviel an Vorsteuer haben etliche von euch superschlauen Optierer bekommen? Warum jubelt keiner das die Pauschalierung "NICHT" gefallen ist.
Selbständiges Unternehmer-Risiko!!!!!!!!!!!!!!



Lendl00 antwortet um 08-12-2012 10:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das die Änderung der Vorsteuerverrechnung rückwirkend beschlossen wurde ist natürlich ärgerlich, doch war diese Variante dem Finanzministerium schon länger ein Dorn im Auge.

Ich kenne einige Fälle die haben sämtliche Maschinen verkauft, dann in die Option eingestiegen; dann Stall gebaut und sämtliche Maschinen gekauft; im letzten Jahr nochmal den fast kompletten Maschinenpark neu gekauft (netto) und ab Jänner des 6. Jahres sehr viele Maschinen wieder verkauft (brutto).
Das war alles Rechtens, doch die Finanz war damit nicht glücklich.
So manche Optierer hatten sich auch noch geprahlt, mit den über 100.000€ an Vorsteuer die sie so gespart oder verdient hatten.
Diese Fälle sind leider in letzter Zeit sehr häufig geworden.

Dass die Änderung so plötzlich kam ist absolut zu kritisieren, und hat nichts mit Jammern zu tun; dass da aber eine Änderung kommt, war vorauszusehen.
Die jetzt Betroffenen können sich nur bei jenen bedanken, die dieses System bis zum Letzten ausgereizt haben.

Lendl



Shalalachi antwortet um 08-12-2012 10:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Fakt ist aber das das um Ruhe zu haben kurz und schnell durchgezogen wurde.



mfj antwortet um 08-12-2012 11:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Leider ist so ziemlich alles falsch, was hier geschrieben wurde...

...und weil wieder nicht alle lesen können, bzw. auf Anhieb es kapieren: das ganze übersetzt:

1) Gilt für alle Investitionen vor dem 30.06.2013 !!!

Also, wir in Westösterreich haben mit heutigen Stand das Datum 08.12.2012 nach Christus.

Wer vor dem 31.03.2012 in die Regelsteueroption gewechselt hat, fällt mit Investitionen vor dem 30.06.2013 in die Übergangsregelung und kann ohne Vorsteuerberichtigung in die Pauschlaierung zurückkehren.

Kann man es noch deutlicher schreiben.

2) Landwirte, die erst heuer zur Regelbesteuerung optiert haben, sollen die Vorteilhaftigkeit der Option unter den geänderten Rahmenbedingungen noch einmal durchrechnen. Sie können gegebenenfalls noch bis spätestens 31.12.2012 den Optionsantrag zurückziehen.

Damit ist keiner gebunden, jeder kann noch aussteigen !

3) Der Vorteil der Neuregelung liegt für den Landwirt darin, dass er sich Vorsteuern von ab dem 01.07.2013 erstmalig unternehmerisch verwendeten Investitionsgütern anteilig zurückholen kann, wenn er erst in den Folgejahren einen Optionsantrag stellt.

Kein Nachteil ohne Vorteil !

Gruß vom BB ;-))




Rob1 antwortet um 08-12-2012 11:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo !
Ich steige Ende des Jahres(2012) aus der Optierung aus, hab jetzt im letzten Quartal eine Maschine gekauft.
Muß ich jetzt die Vorsteuer antteilmäßig zurückbezahlen ?
Es steht ja : mit der unternehmerischen Nutzung nach dem 31.03.2012 begonnen wurde - die Neuregelung trifft im Jahr 2014 in Kraft.
Also was jetzt ?
Wenn ich es früher gewußt hätte, hätte ich die Maschine nicht gekauft !
Ich glaube daß ich die Optiererei nicht ausgreizt habe, muß auch sagen daß ich auch für meine Verkauferlöse Steuern gezahlt habe.


JD6230 antwortet um 08-12-2012 12:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Rob1: wenn du die Maschine, welche du heuer gekauft hast, nachweislich vor dem 30. Juni 2013 nützt, brauchst du die Vorsteuer NICHT berichtigen.


Schadseitn antwortet um 08-12-2012 13:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Es hat ja kommen müssen,..... und umso schneller, auch um einiges besser! Klar dass sich viele jetzt ins Knie beissen, auch verständlich. Mich wunderts warum überhaupt alle so lange zugeschaut haben!



mostkeks antwortet um 08-12-2012 16:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Auch andere jammern zB. Aufstallungsfirmen. Bei Schweinen keine Sicherheit, schlechter Milchpreis, keine Investitionsförderung, Jetzt noch das "Optierer-Zuckerl" weg: So manchem Baauern ist die Lust am Investieren momentan vergangen, Es gibt sogar schon welche, die rechnen vorher.

"Aber recht iss, wenns de Bauern die Förderungen und Steuerzuckerl abdrehen"

Hat schon mal wer daran gedacht, dass sich die ExBauern eine andere Arbeit suchen müssen?

Und wo wir schon beim lieben Freien Markt sind: Wenn es ein Überangebot an Arbeitskräften gibt (=Arbeitslose) müssten eigentlich die Löhne sinken?

LG

Die neue Form des Optierens ist auf jeden Fall gerechter aber es kommt halt rechnt plötzlich, und für viele (für mich auch) recht ungelegen!


tch antwortet um 08-12-2012 16:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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mostkeks.... bist Du blind, taub oder sonstwas?

Frag mal am Arbeitsmarkt was da los ist....

Frag mal in den Werkstättn was die Arbeiter so verdienen- frag wie das ist mit den Leiharbeitern-
Frag mal nach Löhnen im gelobten Land- Waldviertel
oder im südlichen Burgenland- die haben genau zwei Möglichkeiten- arbeiten unter den Bedingungen die der Chef vorgibt oder pendeln und viele Kilometer und Stunden auf der Straße zu sein....

Solange diese Menschen arbeiten können haben sie wenig zum Leben- werden diese Menschen arbeitlos oder schaffen es in die Pensi, dann gute Nacht.

Fragt mal die glücklichen weichenden Erben wie toll es am Arbeitsmarkt ist- damit meine ich nicht die Supertypen- die durch schleimende Eltern bei diversen Organsationen untergebracht wurden....

Einfach mal nachfragen....

tch





andy123 antwortet um 08-12-2012 19:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Gut weil hier zu dem Thema soviel geschrieben und gejammert wird.
Wir haben optiert - 2007 bis 2011.
Beim Einstieg haben wir uns informiert und der für Investitionsförderung zuständige Kammermitarbeiter hat wortwörtlich 2006 gesagt: "Man kann sich mit dieser Möglichkeit in Zeiten von Inverstitionen viel Geld sparen. Es muss aber jeder damit rechnen, dass diese Möglichkeit auch innerhalb kurzer Zeit abgeschafft werden könnte. Aber das selbe habe ich schon vor 5 Jahren gesagt und es ist bisher alles so geblieben wie bisher, aber eine Änderung wird in diesem Bereich früher oder später kommen."
Wir haben es trotz der Warnung gewagt. Wir haben uns von 2009 bis 2011 78.407,46 € vom Finanzamt zurückgeholt. 2007 und 2008 waren normale Wirtschaftsjahre, da war es ein Null-Summen-Spiel. Obwohl wir Ende 2011 auch noch in Maschinen investiert haben, konnten wir ohne Probleme die USt. dafür zurückfordern. Seit 2012 sind wir wieder pauschaliert. Also für uns hat es gepasst.
Für uns war klar, dass wir in 3 oder 4 Jahren wieder einsteigen werden. Mit der neuen Lösung ist es für uns mit Sicherheit kein "Geschäft" mehr.
Aber als einer, der das System des Optierens gut kennen gelernt hat, muss man sagen: "Es war ein Steuerschlupfloch, welches es wirklich nur für die Landwirtschaftgegeben hat. Vor allem die Möglichkeit ohne Probleme auszusteigen, sprich ohne Berechnung einer Afa-mäßigen USt., die man wieder rückerstatten muss."

Wir hätten jedoch auch ohne dieser Möglichkeit genauso investiert und wir werden auch weiter investieren. Und wir werden gewiss nicht Jammern oder uns in irgeneiner Form als Opfer fühlen. Für unseren Betriebserfolg sind ausschließlich wir verantwortlich und nicht die Kammer, die ÖVP, der BB, die IG-Milch, der Stronach, die AK, der Papst, der Obama, usw., usw., usw.
Eine Jammerer bringt es zu nichts. Außer vielleicht zu einigen Zuhörern im Wirtshaus.


Lotti12 antwortet um 09-12-2012 19:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo!

Wie schaut es aus beim Verkauf von z.B.eines Traktors? Ist da die volle Steuer oder auch nur anteilig zum Abgeben?

Danke!!


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