Aufruf an alle Mutterkuhbetriebe

Antworten: 16
schnapsidee 30-11-2012 19:47 - E-Mail an User
Aufruf an alle Mutterkuhbetriebe
Da ab 2014 die Mutterkuhprämie gestrichen werden soll und hier der Bauernbund maßgeblich für diese Entscheidung verantwortlich ist, sollten alle Mutterkuhbetriebe heuer aus Protest beim Bauernbundmitgliedsbeitrag sparen.

Jeder einzelne Mutterkuhbetrieb ist aufgerufen die Funktionäre und Politiker aufzufordern, dass dies der falsche Weg ist.


RichardGier antwortet um 30-11-2012 20:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufruf an alle Mutterkuhbetriebe
Der Bauernbund hätte die Mutterkuhprämie gerne behalten - dessen bin ich mir sicher . Aber das ging wohl Brüssels wegen nicht , das keine gekoppelten Zahlungen mehr will .
Jedoch die elendslange Übergangszeit bei der Angleichung der Betriebsprämie zw. Ackerland und intensivem Grünland ( während der Wegfall der MuKuPrämie sofort voll wirksam wird ) sowie die markanten Abschläge für extensives Grünland tragen eindeutig die Handschrift des ( niederösterreichischen ) Bauernbundes .
Mich wundert nur immer wieder , dass die Bauernbündler aus den Berggebieten , die zahlenmässig eigentlich die Mehreren sein müssten , sich so leicht über den Tisch ziehen lassen .


helmar antwortet um 30-11-2012 20:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufruf an alle Mutterkuhbetriebe
Nun, ich weiß nicht ob es zumindest in NÖ, so weise ist, am Bauernbundmitgliedsbeitrag zu sparen, denn im Mitgliedsbeitrag ist in NÖ( bei den anderen Bundesländern weiß ich das nicht) eine Unfallversicherung inkludiert, welche im Fall eines Arbeitsunfalles des Mitgliedes/Versicherten bei Todesfall mit bis zu € 15.000,-- ausbezahlt wird. Und das Geld können die Hinterbliebenen dann wohl sehr gut gebrauchen, denn oft kommen zum menschlichen Leid auch noch Geldprobleme dazu.
Mfg, Helga



179781 antwortet um 30-11-2012 21:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufruf an alle Mutterkuhbetriebe
Brüssel hat den einzelnen Ländern die Option gelassen, 10 % der Ausgleichszahlungen (derzeit EBP) als gekoppelte Zahlungen auszuzahlen. Es war auch nahe dran, dass es eine neue Form der Mutterkuhprämie gegeben hätte, zumindest für extensives Grünland o. ä. Allerdings haben auch andere Betreibsformen mit starken Lobby s, allen voran die Rübenbauern starken Druck gemacht, dass sie von dem Geld etwas bekommen müssen. Das hat dann letztendlich zu dem "Salomonischen Urteil" geführt, dass es gar keine gekoppelten Zahlungen mehr gibt.
Die "klassischen" Mutterkuhbetriebe, die bis jetzt sehr niedrige EBP haben, bekommen in der neuen Regelung deutlich mehr Flächenprämien, die Rinderpreise sind momentan auch ganz gut, so dass es auf der Einnahmenseite für die betroffenen Betriebe gar nicht so schlecht aussieht. Mit den gestiegenen Kosten müssen sie allerdings alleine zurechtkommen. Aber so geht es allen anderen auch.

Gottfried


Rocker45 antwortet um 01-12-2012 08:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufruf an alle Mutterkuhbetriebe
@schnapsidee: Wie kommst du drauf dass alle Mutterkuhbetriebe Mitglieder beim Bauernbund sind?


Gerhardkep antwortet um 01-12-2012 09:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufruf an alle Mutterkuhbetriebe
Gottfried hats sehr richtig beschrieben es war ein kompromis es gab viele ansprüche.
Die einen wollten die Acker prämien (NÖ) behalten die anderen das Grünlandgleichstellen mit Acker und die prämie erhöhen (Westl. Bundesl.) Die Prämien schwanken von 50.- bis 700.- und dies war auch ein Problem welches eben so gelöst wurde und so wie ich das sehe die besser Lößung war und unbürokratischste. Der BB war hier nicht in dem masse der Schuldige denn diese Lößung ist die bessere für uns Bauern im allgemeinen alle anderen Lößungen hätten mehr Sprengstoff bedeutet für die Bauern interrn das muß mann so festhalten.
Die extensiven MUKU betriebe werden kaum verlierer sein, da sie über die höhere Grünlandprämie das fast ausnahmslos wettmachen zumindest bei uns.
Und generel die Intensiveren egal welcher Bereich werden eher verlieren an Prämien.!!
mfg GK


frami antwortet um 01-12-2012 09:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufruf an alle Mutterkuhbetriebe
179781 und Kerhardkep haben Recht

Es haben so viele Sparten Ansprüche auf mögliche gekoppelte Zahlungen gestellt, dass die beste Lösung deren totale Streichung war. Da hätte es noch wesentlich mehr Probleme und vor allem Unmut unter den Bauern gegeben.

Die ewigen Jammerer jammern immer, egal welche Lösung gekommen wäre. Vor allem hier im Forum ist das sehr gut zu beobachten.

Zu den Mutterkuhbetrieben betreffend der Prämien: Verlieren werden mit dem neuen System generell die intensiveren Betriebe. Vor allem jene aus dem Osten Österreichs. Das Geld wandert in die westlichen Bundesländer. Und ich denke, dass dort zahlenmäßig die meisten Mutterkuhbetriebe beheimatet sind. Wie bei jeder Umstellung gibt es einzelne, die auch bei den Mutterkuhbetrieben zu den Verlierern gehören. Die überwiegende Mehrheit wird (nach Ablauf der relativ langen Übergangsfrist) meiner Meinung nach prämienmäßig keine Abstriche machen müssen.


freidenker antwortet um 01-12-2012 13:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufruf an alle Mutterkuhbetriebe
@helmar


hi, stell dir mal vor eine traktormarke bezahlt dir bei motorschaden eine verschrottungsprämie... für dich vielleicht ein argument dort einen zu kaufen...


biolix antwortet um 01-12-2012 13:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufruf an alle Mutterkuhbetriebe
Hallo !

also, nicht nur weil es uns selbst betrifft, aber komisch ist nur das man alle anderen Prämien entkoppelt hat und zu den Flächen ZA dazu gegeben hat nur bei der Mukuh Prämie soll das nciht so kommen, komisch...

Und wer glaubt das nun der "Westen" profitiert und die extensiven Betriebe, der sollte den Tag nicht vor dem Abend loben, denn erstens kommt die "Einschleifregelung", ihr werdet doch nicht glauben das ihr ab 2014 schon die 280 Euro bekommt am Grünland.. WEiters wenns dann ab 2019 "eingeschliffen" ist, wer sagt euch das es dann überhaupt noch die 280 pro ha gibt, siehe EU Budget etc. ?

Also ich meine das ist einfach eine Benachteiligung der Mukuhbetriebe, und wäre so nicht notwendig...

lg biolix


RichardGier antwortet um 01-12-2012 13:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufruf an alle Mutterkuhbetriebe
Die MuKu -Betriebe sollen sich also nicht beschweren , weil die Rinderpreise eh so gut sind ... und die Getreidepreise sind es nicht ? Trotzdem brauchen die Ackerbauern eine lange Übergangsfrist ( bezahlt von den Bergbauern ) für eine möglichst weiche Landung . Die MuKu-Betriebe bekommen keine weiche Landung . Das in Österreich bisher angewandte historische Modell bei den Betriebsprämien ist europaweit fast einzigartig und garantierte den Ackerbauern fettes arbeitsfreies Einkommen - auf Kosten der Bergbauern .
Seit dem Abgang von Franz Fischler wird das LW-Ministerium von St.Pölten aus ferngesteuert , aber wenn die Bergbauern bemängeln , dass die Gunstlagenbetriebe den Förderungschristbaum wieder einmal alleine abgeräumt haben , werden Einheit und Zusammenhalt der Bauerschaft beschworen . Das könnte sich ruhig ändern .



biolix antwortet um 01-12-2012 13:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufruf an alle Mutterkuhbetriebe
Hallo Richard !

so kann man es auch nennen.. ;-))

Weißt was noch so komisch ist, das gerade die Deutschen das Regionalmodell mit dem Historischen schon vor 7 Jahren "verknüpft" haben und es schaffen mit 2014 gleiche regional Prämien zu bekommen.. noch komischer, unter welcher Regierung war das noch gleich ?

lg biolix


Trulli antwortet um 01-12-2012 13:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufruf an alle Mutterkuhbetriebe
Österreich konnte sich entscheiden welche gekoppelten Prämien in die EHP einfließen...
Die Mutterkuhprämie blieb gekoppelt, das nationale Kontingent wure nie ausgeschöpft, es wurden immer auch die rechtmäßig beantragten Tiere ausbezahlt...
Wäre auch die MK-Prämie gekoppelt worden, hätte man das höhere Kontingent für Einsteiger/Aufstocker nicht nützen können.....
dafür aber wäre sie jetzt in der EHP drinnen und gebe keinen Wegfall....
Stierprämie ist in der EHP, gerecht oder ungerecht darüber wurde und wird diskutiert....
Mutterkuhprämie wird wahrscheinlich ersatzlos gestrichen, gerecht oder ungerecht, auch darüber wird diskutiert.....
Meiner Meinung nicht ganz gerecht, die Behandlung der MK-Prämie im Vergleich zu den ehemalig anderen gekoppelten Zahlungen!

mfg


MUKUbauer antwortet um 01-12-2012 14:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufruf an alle Mutterkuhbetriebe
Nicht ganz Trulli
die Mutterkuhprämie dürfte wenn das was man anderswo liest auch nach wie vor gleich bleiben, die fällt nur in Österreich
Frankreich behält sie, und die Franzosen sind ein EU - Schwergewicht da hätte man nicht´s ändern müssen ..
auch Ciolos gab in einer Aussendung (ich find sie leider nicht mehr) bekannt das Österreich nicht diesen weg gehen müsse und alle Sonderregelung von sich aus ausschließt ...
In Teilen der EU macht sich nämlich schon die negative Seite der Abschaffung der Mutterkuhprämie bemerkbar

@ Schnapsidee - na ned nana - das Programm von GAP und Einheitswert etc. könnte der Bauernbund NÖ oder OÖ geschrieben haben oder gemeinsam, Tierhalter und Spezialkulturenbetriebe wurden übern Tisch gezogen
die Ackerbauern trifft´s am wenigsten und wo sind die Zuhause in Ö? eh scho wissen

Und was willst dir von einem Bauernbund erwarten der vor jeder verhandlungen in den Medien schon verlautbaren läst das man mit sich handeln lässt?


soamist2 antwortet um 01-12-2012 16:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufruf an alle Mutterkuhbetriebe
ad helma

ja so ticken unsere bb oldies. wenn der verein dir jetzt noch einen jährlichen lagerhausgutschein für baumwollunterwäsche verspricht rundest du wahrscheinlich freiwillig bei der nächsten vorschreibung auf den nächsten hunderter auf.

aus bb sicht ist es natürlich schade dass die zahl derer die für solche "bauernfängereien" anfällig sind zunehmend weniger werden - aber wie man sieht ein paar fossile gibt es noch


Rob1 antwortet um 01-12-2012 18:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufruf an alle Mutterkuhbetriebe
Ja der BB ist immer schuld !
ein Beispiel : Bauer A möchte von Bauer B Grund kaufen. Bauer A will 2 Euro zahlen, Bauer B will 4 Euro haben. Was macht jetzt der Bauer A ? Den Grund nicht kaufen, Bauer B eins übern Kopf ziehen, doch 4 Euro zahlen oder treffen wir uns in der Mitte ?? Na soamist was würdest Du machen ?
Recht machen kann man nicht allen und wenn der BB einmal nimmer ist wer wird dann verhandeln,soamist probiers Du einmal vielleicht hast Du mehr Erfolg ?


helmar antwortet um 01-12-2012 18:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufruf an alle Mutterkuhbetriebe
Liebe Leute......vor einigen Wochen hat es in meiner Gegend einen tragischen Arbeitsunfall gegeben. Die Ehefrau des Verunfallten ist Bauernbund mitglied, ihr Mann ist es nicht gewesen.........wäre auch er Mitglied beim Bauernbund gewesen, hätte es doch einige Tausender gegeben. Diese hätten zwar den Ehemann und Vater nicht wiedergebracht, aber so manche finazielle Sorge etwas leichter zu tragen geholfen. Denn in NÖ ist beim Bauernbundmitgliedsbeitrag eine Unfallversicherung mit inbegriffen.......bei mir sind das 30,-- €.
Mfg, Helga


heumax antwortet um 03-12-2012 12:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Aufruf an alle Mutterkuhbetriebe
soamist
Ist schon blöd, dass Du nicht mehr beim Bauernbund bist, denn Du hattest vielleicht einen schweren Unfall mit Spätfolgen im Kopf, die Unfallversicherung des BB könnte hier vielleicht Dein Leid mindern.
Zur Mukuprämie
Das Grünland soll endlich in Punkto Ausgleichszahlungen aufgewertet werden, dazu noch die Beibehaltung der Mukuprämie zu fordern, glaube kaum, dass sich dafür eine Mehrheit findet.
Meine Einstellung zur ganzen Reform
Ordentliche Förderung der Berg- und benachteiligten Gebiete, um die bäuerliche Bewirtschaftung aufrecht zu erhalten.
Umweltschutzmassnahmen
Allen anderen Produkte dem freien Spiel der Marktwirtschaft überlassen, schaut sicher in Zukunft nicht so schlecht aus, und damit der Neiddebatte den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Wenn die Lebensmittelpreise dadurch sicher steigen, so ist es Aufgabe der Politik hier Maßnahmen für einkommensschwächere Personen zu treffen und die Ihnen dann auch direkt zu Gute kommen sollen.


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