\"Durchbruch\" bei Almfutterflächen

Antworten: 47
walterst 28-11-2012 18:24 - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen


Berlakovich: Durchbruch bei Almen erzielt
Wien, 28. November 2012 (aiz.info) - Für jene heimischen Almbauern, die von Flächenabweichungen betroffen waren und denen ein Auszahlungsstopp drohte, konnte Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich nun in einer entscheidenden Sitzung einen Durchbruch erzielen. "Damit können tausende betroffene bäuerliche Familien aufatmen. Eine funktionierende Almbewirtschaftung ist mir ein großes Anliegen. Die Almbauern arbeiten oft unter schwierigsten Bedingungen, das verdient höchste Anerkennung. Daher habe ich mich mit aller Kraft für sie eingesetzt", betont Berlakovich.

Gemeinsam mit den Agrarreferenten der Länder, angeführt vom aktuellen Vorsitzenden Landesrat Anton Steixner, den Landwirtschaftskammerpräsidenten und der Bauernbundspitze wurde für die noch offenen Fälle Sicherheit geschaffen. "Seit ich Minister bin, arbeiten wir mit Hochdruck an diesem Thema. Die drohenden Sanktionen für Almbauern, die ihre Flächen rechtzeitig korrigiert haben, sind damit vom Tisch", so Berlakovich.

Das Entscheidende in der Almproblematik war immer, eine rechtskonforme Lösung gegenüber der EU darzustellen. Dazu hat es viele Gespräche und Verhandlungen auf Beamtenebene in Brüssel gegeben. Jene Betriebe, die ihre Flächenangaben im Jahr 2010 richtiggestellt haben, können dies auch rückwirkend für 2009 und 2008 durchführen. Für die Jahre 2011 und 2012 war das bereits möglich.

"In den vergangenen Monaten haben wir große Anstrengungen unternommen. Wir konnten die Verantwortlichen in Brüssel überzeugen, das Problem mit den Flächenabweichungen einzugrenzen. Damit haben wir einen Auszahlungsstopp für die Heimbetriebe von Almauftreibern und allen anderen Betrieben abgewendet", betont Berlakovich.

Um eine Problematik dieser Größenordnung in Zukunft zu vermeiden, wird ab 2013 die Almfutterfläche zentral durch die AMA festgestellt werden. Berlakovich: "Damit bekommen die Bauern künftig ein hohes Maß an Rechtssicherheit für die beantragten Futterflächen."



Christoph38 antwortet um 28-11-2012 19:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
Was heisst da drohende Sanktionen ?

Sind nicht schon fortlaufend Sanktionen verhängt worden oder hab ich da was falsch verstanden ?


muk antwortet um 28-11-2012 19:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen

erhält dieser betrieb also sein geld zurück ? ?
wers glaubt wird seelig ! !

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Hauptdokument

Gericht
Verwaltungsgerichtshof (VwGH) Entscheidungsart
Erkenntnis
Dokumenttyp
Entscheidungstext
Geschäftszahl
2011/17/0229
Entscheidungsdatum
16.11.2011
Index
E3R E03203000;
E3R E03301000;
40/01 Verwaltungsverfahren;
Norm
32004R0796 GAP-BeihilfenDV Art29;
32004R0796 GAP-BeihilfenDV Art51;
32004R0796 GAP-BeihilfenDV Art68 Abs1;
AVG §37;
AVG §52;
Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Pallitsch, die Hofräte Dr. Holeschofsky und Dr. Köhler sowie die Hofrätinnen Dr. Zehetner und Mag. Nussbaumer-Hinterauer als Richter, im Beisein der Schriftführerin MMag. Gold, über die Beschwerde des J M in O, vertreten durch Greiml & Horwath Rechtsanwaltspartnerschaft in 8010 Graz, Conrad-von-Hötzendorf-Straße 6, gegen den Bescheid des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft vom 14. Juli 2011, Zl. BMLFUW-LE.4.1.10/0729-I/7/2011, betreffend einheitliche Betriebsprämie für die Jahre 2007 und 2008, zu Recht erkannt:

Spruch

Die Beschwerde wird als unbegründet abgewiesen.

Der Beschwerdeführer hat dem Bund Aufwendungen in der Höhe von EUR 610,60 binnen zwei Wochen bei sonstiger Exekution zu ersetzen.

Begründung

1.1. Mit dem Bescheid vom 18. November 2009 änderte die Behörde erster Instanz, der Vorstand für den Geschäftsbereich II der Agrarmarkt Austria (AMA), seinen Abänderungsbescheid vom 29. Juli 2009 betreffend die einheitliche Betriebsprämie für das Jahr 2007 dahin ab, dass eine Betriebsprämie in der Höhe von EUR 12.740,31 zuerkannt werde. Unter Berücksichtigung des bereits an den Beschwerdeführer überwiesenen Betrages von EUR 19.492,21 ergebe dies eine Rückforderung von EUR 6.751,90, welche samt Zinsen geltend gemacht werde. Unter einem wurden die Zahlungsansprüche spruchmäßig neu festgesetzt.

Aus der Begründung dieses Bescheides ergibt sich entscheidungswesentlich, dass anlässlich einer Vor-Ort-Kontrolle vom 10. September 2009 Flächenabweichungen von über 3 % oder über 2 ha und bis höchstens 20 % (von den vom Beschwerdeführer beantragten Flächen) festgestellt worden seien, weshalb der Beihilfebetrag um das Doppelte der Differenzfläche habe gekürzt werden müssen. Aus der in der Begründung enthaltenen Flächentabelle ist ersichtlich, dass die Behörde eine beantragte Fläche von 29,36 ha (davon 7,47 ha Almfläche) einer ermittelten Fläche von 25,97 ha (davon 4,08 ha Almfläche) gegenüber stellte.

1.2. Die Behörde erster Instanz änderte mit ihrem Bescheid vom 27. Jänner 2010 ihren Bescheid vom 29. September 2009 betreffend die einheitliche Betriebsprämie für das Jahr 2008 dahin ab, dass dem Beschwerdeführer eine Betriebsprämie in der Höhe von EUR 12.789,31 gewährt werde. Unter Berücksichtigung des bereits an den Beschwerdeführer überwiesenen Betrages von EUR 18.755,91 ergebe dies eine Rückforderung von EUR 5.966,60, welche samt Zinsen zu überweisen sei. Unter einem wurden die Zahlungsansprüche neu berechnet.

Begründend verwies die Behörde wiederum auf das Ergebnis der Vor-Ort-Kontrolle vom 10. September 2009, bei der Flächenabweichungen von über 3 % oder über 2 ha und bis höchstens 20 % festgestellt worden seien, weshalb der Beihilfebetrag um das Doppelte der Differenzfläche habe gekürzt werden müssen. Aus der in der Begründung enthaltenen Flächentabelle ist ersichtlich, dass die Behörde eine beantragte Fläche von 28,62 ha (davon 6,73 ha Almfläche) einer ermittelten Fläche von 25,39 ha (davon 3,50 ha Almfläche) gegenüber stellte.

1.3. In seinen gegen beide Bescheide erhobenen Berufungen führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen gleichlautend aus, es sei für ihn unverständlich und nicht nachvollziehbar, dass er für Flächenangaben, wie bei der Ermittlung der Almfutterfläche, bei denen er keine Mitwirkungsmöglichkeit und auch keine Einsicht habe, für daraus resultierende Abweichungen bestraft werden solle. Er könne nur für jene Flächenangaben zur Haftung herangezogen werden, die er auch selbst erstellen könne. Die Rückforderung bestehe daher aus seiner Sicht zu Unrecht.

1.4. Die belangte Behörde hielt dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 29. Dezember 2010 vor, im Zuge der am 10. September 2009 erfolgten Vor-Ort-Kontrolle auf der W-Alm sei das Ausmaß der beihilfefähigen Flächen für die einzelnen Antragsjahre ermittelt worden; dabei hätten sich - unter Berücksichtigung einer jährlich wachsenden Überschirmung - folgende Abweichungen zwischen beantragter und ermittelter Fläche ergeben:



Jahr
Beantragte Futterfläche
Ermittelte Futterfläche

2007
275,00 ha
150,10 ha

2008
275,00 ha
142,95 ha




Weiters sei im Prüfbericht festgehalten worden, dass vier näher bezeichnete Grundstücke mit einer beihilfefähigen Fläche von insgesamt 0,09 ha nicht beantragt worden seien.

Zu den Almfutterflächenangaben der Jahre 2007 und 2008, bei denen die vor Ort festgestellten Ausmaße von den beantragten abwichen, werde um Mitteilung ersucht, auf welche Unterlagen und Daten sich die beantragten Futterflächenausmaße stützten. Sollten die Angaben auf einer Futterflächenermittlung durch die Agrarbezirksbehörde gründen, werde um Vorlage des der Futterflächenermittlung durch diese zugrunde liegenden Luftbilds samt der vorgenommenen Futterflächenberechnung ersucht.

Bei der "Beantragung von Gemeinschaftsalmen" sei - rechtlich gesehen - weiters vom Vorliegen einer Vollmacht bei Abgabe der bezughabenden Erklärungen durch den Almobmann auszugehen, sodass gegebenenfalls unrichtige Angaben hinsichtlich der zur Verfügung stehenden Fläche dem jeweiligen "Auftreiber" (Antragsteller) zuzurechnen seien (Hinweis auf das hg. Erkenntnis vom 17. Juni 2009, Zl. 2008/17/0224).

Sofern die Futterflächenermittlungen durch das Kontrollorgan bezweifelt würden, werde der Beschwerdeführer aufgefordert, seine Beanstandungen anhand der Vor-Ort-Kontrollfeststellungen bei den Almen zu präzisieren und konkret zu belegen; Behauptungen könnten nicht als Beweis dienen.

1.5. In einer hierauf durch den Almbewirtschafter auch namens des Beschwerdeführers abgegebenen Stellungnahme vom 1. Februar 2011 wurde zunächst die Entwicklung der Almfutterflächen auf der W-Alm erläutert:



Gesamtfläche der W-Alm
325,00 ha

Ab dem Jahr 1995 beantragte Almfutterfläche
275,00 ha

Festlegung der Almfutterfläche im Jahr 2002
303,62 ha

Beantragung ab dem Jahr 2002
275,00 ha

Beantragte Almfutterfläche im Jahr 2008 und 2009 nach Digitalisierung
246,89 ha

Vor-Ort-Kontrolle im Jahre 2009
136,15 ha




Im Jahr 2002 sei das Angebot der Agrarbezirksbehörde für die Ermittlung der Almfutterfläche in Anspruch genommen worden. Dabei sei anhand von schwarz-weiß Luftbildern die Almfutterfläche im Ausmaß von 303,62 ha ermittelt worden; die Qualität dieser Bilder sei mit den jetzigen Standards nicht zu vergleichen. Es sei jedoch zum damaligen Zeitpunkt die beste Methode der Futterflächenermittlung gewesen.

Für das Jahr 2009 sei die Möglichkeit der Flächendigitalisierung genutzt worden, dabei hätten sich 246,89 ha Almfutterfläche ergeben. Bei einem Zuwachsen der Alm mit jährlich 3 % wäre somit das von der Agrarbezirksbehörde im Jahr 2002 ermittelte Ausmaß von 303,62 ha plausibel. Die Fläche sei jedenfalls nach bestem Wissen und Gewissen ermittelt worden.

Eine Hofkarte für die Alm mit einem aktuellen Luftbild sei bis zum Mehrfachantrag des Jahres 2009 nicht zur Verfügung gestanden. Es sei von der AMA keine Hofkarte für die Alm mit den aktuellen Farbluftbildern zur Verfügung gestellt worden, welche aber unbedingt erforderlich gewesen wäre, um die beantragte Almfutterfläche möglichst richtig mit den neuen Unterlagen einschätzen und die Futterfläche besser ermitteln zu können. In der Invekos-GIS-Verordnung 2004 sei festgelegt, dass die Agrarmarkt Austria einen Ausdruck der Hofkarte übermitteln müsse, was von dieser verabsäumt worden sei.

Weiters hätten die Behörden verabsäumt, rechtzeitig aktuelle Orthophotos anzufertigen, wie näher ausgeführt wird. Im gegenständlichen Gebiet seien die Hofkarten für die Heimbetriebe erst im Sommer (August) 2008 und daher erst für den Mehrfachantrag für das Jahr 2009 zur Verfügung gestellt worden. Für die Alm sei aber keine Hofkarte zur Verfügung gestanden.

Des Weiteren verweist der Beschwerdeführer in dem erwähnten Schreiben darauf, dass die AMA und die belangte Behörde es verabsäumt hätten, "entsprechend qualitative" Farborthophotos zur Verfügung zu stellen, mit denen eine Orientierung auf der Alm und eine Einschätzung anhand der Luftbilder besser möglich gewesen wäre.

Der Unterschied zwischen der "Digitalisierung des Kontrollorganes" und der Flächenerhebung (des Beschwerdeführers) beruhe vorrangig in der Einteilung der einzelnen Schlagflächen mit den einzelnen Überschirmungsprozentsätzen. Bei einer großräumigen, zum überwiegenden Teil nicht überschirmten Alm sei die Abgrenzung zwischen den jeweiligen Überschirmungsstufen entscheidend, wie an einem allgemeinen Beispiel näher dargelegt wird.

Es werde weiters festgehalten, dass auf Grund der Flächensituation unter günstigen klimatischen Verhältnissen eine überaus üppige Vegetation mit Gräsern, Kräutern und Leguminosen auf der W-Alm vorhanden sei, weshalb mehr Großvieheinheiten als bisher hätten aufgetrieben werden können. Hätte die Flächenprüfung in der Vegetationszeit stattgefunden, wäre vom Kontrollorgan mehr Futterfläche vorgefunden worden.

Es sei unverständlich, dass auf Grund von offensichtlich strengeren Auslegungen des technischen Prüfdienstes die Almfutterflächenermittlung nach dem Almleitfaden innerhalb weniger Jahre derart geändert worden sei und deshalb die "Auftreiber" mit voller Härte sanktioniert würden. Es habe schließlich kein Auftreiber mit dem Auftrieb von Tieren einen Fördervorteil erwirkt; es sei allein die einheitliche Betriebsprämie bei der Berechnung auf mehrere Hektar Futterfläche verteilt worden. Die zurückgeforderte Betriebsprämie stehe in keinem Verhältnis zu der über den Auftrieb von Tieren erworbenen Prämie.

1.6. Mit ihrem vor dem Verwaltungsgerichtshof bekämpften Bescheid wies die belangte Behörde die Berufungen des Beschwerdeführers gegen die erwähnten erstinstanzlichen Bescheide gemäß § 66 Abs. 4 AVG ab.

Begründend führte die belangte Behörde nach Wiedergabe des Verwaltungsgeschehens, des Parteivorbringens und der ihrer Ansicht nach heranzuziehenden Rechtsvorschriften aus, im Jahre 2007 habe der Beschwerdeführer insgesamt 29,36 ha beihilfefähige Fläche (davon 7,47 ha Almfläche) beantragt, wovon nur 25,97 ha Fläche (davon 4,08 ha Almfläche) hätten ermittelt werden können. Auf Grund der ermittelten Abweichung von über 3 % oder 2 ha auf dem Betrieb (inklusive anteiliger Almfläche) habe eine Kürzung der einheitlichen Betriebsprämie um das Doppelte der Differenzfläche gemäß Art. 51 der Verordnung (EG) Nr. 796/2004, zu erfolgen gehabt.

Im Jahre 2008 habe der Beschwerdeführer insgesamt 28,62 ha beihilfefähige Fläche (davon 6,73 ha Almfläche) beantragt, wovon nur 25,39 ha Fläche (davon 3,50 ha Almfläche) hätten ermittelt werden können. Auf Grund der ermittelten Abweichung von über 3 % oder 2 ha auf dem Betrieb (inklusive anteiliger Almfläche) habe eine Kürzung der einheitlichen Betriebsprämie um das Doppelte der Differenzfläche zu erfolgen gehabt.

Zum Ausmaß der ermittelten beihilfefähigen Almfläche führte die belangte Behörde in der Begründung des angefochtenen Bescheides näher aus, die beihilfefähige Futterfläche der W-Alm sei im Rahmen der Vor-Ort-Kontrolle am 10. September 2009 ermittelt worden. Für die Antragsjahre 2007 und 2008 hätten sich - unter Berücksichtigung der zunehmenden Überschirmung - folgende Abweichungen zwischen beantragter und ermittelter Fläche ergeben:



Jahr
Beantragte Futterfläche
Ermittelte Futterfläche

2007
275,00 ha
150,10 ha

2008
275,00 ha
142,95 ha




Die vom Kontrollorgan bei der Ermittlung der beihilfefähigen Flächen vorgenommene Einteilung in Schläge auf Basis des darauf befindlichen Bewuchses sowie der für den jeweiligen Schlag zur Anwendung gelangte Überschirmungsgrad seien für die Berufungsbehörde nachvollziehbar. Eine jährliche Abnahme der beihilfefähigen Fläche um rund 5 % zufolge Zunahme der Überschirmung entspreche den allgemeinen Erfahrungswerten und könne deshalb dieser Pauschalsatz herangezogen werden.

Der Beschwerdeführer habe die Futterflächenermittlung durch das Kontrollorgan nicht in konkreten Punkten angezweifelt, vielmehr auf die Schwierigkeit und Problematik der Almfutterflächenermittlung hingewiesen. Der Berufungsbehörde lägen - so die belangte Behörde in der Begründung des angefochtenen Bescheides weiter - keine Anhaltspunkte dafür vor, dass das Messergebnis nicht korrekt gewesen wäre. Auf Grund der genauen Vermessung und einer fachlich kompetenten Überprüfung vor Ort bestünden keine Zweifel an der Richtigkeit der Kontrolle. Auch sei vom Betriebsinhaber keine schriftliche Bemerkung zur Vor-Ort-Kontrolle abgegeben worden.

Was den Zeitpunkt der Almkontrolle betreffe, so seien auch unter diesem Aspekt keine Zweifel an der Korrektheit des Kontrollergebnisses entstanden. Auch Mitte September sei es für ein geschultes Kontrollorgan durchaus möglich, die Eigenschaft einer Fläche als Futterfläche auf Grund des äußeren Erscheinungsbildes und des Bewuchses zweifelsfrei zu ermitteln. Da der Beschwerdeführer keine auf gleicher fachlicher Ebene wie die des Kontrollorgans liegenden Angaben zur Futterflächenfeststellung gemacht habe, sei die im Zuge der Vor-Ort-Kontrolle ermittelte Futterfläche daher der Betriebsprämiengewährung des (jeweils) gegenständlichen Antragsjahres zugrunde zu legen gewesen. Ein gerichtlich beeideter Sachverständiger sei nicht beizuziehen gewesen, da keine Hinweise gegeben worden seien, die hinreichende Zweifel an der Korrektheit der im Prüfbericht dokumentierten Umstände hätten entstehen lassen können.

Trotz der Bemühungen, die Almfutterflächen korrekt zu beantragen, könne nicht davon ausgegangen werden, dass den Beschwerdeführer an der (unrichtigen) Ermittlung der beihilfefähigen Flächen keine Schuld treffe, da es sich bei der Futterflächenermittlung durch die Agrarbezirksbehörde nicht um eine amtliche Ermittlung im Sinne des Art. 68 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 796/2004 gehandelt habe, zumal die Erstellung unter Zugrundelegung der Angaben des Auftreibers (des Almobmannes) erfolgt sei. Die Futterflächenermittlung sei daher eine rein rechnerische Ermittlung auf Grund der Angaben des Landwirts gewesen. Ein Absehen von Sanktionen komme daher in dieser Konstellation nicht in Betracht.

Der Einwand, dass die Flächenermittlung erst seit dem Jahr 2009 verpflichtend digitalisiert zu erfolgen habe und es deshalb dem Beschwerdeführer nicht möglich gewesen sei, eine exakte Futterfläche zu ermitteln, gehe ins Leere. Die Abgabe korrekter Flächenangaben sei zu jedem Zeitpunkt und daher auch vor Einführung der Hofkarten Voraussetzung zur Erlangung der einheitlichen Betriebsprämie gewesen. Bezüglich der Ermittlung der Futterfläche sei darauf hinzuweisen, dass die Definition der Futterfläche sich seit Jahren nicht geändert habe; bereits seit Mai 2000 stelle der Leitfaden der AMA "Futterfläche auf Almen" ein geeignetes Werkzeug zur Ermittlung von Almfutterflächen dar.

1.7. Der Beschwerdeführer bekämpft diesen Bescheid vor dem Verwaltungsgerichtshof wegen Rechtswidrigkeit seines Inhaltes und Rechtswidrigkeit infolge Verletzung von Verfahrensvorschriften.

Die belangte Behörde hat die Akten des Verwaltungsverfahrens vorgelegt und eine Gegenschrift mit dem Antrag erstattet, die Beschwerde als unbegründet kostenpflichtig abzuweisen.



2.0. Der Verwaltungsgerichtshof hat erwogen:

2.1. Hinsichtlich der anzuwendenden Rechtslage kann auf deren Darstellung im hg. Erkenntnis vom 15. September 2011, Zl. 2011/17/0123, verwiesen werden.

Soweit sich der Beschwerdeführer vor dem Verwaltungsgerichtshof gegen die Zugrungelegung des Ergebnisses der Vor-Ort-Kontrolle des Jahres 2009 wendet, hat der Verwaltungsgerichtshof in dem eben erwähnten Erkenntnis vom 15. September 2011, Zl. 2011/17/0123, zu einem ähnlich gelagerten Beschwerdevorbringen unter Hinweis auf die Mitwirkungspflicht der Parteien im Verfahren nach dem AVG bei der Ermittlung des maßgebenden Sachverhaltes ausgesprochen, dass - zusammengefasst - die belangte Behörde ohne nähere Angaben des Berufungswerbers nicht gehalten ist, das Ergebnis der fachlich kompetenten Überprüfung vor Ort in Zweifel zu ziehen. Die Behörde ist insbesondere nicht gehalten, auf Grund bloßer Vermutungen ohne weitere konkrete Anhaltspunkte eine neuerliche Überprüfung vor Ort durchzuführen.

Auch im hier zu beurteilenden Beschwerdefall legte der Beschwerdeführer nicht ausreichend konkret dar, auf Grund welcher Umstände das Ergebnis der Vor-Ort-Kontrolle im Jahr 2009 von der belangten Behörde nicht hätte verwendet werden dürfen.

Auch hat es der Beschwerdeführer im hier zu beurteilenden Beschwerdefall unterlassen näher darzulegen, warum der vom sachverständigen Prüfer der AMA auf Grund von Erfahrungswerten rückgerechnete Überschirmungsgrad für die beschwerdegegenständlichen Vorjahre unrichtig gewesen sein sollte; weder hat er konkret auf andere heranzuziehende allgemeine Erfahrungswerte verwiesen, noch etwa vorgebracht, dass die vom Kontrollorgan zugrunde gelegten allgemeinen Erfahrungswerte infolge besonderer Umstände im Beschwerdefall nicht heranzuziehen gewesen wären.

Auch soweit der Beschwerdeführer allgemein darauf verweist, dass eine exakte Feststellung der Futterfläche insbesondere im Hinblick auf den Überschirmungsgrad anhand der ihm vorliegenden Unterlagen nur schwer möglich gewesen sei bzw. ein genaues Ergebnis nicht zu erzielen gewesen sei und daher kein Verschulden im Sinne des Art. 68 der Verordnung (EG) Nr. 796/2004 vorliege, kann ihm nicht gefolgt werden. Ausgehend von dem Grundsatz, dass den Antragsteller die Verantwortung für die Richtigkeit der von ihm beantragten Flächenausmaße trifft, wäre es an ihm gewesen, in Zweifelsfällen den Überschirmungsgrad selbst oder durch Beauftragte, allenfalls auch unter Beiziehung von Sachverständigen zu ermitteln. Selbst wenn dies zu einem nachträglich zu korrigierenden Ergebnis geführt hätte, wäre ein derartiges Bemühen im Zusammenhang mit dem von Art. 68 Abs. 1 der erwähnten Verordnung angesprochenen Verschulden zu berücksichtigen gewesen. Dass dies jedoch (ausreichend) geschehen sei, hat der Beschwerdeführer nicht vorgebracht.

2.2. Aus den dargelegten Erwägungen ergibt sich, dass der Beschwerdeführer durch den angefochtenen Bescheid in seinen Rechten weder wegen der geltend gemachten, noch wegen einer vom Verwaltungsgerichtshof aus eigenem aufzugreifenden Rechtswidrigkeit verletzt worden ist.

Die Beschwerde war daher gemäß § 42 Abs. 1 VwGG als unbegründet abzuweisen.

2.3. Die Entscheidung über die Verfahrenskosten beruht auf den §§ 47 ff VwGG in Verbindung mit der VwGH-Aufwandersatzverordnung 2008, BGBl. II Nr. 455.

Wien, am 16. November 2011

Schlagworte
Sachverständiger Erfordernis der Beiziehung Besonderes Fachgebiet Sachverhalt Sachverhaltsfeststellung Mitwirkungspflicht
Im RIS seit
15.12.2011 Zuletzt aktualisiert am
24.04.2012
Dokumentnummer
JWT_2011170229_20111116X00 .
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muk antwortet um 28-11-2012 19:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
erhält auch dieser betrieb sein geld zurück ? ß Herr berlakovic ?
 


muk antwortet um 28-11-2012 20:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
erhält auch dieser betrieb die 44.978,-- euro zurück ? ? und wird der offene betrag vom jahr 2008 nach bezahlt .

durchbruch ? ?
 


leitnfexer antwortet um 28-11-2012 21:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
zum Durchbruch kommt es, wenn der Blinddarm endgültig hinüber ist...


tiroler antwortet um 28-11-2012 22:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
und der bauchraum mit bakterien versäucht ist


textad4091 antwortet um 28-11-2012 22:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
Zitat: "Um eine Problematik dieser Größenordnung in Zukunft zu vermeiden, wird ab 2013 die Almfutterfläche zentral durch die AMA festgestellt werden. Berlakovich: "Damit bekommen die Bauern künftig ein hohes Maß an Rechtssicherheit für die beantragten Futterflächen.""

Witz des Tages oder was??? ;))))


mfj antwortet um 29-11-2012 12:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen


...einige kapieren´s wohl nicht mehr.

Der Durchbruch zeigt eine „sanktionslose Rückstufung der Flächen auch für das Jahr 2008/2009 vor“.

Lieber muk & Co:

was zuviel ausbezahlt wurde... wird nicht gestrichen – sondern bleibt einbehalten, dafür sanktionslos.
Ab 2013 ermittelt die AMA dann einzig und allein die Futterfläche.

Damit sind dann wohl die „überforderten Almbauern“ im Osten – endlich auf der sicheren Seite.
Wahrscheinlich muss dann auch noch ein amtlicher Viehzähler aufs Tapet – um Übernutzungen von vorneherein zu unterbinden.

Zählt ihr immer noch die Füsse und dann teilt ihr durch vier ?



muk antwortet um 29-11-2012 14:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
@ mfj und co und all die nix kapieren

wenn mann die flächen korrigiert wird man auch die berechnung korrigieren müßen - kapiert.

nämlich den referenzbetrag auf die korrekten hektar aufteilen müßen - und das rückwirkend.

schadenersatzkage gegen die die republik österreich wegen verletzung von eu recht das eine korrekte flächenmessung vorschreibt - kapiert .

schätzungen von flächen sind niemals erlaubt gewesen - kapiert.

durch diese sanktionslose richtigstellung von flächen wird die dfiferenzfläche trotzdem zurückgefordert.

der referenzbetrag von 2000-2002 steht den betrieben als flächenprämie zu . kapiert.

wenn mit der flächenreduktion auch prämienverlust vollzogen wird - dann wird die republik weitere verfahren erhalten . T 368/05 war erst der anfang .

Vertragsverletzungsverfahren - hat herr berlakovic schon was von vertragstreue gehört ?

der eu vertrag sieht vor das mitgliedsstaaten die eu vorgaben umsetzen - somit wäre ein korrektes system zur flächenerfassung umzusetzen gewesen.

somit wirds für österreich noch eine spur turbolenter werden um die agrarförderungen.



ZAHLUNGSANSPRÜCHE
Absc h n i t t 1
F l ä chenbezogene Zahlungsansprüche
Artikel 43
Bestimmung der Zahlungsansprüche
(1) Unbeschadet des Artikels 48 erhält ein Betriebsinhaber
einen Zahlungsanspruch je Hektar Fläche, der sich in der Weise
berechnet, dass der Referenzbetrag durch den Dreijahresdurchschnitt
der Hektarzahl aller Flächen geteilt wird, für die im
Bezugszeitraum ein Anspruch auf Direktzahlungen nach
Anhang VI bestand.
Die Gesamtzahl der Zahlungsansprüche ist gleich der genannten
durchschnittlichen Hektarzahl.
In dem in Artikel 37 Absatz 2 genannten Fall ist jedoch die
Gesamtzahl der Zahlungsansprüche gleich der durchschnittlichen
Hektarzahl desselben Zeitraums, die für die Festlegung
der Referenzbeträge verwendet wird; auf diese Zahlungsansprüche
findet Artikel 42 Absatz 6 Anwendung.
(2) Die Hektarzahl nach Absatz 1 umfasst ferner
a) bei Beihilfen für Kartoffelstärke, Trockenfutter und Saatgut
im Sinne des Anhangs VII die Hektarzahl der Flächen, für
deren Erzeugung im Bezugszeitraum eine Beihilfe gewährt
wurde, berechnet nach Anhang VII Abschnitt B, D und F;
b) alle Futterflächen im Bezugszeitraum.


tiroler antwortet um 29-11-2012 15:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
@muk
glaubst du daß man gegen die republik was richten kann?


Fallkerbe antwortet um 29-11-2012 17:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen

wer 275 ha beantragt und nur 142 ha bewirtschaftet ( wenn man überhaupt von bewirtschaftung sprechen will, wenn alljährlich 8 häktar verkommen) der gehört mm aus jedem Förderprogramm gestrichen.





muk antwortet um 29-11-2012 17:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
@ tiroler

ja man kann gegen die republik was richten.

werde hier in nächster zeit fälle veröffentlichen wo die republik schadenersatz zahlen mußte.

wenn nichts anderes hilft dann wird die eu ein vertragsverletzungsverfahren gegen österreich einleiten - und da gibts gute erfolgs aussichten. gegen OLAF hat österreich sowieso keine chance.

im herbst hat die eu sämtliche agarargelder für österreich gesperrt - österreich hatte dagegen keine chance und zieht jetzt die notbremse mit dem scheinheiligen argument - wir werden die almfutterflächen bis frühjahr 2013 richtigstellen - viel glück.

und wenn die spö diesen betrug aufgreift dann gute nacht övp

glaubst lass ich mich wicklich um 200.000 euro einelegen ? ?


muk antwortet um 29-11-2012 17:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
@ fallkerbe - der unbelehrbare

auch wenn 275 hektar vorhanden sind und diese beantragt wurden hätte österreich laut eu vorgaben die korrekte fläche mittels genauem erfassungssystem ermitteln müßen- und österreich hat seit 10 jahren kein funktionierendes flächenerfassungssystem auf almen. so wurde im jahr 2005 der fixbetrag der sich aus dem durchschnitt der jahre 2000 bis 2002 errechnete, auf falsche haktar aufgeteilt - verstanden ?

und da ein fixbetrag auf hektar aufgeteilt wurde bleibt der auszahlungsbetrag immer gleich , egal ob er auf 275 oder 142 ha aufgeteilt wurde. hast du verstanden.


Fallkerbe antwortet um 29-11-2012 18:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
@muk
wer unterschreibt bei jedem antrag, das er für die richtigkeit der angaben haftet?
Die Republik oder der Antragsteller?

Gilt deine Unterschrift irgendwas?
Oder bist du, aus welchen gründen auch immer, nur eingeschränkt geschäftsfähig, und damit deine Unterschrift im grunde wertlos?




mfj antwortet um 29-11-2012 21:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen


...aber die AZ - die von der Almfutterfläche auf den Heimbetrieb mitgenommen wird - errechnet sich nach der Futterfläche der Alm. Die EBP ist nicht die einzige Förderung die ein Almauftreiber einsackt !!

muk - du solltest einfach die "Hosenladenknöpfe" wieder zumachen. Es kommt langsam das "Gerüchle" hervor...dass du bzw. andere im Großen Stil "beschissen" haben.

Das Ergebnis haben wir heute...Österreichweit keine Auszahlung, bei nicht Vorort-kontrollierten Almen.

Sei mal froh - dass Almbesitzer die "unschuldig" für Vergehen von solchen wie DIR - heuer kein Geld erhalten, dich nicht zur Rechenschaft ziehen...oder dir eine praktische Überschirmungslektion verpassen !





iderfdes antwortet um 30-11-2012 08:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
Also die Sache verhält sich wohl eher umgekehrt: Die Prämie wurde vom Betrieb weggenommen und auf die Almflächen aufgeteilt. Welche Förderung gibt es denn außer der EBP für den Almauftrieb? Zumindest mit den sieben Prozent Stilllegungsflächen dürfte nach den neuen Flächenreduktionen niemand Probleme haben auf den Almen.


mfj antwortet um 30-11-2012 09:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen

iderfdesned...was schreiben wovon ich keine Ahnung habe.

Müssen wir hier mal wirklich die Grundlagen erklären, wie Almförderungen sich auf Heimbetriebe/bzw. Auftreiberbetriebe auswirken ??





Christoph38 antwortet um 30-11-2012 10:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
Richtig iderfdes, die Prämien wurden vom Heimbetrieb künstlich auf Almflächen umgerechnet.

Beispiel: Wir hatten im maßgeblichen Zeitraum einige Stiere mit Prämie. Die Stiere waren nie auf der Alm, die umgerechnete Prämie entfällt jetzt zur Hälfte auf Almflächen.
Fakt ist auch, dass die Prämienzurechnung je ha massiv verzerrt ist was die tatsächliche Futtergrundlage der Tiere betrifft. Almflächen mit bekannt geringerem Ertrag, als Heimflächen wurden 1:1 bei der EBP berücksichtigt.


Rescha1 antwortet um 30-11-2012 12:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
An mfj
Bei der Berechnung der AZ wird beim Almauftrieb nur maximal 1 ha pro aufgetriebener GVE berechnet und nicht, wie du sagst, die gesamte Futterfläche aufgeteilt


mfj antwortet um 30-11-2012 15:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen


Guten Morgen Rescha, wie war der Vorweihnachtliche Winterschlaf ?
 


Rescha1 antwortet um 30-11-2012 16:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
Natürlich spielen bei der Berechnung der AZ verschiedene Faktoren eine Rolle, aber trotzdem wird pro aufgetriebener GVE nur 1 ha berechnet.


muk antwortet um 30-11-2012 16:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
und was haben die 35 cent Prämie pro kg Milchquote aus dem Jahr 2007 mit Almflächen zu tun.

Wenn ein Betrieb 200.000 liter Quote hatte bekam er 35 Cent pro liter ergibt 7000 euro die auch auf almhektar aufgeteilt wurden . milch kam aber niemals von der alm sondern vom heimbetrieb.

lediglich das jungvieh weidete auf der alm und dadurch wurde Almfläche in die aufteilung einbezogen.


mfj antwortet um 30-11-2012 16:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen

@Rescha - Es wird 1 ha berechnet - sofern genügend Futterfläche zum GVE Besatz zur Verfügung steht.
Darum ist die Almfutterfläche in ihrer Größe eben sicher zu erfassen....und nicht wie muk heute noch glaubt - völlig wurscht...bei der EBP-Feststellung seinerzeit wäre das gewesen.

Informierte Almbauern haben damals schon die Futterfläche zurückgefahren, um eine Verdünnung der EBP-Sätze durch Almfutterflächen zu vermeiden.

muk - erklär mal welche Aussage du jetzt kommentierst ?




muk antwortet um 30-11-2012 18:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
@ mfj

der unbelehrbare


Rescha1 antwortet um 30-11-2012 19:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
@mfj
Ja, ich gebe dir recht, daß man die Prämien nur dann voll ausschöpfen kann, wenn mindestens 1 ha pro aufgetriebner GVE zur Verfügung steht. In unserer BK ist das aber in 95 % der Almen, selbst nach den jetzigen Kontrollen noch immer der Fall


iderfdes antwortet um 02-12-2012 09:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
mfj: Du bist ziemlich auf dem Holzweg: Die Anrechnung der Almflächen wirkt sich nur auf den GVE-Besatz aus, aber Prämien gibt es keine für die ha, die für den Heimbetrieb dazugerechnet werden.Die Zuzählung zur Fläche hat sich bei vielen Betrieben nochmals in negativem Sinne ausgewirkt: Denn beim ÖPUL wurden Zahlungen für den Heimbetrieb gekürzt, wenn ein gewisser Viehbesatz pro ha nicht erreicht wurde. Also noch einmal: Welche anderen Prämien gab es für den Almauftrieb???


Fallkerbe antwortet um 02-12-2012 09:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
@muk
wegen der belehrbarkeit:
wenn du dich als lehrer fühlst, warum kannst du nicht mal die einfache frage von 29-11-2012 18:18 beantworten?


muk antwortet um 02-12-2012 10:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
@ fallkerbe

ich bin nicht der der mit diesem thema kasperl spiel . ok - ich gebe hier gute informationen weiter natürlich unverbindlich aus rechtlichen gründen und das kostenlos.

lies du mal eine antrag genau durch und auch das kleingedruckte und dann schreibst wieder . und das lesen ist zuwenig - du mußt auch den zusammenhang verstehen . wenn nicht dann läßt dich aufklären und dann schreibst hier wieder .

nur müll zu verbreiten ist zuwenig, doch für dieses forum nichts ausergewöhnliches.

aber auch mit müll kann man gute geschäfte machen .


Fallkerbe antwortet um 02-12-2012 10:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
Hallo Muk,
gelesen hab ich schon mal den einen oder anderen antrag, aber deinen ausführungen nach demach nicht verstanden.
ich versuche doch gerade mich aufklären zu lassen.
deshalb habe ich dir, dem Almflächenantragsexperten , hier eine recht einfache frage gestellt, auf deren beantwortung ich immer noch warte:




biolix antwortet um 02-12-2012 10:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
Fallkerbe hat noch immer nicht kapiert das die ALmbauern keinen Einfluss hatten, wie groß die Fläche "ihrer" Gemeinschaftsalm angeben wurden .. ;-((


Tyrolens antwortet um 02-12-2012 11:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
Aber sicher kann man Einfluss nehmen. Das wird dann noch interessant, wenn es um Schadenersatzforderungen geht. Einige Klagen laufen da ja schon.


muk antwortet um 02-12-2012 11:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
@ fallkerbe

einmal habe ich noch die geduld mich mit den gedanken eines unbelehbaren zu beschäftigen.

es ist richtig das der bauer den antrag unterschreibt und die angaben mit bestem wissen gemacht hat.

die eu schreibt eindeutig vor das der nationalstaat ein funktionierendes flächenerfassungssystem einzuführen hat . das weiß ich erst seit ich mich mit den rückforderungen beschäftige.

jetzt weiß ich erst das der referenzbetrag nur auf korrekt ermittelte hektar hätte aufgeteilt werden dürfen.

somit war es nicht die aufgabe des bauern zu überprüfen was die eu vorschreibt sondern die bauern haben nach bestem wissen und gewissen ihre angaben nach dem von österreich vorgegebene system gemacht haben .

und das system war irreführend und ist es auch heute noch.

somit haftet der staat österreich für die fehlerhaften angaben da der fehler im system lag das dem bauern angeboten wurde. zwingend sieht die eu vor das dem bauern ein zuverlässiges system angeboten wird und das war nicht der fall.

in der hoffnung dir geht ein licht auf .

der Kärntner landeshauptmann hats als erster politiker in kärnten kapiert . danke herr dörfler.


 


Fallkerbe antwortet um 02-12-2012 11:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen


@muk,
woher der reverenzbetrag für die almfächen abgeleitet wurde ist meiner Meinung nach (die eines unbelehrbaren) kaum relevant.
Relevant sind die falschen flächenangaben.
und wer für die falschen flächenangaben verantwortlich ist.

der antragsteller oder die mangelhafte Kontrolle der republik.
Und die letzen paar sätze oberhalb der Unterschrift lassen da mm. nur wenig interpretationsspielraum.






muk antwortet um 02-12-2012 11:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
@ tyrolens

hast du vielleich konkrete verfahren von schadenersatz.

unsere möglichkeiten werden immer besser.

laut LINK hat unser kärntner landeshauptmann das problem erkannt . wenn wir ihm gute information liefern wird er das sicher weiterverfolgen.

er war und ist ( wie man es aktuell sieht) immer einer der hinter seinen leuten steht.

hier könnte gute hoffnung bestehen ( fals die schwarze politik nicht einlenkt) das er uns auch mit einer schadenersatzklage gegen die republik unterstützt. Herr suntiger hat es vor zirka einem halben jahr schon angekündigt. doch damals war die sachlage noch zu wenig eindeutig.

aber jetzt - da die eu das system in österreich auch als nicht zuverlässig eingestuft hat und der ama laut kleine zeitungs bericht vom 30.11.2012 - die lizenz zur auszahlung von eu fördergelder entzogen hat - bestehen schon recht gute chancen im zivilrechtsweg zu unserem geld zu kommen .

das ministerium hat eindeutig eu vorgaben mießachtet und dadurch die bauern um millionen geschädigt.

mit welcher summe bist du betroffen. herr dörfler scheut sicherlich nicht zurück auch fälle in andern bundesländern zu unterstützten . er steht hinter den menschen .
 


muk antwortet um 02-12-2012 11:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
@ tyrolens
@ fallkerbe
und an alle die von rückforderungen betroffen sind

im link der beweis laut kleiner zeitung das die eu der ama die lizenz zur auszahlung von eu geldern entzogen hat.


 


muk antwortet um 02-12-2012 11:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
@ fallkerbe

kennst du das urteil wo sich der bauer auf das flächenausmaß des amtlichen katasters verlassen hat.
bei einer ama kontrolle stellte sich dann heraus das diese fläche nicht gestimmt hat und der bauer wurde von der ama sanktioniert.

der bauer klagte und erhielt recht weil er man sich auf amtliche vorgaben verlassen kann.

bei den almfutterflächen hat sich der bauer auch auf die amtlichen vorgaben verlassen und jetzt stellt sich heraus das sie falsch sind weil das system nicht in der lage ist die tatsächliche fläche zu ermitteln.

das urteil scheint im RIS nicht auf aber in einem bericht der keinen zeitung wurde der inhalt wiedergegeben.

habe es damals nicht gespeichert da ich noch nicht betroffen war, aber unter kleine zeitung -gerichtsurteil - flächenerfassung - müßte es noch zu finden sein.

und in zukunft kannst mich am ar..h lecken . wennst noch mehr wissen willst kannst zur LWK oder zum bauernbund gehen und um rat fragen. aber pass auf das dann nicht der ganze hof drauf geht.




Fallkerbe antwortet um 02-12-2012 12:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
@muk,
dein gesicht kannst dir auch in zukunft selbst waschen, die arbeit werde ich dir nicht abnehmen.









tiroler antwortet um 02-12-2012 14:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
@muk
übergibs der arag bez. dem ra


muk antwortet um 02-12-2012 16:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
die eu kommission entzog laut kleiner zeitung der ama die lizenz zur auszahlung von eu gelder .

und noch ein weiterer beweis - aber im märz waren auch noch die bauern schuld .

es spricht imer mehr für die bauern und eine schadenersatzklage gegen die republik .

ab minute 2.20 wird es interessant im video
 


iderfdes antwortet um 04-12-2012 15:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
@fallkerbe: Wie der Referenzbetrag ermittelt wurde, ist sehr wohl wichtig, wenn es darum geht, ob jemand zu viel bekommen hat oder nicht. Ich versteh nicht, was man daran nicht verstehen kann, also noch einmal ganz einfach:
Wenn ich z. B. für eine Fläche 10 ha angebe, bei der Kontrolle werden 5 ha ermittelt, gerechnet mit zwei Möglichkeiten:
Fixer ha-Satz 2 Euro pro ha = 20 Euro für 10 ha, aber nur 10 Euro für 5 ha = 10 Euro zu viel ausbezahlt.

Möglichkeit zwei: 20 Euro werden auf die Fläche aufgeteilt = 20 Euro für 10 ha, ebenso 20 Euro für 5 ha.
Differenz = 0


mfj antwortet um 04-12-2012 16:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen


iderfdes - bleib doch mal bei der Realität von Förderauszahlungen...und erfinde nicht irgendwelche muk´sche Lausbuben-Langohr-Rechnungen ;-)

Wie berechnet sich die AZ eines Betriebes der sein Vieh alpt - und die Vorrausetzungen dazu erfüllt ? ;-)





muk antwortet um 04-12-2012 17:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
der m.j tickt wirklich nicht ganz .


muk antwortet um 04-12-2012 17:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
noch ein versuch für alle unbelehrbaren


interessant der punkt 1.2.3 und 1.2.4


 


mfj antwortet um 05-12-2012 11:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen


@muk - dann probiers doch du mal.

Wie wird die AZ auf Heimbetriebe berechnet - die Almen bestossen ?


Und dann schreibe ich Dir - warum eine Almfutterfläche stimmen muß ;-))




muk antwortet um 02-07-2014 21:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
zur erinnerung an Herbst 2012.

eineinhalb jahre später gibts immer noch kein geld und nur leere versprechen .


tch antwortet um 02-07-2014 23:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
Schwächelt da Petutschnig Hons?
tch



josefderzweite antwortet um 03-07-2014 07:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Durchbruch" bei Almfutterflächen
da petutschnig hons :)


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