tommifestini 06-11-2012 19:59 - E-Mail an User
Genkuh Daisy
Hallo Forumleser bzw. Forumleserinnen,
wie ihr sicher in der aktuellen Ausgabe des fortschrittlichen Landwirts gesehen habt/ eben noch nicht werfe ich eine Diskussion in die Runde.
Für die, die es entweder nicht gesehen oder den fortschrittlichen Landwirt abonniert haben, haben es Neuseeländische Wissenschaftler/ ich glaube eher Wissenschaftler aus aller Welt, erstmals eine Kuh zu züchten, die allergenfreie Milch produzieren kann. Dabei wurde Daisy (Schwarzbunte) ohne Schwanz/Schweif geboren. Irgendwie haben die Wissenschaftler mit microRNAs herumexperimentiert, um so die Bildung des allergieauslösende Beta-Lactoglobulin, das bei geschätzten 2-3% der Kinder Allergien auslösen, zu verhindern. Nach meinem Wissen fehlen den 2-3%kindern ein Enzym, das den Milchzucker spaltet. Der Milchzucker wird nicht gespaltet und die Milch gelangt in den Magen und dort kommt es zur Bildung von Wasserstoff, das nachweisbar ist. Wenn ich damit nicht recht beweise, belehrt mich bitte eines anderen!!!
Doch zurück zum eigentlichen Thema, was haltet ihr von dem Ganzen? Ich persönlich unterstützte matürlich die Wissenschaft, doch bei Genmalipulation scheiden sich bei mir die Geister. Bin erst oder schon 17 Jahre (relativ) alt und ich merke oft selbst wie ich zu einem Fähnchen werde, das hin und her weht.
P.s. übrigens die Kirche ist FÜR GENMALIPULATION, was ich schon fast nicht mehr glauben kann :D

ein sich gerne belehren lassender
Thomas Festini


Nuss antwortet um 06-11-2012 21:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genkuh Daisy


An und für sich bin ich auch gegen das herumtüfteln und herumspielen an Tieren mit deren Genen!

Nur wie es so ist hat jede schlechte Seite auch ihr gutes, wenn man wirklich Laktosefreie Milch aus der Daisy herausbekommt,wäre das an und für sich gar keine so schlechte Idee!

Kenne selbst im Bekanntenkreis 2 Personen die Laktoseintolerant sind, jetz mal angenommen das Milchkontigent wird wirklich fallen und ab 2014 gibt es kein überleben mehr für Betriebe unter 100 Milchkühen, wäre das einstellen solcher "Laktosefreien" Kühen für unseren kleinstrukturierten Bergbauern die Geschäftsidee!

Man tauscht einfach die vorhanden Kühen gegen solche Genkühe ein und die gemolkenen Milch wird AB- Hof verkauft oder auf diversen Märkten angeboten!

Ist zwar nur ein kleiner Markt aber man könnte damit sicherlich mit einer geringen Milchkuhanzahl weiterleben und müsste nicht die Stalltüre für immer schliessen!


So viel meine Gedanken dazu!




179781 antwortet um 06-11-2012 22:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genkuh Daisy
Soweit ich weiß, gibt es auch die Möglichkeit, laktosefreie Milchprodukte mit Hilfe von verschiedenen Lebensmitteltechnologien herzustellen. Womit den Betroffenen auch schon einmal geholfen wäre. Das Geschäft bei der "Geschäftsidee" solche Spezialkühe bei Kleinbauern unterzubringen sehe ich nicht. Das ginge am ehesten noch, wenn sich um einen spezialisierten Verarbeitungsbetrieb herum ein paar wirklich große Erzeuger zusammentun. Anders fressen die Kosten für die Loigstik den Betriebserfog auf.

Und dass diese Kuh zufällig ohne Schweif zur Welt gekommen ist, ist ja auch ein Hinweis darauf, was das für eine tolle Lösung ist.

Gottfried






mostkeks antwortet um 07-11-2012 08:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genkuh Daisy
Ist es so schlimm auf Milch zu verzichten, wenn man Laktoseintolleranz hat? Die meisten Käse sind (durch die) Reifung ohnehin Laktosefrei. Sonst kann man die Laktase auch zusätzlich aufnehmen. Wer garantiert, dass bei der Genmanipulation nicht mehrere "Hopalas" wie der Schweif passiert sind???

LG


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