Island machte es vor.....

Antworten: 8
Tropfen 28-10-2012 01:20 - E-Mail an User
Island machte es vor.....
Warum retten Österreichs Politiker bevor es dem Bürger hilft, eher eine Bank!
Könnt Ihr das verstehen!
Genausowenig kann ich verstehen, dass dem Waldviertler Arbeitgeber, wegen seiner "Bankenächtung" jetzt die FMA auf den Pelz rückt!
Bei den Banken wohl geschlafen aber jetzt die Rechtskeule schwingen!


Hirschfarm antwortet um 28-10-2012 09:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Island machte es vor.....
Gerad eben weil so Staaten wie die Isländer Ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen sind und diesen auch zukünftig nicht nachkommen wollen sind unsere Banken in die Situation gekommen in der Sie momentan sind! Anders ausgedrückt: Weil die Isländer über Ihre Verhältnisse gelebt haben müssen wir jetzt Abstriche hinnehmen. So schauts aus!
mfg
p.s.: Ich bin aber alles andere als ein Freund des herrschenden Bankwesens.


waldorf antwortet um 28-10-2012 10:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Island machte es vor.....

@ tropfen

weil mit den banken die ganze wirtschaft zusammenbrechen würde (siehe Lehmann Pleite). es ist ganz einfach das geringere übel, mit milliarden die banken aufzufangen, auch wenn es ungerecht gegenüber dem steuerzahler (weil steuergelder) ist

wie das bekämpfen von schulden mit schulden enden wird, kann allerdings niemand seriös voraussagen........



Tropfen antwortet um 28-10-2012 12:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Island machte es vor.....
@waldorf & Hirschfarm!
Es waren in geringer Zahl die Isländer die im großen Maße faule Papiere gekauft haben! Es waren internationale Anleger und Banken die diese Luftnummern durchgezogen haben!
Ist in Österreich nicht anders als in Deutschland! Auch hier herschen Isländische Verhältnisse! Schon Bawag und Hypo-Alpe Adria vergessen? Eigenartig wie kurz Eure Rückerinnerung ist!
Es sollte nur langsam jeder begreifen, dass inzwischen bereits das Geld der noch nicht geborenen Urenkel zur Schuldentilgung verwendet wird!
Wißt doch selber welche Hürden einem auferlegt werden, sofern mman einen Kredit benötigt und dann seid Ihr immer noch Bekennende Anhänger der derzeit gepflegten Praktik, auf Pump zu leben.....?



diewahrheitist antwortet um 28-10-2012 17:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Island machte es vor.....
Ich muss in diesem Fall Tropfen recht geben.

Wer sich mit Island näher beschäftigt hat, sieht, welche Auswüchse möglich waren und noch immer sind; wenn Banken Bilanzsummen haben, die in keiner Relation mehr zur Volkswirtschaft ihres Landes stehen, sollten alle Alarmglocken läuten. Dass man die Bankenrettung weitgehend dem Steuerzahler "überlässt", ist der Größe der Banken und ihrer damit einhergehenden Macht geschuldet. Wenn die Eigentümer der Banken und die Anleger in spekulative Werte alles Risiko (wofür sie auch die Gewinnchance lukrieren) selbst getragen hätten, wäre der Steuerzahler in vielen Ländern und in den meisten Fällen wohl unbehelligt geblieben, manche Geschäfte wären gar nicht möglich gewesen, wenn manche Insitute nicht dermaßen riesig hätten werden können. Entsprechende Größe führt nicht nur zur Risikostreuung, sondern auch zu Risikoakkumulierung, wenn man von einer Rettung aus Steuermitteln ausgehen kann. In den USA wurden und werden einige Banken abgewickelt, nur die größeren hatten die Kapazitäten, all das zu durchtauchen bzw. sogar maßgeblich mitzugestalten, tw von Anfang an.

mfg diewahrheitist


waldorf antwortet um 29-10-2012 13:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Island machte es vor.....
@tropfen
bitte zuerst (genau) lesen, dann schreiben
ich habe nicht geschrieben dass ich Anhänger von Schuldenpolitik bin (und bin es auch nicht). Ich weiß aber auch nicht wie man aus der Misere rauskommen könnte. Jedenfalls sicher nicht, indem man alles was verschuldet ist den Bach runter gehen lässt - dazu ist das ganze System vielzu komplex und verschachtelt


Roz98 antwortet um 30-10-2012 08:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Island machte es vor.....
Man sollte auch bedenken welche Ergbnisse das Vormachen brachte.

In Island gibt es kaum mehr vernünftig bezahlte Arbeitskräfte, Die Steuerlast und Abgaben sind erdrückend hoch was zu einer noch nie dagewesenen Abwanderungsquote führt.
Vor allem Junge und "gut Gebildete" suchen das Weite.

http://www.spiegel.de/thema/finanzkrise_island_2008/
http://www.wiwo.de/finanzen/folgen-der-finanzkrise-islands-buerger-zahlen-fuer-den-banken-crash/5556800.html

Das Island zum Fischfang zurück kehrt ist gut und schön. Aber eine anhaltende Abwanderung von Bildung halte ich auf dauer für gefährlich. Vor allem weil man sich auf eine Monokultur einlässt. Und was dann passiert das haben die Kartofelpest in Europa und die Waldmonokulturen schon gezeigt.

Von nichts kommt nichts. Es funktioniert nur nehmen nicht und es klappt nur geben nicht. Es muss schon ein für beider Seiten guter Kompromiss sein.. Egal ob zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, zwischen Kunde und Erzeuger, oder zwischen Ehemann und Ehefrau....



Shalalachi antwortet um 30-10-2012 09:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Island machte es vor.....
Wichtig wäre das der Staat wieder positiv bilanziert.
Das haben sie doch früher auch mal geschafft bevor dann alles sozial verschleudert worden ist.
Alles soll der Staat zahlen, alles muss gratis sein. Wenn es nicht mal möglich ist in Zeiten von Hochkunjunktur positiv zu bilanzieren sondern die Null-Defizit Ziele immer 3-4 Jahre vorzuschieben dann halte ich unsere Verwaltung für populistisch und mutlos zur Veränderung.


Roz98 antwortet um 30-10-2012 14:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Island machte es vor.....
Nur wie soll irgendein "Sozialstaat" positiv bilanzieren...und was hätte das für Folgen.

.) klar der Staat müsste bei sich selbst sparen: Daher Einsaprung an Beamten -> Arbeitslose
.) er müsste bei den Ausgaben sparen: Sprich keine Bauaufträge, Infrastruktur ect.: Sprich keine Aufträge für die Wirtschaft -> viele Arbeitslose
Alleine schon diese beiden Punkte bedingen, daß die Ausgaben für Arbeitslosenzuschüsse, sowie Unterstützungszahlungen für Heizkosten, Kinder, Schulgeld.. ect alles ANSTEIGT... ( also das Gegenteil von Sparen)

Jeder Arbeitnehmer bringt dem Staat Steuereinnahmen. Aber wenn diese Steuern zu hoch werden, ist der Arbeitnehmer dem Unternehmen zu teuer. Zum einen bekommt das Unternehmen also keine Aufträge weil der Staat spart, zum anderen sind die Steuerbelastungen für einen Arbeitnehmer für das Unternehmen sehr hoch.
Auf dauer also für das Unternehmen unrentabel. Damit wird es abwandern. -> damit hat der Staat noch mehr Arbeitslose und ein Unternehmen weniger das Steuern zahlt ... also verliert der Staat auf voller Länge.

Darum gilt der Staat in der Kriese ja auch immer als wichtiger Auftraggeber, weil er das einzige "Unternehmen" ist das auf Pump arbeiten kann. Jede Privatfirma würde zusperren.



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