Newton vom 29.9.2012 - Regenwurm statt Rindsragout?

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Josephiner 30-09-2012 13:42 - E-Mail an User
Newton vom 29.9.2012 - Regenwurm statt Rindsragout?
Regenwurm statt Rindsragout? Sind Insekten und Würmer eine Alternative zu Fleisch? Wie schmeckt ein Regenwurm-Burger? Und: Lässt sich der Ekel davor tatsächlich überwinden?

Eine Sendung von Susanne Kainberger (Quelle: ORF.at)

http://tvthek.orf.at/programs/1306-Newton/episodes/4681659-Newton

Ich finde es eine frechheit wie der Bauer in diesem Artikel durch den Dreck gezogen wird, als wenn wir für alle Probleme der Welt schuldig währen.

"Auf Leistung getrimmt und unter schlechten Bedingungen gehalten, macht viele Schlachttiere krank", sagt eine Frauenstimme. Also, wenn das wirklich so währe, dass Massttiere vom mässten krank werden würden, dann hätten wir bei einer AMA-Kontrolle oder mit sonstigen Kontrollen von Ärzten häftige Probleme. Uns würden die Tiere weggenommen werden, müssten hohe Strafen zahlen oder gehen dafür ins Gefängnis. Und eins sag ich euch auch, ein Tier das krank ist, nimmt dir keine 1000g pro Tag zu, oder gibt 40kg Milch pro Tag!!!
Es wird das Problem des Antibiotikaeinsatzes angesprochen. Der Einsatz von Antibiotika ist in Österreich absolut verboten, außer zur Behandlung eines Tieres.
"Die Tiermasst verbraucht Weltweit immer mehr Trinkwasser, so verschlingt die Produktion von 1kg Rindfleisch rund 15.000L Wasser. Das sind etwa 80 volle Badewannen." Diese Berechnug würde mich mal ganz scharf interessieren! 1 Massttier nimmt pro Tag ca 1kg zu, also müsste eine Vieh pro Tag 15.000L Wasser saufen?? Abgesehen das Getreide zum Wachsen Wasser braucht, aber dieses Wasser wird wieder verdunstet und kommt erneut von den Wolken runter!!
Wir sollen alles Überdüngen... Hat der Rest der Bevölkerung eigentlich eine Ahnung, dass es streng geregelte Grenzen in der Düngung gibt??

So und darum sollte ich jetzt "Kompostwürmer" auf mein Jausenbrot streichen?? Diese Würmer fressen sich vorher durch den Misthaufen und dann rauf aufs Teller und sowas soll ich essen?? Bei der Rinder, Schweine, Geflügelhaltung wird ein morz TamTam gemacht, wenn irgendwelche Keime an das Fleisch ran kommen könnten. Alles wird von Tierärzten strengstens untersucht, damit ja keine Gefahren für den Konsumenten sind, und dann soll ich einen Regenwurm, welcher Parasiten, Krankheiten usw. in sich tragen kann essen??
Dieser Beitrag schädigt den Ruf der Landwirte extrem. Das ist echt unter der Gürtellinie!!!


Mich würde mal eure Meinung interessieren!!
 


foschei antwortet um 30-09-2012 15:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Newton vom 29.9.2012 - Regenwurm statt Rindsragout?
Hallo Josephiner,
ich glaube, alles ist nur gezielt von aussen gesteuert, wer dahinter steckt ,weiss ich auch nicht.Das mit dem Wasserverbrauch von 15 000 l pro Kilo Fleisch kann ich mir bei weitem auch nicht vorstellen, es sei denn, man nimmt Länder her, wo wenig Wasser ist (Saudi Arabien und dergleichen, wo ein Milchviehbetrieb mit enormen Energieverbrauch betrieben wird, was von Natur aus, unmöglich ist. Da kann ich mir vorstellen, dass man da vielleicht hinkommt.Vielleicht wird von da der Bezug genommen, anders kann ich es mir nicht vorstellen.Also reg dich nicht auf, wir werden sowieso immer wieder verarscht, auch von der Kammer.
Es fehlt den Leuten immer mehr der Bezug zum Normalen,der Hausverstand, darum glauben es auch viele.
Schönen Sonntag noch
lg


Shalalachi antwortet um 30-09-2012 16:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Newton vom 29.9.2012 - Regenwurm statt Rindsragout?
Und wie bitte soll man die Versorgung mit Regenwürmern bitte bewerkstelligen?
Wenn sie alle Regenwürmer essen wollen dann bau ich eben mal meine Rinderstall um, Regenwürmer müssen sich aber auch von was ernähren. Und ohne Einsatz kommt auch nix raus, ganz gleich ob Wurm, Huhn, Kuh oder Elefant.




179781 antwortet um 30-09-2012 16:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Newton vom 29.9.2012 - Regenwurm statt Rindsragout?
Ich kann mich über so etwas auch nicht aufregen. Interessant wäre auch, wie man die Regenwürmer prodzieren will und dabei weniger Resourcen in Anspruch nimmt als bei normaler Tierhaltung.

Gottfried


helmar antwortet um 30-09-2012 17:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Newton vom 29.9.2012 - Regenwurm statt Rindsragout?
Und wie soll man diese dann human töten? Wer diese Thesen vertritt sollte auch das vor laufender Kamera vorführen.......und essen.
Mfg, Helga


helmar antwortet um 30-09-2012 17:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Newton vom 29.9.2012 - Regenwurm statt Rindsragout?
Die Sendung Newton wird zwar vom ORF regelmäßig als die Wissensendung beworben, allzuviel Zuschauer wird sie wohl nicht haben. Und wenn jemand schaut dann werden wohl eher Seher im Promillebereich ihre Ernährung
auf Regenwürmer umstellen...also diese Sendung und ihre Protagonisten nicht höher stellen als sie sind.
Mfg, Helga


biolix antwortet um 30-09-2012 18:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Newton vom 29.9.2012 - Regenwurm statt Rindsragout?
;-))))

ähhh Gottfried, als "alter" Biobauer weißt du doch das ein gesunder Boden bis zu 10 GVE Regenwürmer "in sich trägt".. also einfach graben... ;-)))

lg biolix und natürlich Mahlzeit...


payment antwortet um 30-09-2012 18:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Newton vom 29.9.2012 - Regenwurm statt Rindsragout?
"dann werden wohl eher Seher im Promillebereich ihre Ernährung
auf Regenwürmer umstellen."- des hat aber mitn saufen nix zum tun oder??


179781 antwortet um 30-09-2012 18:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Newton vom 29.9.2012 - Regenwurm statt Rindsragout?

" ähhh Gottfried, als "alter" Biobauer weißt du doch das ein gesunder Boden bis zu 10 GVE Regenwürmer "in sich trägt".. also einfach graben... ;-)))"

Genau diese Vermutung habe ich bei den Fantasten. Die haben irgendwo gelesen, wieviele Regenwürmer im Boden sein könnten und glauben, dass die
1. überall so viele sind
2. man die so einfach einsammeln kann
3. es nichts macht, wenn man die wegräumt.

Ich halte es da mit den Aussagen von helmar

Gottfried


Restaurator antwortet um 30-09-2012 19:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Newton vom 29.9.2012 - Regenwurm statt Rindsragout?
@helmar:
"Und wie soll man diese dann human töten?" - das ist doch gar nicht nötig und sogar unwirtschaftlich.
wenn du z.b. tauwürmer (20 - 30cm bei geschlechtsreife) züchtest hast weniger arbeit wie mit kompostwürmern weil sie grösser sind.
nach einem jahr - kurz vor ende der geschlechtsreife - schneidest du sie hinter dem 7. ring ab (natürlich unter örtlicher betäubung wegen des tierschutzes). damit hast du über 90% des tieres geerntet und es wächst in den nächsten wochen wieder auf dieselbe grösse heran.
das wurmfleisch kann man dann auch an vegetarier vermarkten weil dafür ja kein tier getötet wird.
wenn dann erst die gentechnik mitmischt und wir würmer halten die 4 meter lang und 50cm dick sind, dann können wir damit das problem der welternährung auch lösen.
;)
ich freu mich schon auf die ersten gebratenen, mit kalbsfaschiertem gefüllten wurmwürste :)


traktorensteff antwortet um 30-09-2012 19:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Newton vom 29.9.2012 - Regenwurm statt Rindsragout?
Punkt 1: Es werden natürlich niemals (!) Insekten auf unserem Teller landen. (aus unterschiedlichen Gründen)

Punkt 2: Deswegen ist eine Diskussion darüber überflüssig und der ORF Beitrag relativ humoristisch zu sehen.

Zum Wasserverbrauch: Auch Wasser für das Reinigen des Stalles usw. ist dabei eingerechnet.

Ab etwa Minute 10 sind jedoch viele richtige Probleme dargestellt, die ich auch dem Herrn MF7600 im Beitrag "Schweineüberschuß" näher bringen wollte... ;-)


Fetzerl antwortet um 30-09-2012 21:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Newton vom 29.9.2012 - Regenwurm statt Rindsragout?
Betreffend den Wasserverbrauch: könnte jemand mal allen verklickern, dass die Zahl zwar stimmt, aber die Sache ganz anders läuft???
Die 15.000l stimmen schon, nur sind das eben nicht 15.000l aus der Wasserleitung - so versteht es aber jeder!!!
Der Verbrauch der Tiere, Schlachtung, Verarbeitung und Stallreinigung benötigen vielleicht etwa 100l pro kg Rindfleisch.
Der Rest steckt im Futter drin und die Zahl stimmt auch - die Pflanzen benötigen für die Produktion eines kg TM je nach Art zw. 400 - 1000 l Wasser zur Photosynthese. Jetzt noch das mal die TM-Aufnahme eines Rindes (sagen wir durchschnittlich 10 kg/Tag), dann sind wir bei 4000 - 10000 l Wasser. Bei einer täglichen Zunahme von 1400 g und 56 % Ausschlachtung (nicht alles, was die Tiere zunehmen, wird verwendet) kommen dann rund 5000 - 12000l Wasserbedarf pro kg Rindfleisch zusammen.
Die Rechnung stimmt - nur die Kommunikation nicht: denn woher kommt dieses viele Wasser? Nicht aus der Leitung (nur der kleinste Teil), sondern von oben = Regenwasser, das die Pflanzen nutzen, um zu wachsen - etwas, das sie schon seit Jahrmillionen tun! Und für Rinderfutter wird sehr wenig bewässert - dann könnte man das noch geltend machen; aber das ist vernachlässigbar wenig.
DAS ist der Knackpunkt: alle glauben, das Wasser fürs Fleisch kommt aus der Leitung, doch das stimmt nicht; 98 % kommen von oben! Und wir nutzen sie eben für das Fleisch anstatt z.B. Holz (der Wald braucht auch genug Wasser, oder?). Im Vergleich zu Getreide oder Gemüse ist die Verbrauchsbilanz natürlich nicht so gut; nur kann ich damit etwas verwenden, was wir sonst nicht könnten: welcher Mensch kann eigentlich von Gras leben?

Um übrigen könnte sich der Bauernbund oder auch die Kammer mal ein wenig verdient um die Geschichte machen, wenn sie morgen die Redaktion kontaktieren und sie auf die falsche Darstellung aufmerksam machen; sitzen ja genug "Experten" dort herum :-)))

LG und schönen Abend, Franz


Da müsste ich als Rindermäster pro Tag geschätzte 400 m³ Wasser für meine paar Viecher ranbringen - wenn die das alles wieder rauslassen, ist meine Grube nach einem Tag voll....


Restaurator antwortet um 30-09-2012 21:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Newton vom 29.9.2012 - Regenwurm statt Rindsragout?
na gott sei dank brauchen die viecher soviel wasser - damit können wir die folgen der polkappen- und gletscherabschmelzung aufheben und weiter alle nach venedig fahr'n.
wahrscheinlich sind deswegen auch die rindviecher in indien heilig und dürfen nicht geschlachtet werden, weil sie das ganze überschwemmungswasser wegsaufen.
ps: der europäer geht durchschnittlich 6x am tag aufs häusl und verbraucht dabei mind. 60 liter wasser.
macht bei einem durchschnittsgewicht von 70kg und einer lebenserwartung von 80 jahren rund 25000 liter wasser pro kg fleisch nur für die ausscheidungsentfernung :) und aus uns wird net amal a g'scheites lebensmittel.



mfj antwortet um 30-09-2012 22:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Newton vom 29.9.2012 - Regenwurm statt Rindsragout?


Endlich werden die ORF -Wissensendungen von mehr oder weniger attraktiven Journalistinnen gestaltet.

Ganz unverblümt als durchaus erfahrener " Kulinarist" sind die fachlichen Kommentare aus dem Beitrag für mich wertlos, aber ich schau sie mir eben gerne an, wegen der durchaus „ansehlichen“ Susanne Kainberger.


...ein Daumen hoch auf Susanne Kainberger
...ein Daumen runter für den Blödsinn´s Beitrag


P.S.
So macht man das – haapee ;-))





sturmi antwortet um 30-09-2012 22:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Newton vom 29.9.2012 - Regenwurm statt Rindsragout?
"...das ein gesunder Boden bis zu 10 GVE Regenwürmer "in sich trägt".."
@biolix
Du solltest mit Sarah Wiener Regenwürmergerichte im ORF kochen und dann verköstigen, PR taugt dir doch so! ;-))
http://www.youtube.com/watch?v=_Eyx-uBBN0A
MfG Sturmi




Hirschfarm antwortet um 30-09-2012 23:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Newton vom 29.9.2012 - Regenwurm statt Rindsragout?
Habn eh recht bein Orf. Mia essn vü zfü Fleisch! Und deswegn steign ma um auf Regnwirma - Wäu de san jo aus Zuckawatte - Und net aus Fleisch!

Mahlzeit!


ah1 antwortet um 01-10-2012 09:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Newton vom 29.9.2012 - Regenwurm statt Rindsragout?
regenwürmer sind meiner meinung nach nicht wirtschaftlich. die haben eine viel zu geringe reproduktionsrate.
insekten haben den vorteil, dass sie eine gewaltige reproduktionsrate haben, zellulose nutzen können und dabei eine bessere futterverwertung erzielen als wiederkäuer. um es für unsere essensgewohnheiten zu nutzen gibts die möglichkeit, insekten mit heimischen c4 pflanzen zu züchten und damit den übersee-soja in der tierfütterung zu ersetzen - keine ahung ob das aber wirtschaftlich und umweltechnisch sinnvoll ist.


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