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krähwinkler 25-05-2012 22:19 - E-Mail an User
Dalai Lama
Verfolgt man die Berichterstattung über den einwöchigen Besuch von Tenzin Gyatso, dann könnte man als Katholik nahezu neidisch werden, wie dem die Herzen aus allen Bevölkerungsschichten zufliegen. Er scheint einen Ton zu treffen, der unserem Papst so gar nicht über die Lippen kommt. Ein Jammer ist das. Vermutlich spricht er auch vielen Menschen aus dem weiten Land aus dem Herzen. Welchen Nerv trifft der da?


helmar antwortet um 26-05-2012 08:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dalai Lama
Er lächelt so freundlich................und bringt seine "Weisheiten" so auch bestens rüber......weiters hat er einen gewissen "Märtyrerbonus" weil ja Tibet von den Chinesen besetzt wurde. Vor dieser Besetzung wurde ja Tibet von Geistlichen regiert, oder vielleicht besser gesagt, beherrscht. Vielleicht fragt ihn doch jemand wie es zu dieser Zeit mit der Toleranz gegenüber anderen ausgesehen hat. War es nicht zu Harrers Zeiten so dass man sich in Tibet derart abgeschottet hat dass "Fremde" schnell wieder aus dem Land verfrachtet wurden? Und wie würde Tibet heute aussehen wenn noch die Religion alleinherrschend wäre? Wahrscheinlich genauso wie anderwo auch wo es so ist.
Mfg, Helga


Woodster antwortet um 26-05-2012 09:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dalai Lama
helmar,

ja, was wäre wenn....
ich denke aber, dass jedes Volks das Recht hat, sich weiterzuentwickeln.
Und der buddistische Grundgedanke ist meines Erachtens ein sehr menschenfreundlicher.
Die r.k. Kirche war vor längerer Zeit auch nicht jene, die man sich unbedingt gewünscht hat.

Das was seit der chinesischen Besetzung an brutalen Folterungen und Morden passiert, ist abscheulich und durch nichts zu rechtfertigen. Das ist Krieg. Wir schreiben das Jahr 2012.

Bis auf wenige Ausnahmen schauen die Regierenden auf aller Welt, inklusive Österreich, weg.
Ach ja, es sind ja nur 6 Millionen Tibeter. Mit denen kann ja nur wenig Geschäfte machen....
Da ist im großen China natürlich viel mehr zu holen.
Dieses demonstrative Wegschauen nennt man auch noch Diplomatie.
Diese Diplomatie der aktiven Verlogenheit der Regierenden macht sich damit an diesem Auslöschen einer Kultur mitschuldig.
Keinen Mumm in den Knochen - nur Mamon-Dollar-Zeichen in den Augen...

Wie hat der alte Nestroy gesagt? "Der Mensch ist gut, nur die Leut sand a Gfrast..."

Übrigens: Das Lächeln des Dalai Lama zeugt für mich von innerer Zufriedenheit, Weisheit und Toleranz - O(u)m Shanti. (Sanskrit)




soamist2 antwortet um 26-05-2012 10:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dalai Lama
@ helga

hat mich jetzt etwas überrascht dass deine antireligionsphobie auf den buddhismus übergeschwappt ist


teilchen antwortet um 26-05-2012 11:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dalai Lama

Auf mich wirkt der Dalai Lama lebendiger als der Papst.
Wenn er so dasitzt im Schneidersitz, in den Socken und mit nackten Oberarmen, könnte man eher an einen vitalen Opa denken, der mit seinen Enkerln am Boden spielt, als an eine religiöse Autorität.
Unsere Halbmumie im Vatikan kann da nicht mithalten.
Aus dem Christentum ist eine körperfeindliche und für mich auch lebensferne Religion gemacht geworden.



NiN antwortet um 26-05-2012 21:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dalai Lama
Da die katholische Kirche ein korrupter Haufen ( siehe Medien - Korruption und so ) und seit deren Bestehen nur materiell ausgerichtet ist ( siehe Macht= Kaiserkrönung und Geld im Mittelalter, Ablasshandel, bis hin zum Vatikan heute - Mehrheitseigentümer bei Fiat, in jedem italienischen Konzern als Aktionär drin, etc...) , kann man diese wohl nicht mit ganz egal auch welchen asiatischen Mönchen vergleichen. Diese meditieren, streben nach Erleuchtung und beweisen uns karismatisch zurückgebliebenen "Weißen" immer wieder, daß sie geistig über uns stehen. Sei es ein Shaolinmönch, der sein "Chi" im Körper verschiebt und die Eisenstange über den Kopf kriegt, oder ein Reikimeister, der durch Handauflegen und geistige Kraft Menschen heilt, oder das chinesische Feng Shui,....die Liste könnte lang werden....
In ganz kargen und einfachen Verhältnis lebende Mönche mit Karma und einer Megaenergie, findet man fast in ganz Asien. Nur bei uns mit unseren ausgefressenen Kirchenheinis, korrupten Bischofen, Pädophilen, etc, gibt es weder noch einen richtigen Glauben, geschweige denn jemanden der die wahren Werte des Glaubens propagiert. Wennst in die Kirche gehst haltens einem schon den Beutel unter die Nase und wollen dein Geld....

Da braucht es einen nicht wundern, wenn ein Dalai Lama, der der Welt zeigt, daß man mit nichts im Exil leben kann mehr Menschen anspricht.....


Peter06 antwortet um 27-05-2012 10:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dalai Lama
Tendzin Gyatsho, der 14. Dalai Lama ist geradezu ein Idol der westlichen Gesellschaft!
Warum?
Weil er so hervorragend in das Vakuum hineinpasst, dass die Befreiung vom christlichen "Religionszwang" gebracht hat. Er symbolisiert Friedfertigkeit, Weisheit , Güte und Bescheidenheit. Alles wunderbar unverbindliche Begriffe, wir meditieren ein bisschen, um den inneren Frieden zu erreichen, picken uns einen "free Tibet"-Aufkleber aufs Auto und schon ist das herrliche Gefühl der Wohlfühl-Selbstgerechtigkeit erreicht.
Damit lässt es sich viel besser im täglichen Überlebensdschungel reüssieren, Konsumzwang ohne Ende, stundenlanger unkritischer Medienkonsum, dafür kennt man den eigenen Nachbarn nicht mehr, Egozentrik um jeden Preis, auch auf Kosten zerstörter Familien, nur ja keine Kompromisse machen, aber dieser Wellness-Dalai Lama ist unser grosses Ideal!
Unsere "Halbmumie" im Vatikan ist weiterhin für das Zölibat, der Dalai Lama zwar auch, bei dem ist das aber hip!
Und wenn der kluge, alte Mann sagt, dass jedes Volk auch seine Religionsgeschichte hat, und wir daher auch versuchen sollten, unsere eigene Spiritualität in eben dieser eigenen Religion zu finden, so hört das schon niemand mehr.....
Meint
Peter


krähwinkler antwortet um 27-05-2012 12:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dalai Lama
7000 Leute auf ´m Heldenplatz! Sakra. Wollen die Leute einen religösen Führer anhimmeln oder suchen sie bloß nach einer brauchbaren Religion?
Die Katholische Kirche leistet sich derweil zur Abschreckung einen Inquisitor als Chef. Wahrlich eine Heimsuchung auch wenn er intellektuell einiges am Kasten hat, wovon ich beim Dalai nicht so überzeugt bin. Aber das stört die wenigsten seiner Bewunderer.



helmar antwortet um 27-05-2012 15:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dalai Lama
Wo man wieder festellen kann, wer freundlich dreinschaut, den mag man....
Mfg, Helga


krähwinkler antwortet um 27-05-2012 16:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dalai Lama
Nicht dass ich mich danach sehnen würde, in mehr gefasste Gesichter zu blicken, aber auf Dauer halt ich die gut aus.


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