Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht

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Indianerlandwirt 25-04-2012 19:00 - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
In einer Kärntner Wochenzeitung wurde berichtet, das die jährichen Schälschäden 6 Millionen ausmachen und die Verbissschäden 14 Millionen EUR im Jahr. Und das die Jäger aufgerufen werden endlich zu jagen(???).

So weit ich noch weiß, wird in Kärnten der Abschuss durch Pläne von Tierökologen vorgegeben - nach einen natürlichen Wild:Raubtier (Wolf, usw) Verhältnis. Also die Jäger müssten das Erjagen, was die Raubtiere sonst zusammenbrächten. Die Raubtiere haben über all die Jahrtausende unseren Wald vor Wild geschützt. Unsere heutigen Jäger sind dazu nicht in der Lage.

Aber wieder zurück zum Artikel. Zum Abschuss wurde den Tourismus und Freizeitsport eine Mitschuld gegeben, da diese das Wild nervös machen. Wie weit dies stimmt kann ich nicht sagen. Aus meiner Erfahrung bleiben Rehe ziemlich cool. Wenn ich mit den Traktor, dem Auto unterwegs bin, sehen die Rehe nur kurz hoch, um meine Aktivität abzucheken. Auch bei den meisten Radsportlern habe ich das festgestellt. Dann äsen sie weiter.
Nur wenn unsere Jäger unterwegs sind, ist das anders. Da wird geflüchtet. Ob die sich die Fahrzeuge und Jäger eingeprägt haben (Geruch und Aussehen)? Ich weiß es nicht. Aber beunruhigen tun Jäger das Wild auf jeden Fall. Ein Schuss und ich sehe tagelang kein Reh mehr.


Schaf_1608 antwortet um 25-04-2012 19:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Das kann ich leider nicht ganz nachvollziehen... Aber vorweg muss ich dir zustimmen, rehe sind aeuserst anpassungsfaehig, daher ist ihnen der verkehr bekannt und sie beachten ihn nicht weiter (wenn sie auf der wiese stehen und fressen). Kommt aber wer mit der moto cross durch den wald gefahren oder einer spaziert daher, so kennen sie dies nicht und fluechten...
Ich glaube nichtn ds sich rehe merken wer jaeger ist und wer nicht, wenn man richtig jagt bemerkt einen das wild sowieso nicht. Wenn man aber nicht gut jagt dn fluechtet das wild vor einem, zumal man als jaeger ja abseits der strassen geht... Ich habe hier eher die erfahrungn ds sich das wild durch jaeger gleich wenig beunruhigen laesst als durch jeden anderen, bzw gleich schnell fluechtet als vor jeden anderen der ihnen zu nahe kommt, bzw sich zu unguenstiger zeit im lebensraum bewegt. Jaeger sollten eigentlich wissen wann sie was machen und wann nicht, und eigentlich sollte es auch jeder andere wissen...
Zum schuss kann ich sagen: wenn man schiesst bleiben die rehe minutenlang stehen, erst dann wechseln sie in einen einstand... Und zumeist sind sie am naechsten tag genauso auf der wiese wie am tag zuvor... Klar wenn man jz oefters schiesst bleiben sie an anderen flaechen...

Und zum thema des abschusses: der abschussplan ist grundsaetzlich zu erfuellen, sonst hagelst sanktionen...
Warum rehe verbissschaeden verursachen hat aber viel mehr gruende als die nichterfuellung des abschussplanes, und wenn dieser nicht erfuellt wird hat es meist auch den grund ds ds wild sehr schwer zu jagen ist (klar ein reh schiessen ist keine kunst, aber ein richtiges das sogar eine aussergewoehnliche)
Glg



BSE1 antwortet um 25-04-2012 19:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
@ patrick_1608

"zumal man als jaeger ja abseits der strassen geht... " das war aber ein "guter" Witz!!!
bei uns können die Jäer nichtmal aus dem Auto aussteigen, geschweige abseits der Strassen gehen! Das Auto wird wohl der "wärmere" Hochsitz sein - dehalb fahren sie auch überall Rundne durch die Wiese, um das Feld in der Nacht rundum ausleuten zu können.
Soviel zu "abseits der Wege"



Rocker45 antwortet um 25-04-2012 20:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
@Indianerlandwirt: Für heuer wurde die Abschusszeit für nicht tragende, weibliche Tiere auf 1. Mai vorverlegt, hoffentlich nützt das was.

Ein Weiteres Problem sind kleine Eigenjagden. Dort werden Oftmals nur Geweihhirsche und Böcke geschossen, und die Weiblichen Tiere werden "verschont", was Dazu führt, dass in den Gemeindejagden in der Nähe solcher Eigenjagden schwere Wildschäden zu beklagen sind, Ausbaden müssens die Gemeindejagden.


salcmi antwortet um 25-04-2012 20:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
ganz wichtig für einen NATÜRLICHEN wildbestand ist laut unseren jägern ja natürlich im winter säckeweise kraftfutter und silo. also heuchlerischer gehts echt nicht mehr.

während in deutschland, italien und der schweiz die wildfütterung schon längst eingestellt ist wird diese in österreich anscheinend immer unerlässlicher. komischerweise gibts bei uns die meisten wildverbisse aber laut unseren jägern (natürlich alles arbeitende bürger und keine überbezahlten politiker und freunderl) hat das nichts mit der unabdingbaren fütterung zu tun.

ich empfehle auch das buch "tatort wald" Von einem, der auszog, den Forst zu retten
http://www.amazon.de/Tatort-Wald-Klimawandel-Jagdlobby-kaputten/dp/3938060115


Schaf_1608 antwortet um 25-04-2012 20:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Naja bse, wenn das eure jaeger so machen tun sie mir leid... Ich kann nur von meiner warte aus sprechen...
Naja ausleuchten zum hasenzaehlen ist als aeusserst positiv zu bewerten, wenn das wer macht... Aber du meinst. Glaube ich ausleuchten um zu sehen wo was schiessbares laeuft oder? Ds finde ich auch nicht richtig...
Eine erklaerung warum eure jaeger mit dem auto rumfahren koennte ja sein das sie einfach zu wenig zeit haben, mMist dies zwar keine entschuldigung, aber erklaer denen das mal...



Fallkerbe antwortet um 25-04-2012 21:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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der durchschnittsjäger ist leider über 75 jahre, hat 2 beipässe und 160 kg lebendgewicht.
das einzige das ihn zum jagen befähigt ist der kontoauszug.

Von den Rentnern eine vernünftige jagt zu erwarten ist das selbe wie die expertiese vom Papst zum thema Sexualität.


Indianerlandwirt antwortet um 25-04-2012 21:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Nachtrag zur Beunruhigung: Eine alte Frau in meinem Heimatdorf, hat mir mal erzählt, das früher alle Kleinhäusler ständig im Wald waren. Sie haben zum Beispiel jeden trockenen Ast aufgesammelt und nach Haus zum Heizen getragen. Auch wurde alle Beeren, Pilze und Kräuter im Wald gesammelt und deckten oft den Tisch. Also unsere Vorfahren waren auch ständig im Wald unterwegs. Jedoch zu Fuß und nicht mit einer Cross. Aber für die Cross ist ja die Bergwacht zuständig.

Danke für die Antworten


Woodster antwortet um 25-04-2012 21:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Rocker

Bei uns in der Südost-Stmk gibts fast nur kleine Gemeindejagden. Dementsprechend sieht der Wald aus.
Der Kleinwaldbesitzer hat keine Möglichkeiten seine waldbaulichen Ziele zu verwirklichen, ohne unverhältnismäßig viel Zeit, Geld und Ärger zu investieren.
Und das ist frustrierend. Nicht umsonst ist so vielen Leuten der Wald schon lange "Wurscht".
Denn die Jagdlobby mit den besten Drähten zu den Gesetzgebern, schreibt den Waldbesitzern vor, was im Wald geschieht, nicht umgekehrt.

Sogar der Bundesrechnungshof hat das Land Steiermark gemahnt, die gesetzlichen Grundlagen zu verbessern. Passiert ist eigentlich nichts. Außer, dass es von einem Höchstabschuss zu einem Mindestabschuss gekommen ist. Das hat die Jägerschaft im Bezirk Feldbach z.B. nicht davon abgehalten, den Abschuss sogar zu reduzieren...

Die Äsungsflächen sind in den letzten Jahrzehnten drastisch zurückgegangen. Die Wilddichte ist aber gestiegen. Seit über 20 Jahren zeigt das Wildverbissmonitoring viel zu hohe Verbissraten.
Da ist der Keimlingsverbiss noch nichteinmal inkludiert!

Es werden hier je nach Jahreszeit im Schnitt Wilddichten bis zu 30 Stk je 100 HA erreicht. Wahnsinn für den Wald!!
http://www.naturwald.info/index.php?option=com_content&view=article&id=23&Itemid=34
http://naturwald.info/pdf/Bodennutzungdaten2009H.pdf

Im Hinblick auf den Klimawandel ist hier wohl Eile angesagt. Auf was wartet man denn noch?
In der Ost-Steiermark steigen die Temperaturen bereits d r e i m a l so schnell, als im globalem Mittel!!! Schon 2003 sind wir knapp an einer Wald-Dürre-Katastrophe vorbeigeschrammt.

Wenn hier nicht bald die natürlichen Waldgesellschaften wieder wachsen dürfen, schauts schlecht aus... Zusammenbrechende Wälder, samt folgender Versteppung möchte ich mir nichteinmal vorstellen.

 


m.josef@gmx.at antwortet um 26-04-2012 06:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Es ist nicht leicht hier im Forum darüber zu berichten. Doch muß mann schon auch bedenken, daß der Lebensraum für das Wild jährlich um viele Ha verringert wird. Durch Bebauung o.a. Es sei auch festgehalten das laut Jagdgesetz das Bejagen aus dem Auto verboten ist.
In meiner Jagdgesellschaft passt gott sei dank alles. Pächter sind ausschließlixh Landwirte aus der Gemeinde. Sind wirklich bemüht und hegen und jagen zur zufriedenheit aller. Das mit der Fütterung ist so eine Sache. Wir haben nur 6% Waldanteil. Der Wildbestand ist in einem normalen Maß. Der Verbiss wäre also umso größer da wir weniger Wald haben. Durch gezielte Fütterung kann man schon den Verbiss vermindern.
Es ist nicht leicht bei solchen Situationen wie sie vorher beschrieben sind. Jedoch kommt so etwas heraus wenn zb. das Geld (Jagsdpacht) zur Vergabe der Jagd eine große Rolle spielt. Werdet selber Jäger und es wird sich das Problem von selbst lösen.


Schaf_1608 antwortet um 26-04-2012 07:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Bse wie bereits gesagt: ich kann nur von meiner warte aus sprechen und von den mir bekannten personen, da ist gehen üblich... liegt aber vl daran, dass man bei uns nicht wirklich gut mit dem auto herumkommt....

Zum Thema Fütterung möchte ich auch noch was bemerken: Wir haben ca 50% Waldanteil, das Wild füttern wir schon seit Jahren nicht mehr, und trotzdem kommen meine Naturverjüngungen super hoch... Bei wenig Waldanteil kann das schon problematisch sein, den sind wir mal ehrlich, wieviele winterbegrünungen und Wildäcker gibts den in Ackerbauregionen? da ist im sommer extrem viel Äsung da und zur Ernte plötzlich nicht mehr, da muss das Wild in den wenigen Wald ausweichen, weil verhungern will keiner gern... Und in diesem Fall kann eine kurzeitige Ablenkfütterung vorteilhaft sein, wobei die Anlage von Äsungsflächen natürlich viel besser wäre...

Noch kurz zum Thema verschonen von weiblichen wild, jagd auf trophenträger: Wenn ich 10 pro ha jagdpacht zahlen würde und nur zweimal im jahr zeit habe um ins revier zu reisen, dann würde ich auch schnellstmöglich alles erlegen was geht (ich müsste es ja, weil ich den abschussplan erfüllen muss), dabei entscheiden sich leider viele dazu zuerst die männlichen tiere zu erlegen und erst dann die weiblichen, für diese bleibt dann oft wenig zeit, denn die jagd auf weibliches wild ist um einiges schwieriger....
Daher mein Appell an alle: fordert nicht immer jagdpacht und unterschreibt für den der am meisten bietet, sondern seit zufrieden und unterschreibt für heimische jäger und landwirte die zeit haben...

glg


pur antwortet um 26-04-2012 12:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Warum last Ihr die "bösen " und nicht die "guten" Jäger bei Euch jagen ? Hat das etwar mit dem Jagdpachtschilling zu tun ? Die Grundbesitzer bestimmen selbst wer jagd ! Wurden die Probleme schon dem
Jagdausschussobmann gemeldet ?
Bei uns jagen die Grundbesitzer selbst, daher gibt es fast keine Probleme.
Zur Fütterung : Bei uns wäre eine Fütterung nicht umbedingt nötig (Rehwild), wird aber im Winter nicht gefüttert,
gibt es einige Grundbesitzer die sagen : Die Rehe müssen ja Verbeißen wenn Ihr sie nicht füttert !
Und wie Patrick 1608 schreibt, der Herr Dip.Ing oder Herr Dr. sch...t auf die Interessen der Grundbesitzer, zahlt ja eh einen hohen Jagdpacht.


leitnfexer antwortet um 26-04-2012 14:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Hallo!

Winterfütterung ist ja schön und gut, aber was bei uns für Mengen Kraftfutter und Maissilage aus dem Flachland herbeigekarrt wird( rd30km) um im Winter die Hirsche mästen zu können, das ist nicht normal...
Zum "Auto-Hochsitz": Bei uns werden vielfach beim Bau der Forststraßen(Großgrundbesitzer mit "Herrenjagd") gleich an allen erdenklichen Plätzen mit dem Bagger Fundamente für Hochsitze eingesetzt, denn das Auto darf nicht mehr als 3 Schritte vom Ansitz entfernt sein! Gehen sieht man "solche" Jäger kaum. Bei mir ist das anders, weil wir in der Genossenschaftsjagd sind und einen sehr bemühten Heger-Jäger haben, aber bei rd 20 ha im Gegensatz zur 900ha Großjagd ist das halt ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Heu wird übrigens von besagten Jägern kaum gefüttert, das wird zum Großteil Kompostiert...


Indianerlandwirt antwortet um 26-04-2012 19:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Das die Vernachlässigung des Abschussplanes mit Fütterung, Rückgang der Jagdfläche, Mangel an Wild-Lebensraum und Höhe der Jagdpacht zusammenhängt ... ist nicht meine Meinung. Jäger machen einfach nicht ihren Job.
Ein höherer Jagdzins müsste sogar den Abschuss erhöhen. Schließlich ist Jagd ein (Lebensmittel)-unternehmen. Jeder guter Unternehmer sorgt dafür, dass seine Kosten gedeckt sind und auch ein Gewinn abspringt. Mit Wohlfahrt und Hobby hat Jagd wenig zu tun.
Demnach sich sind die Jagdzinse viel zu niedrig, da sich die Jäger es leisten können ihren Abschussplan nicht zu erfüllen. Den der Verkauf von Wildfleisch, Abschüsse, Felle und was weiß ich noch bringen die Erlöse.
Ich bin dafür das wir die Jagdverpachtung beenden und wieder Wölfe und Co in unsere Wälder lassen. Die schützen einfach so unsere Wälder. Die Jäger können doch nicht ernsthaft der Meinung sein, dass wir unsere Wälder kaputt machen für ein Almosen von Jagdzins. Und dann noch Danke sagen müssen für den Schaden, den sie uns anrichten - weil sie ihren Job nicht machen!!


Woodster antwortet um 26-04-2012 21:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
@Indianerlandwirt,

ja für den Wald wärs wohl das beste, wieder Wolf, Luchs und Co jagen zu lassen.

Denn eines ist auch gewiss. Überall dort, wo die Raubtiere aus ökologischen Systemen entfernt wurden, vernichten über Kurz oder Lang die Pflanzenfresser ihre eigenen Grundlage. Und so nebenbei auch unsere Lebensgrundlage.
Eben deshalb, weil sie ungestört und selektiv flächenhaft die Pflanzen fressen und so widerstandsfähige Pflanzengesellschaften ruinieren. Was bleibt sind dann Monokulturen, die dann über Massenschädlinge zusammenbrechen....

Schon der Spruch der Jäger, "das das Wild nicht beunruhigt werden soll", zeugt von Unkenntnis der ökologischen Zusammenhänge.
Der Wald in einer gesunden Form kann nur entstehen, wenn die Pflanzenfresser (Flüchter) regelmäßig durch Raubtiere "beunruhigt", also bejagt werden. Dadurch kann ein flächenhafter selektiver Verbiss nicht erfolgen. Und die Pflanzen haben dort und da die Chance durchzukommen.
Durch die Jagd passiert genau das Gegenteil. Das gezüchtete "Wild" ja nicht beunruhigen, füttern und ab und zu von den Viechern eines abschießen. Das ist dann Hege...

Das was momentan in unseren Wäldern passiert ist die Zerstörung unserer Qualitäts-Lebensgrunde.
Und die Jagd spielt dabei die Hauptrolle!
Warum die Jagdgesellschaften ökologische Grundregeln derart ignorieren, verstehe ich nicht.
Sie ruinieren so auch ganz gezielt die Grundlagen für ihr eigenens so geliebtes Hobby.
Denn: Die Gefahr für unsere Natur oder die Baumbestände geht nicht von den Wildtieren aus, sondern von den Menschen, die diese Tierbestände hoch halten und bejagen wollen.

Hier sieht man die Entwicklung der Rehabschüsse seit 1950 nach Bundesländern: ab Seite 136.
http://www.vu-wien.ac.at/i128/pub/diplomarbeiten/wildauer%202007.pdf



leitnfexer antwortet um 26-04-2012 21:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
@Indianerlandwirt:

Offensichtlich lebst du im Tippi in im Reservat?
Die (Herren)Jagd lebt kaum vom Wildbret, sonder vorwiegend von der Vergabe von Abschüssen = "Sonntagsjäger". Diese Jagdgesellschaften kommen zumeist aus hohen politischen oder wirtschaftlichen Kreisen und mit gut treffen oder gar lange auf einen Abschuss warten habe es diese Personen nicht so sehr. Daher ist für den Jagdpächter wichtig, das der Wildbestand hoch ist , damit der greise Firmenboss einfach nur in den Rudel hineinschießt(teilweise sitzt sogar ein "richtiger" Jäger in der unmittelbaren nähe, der mit einem schnellen Folgeschuss dafür sorgt, das das Tier nicht unnötig zu leiden hat oder damit es überhaupt bemerkt, das es gerade erschossen wurde... ;)
Nur als Zahlenvergleich: Die Jagdpacht meiner "Nachbarn" ist etwa das 10fache von dem, was ich von der Genossenschaft bekomme, und selbst mein tüchtiger Jäger kann seinen Aufwand in keiner weise mit dem Erlös vom Wildbret aufwiegen, er ist einfach ein rüstiger Pensionist, der das als Hobby macht, und dabei einen Teil seiner Ausgaben und Aufwendungen wieder zurückbekommt.


schellniesel antwortet um 26-04-2012 22:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
@woodster
Ja die Anmerkungen unten in der Statistik sind ganz wichtig!
Hab auf ~10ha schon min 5-8Dauergäste in form von Rehwild teilweise kann man je nach jahreszeit auch bis zu 15 aufeinmal "entdecken"!
Nun es ist eine Freude zu sehen wie Gezäunte Waldparzellen sich entwickeln im gegensatz zu ungeschüzten Abschnitten! Einzig wirkungsvolle methide 1,5m Wildzaun!
morgen wird die nächste Parzelle gezäunt! Aufforsten ein fremdwort eher auslichten bzw um fehlende baumarten ergänzen!

Lebensraum nehmen wir dem wild kaum weg den die haben fast eine jede scheue verloren! Bzw erobern besiedelte Gebiete im nu zurück! mein Hafer ist keine 20m vom haus ziemlich abgenascht teilweise am hellichten tag! der nächste wald ist aber min 100m weg! Also dekung braucht das wild wohl kaum!
Kenne einige geschichten die in Stadnähe Graz regelmäßig Rehwild im GArten haben. Und die wildschweine von Berlin sind auch bekannt!

mfg Andreas


Indianerlandwirt antwortet um 26-04-2012 22:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
tria und leitnfexer:
Offensichtlich lebe ich im Reservat in einem Tipi. (Eingesperrt gehört er, der Indianer). Das hatten wir ja schon.
Unwirtschaftlich (laut Jäger) und 20 Millionen EUR Schaden in Kärnten zu verursachen.... Ist das nicht Grund genug die Jagdreviere zu schließen? Die Wölfe machen den Job besser!
Und Jagd ist Hobby ... Wie kann ein Mensch sagen, das Töten von Tieren ist sein Hobby? Das hat es in der ganzen Menschheitsgeschichte bis heute nicht gegeben. Da war Jagd ein notwendiger Teil zum Überleben auf dieser Erde. Jedoch mit Reue dem Tier gegenüber! Jagd-Hobby, wenn ich das schon höre, wird mir übel.



pur antwortet um 27-04-2012 08:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Noch einmal: Das Jagdrecht ist untrennbar mit Grund und Boden verbunden. Bejagung ist die Pflicht des Grundbesitzers. Da jedoch das Jagdgebiet eine gewisse Fläche braucht, werden mehrere Grundstücke zu einer
Genossenschaftsjagt zusammengelegt. Die GRUNDBESITZER wählen den Jagdausschuss der wiederum den
Obmann wählt. Wahlberechtigt sind nur die GRUNDBESITZER des jeweiligen Jagdgebietes. Der Jagdausschusch bestimmt an wen verpachtet wird und zu welchen Bedingungen.
Der/Die Jäger haben einen Abschussplan für Schalenwild ausgenommen Schwarzwild auf der BH zu beantragen. Im Abschussplan muß auch die Wildschadenssituation beschrieben werden. Der Jagdausschussobmann muß dem Abschußplan zustimmen, erst dann kann der Plan von der BH verfügt werden. Wir der Plan dann nicht erfüllt, brauchst du schon eine gute Begründung für die BH(zb.Naturkatastrophen usw. nicht Zeitmangel usw.) Der erste Weg bei Proplemen ist immer der zum Jagdausschussobmann. Unternimmt der nichts habt Ihr die falschen Leute gewählt !
Jäger die nicht passen bekommen die Pacht nicht verlängert, egal ob er sich´s mit Geld wieder richten
will. Wir hatten einen käuflichen Menschen im Jagdasschuss der bei der nächsten Wahl 0 Stimmen bekam.
Ist es nicht oft ein Proplem das sich die Grundbesitzer selbst nicht einig sind was sie wollen ?
Noch eine Frage die mir nicht beantwortet wurde : Warum hat der Sonntagsjäger das Jagdgebiet bekommen ?
Zu Wolf und co.- Wer schreit aus ersters wenn wieder Weidevieh gerissen wird ?
Bei uns im Ort sind alle Jagdgebiete bis auf eines ín " Bauernhand", warum nicht auch bei euch ?



Almenoeder antwortet um 27-04-2012 08:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Danke an pur für den guten und sachlichen Beitrag!
Endlich einer der objektiv und sachlich schreibt!



Woodster antwortet um 27-04-2012 09:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
@Pur,

super geregelt!!
Wir haben ja in Österreich 9 verschiedene Jagdgesetze. In welchem bist du?


pur antwortet um 27-04-2012 09:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
In NÖ, bis auf die Verpachtzeit(NÖ 9 Jahre) sind sie sich aber ähnlich.


Indianerlandwirt antwortet um 27-04-2012 09:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
pur@
Ist ja schön das das wir Gesetze und Regelungen haben. Doch die sind übrig. Die Jäger tun nicht ihren Job. Sonst hätten die Grundbesitzer in Kärnten nicht 20 Millionen EUR Schaden. Und das es meine Pflicht ist , als Grundbesitzer, für die Jagd zu sorgen, vergebe ich die Jagd an Wölfen. Die machen ihren Job. Aus mit Alkohol und Sex am Hochsitz.

Und den Schaden am Weidevieh ist abzugelten. Wieviel war die Schadensumme in Kärnten. 5000 EUR? Wir haben in Kärnten gar nicht soviel Schafe, das 20 Millionen EUR Waldvernichtung wettmachen könnte. Wenn alle Waldbauern in einen Topf einzahlen, als Schadenersatz fürs das Weidevieh, ist das ein Klacks! Also weg mit den Jagdrevieren. Wir brauchen keine selbsternannte Elite (Elite - Aussage des Landesjägermeisters) die außer Schäden und Unwirtschaftlichkeit nicht zusammenbringen.



pur antwortet um 27-04-2012 10:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Punkt 1 : Den Landesjägermeister kann sich kein Jäger aussuchen, er wird zwar "gewählt" wird aber in Wirklichkeit
von den hohen Herren bestimmt-siehe NÖ Josef P. Geht nah eigenen Angaben ca 10 mal im Jahr jagen-super Landesjägermeister ! Fakt ist das die Basis nicht immer einer Meinung mit der Führung ist bzw. mit deren Aussagen
glücklich ist-wenn nicht so dürfte keiner über den BB schimpfen, ist ja auch die einzig Richtige und Wahre Vertretung
von uns Bauern und die haben auch immer Recht, oder nicht ?
Punkt 2 : Wieviele Wölfe und Bären laufen in Kärnten umher und wieviele würden deiner Meinung nach benötigt um den Wildstand dementsprechend zu regulieren ? Würde das wirklich besser klappen ?
Punkt 3 : Wer geltet den Schaden an Weidevieh usw. ab, ach so ,eh die Anderen.
Punkt 4 : Du kennst blöde Jäger ,also ist jeder Jäger blöd ! Du kennst sicher auch blöde Landwirte, ist jetzt auch jeder Landwirt ...... ?
Punkt 5 : Ich trinke Alkohol und habe Sex zum Glück kann ich das alles zu Hause machen, bin aber den Sex am Hochstand keinen neidig, ist sicher unbequem.



helmar antwortet um 27-04-2012 11:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Komisch irgendwie..........gab es nicht vor einigen Jahrzehnten einen Reichsjägermeister Reichsmarschall Göring?
Jetzt gibt es seit längerem Landesjägermeister.........wer ist eigentlich der Bundesjägermeister?
Würde Helga gerne wissen......


pur antwortet um 27-04-2012 13:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Bitte Indianerlandwirt um Antwort : Warum hat der alkoholisierte FKK Sonntagsjäger euer Jagdgebiet bekommen? Was sagen die anderen Grundbesitzer ? Stellt euch gemeinsam auf die Füße ! Nur in einem Forum
sein Leid zu klagen ist zu wenig.
Wenn Du grundsätzlich ein Problem mit der Jagd,dem Schlachten usw hast, ist das eine andere Geschichte.


Almenoeder antwortet um 27-04-2012 16:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Sg Herr Indianerlandwirt!
Ein bisschen weniger Emoutionen und mehr Sachlichkeit bitte! Deine "ausgefallenen Ansichten" teilt hier wahrscheinlich keiner! Solche Sachen hat sich das Forum nicht verdient!


Schaf_1608 antwortet um 27-04-2012 18:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
ich muss auch nochmal meinen senf dazugeben: Indianerlandwirt, ich schätze deine beiträge und deine kritische herangehensweise gegen alles sehr. Aber ich will mal behaupten, dass wölfe, bären und lüchse nicht in der lage wären den rehwildbestand auf einem erträglichen maß (für den wald) zu halten. klar sind sie die idealen jäger, denn sie haben sich jahrtausende ans wild angepasst und haben zeit sich das beste stück auszusuchen. Trotzdem sind sie nicht blöd: das am einfachsten zu jagdende "wild" sind unsere weidetiere.... die schäden kann man sicherlich durch den einsatz von verschlossenen unterständen in der nacht und hütehunden eingrenzen, aber ausschließen nicht, und außerdem wer soll für die kosten aufkommen?!?
Aber noch viel wichtiger ist: wo bekommen wir die großraubtiere her? wir können dein system nicht einführen weil zurzeit können sich großraumtiere eh ungestört ausbreiten, ABER sie tun das nicht...
und selbst wenn würds noch ein problem geben: wie bereits erwähnt sind rehe und wildschweine kulturfolger (d.h. sie kommen mit der besiedelung durch den menschen perfekt zurecht, und verbreiten sich bis in die städte und ds in großer zahl) die raubtiere sind aber durch die bank kulturflüchter... also würde das höchstens in entlegenen gegenden funktionieren... im besiedelten bereich könnte sich das wild also zurückziehen... klingt blöd ist aber so,....
glg


Tanno antwortet um 27-04-2012 20:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
@Indianerlandwirt

Das Thema hatten wir in diesem Forum schon sehr oft.
Durch das jammern im Forum wird sich nichts ändern.Es wird sich nur was bewegen,wenn sich die Bauern endlich einmal auf die eigenen Beine stellen,und sich diesen unhaltbaren Zustand einfach nicht mehr gefallen lassen.
Es gibt, soweit mir bekannt ist in einigen Bundesländern Vereine bezw.Organisationen die sich mit diesem Thema auseinandersetzen.
Unterstützt diese Vereine - Denn nurn gemeinsam sind wir stark!!
ProSilva, Ökojagd,Naturwald Steiermark usw.




leitnfexer antwortet um 27-04-2012 21:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Hallo!

@pur
bei weitem nicht alle Jagden in Ö sind Genossenschafften, es gibt genug welche hunderte oder sogar tausende ha groß sind, da spielt das Geld dann schon eine große Rolle(oder auch "freundschaftliche Beziehungen"). Ausgehjäger sind zumeist in solchen Jagden zu finden(=Sonntagsjäger).

@ indianerlw
wie würdest du das abgelten wenn das Leben von Menschen am Spiel steht? Informiere dich bitte, wie es in Gegenden abläuft, wo Wölfe noch das "Sagen" haben, oder wie es früher so war


Woodster antwortet um 27-04-2012 23:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
@leitnfexer,

das mit Wölfen, Lux, Fuchs und Co wirds in der Praxis nicht spielen.
Tatsache ist auch, das alles "Raubzeug" in Fetzen geschossen wird.

Solange man die Schadensregulierung nicht drastisch vereinfacht und verbessert, wird sich am derzeitigen Walddesaster zu Lasten der Eigentümer nix ändern....

Aber das wird ja bewußt so gehalten, damit sich ja nix ändert.
Das Hobby ist eben wichtiger als der Schaden für die Eigentümer und Allgemeinheit.
Erst wenn die ersten Wälder zusammenbrechen, wirds heissen:
Na das haben wir ja nicht vorraussehen können.... ist ja so überraschend gekommen....
Wenn man genau nachdenkt, wird einem bei so viel Blödheit schlecht.


helmar antwortet um 28-04-2012 07:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Hallo Woodster.....so ist es. Allerdings gibt es gar nicht so wenige Jäger welche inzwischen sehr.....drauf sind, besonders wenn es um Schäden im Grünland, verursacht von Wildschweinen geht. Und welche bei der Behörde sehr wohl, zumindest für einige Zeit, "drastische" Massnahmen einfordern. Und da kommt dann wieder die Politik ins Spiel......denn Gesetze müssen ja im Parlament abgeändert werden. Und welche Partei will da in den Medien als Befürworter für die ach so bösen Bambi und Ferkelchenkiller dastehen? Keine einzige......
Mfg, Helga


schellniesel antwortet um 29-04-2012 20:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Noch vor 7 Jahren Grünland eigentlich nur Naturverjüngung neben einem kleinem Waldstück
eigentlich zuerst nur mit ein paar Bändern die im Wind wähn sollen zur Wildabschreckung umspannt (1jahr gut gewirkt) erst nach 3 jahren durch Maschendrahtzaun (Auschussware) ersetzt da die Paar gepflanzten Fichten dann zusehr vernascht wurden und auch die keliene fläche Schlafplatz der Rehe wurde!

Nächstes Jahr auslichten angesagt vor allem die Hainbuche will da alles überschatten;-)


Vor 7 Jahren noch Wiese dank Zaun schöner Jungwald
 


Woodster antwortet um 29-04-2012 22:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Sehr schön, schellniesel!

Bei uns will die Behörde keinen Zaun...
Deshalb wird von den schönen kleinen Ahorns nicht viel überbleiben....
Die Tannen sind schon alle weg...



 


schellniesel antwortet um 29-04-2012 23:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
@woodster

ja solche Bilder kann ich dir auch machen Ahorn vermehrt sich auch prächtig bei mir! einziger Hacken daran ist das es nur wenige schaffen so groß zu werden um Wild-resistent zu sein meist sieht man schon im August fast nix mehr von den Jungen Ahorn´s!
Sind auch ein paar in den gezeigten Bild dabei die gilt es dann zu fördern den momentan wuchert echt die Hainbuche über alles!!

Mach morgen mal ein Bild von meinem zu Ahornbäumen angrenzenden Acker!
Wäre ein Freude daraus eine Baumschule zu machen ,-) leider soll da nächste Woche der Ölkürbis hin...

mfg Andreas


pur antwortet um 30-04-2012 07:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
@leitnfexer
um dier Eigenjag wirds hier nicht gehen, da ja einige von den hohen Wildbeständen auf ihrem Grund und Boden berichten. Um die Bundesforste wohl auch nicht, weil die kennen keinen Spaß was hohen Wildstand angeht. Weiters wurde noch keine meiner Fragen beantwortet. Mich würde auch noch Interessieren
was wurde von Seiten der Grundbesitzer schon unternommen, wie funktioniert euer Verpachtungsmodel, wer ist Euer Ansprechpartner, hat man sich schon über mögliche Maßnahmen informiert ?



Fetzerl antwortet um 30-04-2012 09:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
@woodster: was heisst "die Behörde will keinen Zaun"? Welche Behörde ist das?
Ob sie will oder nicht, ist egal; wenn du einen kleinräumigen Zaun zur Förderung der Naturverjüngung setzt, dann möchte ich mal die Forstbehörde sehen, die mir das verbieten will. Mit der Begründung "Förderung der Naturverjüngung zur Etablierung eines standortangepassten Waldes und Förderung seltener Baumarten (Tanne)" solltest du jedenfalls durchkommen.

Einen Grund gibts wahrscheinlich schon: wenn mal ein Zaun steht, sieht man, wieviel Naturverjüngung möglich wäre, wenn weniger Wild vorhanden ist - das wäre ein Beweis für den zu hohen Wildstand und das wiederum würde die Behörde unter massiven Zugzwang bringen...

LG, Franz


Woodster antwortet um 30-04-2012 13:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
@Fetzerl,

Wie ich von Waldbauern im Bezirk Feldbach höre sind Zäune unerwünscht.
Jene die Zäune haben, werden überprüft und gegebenenfalls per Bescheid angehalten, bestehende Zäune zu entfernen.
So wie ich das auch mitbekomme, sollen Wälder großzügigst durchforstet werden, um so dann die Naturverjüngung ohne Zaun zu fördern.
Die Idee wäre ansich ja nicht schlecht. Nur im kleinstruktuierten Bauernwald spielt sich das nicht.
Wenn man hie und da jemand einen oder zwei Hektar auflichtet, ist für die Rehe dann Weihnachten und Ostern zugleich.

Hab schon solche Flächen gesichtet. Die sind so krass durchforstet, dass die Eichenstämme ausschlagen. Aus Wertholz wird hier Brennholz gemacht.
Und auch der Waldsaum komplett entfernt...

Es hat ja auch wenig Sinn, alles rauszuhacken und keine Reserven zu haben.
Nur dass ich großflächig Naturverjüngung ohne Zaun mache, wo nicht sicher ist, dass diese durch den starken Verbiss auch aufkommen kann, ist mir zu unsicher.
Vergrasung und Dornen mit Arbeit ohne Ende will ich mir sparen.
Und fleckenweise Einzäunen möchte ich auch nicht.


Indianerlandwirt antwortet um 30-04-2012 14:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Danke für die Antworten.

pur, patrick usw@
Kärnten wäre mit unter 200 Wölfen voll besiedelt (Revierstruktur). Der Erfolg der Raubtiere bei Beutemachen ist 10:1, das bedeutet 10 Jagden um 1 mal Erfolg zu haben. Doch das ist nicht der Hauptgrund, warum sie den Wald vor Verbiss und Schälen schützen. Hauptsächlich "beunruhigen" die Raubtiere Reh, Hirsch und Co. Und darum sind sie echte Partner der Bäume. (Ökologisches Dreiecksverhältnis: Wild-Raubtiere-Wald).
Und an alle die zu viel Horrorfilme ansehen. In sehr vielen Ländern leben Menschen und Wölfe zusammen ... ohne Probleme.

Wozu Jäger? Die sind doch in Wirklichkeit nur Hochlandrinderzüchter, die statt Rinder eben Reh und Hirsch bewirtschaften. Also Rehzüchter, Rotwildzüchter. Die Jagdpacht ist doch ein Witz. Für 3 Eur den ha decken wir Bauern den Jägern den Tisch und lassen uns dafür den Wald vernichten. Hurra. Das ist ja schon wie zur Zeit der Leibeigenschaft.




schellniesel antwortet um 30-04-2012 23:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
@woodster

Ist für viele kaum zu glauben aber bei so einen fleck muss man froh sein wenn 2-3 davon Überleben!
reicht ja an und für sich eh aber eben auch sichwer nicht ohne verbiss und verfegen so das die Bäume weit weniger zuwachs haben als sie könnten!



Ahorn
 


schellniesel antwortet um 30-04-2012 23:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
und auch noch das versprochen Foto vom Ahorn- Acker;-)

ist zwar auch ein wenig Unkraut schon mit dabei aber großteils sind das hellgrüne alles Ahorn Sprösslinge...



 


schellniesel antwortet um 30-04-2012 23:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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An der Natürverjüngung an sich scheitert es nicht den die ist sobald licht auf den boden kommt eh dick da nur die ersten 5-10 jahre überleben nur ganz ganz wenige davon "unbeschadet" oder sagen wir so gut wie kein erhaltungswürdiger!

Vorrangig schaffen es die Buche und der Ahorn wenn man sie eigentlich viel zu lange schön dicht stehen lässt so das eben kein Wild mehr zu den inneren rein kann auslichten darf man nicht dann ist alles für die Katz
Bei Fichte( nadelbauarten) bekomme ich mit Natürverjüngung ohne Schutzmasnahmen gar nix über die Runden!
Dachte früher immer das es eben daran liegt das ich relativ wenig Nadelanteil im Wlad habe Irrtum zaun aufgestellt und man hat artenvielfalt da! sicher ein klein wenig muss man schon reguliertend eingreifen sonnst wird mit dem schöenen Mischwald auch nix würde sich nur das schnellwachsende durchsetzten...

Aber es ist eindeutig lustiger den Urwald etwas einzudämmen als ständig sich zu ärgern warum da nix zuwachsne will!




 


pur antwortet um 02-05-2012 08:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Indianerlandwirt, bei Deine 200 Wölfe müßten ein jeder Wolf alle 2,2 Tage ein ein Schalenwild reißen um auf
die ca. 33000 Stück in Kärnten zu kommen.
Warum beantwortest Du nicht meine anderen Fragen ? Jammern ist wohl leichter ?
Darum: Bauernjagd in Bauernhand, so läufts bei uns.




Sorbus antwortet um 03-05-2012 11:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Muss ich dir vollkommen zustimmen!! Und das Buch ist wirklich so geschrieben, wie es sich eben zugetragen hat bzw. (leider) noch immer abläuft!! Kann nur dazu sagen: Waldbesitzer wehrt euch!!


Sorbus antwortet um 03-05-2012 17:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Indianerlandwirt

Mit dem Wolf muss ich dir schon recht geben! Aber von den meisten (es gibt ja auch schon die Ökojäger) werden diese Raubtiere als Konkurrenz angesehen und in einem "passenden" Moment womöglich auch erlegt. Man muss Kompromisse finden, dann ist für jedes Tier Platz genug!
Das mit der Fütterung ist sowieso schwachsinnig. "Fütterung nur in Notzeiten" Wieder ein Synonym für die Hegejäger um laut Gesetzt das Futter tonnenweise vorlegen zu können, nur damit die Knochen am Schädel der männlichen Tiere wachsen können. Passt der Wildbestand, wächst der Wald und, ob es die Jäger glauben oder nicht, ihre zum verstauben verurteilten Tröphäen!
Und wie ich lesen kann, sind viele von euch sehr unzufrieden mit ihren Zuständen im Wald. - bin ich übrigens auch -
Was tun? Meiner Meinung nach muss diese Thema viel mehr öffentlich diskutiert werden, damit auch Politiker einen Handlungsbedarf sehen. Schließlich geht es um UNSEREN Wald und nicht um die Bühne der Jäger!


Indianerlandwirt antwortet um 03-05-2012 18:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
pur@
... da ich anscheinend deine Frage nicht beantwortet habe: Was ist eigentlich deine Frage?

Wenn Jäger nicht ihren Job (Wald schützen!!) machen, dann müssen wir eben die Jagdreviere auflösen und Wölfe den Job überlassen.
Die Jagdreviere müssen wir schon deshalb auflösen, da Jäger ihre Macht über des Wild nicht teilen wollen. Wer sein Handwerk nicht beherrscht, muss schon zu Intrigant sein. Darum machen Jäger doch alle Raubtiere tot. Kaum kommt mal ein Bär über die Grenze wird er über den Haufen geschossen. Und ich will gar nicht Wissen, wie viele Wölfe so unbemerkt ein ähnliches Schicksal haben.


Schaf_1608 antwortet um 03-05-2012 18:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
indianer was passiert wenn du alle jagdrevier auflöst? genau die rehe vermehren sich mal ungestört.... vielleicht tauchen in den nächsten zehn jahren ein paar großraubtiere auf und machen ihrern job, aber das könnten sie jetzt auch, ich glaube nicht, dass jäger dies verhindern... Wenn ein Bär von einem wilderer erschossen wird bedeutet das noch lange nicht, dass alle jäger bären abknallen, sonst hätten wir nicht allein in kärnten neun nachgewiesene braunbären!!! Und Wölfe und Luchse gibt es auch ein paar, habe selbst vor zwei jahren einen luchs gesehen und ein jahr später unweit davon entfernt wieder einen (möglicherweise der selbe, kA)

im anderen beitrag habe ich eh sorbus einen lösungsvorschlag präsentiert, überleg mal ob er nicht auch was für dich wäre....
glg


Indianerlandwirt antwortet um 03-05-2012 20:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
@patrick 1608
Ist dein Vorschlag folgend? Die Jäger ausssieben und nur noch die zulassen, die wirklich ihren Job machen? Also den Abschussplan der Tierökologen einhalten, Raubtiere zulassen und den Wald schützen?
Und wie soll das gehen?


Schaf_1608 antwortet um 03-05-2012 20:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
jein mein lösungsvorschlag für dein Problem war, dass du dich beim jagdausschussobmann aufregst und mit den jägern gesprochen wird, dass sie das revier zur neuen verpachtung nicht mehr bekommen, wenn sich nicht schnell was ändert....
Dann können zwei sachen passieren: erstens die jäger denken um und erfüllen den abschussplan und arbeiten endlich mit hirn, oder sie bekommen kein revier mehr, wenn sie eures nicht mehr bekommen werden sie wohl versuchen mehr zu zahlen, dann liegts wieder bei euch...
das wichtigste ist sicherlich das die grundbesitzer zusammenhalten und gut mit den jägern auskommen... Wenn da gewisse jäger nicht mitspielen wollen müssen sie eben weichen, wenn einzelne grundbesitzer nicht mitspielen wollen bleibt ihnen nichts anderes übrig als das zu schlucken und hier im forum darüber zu lästern ;-)

das ist zumindest meine meinung, denn ich denke mir es hat einen grund warum es bei uns so gut klappt und woanders nicht....


Indianerlandwirt antwortet um 03-05-2012 21:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Mir gefällt mein Vorschlag: Jäger weg, Wölfe her. Ich befürchte, dass selbst bei einer strengen Regie, wir Waldbauern in 10 Jahren noch immer die Schlagzeile tragen müssen: Wildschäden immer höher. 40 Millionen EUR Verbiss- und Fegeschäden. Dieser ständige Kampf mit den Jägern, kotzt mich einfach an.


pur antwortet um 04-05-2012 08:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Hallo Indianerlandwirt, ich meine die hier : zb. am 27.4.um 10:48-Punkt 2 : Wieviele Wölfe und Bären laufen in Kärnten umher und wieviele würden deiner Meinung nach benötigt um den Wildstand dementsprechend zu regulieren ? Würde das wirklich besser klappen ?
Punkt 3 : Wer geltet den Schaden an Weidevieh usw. ab, ach so ,eh die Anderen.
Punkt 4 : Du kennst blöde Jäger ,also ist jeder Jäger blöd ! Du kennst sicher auch blöde Landwirte, ist jetzt auch jeder Landwirt ...... ?
Oder am 27.04.um 13:37 - Bitte Indianerlandwirt um Antwort : Warum hat der alkoholisierte FKK Sonntagsjäger euer Jagdgebiet bekommen? Was sagen die anderen Grundbesitzer ?
Oder am 30.4. um 7:39- Mich würde auch noch Interessieren
was wurde von Seiten der Grundbesitzer schon unternommen, wie funktioniert euer Verpachtungsmodel, wer ist Euer Ansprechpartner, hat man sich schon über mögliche Maßnahmen informiert ?
Du beantwortest einen Teil von Punkt 2 aber die anderen Punkte nicht, und die Frage vom 27.4. um 13:37
auch nicht !





Schaf_1608 antwortet um 04-05-2012 08:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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naja deine lösung mit jäger weg wölfe her ist aber viel leichter gesagt als getan, den wo willst den die wölfe herkriegen? sie hätten ja auch jetzt die möglichkeit sich anzusiedeln, tun sie aber nicht wirklich... zumindest wird es noch einige jahrzehnte dauern...



Indianerlandwirt antwortet um 04-05-2012 09:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Qpur
Punkt 2: ca. 200 Wölfe (da die Revierstruktur, bzw Wildbestand:Wölfe ca. 1:10 nicht mehr zulässt). Die Anzahl der Wölfe bekämen wir innerhalb eines Jahres aus Russland-Sibirien. Alles außer die jetzige Situation würde besser klappen.
Punkt 3: Wenn die Waldbauern in einem Topf einzahlen, sind die paar Tausend EUR Weidevieh-Schaden immer gerechtfertigt. Wir haben 20 Millionen EUR Schaden im Wald!!
Punkt 4: Wo habe ich geschrieben, dass es blöde Jäger gibt? Ich kenne Jäger, die nicht ihren Job (Wild hegen um Wald zu schützen) machen.
Punkt 4: Warum unsere Jäger die Jagdpacht bekommen haben? Was die Grundbesitzer tun?Eine gute Frage? Die Vergabe läuft wie gesetzlich vorgeschrieben(???). Es gibt keinen Zweitanbieter. Wir Grundbesitzer stehen ziemlich angeschmiert da. Also unser Jäger sehen nie ein Wild.



helmar antwortet um 04-05-2012 09:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Wennst einen Wolf haben willst, warum nicht? Kannst ja den Dackel so nennen.......im Schneeberggebiet wurden bisher 2 dieser Tiere nachgewiesen, u.a. deshalb weil sie Schafe gerissen haben. Und wenn wo eine Wolfspopulation sich tatsächlich festsetzt, dann wird sich auch diese die wenigste Arbeit bei der Futtersuche machen. Und da bedeuten Schafe und Kälber weniger Anstrengung als Rehe und Hirsche, von Wildschweinen gar nicht zu reden.
Mfg, Helga


Indianerlandwirt antwortet um 04-05-2012 16:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
@helmar
Überschlagsrechnung:
Kärntens Waldschaden bei Verbiss und Schälung pro Jahr: 20 Millionen EUR (eine Generation Waldbauern erleidet einen Schaden von 40 Jahre x 20 Millioen = 800 Millionen EUR)
Kärntens Wertschöpfung mit Holz 700 Millionen EUR, 7000 Arbeitsplätze und 3500 Waldbauern

Kärntens gerissene Schafe 250 Stk x 50 kg x 0,58 Cent = 7250 EUR
Kärntes Schafbestand 45000 Stk * 50 *0,58 = 1,3 Millionen EUR (runden wir das auf 3 Millionen EUR auf)

Die Relationen können einen umhauen. Mit der höheren Wertschöpfung könnte schon allein die Holzindustrie die gerissenen Schafe Kärntens abdecken. Die Jäger machen nicht ihren Job und verursachen eine Geldvernichtung ohne Gleichen. Also Wölfe her.


Restaurator antwortet um 04-05-2012 20:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
@indianerlandwirt:
du schreibst wie ein geldgieriger sack.
österreichs holzvorrat: 1 000 000 000 festmeter
österreichs holzzuwachs / jahr: 31 000 000 festmeter
österreichs holzernte / jahr : 19 000 000 festmeter
ergibt einen jährlichen überschuss: 12 000 000 festmeter
gleichzeitig importieren sägewerker holz aus sibirien und skandinavien?
da sind die verbissschäden von bedeutung?
ist das jetzt ein neuer kärntnerwitz?

übrigens, kärnten:
4175 fm zuwachs / a
2871fm nutzung / a
soviel rehe können die jaga gar net züchten, damit der waldbestand auf gleichem niveau bleibt.


helmar antwortet um 04-05-2012 20:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Hallo Restaurator........lassen wir doch den Landwirt indianern......
Mfg, Helga


Indianerlandwirt antwortet um 04-05-2012 21:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@restaurator
Wer sich für Wölfe einsetzt... will deiner Meinung Geld machen. Und so ist es. Wenn wir alle uns für die Umwelt und die Natur einsetzen, werden wir reich beschenkt. Für eine Generation Waldbauern (40 Jahre) in Kärnten immerhin 800 Millionen EUR zusätzlich. Für die Schafbauern kaufen wir Waldbauern-Holzindustrie für jede Herde einen Esel, denn der hat einen natürlichen Instinkt Wölfe abzuwehren.

Die wirkliche Elite in Kärnten sind die Waldbauern und die Holzindustrie. Die decken den Lebensunterhalt von sehr vielen Menschen mit einer Wertschöpfung von 700 Millionen EUR jährlich. Die selbsternannte Elite (ja sie sind gemeint Hr. Landesjägermeister) der Jäger ist dagegen nur unwirtschaftlich.




helmar antwortet um 04-05-2012 21:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Naja, wenn du überzeugt davon bist dass Wölfe deine Probleme lösen können dann solltest du einen Wolfstanz einstudieren samt den dazu gehörenden Gesang.......ein Indianerlandwirt packt das ganz bestimmt.......
Mfg, Helga


hofand antwortet um 04-05-2012 23:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
Hallo Indianerlandwirt und Kollegen
warum macht ihr nicht selbst die Jagdprüfung und nehmt das Problem selbst in die Hand? Wenn die Jäger ihren Job nicht machen, ist doch das einfachste selbst die Jagd aus zu üben und das erforderliche Wild zu erlegen. Dazu braucht es keine Wölfe. Das Wild ist ein leckeres und gesundes Nahrungsmittel, wäre doch schade es den Wölfen zu füttern. Wenn das Wild reduziert ist, was fessen die Wölfe dann?
Das Jagdrecht geht vom Grundrecht aus, also Bauern auf zur Jagd und Weidmanns Heil. Ihr werdet sehen es ist befriedigender selbst zu jagen, als auf andere zu schimpfen. Ich weiß das aus eigener Erfahrung.
Zum Wald noch: Als noch Wölfe waren ist im Wald das gewachsen, was eben gewachsen ist und nicht das was sich der Bauer wünscht. Der Wald war damals Naturwald und nicht von Menschenhand geformte Monokultur mit Durchforstungrückstand, die über weite Flächen dem Wild weder Deckung noch Nahrung bietet, wodurch sich das Wild auf die wenigen naturnahen Flächen konzentriert.




Indianerlandwirt antwortet um 07-05-2012 12:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
@helmar
... den Wolfstanz mit Gesang. Mache ich. Hea, Hea. Hea, H-e-a-oh.....eimal links und einmal rechts Hea, Hea, Hea, H-e-a-oh einmal linkgs und ....

@hofand
Dann reduziere mal den Wald nur auf den Fleischertrag des Wildes und Fichtenholzplantagen. Damit haben wir dann mehr Probleme, als ein Sack voller Flöhe..


waldgaertner antwortet um 02-06-2013 14:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Woodster:
Deinen Ausführungen kann ich voll und ganz zustimmen - bin ein Waldgärtner (ca. 3,5 ha) aus Leidenschaft u. habe mit der Jägerschaft grundsätzlich ein gutes, wenn auch skeptisches, Verhältnis. Der Link zu der Entwicklung der Rehabschüsse funktioniert (bei mir) alerdings nicht.


waldgaertner antwortet um 02-06-2013 15:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Alle beunruhigen das Wild - Nur Jäger nicht
@Woodster.
Was die Behörde will.....- was steht im Gesetz? Faktum mit Zäunung ist Artenvielfalt möglich - ohne nicht - also auf zur Selbsthilfe!!


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