Hans Rudolf Herren: Bio kann die Wert ernähren

Antworten: 15
biolix 04-11-2011 10:03 - E-Mail an User
Hans Rudolf Herren: Bio kann die Wert ernähren
Hallo !

anbei ein link zu einer tollen Sendung. Der Mann hat Kompetenz und zeigt auch viele
Probleme der Landwirtschaft auch, sogar von Afrika, auch Malaria und die Lösungen dazu... ;-))

http://tvthek.orf.at/programs/3084621-Im-Zeitraum/episodes/3117461-Im-Zeitraum

lg biolix
 


Tyrolens antwortet um 04-11-2011 12:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hans Rudolf Herren: Bio kann die Wert ernähren
Missbrauche den Mann doch nicht für deine Ideologie.




Liesal antwortet um 04-11-2011 13:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hans Rudolf Herren: Bio kann die Wert ernähren
@ biolix
Danke für den Hinweis.
Dieser Mann hat Wissen und Erfahrung - und kommt damit natürlich allen Besserwissern in die Quere!



traktorensteff antwortet um 04-11-2011 13:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hans Rudolf Herren: Bio kann die Wert ernähren
@ Tyrolens
Warum "missbrauchen"?

Aus der Sendungsbeschreibung:

Derzeit wird Afrika von einer der schlimmsten Dürre- und Hungerskatastrophen heimgesucht. Aus aktuellem Anlass spricht Johannes Kaup mit dem weltweit anerkannten Agrarökonom Hans Rudolf Herren über seine Visionen in der Bio-Landwirtschaft und wie damit die gesamte Weltbevölkerung ernährt werden kann.

Seit dem Jahr 1979 verändert Hans Rudolf Herren mit der Umsetzung seiner visionären Konzepte des Biolandbaus die Lebenssituation vieler Afrikaner. Der gebürtige Schweizer lebte 27 Jahre in Nairobi und leitete dort das Institut für Insektenforschung. Als Gründer der Stiftung "Biovision" zählt er zu den weltweit führenden Agrarwissenschaftlern auf dem Gebiet der biologischen Schädlingsbekämpfung.


biolix antwortet um 04-11-2011 13:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hans Rudolf Herren: Bio kann die Wert ernähren
Mahlzeit !

was sol man machen, "meine" Ideologie ist so ausgeprägt das sie sogar tolle Wissenschaftler übernehmen..;-)

Danke tiroler, so habe ich das noch gar nicht gesehen...

Aber im Ernst, Menschen wie Herren, brauchen wir in Zukunft um wirklich ehrliche nachhaltige und dauerhafte Systeme wieder aufzubauen, ich freue mich drauf.. ;-)

lg biolix


Liesal antwortet um 04-11-2011 14:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hans Rudolf Herren: Bio kann die Wert ernähren
Diese Sendung habe ich heute gehört auf Ö1:

Gedanken für den Tag *
Freitag, 04. November 2011, 06:56
von Michael Bünker. "Rosen statt Getreide" - vom Hunger in der Welt


"Ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet", stellt der Schweizer Soziologe Jean Ziegler fest. Während mehr als fünf Millionen Menschen in Äthiopien hungern, züchtet eine indische Firma dort auf riesigen Plantagen Rosen für Europa.

Das ist kein Einzelfall: Agrarunternehmen aus Industrie- und Schwellenländern weichen wegen der hohen Bodenpreise in ihrer Heimat zunehmend in Entwicklungsländer aus, auch ans Horn von Afrika. Derweil leidet die Bevölkerung dort unter einer Hungersnot epochalen Ausmaßes. Diese Ernährungskrise geht auf Dürre und Krieg zurück. Hunger gehört am Horn von Afrika zum Alltag, während er in Europa seine Schrecken verloren hat.

Der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker spricht anlässlich des evangelischen Reformationstages über den Hunger in der Welt als Herausforderung und Anfrage an all jene, die von diesen ungerechten Strukturen profitieren.
Gestaltung: Alexandra Mantler-Felnhofer.

"Es war ein Fehler, an dem auch ich beteiligt war". Solche selbstkritischen Sätze hört man von Politikern selten. Dieses Eingeständnis stammt von Bill Clinton, der vor Senatoren in Washington im März 2010 über den Hunger gesprochen hat. Welcher Fehler ist gemeint? Jahrzehntelang haben die USA mit billigem Getreide "Entwicklungshilfe" leisten wollen. Allerdings war das keine Verbesserung, sondern eine Verschlechterung der Situation. Bill Clinton meint: "Das Ganze war vielleicht gut für die Farmer in meinem Heimatstaat Arkansas. Aber sonst hat es nicht funktioniert." Die subventionierten Nahrungsmittelexporte aus dem Norden in den Süden haben die Chancen der Bauern und Bäuerinnen dort zerstört. Die OECD Staaten subventionieren ihre Landwirtschaft mit mehr als 300 Milliarden Dollar jährlich. Von fairen Handelsbeziehungen sind wir also weit entfernt. Die in den Ländern des Nordens übliche industrielle Produktion landwirtschaftlicher Güter ist kein Modell für andere Weltgegenden. Sie hat auch ihre deutlichen Schattenseiten: Millionen Tonnen von Getreide, Kartoffeln, Fischen, Schweinen landen in der Mülltonne.
90 000 Tonnen in Österreich im Jahr. Die Spekulation mit Lebensmitteln, mit Grund und Boden ist das Gegenteil einer ethisch begründeten Marktwirtschaft. Dazu kommt, dass unter dem beschönigenden Namen "Biosprit" landwirtschaftliche Produkte in den Tanks unserer Autos landen. Für den Ernährungsbeauftragten der Vereinten Nationen, den Belgier Olivier de Schutter ist das ein verantwortungsloser Irrweg.

Der Hunger wird nicht weit weg produziert, irgendwo auf einem fremden Kontinent. Hunger beginnt auch hier, in den Ländern des Nordens. Die Art, wie hierzulande das tägliche Brot hergestellt und gehandelt wird, hängt damit zusammen, dass es dort fehlt. Es stimmt schon: Die Menschen dort hungern nicht, weil ich womöglich zu viel esse, aber deswegen, weil ich zu wenig denke.


http://oe1.orf.at/gedankenfuerdentag


biolix antwortet um 04-11-2011 15:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hans Rudolf Herren: Bio kann die Wert ernähren
passt auch dazu, grad gehört, tolle Sendung, da ist man wieder stolz Ö1 Mitglied zu sein.. ;-))

Von Tag zu Tag


Nichts wie raus! Ein Plädoyer für gute Arbeit". Gast: Marianne Gronemeyer.
Dieses Plädoyer hält die bekannte deutsche Erziehungswissenschafterin und Autorin Marianne Gronemeyer zurzeit in Salzburg. Für ihre radikale Kritik unserer modernen Konsumgesellschaft, die sie von Versäumnisangst und Innovationsfieber geprägt sieht und der zunehmenden Entfernung von den wahren Lebensbedürfnissen, bekommt sie den diesjährigen Salzburger Zukunftspreis.

Also ich bestell mir gleich ihre 3 bekanntesten Bücher, "Genug ist genug: Die Kunst des Aufhörens", "Die Macht der Bedürfnisse : Überfluss und Knappheit" und "Das Leben als letzte Gelegenheit: Sicherheitsbedürfnisse und Zeitknappheit"


diese Frau ist echt toll, und in Ihrem Sinne einen schönen Nachmittag und nutzt das Leben für die wirklich wahren Bedürfnisse.. ;-)))))

lg biolix






MF7600 antwortet um 04-11-2011 18:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hans Rudolf Herren: Bio kann die Wert ernähren
ich dachte durch die hohen getreidepreise in den entwicklungsländern brechen dort hungerrevolten aus?
wär es nicht höchstrentabel für die dortigen bauern getreide zu produzieren? wieso machen die es dort nicht?
in äthiopien herrsch hungersnot, dort werden 12 mio. ha bewirtschaftet, 50mio. ha bestes ackerland liegen mehr oder weniger brach. wenn auf einigen plantagen rosen wachsen wird das an der gesamtsituation nichts ändern, so tragisch es ist.


Joe_D antwortet um 05-11-2011 08:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hans Rudolf Herren: Bio kann die Wert ernähren
ist es mit Soja nicht genau so..... die Einheimischen werden vertrieben/ermordet .....um Soja für Europa zu poduzieren......


mfj antwortet um 05-11-2011 08:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hans Rudolf Herren: Bio kann die Wert ernähren


Ja da hat der Biolix schon recht: BIO kann die Wert(e) ernähren...

...unsere Vorzeige-Funktionäre plädieren für eine "Zweiklassen-Gesellschaft". Bravo !!!





MF7600 antwortet um 05-11-2011 09:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hans Rudolf Herren: Bio kann die Wert ernähren
@joe_d
simbabwe war einst eines der reichsten länder afrikas, getreideüberschüsse, die leute hatten arbeit. dann wurden die weissen farmer vertrieben oder ermordet 11millionen ha enteignet. anstatt mit mährescher mit 8reihigem maispflücker wurden dann die maiskolben mit der hand ausgerubbelt und die flächen rein biologisch und nachhaltig mit dem grabstock bearbeitet. der erfolg war überwältigend.....
das problem ist auch die mentalität der bevölkerung.


helmar antwortet um 05-11-2011 10:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hans Rudolf Herren: Bio kann die Wert ernähren
Und dass die Bevölkerung gerade dort zunimmt, wo die Ressourcen nicht dafür geeignet sind, und man braucht sich nicht über "Hungerrevolten" zu wundern, wenn wie z.B. in Ägypten, sich die Bevölkerung innerhalb eines halben Jahrhunderts verdoppelt hat, die Ressourcen aber in etwa gleich geblieben sind. Bildung und Geburtenkontrolle sind es welche das Elend nicht noch grösser machen.
Mfg, Helga


MF7600 antwortet um 05-11-2011 10:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hans Rudolf Herren: Bio kann die Wert ernähren
das problem ist dass sich diese situation nicht bis morgen ändert. und auch die mentalität der bevölkerung wird sich, wenn überhaupt, erst in ein paar generationen ändern.


mfj antwortet um 05-11-2011 10:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hans Rudolf Herren: Bio kann die Wert ernähren

Ist es nicht gerade zynisch - eine ertragsarme und produktions-unsichere Landwirtschaft dort einzuführen - wo eh schon Hunger herrscht ?
Und glaubt jemand, dass man dort der Bio-Landwirtschaft auch Ökoprämien gewähren kann, damit sie sich über Wasser hält ?

Fatale Fehleinschätzung - mit einer "großen Portion" Situationsverdrängung...meine Herren !!! ;-))





Fetzerl antwortet um 05-11-2011 11:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hans Rudolf Herren: Bio kann die Wert ernähren
@mfj: ertragsarm? kommt drauf an, wie man das sieht; klarerweise hat er am ha weniger Ertrag, dafür aber am Ende mehr im Geldbörserl, weil er die teuren Dünger und Pflanzenschutzmittel nicht braucht. Noch dazu ist er nicht von den Agrarkonzernen abhängig. Außerdem ist der Energieaufwand (Diesel, etc.) viel geringer.
Flächen sind ja genug vorhanden, wenn sie angepasst an die lokalen Gegebenheiten bewirtschaftet werden, sind genug Lebensmittel produzierbar.

Produktionsunsicher ist jede Landwirtschaft; mir nützen allerdings die besten Saatgutsorten, der beste Dünger und die besten Pflanzenschutzmittel nichts, wenn es beispielsweise am Wasser fehlt, weil es trocken ist oder das Wasser für irgendwelche Rosenplantagen abgezapft wird.
Herren hat mit seinen Instituten nach Lösungen gesucht, die im Einklang mit der Natur waren, anstatt gleich auf die Chemie zu setzen und damit Erfolg gehabt; kann sein, dass es etwas länger dauert, dafür sind die Effekte überzeugender.

Und Situationsverdrängung ist es ebenfalls, wenn ich glaube, alles technisch lösen zu können...

LG, Franz


biolix antwortet um 05-11-2011 13:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hans Rudolf Herren: Bio kann die Wert ernähren
Mahlzeit !

danke fetzerl, die verstehen halt nicht, das wir mit bio auch high tech meinen, genau so wie es Herren im Interview erzählt. nur halt mit der Natur, und wenn die Afrikaner unsere Technik hätten, sagt er auch im Interview, könnten sie mit biol. das 10 fache erzeugen.... Also keine Angst, und unsicherer wird gar nicht mehr, nur auf Jahrhunderte wieder zukunftsfähig....;-))

lg biolix


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