Hallo - Bauernvertreter aufwachen...

Antworten: 21
Woodster 31-10-2011 21:28 - E-Mail an User
Hallo - Bauernvertreter aufwachen...
Hab heute zufällig Teilergebnisse der Agrarstrukturerhebung 2010 gelesen.
Eigenlich ein Horror. Kümmert dass unsere Bauervertreter samt Regierung überhaupt nicht???

Hier ein paar Ziffern, die gewaltig sind. Es sind hier die Betriebe nach Tierhaltungen gelistet. ( Wenn ein Betrieb z.B. Schwein, Rind, Acker hat, scheint er jedesmal separat auf).
Besonders krass fällt auf, dass es 1995 um fast 3-mal mehr Schweinebauern gegeben hat, als 2010...

Konkret gab es 1995 mit 106.9000 Schweinebauern um 181% mehr als im Jahre 2010 mit 38.000.
Bei den Ackerlandbauern gab es im Jahr 95 mit 140.100 um 68% mehr als im 2010 mit 83.600.
Bei den Rinderbauern gab es im Jahr 95 mit 115.700 um 61% mehr als im Jahr 2010 mit 71.700.

Gesamtbetriebe gab es 1995 mit 239.100 um 36% mehr als mit 175.700 im Jahr 2010.
Also 1995 gab es insgesamt noch um 36 % mehr Landwirtschaften. Und das nur in 15 Jahren.

Mann möchte glauben, dass der allgemeine Trend zu immer größer, sich auch in den Stückzahlen niederschlägt. Ist aber ein Irrtum, wie die Ziffern beweisen:
Obwohl sich die Betriebsgröße bei den Schweinebauerm um 143% seit 1995 gesteigert hat...

Beim Schweinebestand gab es 1995 mit 2 Millionen um 13 % mehr, als 2010 mit 1.770.000 Stück.
Beim Rinderbestand gabe es 1995 mit 3.2 Millionen ebenfalls um 13% mehr, als 2010 mit 2.831.000 Stk.

In unsicheren Zeiten wie diesen, könnte dieses beschleunigte Bauernsterben nocheinmal zu einem großen Bumerrang werden. Das tragische daran ist, dass auch großflächig mit den schließenden Betrieben, dass Wissen um die Lebensmittelaufbereitung verlorengeht...

Durch die Zerstörung der kleinen landwirtschaftlichen Strukturen, wird in Österreich auch langfristig die Selbstversorungungssicherheit zerstört.
Und das Ganze wird auch noch mit viel Steuergeld und noch mehr Bürokratie umgesetzt...

Zugleich wurden aber auch zig tausende Arbeitsplätze vernichtet... und man gibt in Österreich die Möglichkeit einer Versorgungssicherheit in Krisenzeiten leichtsinnig auf.
Und wenns soweit ist, wird man von den sogenannten (Keks)Experten hören, was man immer hört: ja das hat man ja nicht wissen können, ist ja alles so überraschend gekommen....bla,bla,bla...

So hat der Wahnsinn offensichtlich "von oben verordnete" Methode und macht weiter fette Beute...
...und macht sich auch in Friedenszeiten von einigen wenigen Konzernen abhängig...

PS: Schade, dass es hier nicht möglich ist, die Ziffern tabelarisch und übersichtlich zu kommunizieren.



tch antwortet um 31-10-2011 21:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hallo - Bauernvertreter aufwachen...
Wirklich ein Wahnsinn....
Milchleistung drosseln ist angesagt- bei gleichen Verbrauch mehr Kühe.... mehr Bauern.
per Gesetz max eine 3000 Liter Kuh!

Her mit den Verrätern

tch


Restaurator antwortet um 31-10-2011 22:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hallo - Bauernvertreter aufwachen...
@woodster: genau. scheiss auf das vorsorgeprinzip für krisenzeiten. sowohl im nahrungsmittelbereich durch auslagerung der produktion vom natur- bis zum endprodukt, als auch im sicherheitsberieich durch abschaffung der wehrpflicht.
aba mach da um die solche beschlüsse fassenden keine sorgen: wenn's klescht, dann sitzen sie garantiert irgendwo in us oder so, haben an dicken bauch und vertreten uns ganz wichtig als exilpolitiker.
nur schisser sorgen vor, die coolen geben gas.
ah ja, mit dem sicherheitspozileigesetz (jetzt darf man ja noch witzeln, bald wird man für sowas bestraft) verhindern sie von vornherein, dass sich jemand gegen die herrschaft(en) organisiert.



HAFIBAUER antwortet um 01-11-2011 07:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hallo - Bauernvertreter aufwachen...
Hallo die Bauernvertretung kannst doch nach 16 Jähriger Schlafpause nicht Aufwecken.Es ist doch viel Schöner das Geld im Schlaf zubekommen als was dafür Zutun.Aber man muss es ihnen ja wirklich Verzeihn, sie müssen doch das Tun was Brüsseln ihnen vorschreibt.Leider sind wir auch so Blöd und machen mit.SOS!!!!!!!?????


johnny73 antwortet um 01-11-2011 08:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hallo - Bauernvertreter aufwachen...
Das ist denen doch völlig egal !! Da fahr ma lieber von den Tschechen herüber bevor wir unsere Produkte kaufen !!! Kartoffelpreis im A... Milchpreis im A... !! Aber wichtig ist wir kaufen von den Tschechen ein !!!


joholt antwortet um 01-11-2011 08:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hallo - Bauernvertreter aufwachen...
Was habt ihr für eine vorstellung? Den großteil der Bauern die ich kenne was aufgehört haben haben es aus freiem willen getan oder weil der Junior lieber einer geregelten arbeit und vorallem freizeit haben will.
Mir ist lieber es höhrt einer auf als er mach wiederwillig weiter nur weil halt sein Vater den betrieb damals übernehmen mußte und nicht selber für sich entscheiden konnte. und verhungert ist deshalb in Österreich auch noch keiner und wird in zukunft auch keiner.
mfg


tch antwortet um 01-11-2011 08:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hallo - Bauernvertreter aufwachen...
Milchpreis im Ar...
Das wissen aber nicht alle Milchbauern....

Was wird von den Tschechen importiert? Milch?
Was macht die FMA.....? Wer beliefert Piding.... doch nicht die bösen Tschechen oder doch?

Jonny, Du kannst an die FMA liefern, dann hast Du endlich mal agiert......in die Hose vor dem Markt scheissen und jammern ist zuwenig!!!

tch



walterst antwortet um 01-11-2011 09:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hallo - Bauernvertreter aufwachen...
@hafibauer
Dass die Bauernvertretung schlafen würde, ist ein unfairer und ungerechtfertigter Vorwurf, den man so nicht stehen lassen kann.

Viele Spitzenvertreter müssen sich einfach um wichtigere Dinge kümmern.

Beispielsweise war grade in meinem Bundesland das einwöchige Oktoberfest, bei dem die Bauernvertretung Veranstaltungspartner ist und Spitzenvertreter bekannt für den Service sind, auch noch den letzten Gast frühmorgens hinauszubegleiten.
Also von Schlafen keine Rede!
Außerdem sind grade die Wallfahrten absolviert und in Kürze beginnen die Castings für die Halbnacktkalender auf den Ballveranstaltungen. Also bitte Fairness bei der Beurteilung der harten Arbeit!


modi antwortet um 01-11-2011 09:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hallo - Bauernvertreter aufwachen...
Hallo
Ein wesentlicher Beitrag für das Ausbleiben der Hofnachfolger sind Menschen wie du es bist.
Jammern bis in die späte Nacht hinein. Keine Ahnung (oder keine Ahnung haben wollen), was die Agrarpolitik für Herausforderungen zu meistern hat und dies auch tut.
Aber du kannst dich trösten. In diesem Forum hast du wengistens viele jammernde Zeitgenossen auf deiner Seite.
Ich rate dir mal in der Wirtschaft zu arbeiten, dann wirst du bald merken, was du an unseren agrarpolitschen Vertretern hast.
mfg


sturmi antwortet um 01-11-2011 09:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hallo - Bauernvertreter aufwachen...
Sind ja eh "nur" knapp 13 Schweine-Betriebe die täglich aufgeben. Läuft ab wie in jeder anderen Branche, der Mittelstand verschwindet! Es geht uns doch eh alle so gut, oder?! ;-)
MfG Sturmi


iderfdes antwortet um 01-11-2011 09:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hallo - Bauernvertreter aufwachen...
Dafür kümmern sich ja andere auffallend viel um die Bauern...
 


Arbeiter antwortet um 01-11-2011 09:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hallo - Bauernvertreter aufwachen...
Als Arbeiter der auch gelegentlich am Bauernhof arbeitet, wundere mich über den Vergleich 1995 und 2010. Wenn man vergleicht wie viel an Nahrungsmittel wurden 1995 entsorgt und wie viel ist es heute. Wie viel Landwirtschaftliche Nutzfläche musste aus der Nahrungsproduktion genommen werden. Dem Volke zu erklären, die Ernährung sei nicht gesichert, scheint fehl am Platz. An euren schlechten Preisen ist nicht die Vertretung schuld sondern die dauernden Leistungssteigerung Weltweit.


Fallkerbe antwortet um 01-11-2011 10:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hallo - Bauernvertreter aufwachen...
@veltliner.
es ist doch recht einfach.
die Supermörkte ortientieren sich daran, wie man geld verdient.
und scheinbar verdient man mehr geld, wenn man auch noch abend um 17 uhr anbietet, was der Kunde verlangt, als wenn man es nicht tut. Das dabei auch Kosten (fische Semmeln für den Müll) ist klar, trägt sich aber demnach.

Auch die Bauern würden oftmals gut daran tun, sich an der wirtschaflichkeit zu orientieren statt sich die Märkte, Politik und die Kunden nach eigenen Wünschen und Vorstellungen Hinbiegen zu wollen. Denn das Funktioniert halt meistens nicht.

Als Bauer ist es äusserst kontraproduktiv, das Lebensmittelhändling der Handelsketten und Kunden zu kritisieren- bzw eine Schuld dafür jemandem zuschieben zu wollen. Denn würden keine Lebensmittel weggeworfen würde logischerweise der Absatz massiv einbrechen- manmüsste man die Produktion umgehend massiv drosseln- was natürlich viele LW-Produktionsbetriebe überflüssig machen würde.
Das kann auch nicht im sinne der Bauern sein.

mfg




Woodster antwortet um 01-11-2011 11:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hallo - Bauernvertreter aufwachen...
@modi,
falls du mich meinst: Meine Darstellung hat nix mit Jammern zu tun. Es gibt Fakten und es hilft nicht den Kopf in den Sand zu stecken, wie es offensichtlich unsere Vertreter tun.
Zwangsbeiträge laufend zu erhöhen und den Mitgliederschwund zu kompensieren ist einfach zuwenig. Das es immer einen Wandel geben wird ist eh klar. Aber in diesen Dimmensionen?? Wo geht denn das hin?

Man überläßt der AK fast wortlos die Frontalangriffe gegen die Bauern. Einiges stimmt ja auch, was die fordern. Aber in Summe kanns so nicht gegen den Bauerstand gehen. Die Spö sucht halt rechtzeitig einen Watschenmann, weil sie bei den nächsten Wahlen wieder punkten möchte.
Und unsere Vertreter hab dem offensichtlich nix entgegenzusetzen...?? Also aufwachen und nachdenken!

Und nocheinmal der Punkt qualitative Versorungssicherheit. Das wäre schon ein Anhaltspunkt um bei der Bevölkerung zu punkten. Diese Versorungssicherheit könnte auch mit besseren Preisen für die landwirtschaftlichen Produkte verkauft werden. .. und man könnte der AK ziemlich Wind aus den Segeln nehmen...

Ich erwarte mir von unseren Apparat schon, dass hier Nachdenkprozesse einsetzen. Nur die Gagen von Zwangsmitgliedern zu kassieren, ist zwar kommod, wird sich aber auch totlaufen, wenn so weitergeht...

Übrigens, ich arbeite in der Privatwirtschaft. Wenn man dort so "zukunftsorientiert" arbeiten würde wie unsere obersteren Vertreter und Kämmerer, hätte ich schon längst keinen Job mehr.



a.schoeffl@aon.at antwortet um 01-11-2011 11:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hallo - Bauernvertreter aufwachen...
Woodster, ich frag mich wo du lebst. Wenn du dir die Zusammenhänge in denen wir leben ein bisschen genauer ansehen würdest dann kommst du drauf dass dein Ansinnen, die Betriebsanzahl künstlich zu erhalten, rein aus Steuergeld zu finanzieren wär. Es ist jetzt schon schwer genug, die Sinnhaftigkeit unserer Ausgleichszahlungen dem Wähler zu erklärn. Oder kennst du viele Nichtlandwirte, die sagen: Wow, gottseidank bekommen jetz die Bauern wieder ihre Zahlungen im Herbst! In der Politik entscheidet nun mal die Mehrheit - obs uns schmeckt oder nicht. Engagier dich, übernimm Verantwortung, red mit den Leuten und du wirst sehn welcher Wind dir entgegenbläst von Leuten die von den Problemen der Landwirtschaft aber ÜBERHAUPT keine Ahnung haben - und es sie auch nicht wirklich interessiert. Die meisten sinds uns neidig dass wir Steuergeld bekommen. Da gehts oft leider vielmehr um parteipolitisches Kalkül. Beispiel Ferkelschutzkorb. Und dann kommen die Obergescheiten aus den eigenen Reihen und pinkeln den eigenen Vertretern aufs Bein. Von draussen reinschrein ist einfach. Entscheidungen herbeizuführen wo dir die Mehrheit mitstimmt - ist etwas anderes. Manchmal hab ich das Gefühl manche Leute hier glauben der Bauernstand hat die absolute Mehrheit im Land.



Woodster antwortet um 01-11-2011 11:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hallo - Bauernvertreter aufwachen...
@stevieamberg,

ich hab nichts davon gesagt, die Betriebsanzahl künstlich zu erhalten. Eine naürliche Auslese wirds immer geben, sonst haben wir eh den Kommunismus...

Ich meine aber, dass die kleinen Strukturen zu lasten der ganz großen besser gefördert werden sollen. Denen die eh super verdienen noch Millionen nachzuschmeissen ist wowieso schwer nachvollziehrbar. Das rückt zu unrecht alle ins schlechte Licht...

Und nur Flächenprämien sind mir auch zuwenig zielführend. Rein den Besitz zu fördern ist ja der AK ein ziemlicher Dorn im Auge. Das könnte man gleich entkräften:

Könnte mir gut vorstellen, dass Produkte direkt und zwar degressiv gefördert werden. Z.B. Milch. Die ersten 10.000 l mit hohem Betrag, und weiter gestaffelt, bis es halt keine Fördermittel mehr gibt.

Das kann ich mit allen Produkten machen. Das hätte mehrere Vorteile:
a) Das Grundeinkommen durch Arbeit wird für Kleine wesentlich besser = Anreiz
b) Die Produktionsmengen könnten besser gesteuert werden = besserer Markpreis
c) Die vorhandenen Mittel können gerechter eingesetzt werden und die AK hat wenig zum Motschgern
d) Die kleineren Strukturen hätten bessere Überlebenschancen und Arbeit bleibt erhalten
e) In Krisenzeiten sind wir bei der Versorgungsicherheit wesentlich besser aufgestellt.
f) Diese Versorungsicherheit sollte als wesentliches Argument dieses Fördermodells gelten.
g) Da auch AK-ler gerne eine Versorgungssicherheit haben, sollten dann die Querschüsse verebben...

So, das war nur ein Ansatz. Aber wir haben je eh unsere gutbezahlten Denker. Die werden das bis St. Nimmerlein schon richten...



biolix antwortet um 01-11-2011 14:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hallo - Bauernvertreter aufwachen...
woodster gratuliere, das sind ja fast alles ökosoziale Ansätze. aber leider ist fast alles umgekehrt, mehr Geld gibts ab einer bestimmen hohen Milchmenge etc.

Wichtig ist "Verdrängung" und auch wenn man am Ende der "Verdrängte" ist.. ;-((

SO lange keine Umkehr in der Denkweise der Menschen inkl. Bauernschaft kommt, sehe ich keinen Ausweg, nur siehe das ganze System das bereits dem Ende zu geht, wird sich das auf andere Wiese jetzt eh "lösen".. ;-)((((

lg biolix


helmar antwortet um 01-11-2011 16:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hallo - Bauernvertreter aufwachen...
Auch für 50.000,--€ würde meine Tochter nicht Bäuerin werden wollen.......es ist aus meiner Sicht ein total falscher Denkansatz wenn man so sagt, wir geben den Bauern Geld damit sie Bauern bleiben (wollen). Ich bin dafür dass wenn es die "Gesellschaft" oder wer immer auch will, bäuerliche Leistungen abgelten können oder sollen, z.B. die Bewirtschaftung von Ungunstlagen oder Umweltmassnahmen. Und da sollte es heissen, Leistung erbracht, Geld kommt. Nur ist es derzeit so dass es Bauern gibt welche in erster Linie das Geld von aussen sehen, sich dann aber über Auflagen und Kontrollen aufregen. Welche, gäbe es nicht UBAG, Bioprämie und was weiss ich noch, wohl schon längst hätten überlegen müssen wie es weitergehen soll, nach dem Motto wirtschaften "das war immer so". Und auch die Agrarpolitik so wie sie sich derzeit zeigt, redet nur von wohlerworbenen Rechten und dass man gegen Änderungen kämpfen wird.....ob wohl nachgedacht wird, was man tut wenn sich das System ändern wird oder auch, wegen der Verminderung von Mitteln, muss?
Wenn ich mir die Vorschläge über das sogenannte "Greenig" ansehe, kommt mirs Grausen. Denn das was sicher kommt wird eine noch grössere Fehleranfälligkeit und damit ein Rückzahlungsrisiko für die Teilnehmer sein. Von der Bürokratie erst gar nicht zu reden und von Auflagen welche entweder bereits in Schreibtischschubladen schlummern oder noch erfunden werden.........aber das wird ja wohl beabsichtigt sein, dass jene welche nicht unbedingt von der Landwirtschaft leben müssen, in Zukunft darauf verzichten, öffentliche Mittel in Anspruch zu nehmen. Und jene welche hauptberuflich Bauern bleiben wollen oder auch müssen, weil sie hohe Investitionen getätigt haben, z.b. Stallneubau wegen Rinderanbindeverbot, gar nicht auf die Segnungen der agrarischen Förderung verzichten können.
Leute, was wäre wenn es z.B. in Zukunft keine wie bisher gearteten öffentlichen Mittel gäbe, aber auch keine Auflagen in der Tierhaltung, Bodenbewirtschaftung etc.? Glaubt ihr dass alle Bauern in Österreich "zusperren müssten"? Ich glaube es nicht............aber ein gegenseitiges Pachtpreise hochschrauben u.ä. Folgen der derzeitigen Hektargebundenen Zahlungen hätte schnell ein Ende. Aber wohin dann mit der damit verbundenen Verwaltung und der Bürokratie? Wohin mit allen jenen welche in diesem System recht konfortabel durchkommen? Denn dann hätte die (Agrar)politik etwas andere Aufgaben. Und diese könnten nur von den besten ihrer Vertreter auch sinnvoll bewältigt werden. Ob das auch gewollt ist, bezweifle ich. Und bin froh dass ich in absehbarer Zeit aufhören werde.........auch wenn ich dann in irgendeiner Statistik als "Opfer des Bauernsterbens" auftauche.

Mfg, Helga


melchiorr antwortet um 01-11-2011 19:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hallo - Bauernvertreter aufwachen...
hallo!
@ stieviamberg

Du sprichst mir aus der Seele. Aber schimpfen und jammern ist leichter als sich für seine Standeskollegen ehrenamtlich zu angagieren, denn jene, die Geld dafür bekommen sind eine verschwindende Minderheit.

lg. herbyy


mosti antwortet um 01-11-2011 21:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hallo - Bauernvertreter aufwachen...
@stevieamberg: passts so: je flacher und je mehr acker umso mehr ausgleichszahlung bekommst!!!


Bewerten Sie jetzt: Hallo - Bauernvertreter aufwachen...
Bewertung:
Noch keine Bewertungen vorhanden!
message;309553




Landwirt.com Händler Landwirt.com User