Freier Arbeitsmarkt für EU-Bürger-was bringt`s

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edde 26-04-2011 17:25 - E-Mail an User
Freier Arbeitsmarkt für EU-Bürger-was bringts
ein paar tage noch bis zum ersten mai, dann dürfen sämtliche bürger unserer nachbarstaaten ungehindert in österreich arbeiten-angeblich um insbesondere den facharbeitermangel zu bekämpfen-unsere schulen sind wohl nicht im stande, genügend facharbeiter auszubilden ?

deutschland etwa rechnet mit 800000 arbeitsmigranten als effekt der massnahme, für österreich kann man daher mit etwa 80000-durch die geografische lage eher 100000 zu uns kommenden arbeitskräften rechnen.

man kann zu der thematik stehen wie man will,
ich rechne jedenfalls mit sinkenden löhnen in den klassischen ausländerbranchen gastronomie, baugewerbe,pflegeberufe...

für die beamten wird diese regelung wohl keine nachteile bringen, denn ihre arbeitsplatz sind sicher--
und die heimische kellnerin, pflegerin,bauarbeiter....um die schert sich ja letztlich niemand !

müssens eben einen zweit-oder drittjob annehmen--mit gewisser zeitverzögerung bekommen wir doch noch amerikanische verhältnisse.

mfg
mfg




Neuer antwortet um 26-04-2011 17:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Freier Arbeitsmarkt für EU-Bürger-was bringt`s
1. Warum sollen zwar wir Landwirte im direkten Wettbewerb mit allen anderen EU-Ländern stehen und nicht auch unselbständig Erwerbstätige?
2. Schon jetzt kriegen in vielen Branchen Ausländer aus den "neuen" Mitgliedsländern Aufenthalts- und Arbeitsbewilligen, nur halt mit Bürokratieaufwand.
3. Es muss nur endlich etwas gegen diejenigen (Einheimischen) getan werden, die lieber stempeln gehen und Mindestsicherung o.ä. kassieren als einem geregelten, einfachen Job nachzugehen.
4. Es gibt tatsächlich Arbeitskräftemangel in vielen Branchen, einige hast du selber schon genannt: Pflege, Bau, Gastronomie, Erntehelfer. Versuch mal eine leistbare 24h Pflege mit Österreicherinnen zu organisieren, oder such dir eine Putzpartie ohne Ausländer...

Ich wäre froh, wenn möglichst viele dieser arbeits- und leistungswilligen "Ausländer" zu uns kommen, anstatt dem ganzen Asylanten- und Schmarotzergesindel, das wir schon immer reinlassen!


gdo antwortet um 26-04-2011 19:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Freier Arbeitsmarkt für EU-Bürger-was bringt`s
sthuber ... "Ich wäre froh, wenn möglichst viele dieser arbeits- und leistungswilligen "Ausländer" zu uns kommen, anstatt dem ganzen Asylanten- und Schmarotzergesindel, das wir schon immer reinlassen!"

Du erwartest Dir Arbeits- und leistungswillige Ausländer?
Woher willst du wissen, dass wir nicht nochmehr Schmarotzer- und Diebsgesindel bekommen?
Hast des von irgendwem schriftlich?

Und die die arbeitslos werden ... wer zahlt die dann?
Vielleicht die neu dazukommenden leistungs- und Arbeitswilligen?

Wann bist das letzte Mal in Wien in der Straßenbahn oder der U-Bahn gfahrn?
Am Abend z.B.?
Also, die noch verbliebenen österreicher in wien, die noch Straßenbahn und U-Bahn fahren, oder Geschäfte haben (weil ihnen mehr denn je gestohlen wird), werden dir wohl was anderes erzählen. Weil da weißt dann nämlich nicht mehr, in welchem Land du eigentlich lebst.

Tatsache ist, dass die billigen Arbeitskräfte nur weiter helfen, die Einkommensschere noch weiter aufzureißen - weil helfen tuts vor allem den ohnedies schon Vermögenden - die können sich no a bisserl was ersparen - der Durchschnittsmann oder -frau von der Straßen haben gar nix davon. Ganz im Gegenteil. Viele davon werden auf der Strecke bleiben.

Aber ... das ding geht eh seinen Weg ... Replay 30iger Jahre ... ich wiederhol mich ohne Ende ... die Schere geht weiter auseinander - und alle die unten rausfallen landen beim Strache.

Mein lieber sthuber ... und das kommt mögleicherweise viel schneller als du denksts ... und es wird dann egal sein, ob der Führer Strache oder irgendwie anders heißt ... das Problem nämlich sind die, die durch den Rost fallen und geopfert werden - damit die bsitzende Schicht sich noch a bisserl mehr rausreißen kann.

Ich gehöre auch zur besitzenden Schicht ... aber ich seh auch die andere Seite, und ich weiß was in der Gschichte immer dann passiert ist, wenn das Ungleichgewicht zu groß geworden ist ... das will keiner sehen und wahrhaben, das war auch in den 30er Jahren so ... da konntens auch den Hals net voll genug kriegen ... bis es dann halt gekracht hat ... und dem Führer die Leut in Scharen zugelaufen sind ...


gdo antwortet um 26-04-2011 19:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Freier Arbeitsmarkt für EU-Bürger-was bringt`s
Und für diejenigen (blauen) die sich denken, na dann wird alles wieder viel besser werden ... dann wird wieder Recht und Ordnung herrschen (wie es sich so manche wünschen) ... denen sei nur gesagt, dass sie die Geschichte nicht gut genug studiert haben ...

Weil ... die Leute, die dann den Strache, oder wie immer deren Parteiführer dann heißen mag - haben Forderungen - und dann wird es einen Sündenbock brauchen, auf den man hinprügeln kann?

Ich wünch Euch nur, dass das nicht die Vermögenden, Besitzenden sind, die dann unter die Räder gekommen sind ... das hatten wir schon mal in der französischen revolution, es müssen nicht die Juden, oder Araber oder Türken sein .. es könnten auch schlicht und einfach nur zuerst die Banker sein, und dann ufert das Ganze aus, dann sind es einfach nur mehr die "Gstopften", gegen die sich die Wut des Volkes richtet ... und das könnten dann genau diejenigen sein, die sich heute das Fäustchen reiben, weil es no a bisserl billiger geht ...

Ich will hier keine Angst machen ... nur es wär halt schon super, wenn mal irgendwer darüber nachdenken würde, wohin das Auseinandergehen der Schere führt ... und dass, wenn man sich damit nicht auseinandersetzt am Ende dieses Weges ein Drama auf uns, oder unsere Kinder zukommt ... aber scheinbar ist das jedem hier einfach nur scheisswurscht ... Hauptsache ma kann irgendwo, irgenwie noch a bisserl mehr verdienen ...


Neuer antwortet um 27-04-2011 13:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Freier Arbeitsmarkt für EU-Bürger-was bringt`s
@gdo

Ich glaub du hast mich nicht richtig verstanden.

Ich bin regelmäßig in Wien, fahre dort fast nur öffentlich. Und in vielen Straßenbahn- u. U-Bahnlinien bist als Österreicher in Minderheit, vor allem TAGSÜBER. Weil die Österreicher zu dieser Zeit arbeiten, und die Ausländer (v.a. Türken und deren Nachkommen, Neger u.a.) sich die Zeit vertreiben müssen.
Aber polnische Bauarbeiter, slowakische Krankenschwestern, oder ostdeutsche Kellner fallen mir selten ungut auf. Und genau diese betrifft die jetzige Arbeitsmarktöffnung.

Das Gsindel ist schon lange da und kommt ohnehin rein. (lasche Asylgesetze, oder gleich illegal).

Die, die jetzt kommen, die brauchen wir nicht fürchten.


5299 antwortet um 27-04-2011 15:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Freier Arbeitsmarkt für EU-Bürger-was bringt`s
Viele werden nicht kommen. Der Arbeitsmarkt ist noch sehr von den nationalen Grenzen geprägt.Das wird sich nur langsam ändern. Interessant finde ich, dass nur Deutschland und Österreich diese langen Übergangsfristen haben wollten. Hier scheint die Angst sehr gross zu sein. Das ist nicht gerade eine Einladung für gut ausgebildete Leute, die gehen dann doch lieber in andere Länder.


edde antwortet um 30-04-2011 12:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Freier Arbeitsmarkt für EU-Bürger-was bringt`s

um was es mir in dem thread gegangen ist wird gerade aof orf.at diskutiert--"immer mehr arbeiten um das gleiche geld."

es geht nicht um ausländerhetze, denn wenn es gesetzlich gedeckt ist zu uns zu kommen ist es legitim für jeden ausländer die chance zu nützen.

es geht um die tatsache, dass in ungeschützten bereichen die löhne absichtlich immer mehr gedrückt werden und dass zu dem zwecke die arbeitsmarktliberalisierung so vehement voramgetrieben wird.

sehr lesenswert, diese ak-studie auf orf--morgen am tag der arbeit sollen die arbeiter ihre mitgliedschaft zur immer mehr sich etablierenden neuen unterschicht feiern,damit sie einen beitrag zur wahrheitsfindung leisten !

mfg




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