Mauerfeuchtigkeit im Altbau

Antworten: 5
Waldtanne12 13-02-2011 09:20 - E-Mail an User
Mauerfeuchtigkeit im Altbau
Hallo

Ich habe nun ein Problem mit der Mauerfeuchtigkeit innen und aussen . Sie lösen sich vom Verputz ab und es ist auch salzlösung drinnen.

Wer hat ja Erfahrungen mit der Mauerfeuchtigkeit gemacht ? Welche Methode gibt es ?

MfG
Waldtanne



MF274 antwortet um 13-02-2011 10:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mauerfeuchtigkeit im Altbau
@Waldtanne12

Hab auch das gleiche Problem mit meinem leer stehenden Stall.
Eine spreisgünstige Variante ist das abdichten mit Nirosta Wellbblechplatten.
Geht aber nur wenn keine Steine im Fundament sind. Hab auch ein Anbot machen lassen, wo mittels Seilsäge gearbeitet wird,und dann Kunststoffplatten eingebracht werden.
Ist aber bei dicken Mauern extrem teuer.
Schließlich hab ich am ganzen Stall meter für meter ein neues Fundamen gegraben,mit Beton ausgegossen und wieder aufgemauert. Ist zwar sehr aufwendig,aber wenn man nicht in Zeitdruck steht,und handwerklich nicht ganz ungeschickt ist,sicher eine relativ günstige und sehr evektive Variante. Kosten für 22 mal 7 Meter bei 60cm Mauersdtärke ca 5bis6000 Euro.



woody87 antwortet um 13-02-2011 10:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mauerfeuchtigkeit im Altbau
hallo,
so aufwändig würd ich nicht an die sache gehen...
einfach ringsrum außen aufgraben bis unters fundament, trenage reinlegen und dann sickersteine an die wand oder alles mit kies auffüllen, dann hast keine probleme mehr weil die staunässe ablaufen kann.

mfg woody


Waldtanne12 antwortet um 13-02-2011 15:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mauerfeuchtigkeit im Altbau
ja hallo woody87:

So hab ich mir das auch gedacht. Hab viele Naturrandsteine im Aussenbereich .Das Haus ist 100 Jahre alt.

MfG
Waldtanne


woody87 antwortet um 13-02-2011 15:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mauerfeuchtigkeit im Altbau
mit den natursteinen seh ich kein problem, das wichtigste is das das wasser nach unten wecksickert und dann über eine drenage weckgeleitet wird, da kannst des wasser dann entweder sammeln und fürn stall oder zum ''blumengiesen'' nehmen oder du machst die drenage lang genug dass das wasser versickern kann, durch die unebene strucktur ist von den sickersteinen eher abzuraten, in dem fall würt ich die wand mit einer folie z.b. deichfolie abhängen unten die drenage einlegen und dann ca 30cm breit von der wand weg mit kies auffüllen, wennst des machst, dürftest keine probleme mehr haben, ich würde die drenage allerdings min 30cm tiefer als das fundament verlegen das auch das wasser das unterm haus steht mit weggeleitet wird, vom durchmesser würd ich mindestens ein 100er rohr nehmen.

mfg woody


ludwig138 antwortet um 15-02-2011 15:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mauerfeuchtigkeit im Altbau
Als ehemaliger Bauleiter im Bereich Sanierung Hochbau, inzwischen 67, möchte ich auf die Vielseitigkeit des Themas Wasser im Altbau / auch Neubau, verweisen. Aufsteigende Erdfeuchte, drückende Wasser, Grundwasser, Kondenswasser, Hygroskopie, Wasser aus def. Leitungen innnerhalb des Mauerwerkes,... alle diese erfordern gesonderte Maßnahmen. Ist die Art der Feuchte nicht bekannt, sollte man von irgendwelchen Baumaßnahmen Abstand nehmen.
Oft sind auch aufsteigende und drückende W. zugleich wirksam, sodass einerseits abführende Drainage und neue Horizontalsperre / vertik. Bitumenanstrich nötig sind.

Fakt ist jedoch, dass es vielerlei Lösungsangebote gibt, die verwirrend sind und von vielen Anbietern gepriesen werden. Von einem Laien nicht erkennbar. Also Vorsicht. !! Mir sind Fälle bekannt, in denen zig Tausende Euro verbaut wurden, aber am tatsächlichen Problem vorbei, also nutzlos waren.
Drückendes Wasser: Drainage legen, tief genug, vom Haus wegführend, mit Kontrollschächten. Ev. vertikalen Bitumensnstrich anbringen, wenn Horizontalsperre noch dicht ist.
Aufsteigendes Wasser.: ( Erdfeuchte, salzhaltig, ev. an Salpeterausblühungen erkennbar, Abplatzungen an den oberen Rändern)
Alte, aber sichere Lösung: 1. durchsägen, waagerecht und neue Sperre einlegen, Sperre nicht überputzen/ 2. Steinaustauch, Meter für Meter, neue Sperre einlegen. Vorsicht beim Freilegen, fehlender Erddruck kann zum Einsturz führen.

Alle weiteren "bekannten" Lösungen, Edelstahlplatten einschlagen, auch Injektage vermeiden. Inj. hat max Erfolgschance von 40 % , also nicht mal jeder zweite Meter und das nur vorrübergehend, da das inj. Mittel altert. Feldsteinwände grundsätzlich nicht.

Elektrophoret. Verfahren.: Vor 25 Jahren kam ein hoch effektives auf den Markt , welches zwischenzeitlich in Massen kopiert wird, die aber in vielen Fällen die erwünschte Wirkung nicht bringen, da jegliche funktechnische Energiezufuhr in eine feuchte Wand zu einem vorrübergehenden Stillstand und somit zur passiven Abtrocknung der Wand führt, aber nach Jahren der ursprüngliche Zustand wieder eintritt.

Zu weiteren Auskünften gern bereit . Nicht immer teure Lösungen nehmen, auch praktische, von Bauvorschriften abweichende, aber logische einfache Lösungen können sehr sinnvoll sein.
Wer telefon. Beratung wünscht, bitte Tel Nr.angeben,

Mfg Burke









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