Antworten: 6
Buchi2511 24-08-2010 15:58 - E-Mail an User
Kalbinenmast!
Hallo!

Ich habe vor einigen Wochen schon einen Beitrag wegen Betriebsumstellung nach dem zu frühen Tot meines Vaters geschrieben und viele super Antworten erhalten!

Meine Idee wäre jetzt schön langsam auf Kalbinenmast umzustellen!
Könnte dabei vorübergehend den alten Milchkuhstall (Anbindehaltung) nutzen,
habe dann nicht sooo große Investitionen!
Wie sieht der Markt für Mastkalbinen aus bzw. geht die Rechnung auf? Absatz, Preis?

mfg




walterst antwortet um 24-08-2010 16:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kalbinenmast!
Du kannst Dir leicht ausrechnen, ob was hängenbleibt:

Erlös ca. 2,60 € netto je kg Schlachtgewicht, eventuell ein paar Cent Qualitätszuschläge bei geringem Alter (unter 24 Mon.) oder für Bio.

Als Beispiel ein schon recht günstiger Fall: 320 kg Kaltgewicht, Klasse U3, unter 24 Monate - dann fängst Du grad an, am Tausender zu kratzen. MIt 300 kg und Klasse O bist halt nur bei 800€

Günstig ist wahrscheinlich derzeit das nötige Einstellkalb bzw. Einstellkalbin. Um 500€ kriegst Du Fleckvieh mit 250 kg.

Ob Du mit der Differenz die tägliche Stallarbeit in einem Anbindestall bezahlt bekommst, will ich Dir nicht garantieren.


geba antwortet um 24-08-2010 19:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kalbinenmast!
Hallo!

Kalbinnenmast ist sicherlich eine ganz gute Alternative zu Milchkuhhaltung!

Frage am Besten bei Deiner Erzeugergemeischaft (z.B. Rinderbörse) mal nach wie es mit den Qulitätskriterien, bzw mit dem Preis aussieht.

Nutzkälber sind um ca. 200 - 250€ zu haben.

Grassilage, Heu, Getreide (Titicale) reichen zur Mast aus.

Wichtig ist ein geringer Arbeitskrafteinstz! (niedriiger DB als b. Stiermast) - würde sich später bei einer einfachen Umbaulösung in einen Tiefstreulaufstall mit Rundballenraufe leicht machen lassen.

MFG: geba





Cooky antwortet um 24-08-2010 20:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kalbinenmast!
Hallo Buchi!

Zuerst einmal hoffe ich das du den Schock über den Verlust deines Vaters schon halbwegs überwunden hast, und du auch die Energie hast wieder positiv in die Zukunft zu schauen.

Meiner Meinung nach wäre es sinnvoller wenn du mit Kalbinnen arbeiten willst eher auf Aufzucht von Zuchtvieh zu setzen. Entweder mit einem Partnerbetrieb oder du mußt sie als Kälber kaufen. Da wäre auch extensivere Haltung möglich wie Weide oder Alpung, falls du die Möglichkeit dazu hast. Würde mich da bei der Kammer erkundigen ob es da noch noch Möglichkeiten für eine Prämie gibt (Förderung ähnlich der Mutterkuhprämie), war mal möglich bin aber überfragt ob jetzt da noch eine Einstiegsmöglichkeit gibt.
Ansonsten würde ich mir ein par Mutterkühe behalten oder zukaufen falls nötig zum Zuchtverband gehen dann kannst du auch Zuchtkalbinnen halten und bekommst die Kalbinnenprämi(ca. gleich wie MUKUprämie)und außerdem hast keine Prozentbeschränkung wie das bei normalen MUKUbetrieben ist dort kannst du nur 20% der Kuhzahl als Kalbinnen melden.
Hoffe ein wenig geholfen zu haben!
MFG Cooky


jonatan antwortet um 24-08-2010 20:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kalbinenmast!
In der "Kalbinnenmast" haben sich schon etliche die "Zähne ausgebissen"!
Die ständige "Stiererei" kostet auch einiges an Zuwachs.

Wir fahren sehr gut mit dem Almochsenprogramm von Schirnhofer!

Voraussetzung ist allerdings mindestens regelmäßiger Weidegang, besser ein Almsommer.... wird kontrolliert!


Wenn Du aber selbst vermarkten könntest schauts auch mit Kalbinnenmast nicht schlecht aus.

Zuchtkalbinnenaufzucht war bis zum Blauzungenimpfungszwang durch die Exportmöglichkeiten ein noch besseres Geschäft als die Ochsen.

Nun erlöst man für Export-Zuchtkalbinnen etliche 100€ weniger als für einen durchschnittlichen Almochsen.

Zuchtkalbinnen auf Versteigerungen anbieten ist eine zeitraubene Angelegenheit (führig machen, herrichten wie ein Model - Haare schneiden, frisieren, färben, usw. nix für Leute mit zuwenig Zeit!






Josefjosef antwortet um 24-08-2010 21:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kalbinenmast!
Serwus Buchi,

ich kann mir nicht vorstellen, dass sich sowas realistisch betrachtet auch nur ansatzweise rentiert. Du kannst das als Hobby machen, ok. aber es muß dir bewußt sein, dass es ein Hobby ist, und kein Geld bringt. Wenn du deine Flächen verpachtest, dann hast du damit ein kleines aber sicheres Einkommen und bezahlst keine Sozialversicherung dafür. Es ist klar, dass es nicht leicht ist, eine LW einfach so aufzugeben. Betriebswirtschaftlich gesehen ist das aber das Vernünftigste. Es ist traurig, aber wahr. Soweit ich mich erinnere, ist dein Hof ja eher klein. Falls du deine " andere" Arbeit stundenmäßig ausdehnen kannst, auf Vollarbeitszeit, dann würde ich das an deiner Stelle machen. Oder zusätzl. Arbeit über MR.
und nochwas: Lebe nicht nur, um zu arbeiten, sondern arbeite, um zu leben.
Wie schnell das Leben zu Ende gehen kann, hast du ja selbst in deiner Familie miterleben müssen.



Trulli antwortet um 17-05-2013 11:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kalbinenmast!




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