Unser ruhmreiche Armee braucht mehr Platz zum Schießen

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crosscountry 23-02-2010 19:21 - E-Mail an User
Unser ruhmreiche Armee braucht mehr Platz zum Schießen
Felder plötzlich verbotene Zone!

Ausgeweitete Sicherheitsbereiche auf dem Truppenübungsplatz Allentsteig verhindern, dass Bauern Felder bearbeiten.

Ohne Vorwarnung haben zahlreiche Waldviertler Bauern erfahren, dass sie die bisher genutzten Felder auf dem Truppenübungsplatz (TÜPL) Allentsteig nicht mehr betreten dürfen. "Das ist für viele existenzbedrohend", sagt VP-Landtagsabgeordneter Franz Mold. "Uns geht es vorrangig um die Sicherheit der Menschen", hält Kurt Rogan vom Verteidigungsministerium dagegen. Der betont, dass lediglich ein kleiner Teil der Grundstücksnutzer betroffen sei und man sich um eine Lösung bemühe.

"35 BauWerbungern waren alleine am Vormittag bei mir, insgesamt betrifft es im Bezirk 80", erzählt BezirksbauWerbungernkammer-Obmann Mold. "Es gibt Landwirte, die über Nutzungsverträge ausschließlich Felder bearbeiten, die vor der Entstehung des Übungsplatzes zu ihren Höfen gehört haben", sagt Mold. Allerdings sind die Nutzungsverträge einjährig abgeschlossen, die Kosten wegen möglicher Beeinträchtigung günstig.

Verträge:
Das Problem der Bauern sei, dass sie beispielsweise Verträge mit der Agrarmarkt Austria einhalten müssen. "Sie müssen sich für fünf Jahre festlegen.", konkretisiert Mold. Die Zeit drängt aber: "Im März wird gesät und im Mai müssen die Bauern ihre Anträge abgeben", betont Mold. Betroffen sind von den neuen Einschränkungen aber auch Jäger, Fischer und Schwammerlsucher, die bisher einen Teil des Areals betreten durften. "Erst seit einem Jahr dürfen auch Zivilpersonen in dem Gebiet jagen", sagt TÜPL-Kommandant Josef Fritz.

"Die Jäger hatten schon bisher wegen der Einschränkungen durch vermehrte Übungen Probleme, ihre vorgeschriebenen Abschusszahlen zu erreichen", sorgt sich Bezirksjägermeister Gottfried Kernecker.

Kurt Rogan von der Pressestelle des Ministeriums erklärt, dass das Sicherheitskonzept des Truppenübungsplatzes angepasst werden musste, weil neuerdings beispielsweise Fliegerabwehrgeschütze zum Einsatz kommen, die früher nicht genutzt wurden. "Der Schutz der Menschen ist uns das Wichtigste. Deswegen wurde in einer neuen Verordnung die Sicherheitszone mit Wirksamkeit vom 16. Februar ausgeweitet", gibt Rogan Auskunft. Man bemühe sich aber um eine Lösung", betont er.


Artikel vom 23.02.2010 11:39 | KURIER | Gilbert Weisbier

Anmerkung: Irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass unseren ewig gestrigen Offizieren noch niemand gesagt hat das der KRIEG BEREITS SEIT 65 JAHREN VORBEI IST!!!!!

Liebe Bundesheeroffiziere warum übt Ihr den nicht für Katastropheneinsätze die es an jeder "Ecke" der Welt gibt. Hier könnt ihr euch ein positives Image aufbauen und nicht beim Üben wie man am besten Menschen aus der Welt schafft.

Ein sehr nachdenklicher Crosscountry





josefderzweite antwortet um 23-02-2010 19:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Unser ruhmreiche Armee braucht mehr Platz zum Schießen
sag bloss die leitln kriegn ka entschädigung??? bei mir sind die leit in die wiesn mitn pinzgauer reingfahrn. da war nur a leichte spur zu kennan und hob 55 euro dafür kriegt.hättn die nix gsogt hätt i des gar net mal gmerkt.


crosscountry antwortet um 23-02-2010 19:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Unser ruhmreiche Armee braucht mehr Platz zum Schießen
Hy, hier gibt's keine Entschädigung. Im Gegenteil!

Gugst Du:

Aufregung herrscht unter den Pächtern, Jägern, Fischern und auch Schwammerlsuchern, die im Bereich des Truppenübungsplatzes (TÜPL) Allentsteig im Waldviertel ihrer Arbeit oder ihrem Freizeitvergnügen nachgehen – und immer wieder Blindgänger finden.

Denn nun wird ein Passierschein verlangt, der 19,90 Euro kostet.

Nachdem im Vorjahr bei einer Bundesheerübung eine fehlgeleitete Granate in einem Wohngebiet eingeschlagen und schweren Schaden angerichtet hat, wurde vom Verteidigungsministerium der Sicherheitsbereich vergrößert. Die Sprenggranate landete nämlich drei Kilometer vom angepeilten Ziel entfernt (Bericht siehe Infobox).

Nun gibt es Passierscheine für die Pächter und deren Familien, die im Bereich des Truppenübungsplatzes arbeiten. Anmerkung: Die Passierscheine hat es eh schon immer gegeben aber bis jetzt waren diese Gratis.

Die Landwirte befürchten, dass durch den größeren Sicherungsring auch die Flächen, die sie benutzen, kleiner werden. Ein Sprecher des Verteidigungsministers Darabos: "Die Pachtgründe wurden nicht gesperrt. Anmerkung: Hr. Darabos hat keine Ahnung was seine Offiziere alles machen.
Es wurde nur der Sicherheitsbereich erweitert. Durch die Ausgabe von Passierscheinen können wir die Pächter rechtzeitig vor Schießübungen warnen." Anmerkung: So ein Schmarn, das muß ohnehin im Amtsblatt veröffentlicht werden.

Von dem 15.750 Hektar großen Truppenübungsplatz, der genau so groß ist wie das Fürstentum Liechtenstein, werden von der Heeresforstverwaltung 5.702 Hektar Wald an Jäger verpachtet. Für 2.272 Hektar Äcker und Wiesen zahlen Bauern die Pacht.

von Erich Schönauer, Kronen Zeitung

Anmerkungen sind von Crosscountry Schöne Grüße!


dresan antwortet um 23-02-2010 19:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Unser ruhmreiche Armee braucht mehr Platz zum Schießen
Es ist mehr als 20 Jahre her das ich Allentsteig 2Wochen geniessen durfte, und dann noch zweimal bei Reservistenübungen. Immer wieder hab ich mich gefragt ob es notwendig ist ein so ein schönes Gebiet nur fürs Kriegspielen zu Mißbrauchen. Jedes mal wenn ich durchfahr
überfällt mich unbehagen und muß an das Schicksal dieser abgesiedelten Ortschaften denken. Meines Wissens wurden die Abgesiedelten ganz gut entschädigt aber Ihre Heimat verloren sie trotzdem. Ich wäre für eine bessere Nutzung nicht nur für das Bundesheer.




crosscountry antwortet um 23-02-2010 20:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Unser ruhmreiche Armee braucht mehr Platz zum Schießen
Hallo dresan,
leider wurden nur die ersten welche gezwungen waren auszusiedeln einigermaßen gut entschädigt. Die Menschen mußten damals innerhalb kürzester Zeit im wahrsten Sinne des Wortes alles liegen und stehen lassen. Mit zunehmenden Kriegsverlauf konnten aber keine adäquaten Ersatzhöfe mehr gefunden werden und das Geld was man bekam wurde auf bei einer Bank auf ein Sperrkonto gegeben. Nun wissen wir auch den Kriegsausgang (na offensichtlich nicht alle) und das Geld war plötzlich nix mehr wert.

Nach dem Krieg und der Russenbesatzung sollte das ganze Gebiet auch wieder an die ursprünglichen Eigentümer rückgestellt werden. Aber hier war letztendlich die Militärlobby am stärkeren Ende.

http://www.doellersheim.at/doellersheim/Das_Buch/Verdrangtes/Wiederbesiedlung/wiederbesiedlung.html

Schöne Grüße!


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