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traktorensteff 19-01-2010 23:10 - E-Mail an User
Fernsehtipp: REPORT
20.01.2010, 12:05 Uhr
ORF 2

Interessanter Beitrag zum Thema Humus:

Kaindorf in der Steiermark macht Schlagzeilen als ökologische Musterregion. In einem großangelegten Projekt wollen die Kaindorfer ihre kaputten Felder und Äcker mit Humus wieder fruchtbar machen, Tonnen an CO2 binden. Eine vielgelobte Vorbildaktion, die vom Land Steiermark jetzt torpediert wird. Vorschrift ist Vorschrift. Klimaschutz wird nur unterstützt, wenn es die Landesgesetze vorsehen. Kaindorf formiert sich zum Abwehrkampf macht illegal weiter und erstattet Selbstanzeige.

Sehr interessanter Kurzfilm:
www.humus-derfilm.at



biolix antwortet um 20-01-2010 08:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fernsehtipp: REPORT
GM !

guckst du hier, schon vorbei..

http://tvthek.orf.at/programs/1310-Report/episodes/1187387-Report

klickst du "Ein Dorf zeigt sich an"


lg biolix


josefderzweite antwortet um 20-01-2010 08:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fernsehtipp: REPORT
Kann so ein Film nicht zu einer christlicheren Zeit gespielt werden als zu Mittag?????

So aufdeckende und aufklärende Filme zeigen sie entweder so spät wie möglich oder zu so blöden Zeiten wie möglich


biolix antwortet um 20-01-2010 09:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fernsehtipp: REPORT
um 21.05 schläfst du schon ? ;-)))

dafür gibts ja jetzt die TV Thek, unter o.a. link kannst du fast alle ORF Eigenproduktionen im nahhinein eine Woche ansehen...

lg biolix




Johannfranz antwortet um 20-01-2010 09:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fernsehtipp: REPORT
hat da etwa ein bissl Umdenken eingesetzt ?

Es geschehen noch Zeichen und Wunder


Tyrolens antwortet um 20-01-2010 09:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fernsehtipp: REPORT
Kann man sich auch gleich http://tvthek.orf.at/programs/1310-Report/episodes/1187387-Report/1193965-Hypo--Der-Coup-des-Biobauern-Tilo-Berlin ansehen.

Würd jetzt nur mehr fehlen, dass der Tilo Berlin Mitglied bei Bio-Austria ist. :D

Zumindest sympathisiert hat man... http://www.bio-austria.at/content/download/7931/80173/file/MB2007_04_30.pdf


biolix antwortet um 20-01-2010 10:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fernsehtipp: REPORT
der ist gut tiroler, wir können uns ja die Mitglieder auch einzeln aussuchen.. ;-)))

aber hast auch recht, unbedingt ansehen !!! üebhaupt wieder die Verfelchtungen, wem wunderts dann das der MR PRöll mit Luxenburg, die Interessen der EU Bürger in Ö und Luxenburg was das Bankgeheimnis betrifft waren möchte, in diesen Stunden in Brüssel...;-((

lg biolix

p.s. werde mich aber schlau machen, ob er Mitglied in Kärnten ist, interessiert mich persönlich... ;-)


DJ111 antwortet um 20-01-2010 10:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fernsehtipp: REPORT
Das einzige Fragezeichen für mich ist in der Kaindorf-Geschichte, ob denn das CO2 bzw. der Humusgehalt auf Dauer so bleiben oder wieder abgebaut werden. Hängt natürlich in erster Linie von der Bewirtschaftung ab.

Pro t Co2 die im Boden gespeichert wurde, wurden an die Versuchslandwirte 30 € ausbezahlt.
Das macht bei etwa 100 t/ha immer hin 3000 € aus.
Aber Sinn mach das ganze ja nur, wenn das wirklich dauerhaft, also "ewig" gescpeichert wird. Und da hab ich schon ein bissl meine Zweifel ...
Die letzte vorgesehen Überprüfung ist ja nach 5 Jahren und was danach passiert steht dann doch in den Sternen ...


biolix antwortet um 20-01-2010 10:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fernsehtipp: REPORT
Hallo !

DJ frag dich mal, was ist "dauerhaft" und wie haben die Böden die Humusgehälter aufgebaut bzw. was ist besser, ständig abbauen, oder drauf kommen bzw. eine Wirtschaftsform zu finden sie zu halten oder eben unbedingt wieder auch aufzubauen weil schon so viel abgebaut wurde ?

lg biolix


Tyrolens antwortet um 20-01-2010 11:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fernsehtipp: REPORT
Alles was aufgebaut wird, kann auch wieder abgebaut werden.
Wenn die Kaindorfer (sind das echt nur 3 ha, die die in diesem Projekt bearbeiten?) Kartoffeln anbauen, dann sieht's mit der C Senke schon wieder schlechter aus.


biolix antwortet um 20-01-2010 11:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fernsehtipp: REPORT
ja klar aber einmal in 8 jahren wirds nichts ausmachen.. ;-))


DJ111 antwortet um 20-01-2010 11:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fernsehtipp: REPORT
@ Biolix: Ich stelle ja nicht den guten Zweck der Sache und schon gar nicht die Wirkung für den Boden in Frage.
Es ist aber so, dass für jede eingebrachte t Co2 Geld bezahlt wird und zwar von Firmen, die sich so eine weiße Weste - zumindest für die Werbung kaufen.
Was mich an dem ganzen "Ablasshandel" störe, ist dass da schon wieder ein Bürokratiemoloch gezüchtet wird. Regelmäßige Untersuchungen sind ja unausweichlich um nachzuweisen, das das C auch im Boden bleibt.

@Tyrolens: Ja, es sind in den ersten Versuchsjahren nur 3 x 1 ha gewesen. Soll aber ausgeweitet werden und Bewerbungen gibts mittlerweile auch jede Menge.


biolix antwortet um 20-01-2010 11:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fernsehtipp: REPORT
Hallo DJ !

ich brauch auch keine Bürokratie DJ glaub mir das... ;-))

Ich würde auch z.B. ohne jegliche Bioforschrift auch bio schaffen, und viele ander auch...;-))

Aber wenn die "gute LW Praxis" ist Getreide Mais Fruchtfolgen zuzulassen, oder gerade in der Stmk. 70% MAis gebaut wird, also Mais auf Mais, wie willst du das sonst "abstellen" ?

lg biolix


DJ111 antwortet um 20-01-2010 12:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich bin auch kein Freund von mehr als 50 % Mais in der Fruchtfolge und ich kenne genug, die über 80 % haben. Fakt ist aber, dass die einstmals relativ kleinen Betriebe der Steiermarkt den Mais als Futtergrundlage für intensive Veredelungsbetriebe nutzen. Fakt ist halt, dass dieser TM-Erträge liefert, wie sonst keine andere Frucht. Genau so die 3 Versuchsbetriebe, die ich ja kenne. So, jetzt versuch mal, denen und auch anderen klar zu machen, dass sie meinentwegen nur mehr 50 % Mais anbauen dürfen und den Rest zukaufen müssen. Du wirst es nicht schaffen, da hat schon eher der Maiswurzelbohrer Chancen.

Im Fall von Humusaufbau bin ich eher für verpflichtende Fruchtfolgen bzw. Bodenbearbeitungsvorschriften. Denn bei dem ganzen Zertifikats-Kasperltheater züchten wir nur wieder neue Sesselfurzer. So ist ja in Kaindorf auch so, dass der "Verschmutzer" 45 €/t zahlt und der LW bekommt 30 €/t.

Altes Sprichwort: Ist der Handel noch so klein, bringt er mehr als Arbeit ein ;-)


biolix antwortet um 20-01-2010 12:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fernsehtipp: REPORT
Hallo !

aber mit 50% Mais in d er Fruchtfolge wirst auch nciht weit kommen, mit Humus halten oder Bodenstruktur aufbauen...

Und warum sind die TM Erträge so gut und woher kommen sie ?

Auf dauer eben nur durch "asubeutung" unserer resourcen....

Ja der handel, nur siehe die "Dienstleisungsgesellschaft", gehts nicht das nur ale handeln wollen und Geld verdienen, und wenige sollen das wirklich erarbeiten.. ;-))

lg biolix


DJ111 antwortet um 20-01-2010 12:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fernsehtipp: REPORT
Also grundsätzlich würd ich die Maisstrohmengen für Bodenleben nicht so abwerten. Auch das Wurzelsystem ist nicht schlecht. Das Problem ist ja, das grad die Maisbauern das Stroh großteils unterpflügen oder wenigstens sehr tief grubbern.
Ich nehme mal an, du wirst ja auch irgenwann in deiner Fruchtfolge Getreide in Reinkultur haben. Und da ist der Strohertrag bei Mais eigentlich noch viel höher. Das Problem beim Mais ist vielmehr die damit einhergehenden gängigen Anbaumethoden. Nur zu sagen Mais ist schlecht, weil Mais halt Mais ist, is halt auch nicht zielführend ...oder?
Es ist zwar nicht erstrebenswert und sicher nicht nachhaltig, aber Fakt ist aber auch, dass Mais auf auch humusarmen Böden, wenn genug Wasser da ist durch entsprechende Düngergaben zuverlässig hohe Erträge liefert, selbst bei Mais-Mais-Fruchtfolgen.



biolix antwortet um 20-01-2010 12:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Der Mais ist nciht schlecht, nur ohne zumindest eine 3- felderwirtscahft, wirst du immer große
Probleme bekommen, siehe Maiszünsler etc., und wenn du näher mit dem "Boden" beschäftigst, wirst du merken was verschiedene "Früchte" für Bodenstrukturen hinterlassen, und dann noch das pflügen, ist dir da gerade beim mais noch nie was aufgefallen ?

lg biolix


Tyrolens antwortet um 20-01-2010 12:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fernsehtipp: REPORT
Auch wenn du nur alle 100 Jahre Kartoffeln anbaust, wirst du einen negativen Effekt beim Humusgehalt feststellen können.

Mais ist an sich nicht so der Humuszehrer. Es gibt genug Möglichkeiten... Beim Körnermais ist auch einiges an Stroh da, dazu noch Direktsaat, Zwischenfrucht und/oder Untersaat und die Sache sieht schon wieder etwas anders aus.
Einer umfassenden Fruchtfolge kann man genauso nachsagen, dass sie der beste Weg dazu ist, dem Boden auch noch die letzten Nährstoffreserven zu entreißen.


biolix antwortet um 20-01-2010 12:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ja eben , aber nur alle 8 Jahre eine Kartoffel udn dazwischen auch noch den Mais als hackfrucht, gibt immer eine C Senke, aber entscheidend ist was ich die anderen 6 jahre mache.. inkl. dem was du schreibst, zwischenfrucht, Untersaat, pfluglos etc., aber das alles ändert nichts an dem "Monokutlurdenken" das ihr habt, wenn ihr keine Fruchtfolgen mit Leguminosen und Bodenaufbau schafft, und das so weit gleidrig wie möglich, werdet ihr es nciht schaffen, ausser wie beim versuch oben mit zufuhr wieder von "Fremdenerige" von aussen, hier halt lobenswert mit Kompost, einmal zum Aufbau o.k., aber wie DJ schreibt, wie dauerhaft, auf das kommt es an.. ;-)))

lg biolix


werwiewas antwortet um 20-01-2010 18:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich glaube da ist ein weit größerer Umdenkungsprozeß nötig.
Unseren Großvätern habens mit Kunstdünger und Unkrauftvernichtern zwangsbeglückt.
Mein Vater ist ein typischer "Kunstdüngerbauer" - wenn was nicht wächst zwenig Nährstoffe (Kunstdünger).
Das wird man so schnelll nicht aus den Köpfen bringen, sind so erzogen worden vom "Lagerhaus".
Was ich damit sagen will, wer sich die Zeit nicht nimmt wird nie verstehen was im Boden abläuft. wennst anfängst die Fehler bei dir selbst zu suchen hast schon mal gewonnen.
Hatten unseren Betrieb eher extensiv geführt ca. 8 Jahre (Verzicht auf ertragssteigernde Betriebsmittel, keine Pflanzenschutzmittel) und weil wir keine Zeit hatten auch pfluglos.
Positiv ist das sich adurch das Bodenleben vervielfacht hat- Regenwürmer, haben auch Grünschnitt ausgebracht und diesen seicht eingearbeitet. Heuer beim Dreschen waren die Unterschiede des Bodenzustandes im Vergleich zum Nachbar sehr deutlich. Auf unseren Feld war nach dem Dreschen keine Fahrspur zu sehen - beim Nachbarn fast 30cm tief.
Unser Betrieb wurde von meinen Eltern übernommen und seit Sept. biologisch geführt.
Aufs Ackern wollen wir in zukunft auch bewußt verzichten - mal sehen obs geht!




biolix antwortet um 20-01-2010 22:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Nabend !

netter beitrag, und schön das man es schon nach so einer kurzen Zeit erkennen kann... ;-)))

WIr hatten heuer genauso ein Erlebnis, der Drescher drischt auch für den Nachbarn, und der ist nach dem 3 mal steckenbleiben da´n nicht mehr raus gekommen, ich habe das schon geahnt und die stärkste Kette mit gehabt, und hab ihn raus gezogen... nun hatte ich aber den Nachbaracker, der mind. genauso ein "nasser Lehmacker" war/ist, und meinte zum Drescherfahrer: " du der ist eher sogar noch feuchter als der vom Nachbaern, probier mas trotzdem, aber ich würde dich verstehen wenn du nein sagst nach dem was du grad eine Sunde mit gemacht hast..." und er meinte drauf, na probier mas halt...
Das Ergebnis: nicht mal einmal stecken geblieben, und keine Fahrspuren, nur 2 mal bei 2 Wasseradern 10 M a la 10 cm tief Spurrillen... Untersaaten seit 1o Jahren , pfluglos seit 8 Jahren, udn Bio , das sagt dann schon alles, und man spürt auch "innerlich" sehr viel nach so einem Erlebenis, wies auf allen anderen Äckern bei uns heuer war, könnt ihr euch "ausmalen"....... ;-)))

lg biolix


biolix antwortet um 20-01-2010 22:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Apropos und Tiroler ich kann dich beruhigen, hab grad die mails abgefragt, er ist kein Mitglied bei Bio Austria.... einerseits gut wegen dem "nicht Image", andererseits schlecht weil er wäre ja toll liquide jetzt... ;-))

lg biolix

p.s. und symphatisiert hat Bio Austria auch nicht, weil das war einfach ein erhobener Pressespiegel von BA dein link, und davon ein Bericht aus der Kleinen Zeitung.... ;-))


pa1984 antwortet um 21-01-2010 21:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fernsehtipp: REPORT
Kompost ist keine ideale C-Senke. Besonders dann, wenn - wie in Kaindorf - große Mengen auf einmal ausgebracht werden. In Verbindung mit Minimalbodenbearbeitung kann der Schuß sogar nach hinten losgehen, weil unter anaeroben Bedingungen Methangas entstehen kann, was ja bekanntlich um ein Vielfaches klimaschädlich ist als CO2.

Humusaufbau über Kompost sollte über längere Zeiträume und geringere Einzelmengen erfolgen.

Eine viel bessere C-Senke als Kompost ist allerdings pyrogener Kohlenstoff. Die Versuche sind allerdings erst im Anfangsstadium.
Leider ist es den Forschern bis jetzt noch nicht gelungen, was den Indianern Amazoniens schon vor mehr als 1000 Jahren gelungen ist: Fruchtbare Ackerböden mit einem hohen Anteil an pyrogenen Kohlenstoff - sog. Terra preta Böden.


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