Forstwirtschaft sichert Arbeitsplätze und Waldgesundheit

In der Forstbranche sind rund 280 000 Menschen beschäftigt. Der Holzvorrat in den heimischen Wäldern ist in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen, deshalb kann und soll die Nutzung nachhaltig gesteigert werden.

Durch die Holznutzung bekommen Menschen Arbeit, der Wald bleibt gesund und das Klima wird geschont - soviel Nutzen auf einmal kann kaum eine andere Branche vorweisen.
Durch die Holznutzung bekommen Menschen Arbeit, der Wald bleibt gesund und das Klima wird geschont - soviel Nutzen auf einmal kann kaum eine andere Branche vorweisen.
In Österreich ist die aktive Bewirtschaftung und Pflege der Wälder nicht nur eine Einkommensquelle für die Kleinwaldbesitzer, sondern sichert auch den Arbeitsplatz von rund 280 000 Menschen im Land. Darauf hat der Obmann des Waldverbandes Österreich, Rudolf Rosenstatter , bei einer Pressekonferenz in Wien hingewiesen, bei der Vertreter aus Wissenschaft und Praxis gemeinsam über Wege zur Sicherung des „Holzstandortes“ Österreich informierten. Nach Angaben von Rosenstatter wird mehr als die Hälfte der 3,69 Mio ha Wald von Kleinwaldbesitzern mit einer Flächenausstattung von weniger als 200 ha überwiegend in Familienbetrieben nachhaltig bewirtschaftet. Der von der Forstwirtschaft bereitgestellte nachwachsende Rohstoff Holz werde von rund 1 500 Betrieben der Holzindustrie mit knapp 28 000 Beschäftigten weiterverarbeitet und veredelt; etwa zwei Drittel der Produktion gingen in den Export. Die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes und die bessere Nutzung des Zuwachses von jährlich 31 Millionen Vorratsfestmetern sei ein erklärtes Anliegen der Waldbauernverbände, erklärte Rosenstatter. Der Holzvorrat in Österreichs Wäldern sei in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen, da nur etwa zwei Drittel des jährlichen Zuwachses genutzt würden. Die Nutzung könne somit ruhigen Gewissens nachhaltig gesteigert werden. Dafür habe sich die Unterstützung für forstliche Maßnahmen aus dem Programm der Ländlichen Entwicklung bestens bewährt. Deshalb müssten diese Instrumente auch nach 2013 fortgeführt werden. Holzeinschlag gesunken

Fakten zur Holzwirtschaft in Österreich:

Die österreichische Holzindustrie erwirtschaftete 2009 6,12 Mrd Euro, während die Sägeindustrie einen Beitrag von 1,6 Mrd Euro leistete. Die Erzeugung von Nadelschnittholz war gegenüber 2008 um fast 22 % rückläufig und lag bei rund 8,3 Mio cbm, wovon allein auf Fichten und Tannen 7,5 Mio cbm entfielen. Im vergangenen Jahr betrug der Ausfuhrwert der Branche 4,56 Mrd Euro; etwa drei Viertel davon wurden in die übrigen Mitgliedstaaten der Europäischen Union geliefert. Im Gegenzug importierte die österreichische Holzindustrie Ware im Wert von 3,14 Mrd Euro. Der jährliche Holzbedarf der 27 Betriebe der Papier- und Zellstoffindustrie macht derzeit rund 8 Mio Festmeter (Fm) aus. Zudem gehört Holz in den ländlichen Regionen zu den wichtigsten Energieträgern. Etwa 80 % der Bioenergie entfallen auf Holz. Der gesamte Holzeinschlag in Österreich lag in den Jahren 2007 und 2008 jeweils über 20 Mio Fm; 2009 sank er auf etwa 17 Mio Fm.


Aktualisiert am: 05.10.2010 19:52
Landwirt.com Händler Landwirt.com User