Forstwege: Böschungen einfacher pflegen

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Im Laufe der Jahre wachsen die Böschungen unserer Forstwege gerne zu. Das kann bei wenig befahrenen Wegen dazu führen, dass sie für LKW oder andere Maschinen unbefahrbar werden. Helmut und Ewald Längle haben eine Technologie entwickelt, mit der sie Wegböschungen maschinell einfach und schnell säubern können.
Die Brüder Längle arbeiten zum Säubern der Böschungen mit einer Energieholzzange und einer Fräse.
Die Brüder Längle arbeiten zum Säubern der Böschungen mit einer Energieholzzange und einer Fräse.
Zwei 250 PS starke Deutz-Traktoren mit aufgebauten 8 m-Kränen sind die Trägerfahrzeuge für je eine Böschungsfräse und eine Energieholzzange. An den Traktoren hängen große Kipper mit verlängerter Deichsel, auf denen ein Hacker und ein Gebläse aufgebaut sind. Mit den selbst entwickelten und gebauten sowie patentrechtlich geschützten Maschinen fährt das Brüder-Unternehmerpaar die Forstwege entlang und arbeitet die Böschungen frei.
Traktor 1 zwickt das stärkere Holz bis max. 25 cm Stammdurchmesser ab. Mit dem Kran und der Energieholzzange kann der Stamm sogleich dem Hacker zugeführt werden und die Biomasse wird quasi automatisch gesammelt. Mit dem nachfahrenden Traktor 2 wird die Böschung dann freigefräst. Kleinerer und kürzerer Bewuchs wird einfach abgefräst und die Grünmasse wiederum mittels Gebläse abgesaugt und auf einen Kipper geblasen. Alternativ kann das Häckselgut natürlich auch auf die Böschung ausgeblasen werden. Die Arbeitskette kostet zwischen 1,90 und 2,50 Euro je Laufmeter Forstweg. Solcherart freigestellte Wegböschungen sollten wieder für rund 15 Jahre optimal nutzbar sein.

Autor: Konrad LIEBCHEN

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Aktualisiert am: 07.12.2017 09:00
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