Forst: Nach Emma und Paula Probleme gemeinsam lösen

Aufgrund der Windwurfkatastrophen haben sich die Kooperationspartner der Plattform FHP auf gemeinsame Prinzipien in einem Punktekatalog geeinigt. Ziel der Einigung ist, das Vertrauen unter den Partnern zu stärken und Kontinuität zu gewährleisten.
Nach den verheerenden Windwürfen Paula und Emma und dem dadurch gestiegenen Holzaufkommen haben sich in der Kooperationsplattform Forst Holz Papier die Partner zu einem gemeinsamen Punktekatalog geeinigt. Oberste Prinzipien sind Sachlichkeit, Solidarität, Vertrauen und Kontinuität. Im Detail geht es um eine Vielzahl von Themen: In beiden Branchen, Forst und Holz, muss Solidarität die größtmögliche Rolle spielen. Langfristig geht es nicht nur um die Verfügbarkeit des Rohstoffs Holz, sondern auch um Holzflussmanagement zur kontinuierlichen Versorgung. Deshalb werden gemeinsame Anstrengungen unternommen, durch Puffer-Lager eine bessere Steuerung des Absatzes zu erreichen. Grundlage für die Zusammenarbeit beider Branchen ist Vertrauen und Transparenz. Der Klimawandel und die dadurch häufiger entstehenden Naturkatastrophen erhöhen die Ernte- und Lagerungskosten. Deswegen müssen die Mehrkosten von allen solidarisch mitgetragen werden. Gleichzeitig werden alle gemeinsam Instrumente zur Reduktion der Logistik- und Systemkosten weiterentwickeln und umsetzen.

Das Schadholzproblem in Zahlen

Die Prognose für 2008 nach Paula und Emma bezogen auf den Holzeinschlag beläuft sich auf 22,18 Millionen Festmeter. Der wahrscheinlich notwendige Import von Sägerundholz, Industrierundholz und Energieholz betreffend zur Bedarfsdeckung für 2008 wird auf 8,43 Millionen Festmeter geschätzt und das sonstige Aufkommen mit 5,62 Millionen Festmeter prognostiziert. Aufgrund der derzeitigen Situation nach den Windwürfen herrscht eine temporäre Überversorgung vor. Auf das gesamte Jahr verteilt wird sich diese in eine leichte Unterversorgung umwandeln.

Der Windwurf-Punktekatalog

Die Kooperationspartner von FHP kommen in folgenden Punkten überein:

  • Im Sinne einer Versachlichung der oft emotionsgeladenen Debatten sollen alle Seiten die gemeinsame Lösung in den Vordergrund rücken. In beiden Branchen muss Solidarität eine größtmögliche Rolle spielen:
  • Auf Seiten der Forstbranche sollen jene, die jeweils von den Naturkatastrophen nicht betroffen sind, auf die reguläre Holzernte vorübergehend verzichten. Dadurch sollen die Übernahme-Kapazitäten für die betroffenen Betriebe freigehalten werden.
  • Auf Seiten der verarbeitenden Industrie darf die Notsituation nicht für kurzfristige Vorteile genutzt werden.
  • Langfristig geht es nicht nur um die Verfügbarkeit des Rohstoffs Holz, sondern auch um Holzflussmanagement zur kontinuierlichen Versorgung.
  • Deshalb werden gemeinsame Anstrengungen unternommen, durch Puffer-Lager eine bessere Steuerung des Absatzes zu erreichen.Grundlage für die Zusammenarbeit beider Branchen ist Vertrauen und Kontinuität.
  • In diesem Sinn sind Übereinkommen und Verträge vertrauensvoll und partnerschaftlich zu verstehen und zu behandeln.
  • Der Klimawandel und die dadurch häufiger entstehenden Naturkatastrophen erhöhen die Ernte- und Lagerungskosten. Deswegen müssen die Mehrkosten von allen solidarisch mitgetragen werden. Gleichzeitig werden alle gemeinsam Instrumente zur Reduktion der Logistik- und Systemkosten weiterentwickeln und umsetzen.



Aktualisiert am: 01.04.2008 14:48
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