Forderungen nach höherem Milchpreis sind verständlich

In einer Pressemitteilung vom 29. Jänner 2007 stellt die Berglandmilch die Milchpreisabsenkung aus eigener Sicht dar:
Die genossenschaftlich organisierte Berglandmilch hat mit Jahresbeginn 2007 für das erste Quartal den Bauernmilchpreis mit 33,25 Cent inklusive Zuschlag für gvo-freiem Sojaschrot festgelegt. Gegenüber dem ersten Quartal 2006 sowie den Vergleichszeiträumen der Vorjahre wurde der Bauernmilchpreis erneut angehoben. Die Erzeugermilchpreise der Berglandmilch, die sich zu 100 Prozent in Bauernhand befindet, haben sich im Jahresschnitt in den vergangenen vier Jahren kontinuierlich erhöht. Auch im ersten Quartal 2007 wurde der Milchpreis gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres erneut angehoben.

Legen Preise selber fest

„Forderungen nach noch höheren Auszahlungspreisen sind verständlich. Erlöse müssen aber zunächst erwirtschaftet werden, dann werden unsere Mitglieder auch wieder – wie auch schon im letzten Jahr – bestmöglich bedient werden“, so Ing. Anton Haimberger, Obmann der Berglandmilch, „Wir Bauern in der Genossenschaft legen abhängig von der Marktentwicklung die jeweiligen Preise, die wir uns auszahlen, für das jeweils nächste Quartal fest.“

Saisonale Milchpreiskurve

Traditionell wird der Milchpreis bei der Berglandmilch saisonal angepasst. Die saisonale Milchpreiskurve ist in der ersten Jahreshälfte erfahrungsgemäß schwächer als in der zweiten. Dennoch liegt auch im ersten Quartal 2007 der Milchpreis erneut über dem Wert des ersten Quartals 2006. „Im Sinne eines verantwortungsvollen Wirtschaftens können wir im ersten Quartal nicht eine Jahresentwicklung vorwegnehmen. Es ist aber unser klares Ziel, für uns Bauern der Berglandmilch im Jahresdurchschnitt den bestmöglichen Milchpreis zu erwirtschaften und uns diesen auszahlen zu können“, so Haimberger.

Milchgeldanlageblatt informiert

Die Berglandmilch informiert die Bauern jeweils zwei Wochen vor Beginn des jeweiligen Quartals über die neuen Milchpreise. Die Preise werden dabei in einem Milchanlageblatt den Bauern direkt übermittelt. Die Berglandmilch hat ihren Sitz in Pasching, Oberösterreich, dem milchstärksten Bundesland Österreichs. In diesem Bundesland liegt aktuell die Berglandmilch mit ihrem Jännermilchpreis beispielsweise im Vergleich zu den „großen“ oberösterreichischen Molkereien an guter zweiter Stelle. Durch innovative Produktkonzepte und konsequentes Kostenmanagement konnte Österreichs größte Molkerei auch 2006 wiederum einen höheren Rohmilchpreis als im vergangenen Jahr auszahlen. „Die genossenschaftliche Struktur sowie das faire konstruktive Miteinander sind ein Garant für wirtschaftlichen Erfolg und zufriedene Kunden“, so Haimberger abschließend.


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Aktualisiert am: 05.02.2007 09:34
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