Ford Ranger im Offroad-Test

Seit nun mehr 30 Jahren ist Ford mit dem Ranger am Markt. Im März 2012 wurde die sechste Generation vorgestellt. Wir haben den neuen Pickup getestet.
Bei unserer Testfahrt überzeugte der neue Ford Ranger mit guten Offroad-Eigenschaften.
Bei unserer Testfahrt überzeugte der neue Ford Ranger mit guten Offroad-Eigenschaften.
Den neuen Ford Ranger gibt es in vier Ausstattungsvarianten mit drei Motorisierungen: Einen 2,2-Liter-Vierzylinder mit 125 oder 150 PS und einen 3,2-Liter-Reihenfünfzylinder mit 200 PS. Die hochwertigen Ausstattungen „Limited“ und „Wildtrak“ sind optional mit 6-Gang Automatikgetriebe verfügbar. Serienmäßig ist das 6-Gang Schaltgetriebe. Der Kunde kann zwischen drei Kabinenvarianten wählen: Einzel-, Super- und Doppelkabine.
Für unseren Test stellte uns Ford einen Ranger 2,2 TDCi Limited mit Doppelkabine und Schaltgetriebe zur Verfügung. Die 150 PS des 4-Zylinder Duratorq Dieselmotors kommen glaubwürdig rüber. Dank seines bulligen Drehmoments von 375 Nm lässt sich der Pickup relativ schaltfaul fahren. Den versprochenen Dieselverbrauch von 8,3 l/100km erreichten wir allerdings nicht. Die Verbrauchsanzeige bewegte sich immer um die 12 Liter. Irgendwie logisch, denn Kraft kommt von Kraftstoff und 2.230 kg Leergewicht wollen bewegt werden.

Gute Offroad-Qualitäten

Für die Fahrt abseits befestigter Straßen hat Ford den neuen Ranger mit allerhand Technik ausgestattet: Über einen Drehknopf in der Mittelkonsole wird der Allradantrieb und die mechanische Untersetzungsstufe aktiviert. Das elektronische Traction Control System (TCS) regelt die Motorleistung oder bremst einzelne Räder und sorgt so für sichere Traktion. Ein mechanisches Sperrdifferenzial gibt es nicht. Beim Anfahren an Steigungen wird der Bremsdruck automatisch für zwei Sekunden gehalten, um ein Zurückrollen zu verhindern. Die Bergabfahrkontrolle hält auf steilen Gefällestrecken die Geschwindigkeit durch aktiven Bremseingriff konstant. Um die Offroad-Qualitäten des Ranger zu testen, haben wir ihn auf den 4WD-Test-Track des Redbull-Rings in Spielberg geschickt. Das Ergebnis hat uns beeindruckt: Das Fahrzeug leistet sich keine ausgeprägten Schwächen. Lediglich der hintere Böschungswinkel wird durch den Pickup-typischen Überhang und die Anhängerkupplung eingeschränkt.
Der Innenraum ist sehr komfortabel. Die Bedienelemente sind übersichtlich angeordnet.
Der Innenraum ist sehr komfortabel. Die Bedienelemente sind übersichtlich angeordnet.

Hohe Zuladung

Je nach Kabinengröße ist die Ladefläche 2,32, 1,85 oder 1,62 m lang. Das entspricht einem Stauraum von 1,82, 1,45 oder 1,21 m³. Bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 3.200 kg bleibt eine Nutzlast von bis zu 990 kg. Zur Ladungssicherung gibt es zahlreiche stabile Befestigungspunkte. Eine Europalette lässt sich der Länge nach laden. Die zulässige Anhängelast liegt bei stattlichen 3.350 kg. Die elektronische Anhängerstabilisierung wirkt einem Aufschaukeln des Anhängers entgegen.

Komfort und Sicherheit

Schrägfahrten bis 35 Grad stellen für den Ford Ranger kein Problem dar.
Schrägfahrten bis 35 Grad stellen für den Ford Ranger kein Problem dar.
In Punkto Komfort spielt der Ranger alle Stücke: Ledersitze mit elektrischer Verstellung, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, 2-Zonen-Klimaautomatik, Tempomat, Sprachsteuerung, 23 verschiedene Stau- und Ablagefächer oder das moderne Audiosystem. Positiv aufgefallen sind uns auch das großzügige Platzangebot sowie das niedrige Geräuschniveau. Selbst bei flotter Fahrt auf der Autobahn kommt eher PKW- als Geländewagen-Feeling auf. Der Spagat zwischen Nutz- und Familienfahrzeug ist unserer Ansicht nach gelungen.
Auch die Sicherheit kommt nicht zu kurz. Neben ABS und ESP bietet der neue Ranger serienmäßig sieben Airbags, einen Bremsassistenten und einen Überschlagschutz. Als erster Pickup weltweit erreichte er die Bestwertung von fünf Sternen beim Euro-NCAP-Crashtest.

Ausstattungen und Preise
In der Basisversion XL ist der Pickup ab 21.400 Euro ohne MwSt. zu haben. Die luxuriöseren „XLT“- und „Limited“-Versionen beginnen bei 27.400 bzw. 29.400 Euro. Die Top-Ausstattung „Wildtrak“ gibt es ab 32.900 Euro. Die Aufpreisliste ist kurz: Die beiden Top-Ausstattungen bringen nahezu alles mit, was ein Ranger zu bieten hat.

Aktualisiert am: 20.07.2012 16:57
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