Fonterra öffnet Online-Auktion für Konkurrenten

Die neuseeländische Molkerei Fonterra will ihre Online-Auktion von Milchprodukten für konkurrierende Anbieter öffnen. Die Handelsplattform Global Dairy Trade, auf der Fonterra zweimal im Monat vor allem Milchpulver versteigert, veröffentlichte nun den Entwurf der Handelsbedingungen.
Die Handelsbedingungen für die neue Handelsplattform, auf der Fonterra nun auch Konkurrenten mitbieten lässt, wurden veröffentlicht.
Die Handelsbedingungen für die neue Handelsplattform, auf der Fonterra nun auch Konkurrenten mitbieten lässt, wurden veröffentlicht.
An der Entstehung der Plattform haben unter anderem Arla Foods aus Dänemark und die niederländische FrieslandCampina mitgearbeitet. Laut Fonterra sagte bisher aber noch keine Molkerei zu, bei den Versteigerungen als zusätzlicher Verkäufer aufzutreten. Interessierte Unternehmen können bis Ende März ihre Stellungnahme zu den Konditionen abgeben. Ab Ende April oder Anfang Mai soll die Auktionsplattform konkurrierenden Anbietern offenstehen.

Größeres Handelsvolumen und verlässlichere Preisfindung
Fonterra-Handelsdirektor Gary Romano verspricht sich von der Öffnung des Marktes ein größeres Handelsvolumen sowie eine verlässlichere Preisfindung. Künftig sollen für alle teilnehmenden Verkäufer dieselben Bedingungen gelten. Die Molkereien sollen die von ihnen angebotenen Mengen und Startpreise frei festlegen dürfen. Fonterra fixiert den Startpreis bisher regelmäßig rund 15% unter dem erfolgreichen Gebot der vorangegangenen Versteigerung. Für die Bieter soll sich möglichst wenig ändern. Allerdings wird voraussichtlich ein Spot-Kontrakt eingeführt, der innerhalb von 30 Tagen nach der Versteigerung bedient werden muss.

Zusätzlich Milcheiweißkonzentrat und Labkasein
Fonterra kündigte an, ab Mitte Mai über die Online-Versteigerung auch Milcheiweißkonzentrat und Labkasein anzubieten. Seit Einführung der Internet-Auktion im Juli 2008 verkauften die Neuseeländer Milchprodukte im Wert von rund 3,2 Mrd. USD auf diesem Weg. Das Angebot beträgt jährlich etwa 600.000 t. (AIZ)

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Aktualisiert am: 09.03.2011 21:05
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