Förderungsstrategie für erneuerbare Energie

Mit einer langfristigen Förderstrategie zugunsten erneuerbarer Energien wollen die EU-Energieminister die internationale Führungsrolle der Europäischen Union bei der umweltfreundlichen Energieversorgung ausbauen.
Auf dieses Ziel haben sich die Minister vergangene Woche in Brüssel verständigt. Zugleich drängten die Politiker auf eine zügige Umsetzung des Biomasse-Aktionsplans. Um den Anteil der Erneuerbaren im Energiemix zu erhöhen, sollten die nationalen und gemeinschaftlichen Mittel für die Forschung und Entwicklung in diese Energieart aufgestockt werden.

Die von der Europäischen Kommission vorgeschlagene Festlegung von Gemeinschaftszielen für den Gesamtenergiemix lehnten die Minister jedoch ab. Die Wahl des Energiemix ist Sache der Mitgliedstaaten. Auf erheblichen Widerstand stieß die Kommission ferner mit ihrem Vorschlag, eine EU-Regulierungsbehörde für die Energiemärkte einzurichten. Sinnvoller ist eine bessere Koordinierung der nationalen Regulierungsbehörden. Auf der Grundlage der Vereinbarungen der Energieminister und der Schlussfolgerungen der EU-Agrarminister über den Biomasse-Aktionsplan und die Biosprit-Strategie werden die europäischen Staats- und Regierungschefs bei ihrem Treffen demnächst über die Zukunft der Energiepolitik in der Gemeinschaft beraten.


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Aktualisiert am: 03.05.2006 09:25
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