Flüssigfütterung: Mit dem Trockenmassegehalt die Tageszunahmen und Futterverwertung optimieren

Im Fließfutter ist ein Zielwert von 25 % Trockensubstanz (TS) anzustreben. Der TS-Gehalt im Futter entscheidet nämlich, wie viel Futter die Schweine aufnehmen müssen, um den Energie- und Proteinbedarf zu decken.
Erschreckend geringe Trockensubstanzgehalte (TS) zeigten Ergebnisse einer Futteranalyse. Von den untersuchten Fließfuttern hatten lediglich 13 % der Proben einen TS-Gehalt von nahezu 25 %. Die übrigen Trockensubstanzgehalte bewegten sich zwischen 20 und 21,5 %.

Höhere Tageszunahmen mit höheren TS-Gehalten

Je höher die TS-Gehalte waren, desto besser waren tendenziell auch die Tageszunahmen und die Futterverwertung. Denn der TS-Gehalt bestimmt, wie viel Futter ein Schwein aufnehmen muss, um seinen Energie- und Proteinbedarf bei entsprechender Leistung zu decken.

Futterenergieverbrauch zum Erwärmen der Futtersuppe im Organismus

Das Schwein muss jedoch Energie aufwenden, um das Flüssigfutter von einer Wassertemperatur von rund 8 °C auf die Körpertemperatur von 38 °C zu bringen. Bei 8 Liter Futtersuppe pro Tag und einer Temperaturdifferenz von 30 °C verbraucht ein Schwein rund 1,44 MJ ME/Tag um das Futter im Körper aufzuwärmen. Somit werden bei einer Mastdauer von rund 125 Tagen allein 14 kg Futter für die Futtersuppenerwärmung im Organismus benötigt.



Mehr Futterverbrauch - schlechtere Futterverwertung

Je "flüssiger" das Futter ist und je mehr Flüssigfutter das Schwein dadurch für die Deckung des täglichen Nährstoffbedarfs aufnehmen muss, umso mehr Energie benötigt es zum Anwärmen, sodass der Futterverbrauch pro Schwein steigt und sich somit die Futterverwertung verschlechtert.


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Aktualisiert am: 10.03.2009 20:53

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