Fleischrinderzucht – eine junge Sparte

Bei der vom 6. bis 11. September in Ried stattfindenden 4. Bundesfleischrinderschau werden rund 200 Zuchttiere von 14 verschiedenen Rassen ausgestellt. Um Ihnen einen Überblick über den Stand der Fleischrinderzucht in Österreich zu geben, haben die ARGE Österreichische Fleischrinderzüchter und Der fortschrittliche Landwirt gemeinsam dieses Schwerpunktthema mit wertvollen Praxistipps gestaltet.

Die Mutterkuhquote wurde aufgestockt, die Fleischrinderzüchter können optimistisch in die Zukunft blicken.
Die Mutterkuhquote wurde aufgestockt, die Fleischrinderzüchter können optimistisch in die Zukunft blicken.
Im Gegensatz zu den in Österreich gehaltenen Zweinutzungs - und Milchrassen mit teilweise über 100-jähriger Tradition ist die spezialisierte Fleischrinderzucht eine sehr junge Sparte. Die ersten Anfänge einer geordneten Zucht von Fleischrassen liegen erst knapp 25 Jahre zurück. Die Einführung der Milchkontingentierung und die Förderung der Mutterkuhhaltung als Antwort auf den Rückgang der Milchkühe waren wesentliche Faktoren die der Fleischrinderzucht entscheidende Impulse gaben. Mit dem Beitritt Österreichs zur EU wurde uns eine nationale Mutterkuhquote von 325.000 Stück zuerkannt. Die erst kürzlich im Rahmen der Halbzeitbewertung der AGENDA 2000 durchgeführte Erhöhung der Mutterkuhquote um 50.000 Stück ist ein positives Signal für die Betriebe.
In Österreich werden im Gegensatz zu den führenden Ländern der Fleischrinderzucht nur knapp 4 % der Mutterkühe als Herdbuchtiere gehalten. Im vergangenen Jahr konnte aber mit 10.656 Zuchtkühen erstmals mehr als zehntausend Tiere registriert werden. Dieser Anstieg ist bemerkenswert, da bei fast allen Milchrassen die Kuhzahlen zurückgegangen sind.


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Aktualisiert am: 21.08.2003 15:59
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