Fleischerzeugung Schwedens 2012 deutlich gesunken

Sowohl die Rindfleisch- als auch die Schweinefleischproduktion Schwedens ging im Jahr 2012 deutlich zurück. Gründe dafür sind laut Fachleuten unter anderem die Agrarpolitik der Stockholmer Regierung.
Die Fleischerzeugung Schwedens ist 2012 deutlich gesunken.
Die Fleischerzeugung Schwedens ist 2012 deutlich gesunken.
Die schwedische Fleischproduktion ist 2012 so stark geschrumpft wie in den letzten zehn Jahren nicht mehr. Wie das nationale Statistikamt diese Woche in Stockholm mitteilte, ging die gesamte Fleischerzeugung 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 8,7 % zurück. Den größten Einbruch gab es bei Schweinefleisch, wo mit 234.000 t fast 9 % weniger produziert wurde als 2011. Der Rückgang bei der Erzeugung von Rind- und Kalbfleisch war nach Angaben der Behörde mit 8,6 % auf insgesamt 125.000 t kaum kleiner. Vergleichsweise stabil zeigte sich noch die Produktion von Schaf- und Lammfleisch, von dem im letzten Jahr mit rund 5.000 t nur unwesentlich weniger erzeugt wurde als 2011. Fachleute machen für den Rückgang in der schwedischen Fleischerzeugung vor allem die Agrarpolitik der Stockholmer Regierung verantwortlich. So resultiere die Abstockung des schwedischen Rinderbestandes insbesondere aus der Neuausrichtung der Förderrichtlinien, die eine Streichung der Rinderprämie beinhaltet habe. Dies habe in der Folge zur ersatzlosen Schlachtung vor allem von Bullen geführt, die der Rindfleischerzeugung im letzten Jahr gefehlt hätten. Auch den Rückgang der Schweineproduktion sehen die Fachleute als Folge ungünstiger Marktverhältnisse in den letzten Jahren.

Aktualisiert am: 14.03.2013 14:01
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