Fleisch: Deutschland drittgrößter Exporteur

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Deutschland ist inzwischen weltweit drittgrößter Fleischexporteur und rangiert hinter den USA und Brasilien. Während der Handel mit Schweinefleisch gut läuft, schwächeln die Rindfleischausfuhren. Gute Entwicklungschancen auf dem Markt sehen Marktforscher derzeit für Geflügelmäster.
Deutschland ist mittlerweile nach den USA und Brasilien der drittgrößte Fleischexporteur weltweit.
Deutschland ist mittlerweile nach den USA und Brasilien der drittgrößte Fleischexporteur weltweit.
Die deutsche Fleischbranche hat ihre internationale Marktposition in den vergangenen zehn Jahren deutlich verbessert. Das geht aus einer Studie de Thünen-Instituts (TI) hervor. So sind die deutschen Fleischexporte von durchschnittlich rund 1,9 Mio. t im Zeitraum 2004 bis 2006 auf rund 3,3 Mio. t im Mittel der Jahre 2011 bis 2013 gestiegen. Der Anteil am Welthandel erhöhte sich von 7 % auf 9 %. Deutschland ist mittlerweile nach den USA und Brasilien der drittgrößte Fleischexporteur weltweit. Mit einem durchschnittlichen Anteil von 20 % an den gesamten EU-Fleischausfuhren in den Jahren 2011 bis 2013 stand die Bundesrepublik an erster Stelle der Exportländer in der Gemeinschaft, gefolgt von den Niederlanden und Dänemark.

Bei Schweinen vorn
Überdurchschnittlich gewachsen sind innerhalb des letzten Jahrzehnts die deutschen Schweinefleischexporte, und zwar von 0,7 Mio. t auf 1,7 Mio. t bei einem annähernd gleichbleibenden Ausfuhrerlös von rund 2 Euro/kg. Bei den Einfuhren hält Deutschland nach wie vor seine Position als größter Nachfrager mit einem Marktanteil von 10 %. Eindeutig dominiert der Handel mit Ländern innerhalb des europäischen Binnenmarktes. Auf die EU-Partnerstaaten entfielen 2013 gut drei Viertel der deutschen Schweinefleischausfuhren. Derzeit wichtigste Zielländer im Binnenmarkt sind die Niederlande, Polen, Tschechien und Italien. Die Thünen-Wissenschaftler gehen aber davon aus, dass die fernöstlichen Märkte zunehmend interessanter für die hiesigen Erzeuger werden. Ein Grund sei deren Interesse an Schweineteilen wie Ohren, Schwänze und Füße.

Schwächelnde Nachfrage nach Rindfleisch
Rückläufig sind seit 2010 die deutschen Rindfleischexporte. Der Exportanteil der Bundesrepublik am Welthandel hat sich seither von 6 % auf 4 % verringert. Die Ausfuhren betrugen zuletzt rund 0,34 Mio t im Jahr. Erhöht haben sich hingegen die deutschen Rindfleischimporte, die 2013 rund 0,3 Mio t umfassten. Sowohl beim Import als auch beim Export entfällt der Löwenanteil des Rindfleischhandels auf den EU-Binnenmarkt .

Geflügelteile unterschiedlich gefragt
Kaum verändert hat sich laut Studie der Anteil Deutschlands am weltweiten Geflügelfleischhandel. Mit einem Exportanteil von 7 % belegt Deutschland den siebten Rang unter den Exportländern. Trotz eines Selbstversorgungsgrades von mehr als 100 % lagen die Geflügelfleischimporte in den zehn Jahren bis 2013 stets über den Exporten. Während hierzulande verstärkt Brustfleisch nachgefragt werde, würden gefrorene Hühnerschenkel und Hühnerhälften eher in afrikanische Länder geliefert.

Autor: Lena Adlhoch
Aktualisiert am: 04.09.2015 08:48

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