Fleisch- und Lebendexporte stabilisieren deutschen Schweinemarkt

Bei einem Selbstversorgungsgrad von 110 % sei der Export von essentieller Bedeutung, informierte Detlef Breuer in seinem Vortrag am vergangenen Mittwoch beim „Fokus Schwein Weser-Ems" in Löningen (D).
Jedes 15. deutsche Schwein wird lebend exportiert

Immerhin erfreuten sich die deutschen Schweinehalter noch der Preisführerschaft in Europa. Und dass sei auch dem zunehmendem Lebendexport von Schlachtschweinen in die benachbarten EU-Länder wie Österreich, Italien, Polen, Rumänien und die Slowakei zu verdanken. Im laufenden Jahr würden voraussichtlich über 3 Mio. Schweine lebend exportiert. Dies sind immerhin 6,5 % der Eigenerzeugung bzw. jedes 15. Schwein wird schon lebend exportiert.

Wildschweinpest als "Damoklesschwert" für deutsche Schweinehaltung

Gerade erst aus China zurückgegehrt und schon wieder auf dem Weg in die Ukraine machte Steffen Reiter, Geschäftsführer der German Meat, im Löninger Festzelt Station, um aus erster Hand über die Chancen für deutsches Schweinefleisch in der Welt zu berichten. Auch wenn bereits weltweit jedes zweite Schwein in China stehe, so übersteige der dortige Bedarf die eigene Produktion bei weitem. „Sechs Pfoten müssten die Schweine haben“, sagten die Chinesen. Der Experte zeigte den Teilnehmern nicht nur die Chancen, sondern auch die Risiken einer zunehmenden Internationalisierung der Märkte auf. So ist Japan, der weltweit größte Importmarkt für Schweinefleisch, wegen der Wildschweinepest in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz nach kurzer Öffnung wieder gesperrt. Der ISN-Vorsitzende Dierkes bezeichnete die Wildschweinepest als „Damoklesschwert für die deutsche Schweinehaltung“. Wenn nicht entschieden dagegen vorgegangen werde, werde sich dies in Kürze zur existentiellen Frage für die Schweinehaltung herausstellen. (Quelle: ZDS)


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Aktualisiert am: 29.09.2009 21:51
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