Fischer Boel plant ein Monitoringsystem für Fleischprodukte

EU-Agrarkommissarin plant ein Monitoringsystem für Lebensmittelpreise. So sollen die Preisentwicklungen von Brot, Milch und Fleischprodukten entlang der Lebensmittelkette vom Erzeuger bis zum Verbraucher europaweit überwacht werden.
Ziel dieser Maßnahmen ist die Vermeidung der Ausnutzung von Marktmacht zu Lasten von Landwirten und Verbrauchern.

Lebensmittelkette auf dem Prüfstand

Bereits eine ganze Reihe von Maßnahmen habe die Kommission getroffen, um den Landwirten in der Krise zu helfen. Die Situation verlange, dass die ganze Lebensmittelkette auf den Prüfstand gestellt werde. "Wer profitiert von dem wachsenden Abstand zwischen Erzeuger- und Verbraucherpreisen und in welchem Ausmaß?", fragt Fischer Boel.

Bauern erhalten einen immer geringeren Anteil des Verkaufspreises

Nicht nur die Milchbauern erhalten einen immer geringeren Anteil des Verbraucherpreises sondern die gleiche Lage zeige sich bei Brot und Fleisch. Als im vergangenen Jahr die Weizenpreise extrem stiegen, wurde von der Wirtschaft gesagt, dass der Anteil der Agrarrohstoffe tatsächlich sehr viel höher sei und dass auch ein Anstieg der Energiepreise einen Einfluss habe, so die Agrarkommissarin. Nachdem die Weizen- und Energiepreise wieder gefallen seien, müsse es erlaubt sein zu fragen, warum die Brotpreise dieser Entwicklung nicht folgten.
Derzeit steht die Kommission in einem Meinungsaustausch mit Ministern und hochrangigen Vertretern der Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie des Handels um die Abläufe am Markt transparenter zu gestalten. (Quelle: ISN)


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Aktualisiert am: 03.05.2009 18:32
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