Fichte auf Wiesen: früher durchforsten und rascher ernten.

Die waldbauliche Behandlung von Fichte auf landwirtschaftlichen Böden unterscheidet sich auf Grund unerwarteter Wuchsleistungen von der Bewirtschaftung der Bestände auf alten Waldböden, wie Versuche zeigen.


Die extremen Temperaturen im Sommer 2002 und 2003 haben die Entwicklung des Hallimasches besonders begünstigt. In gefährdeten Beständen wird der Umtrieb durch Pilzbefall 50 Jahre nicht überschreiten. Die optimalen Wuchsverhältnisse sichern aber bei kurzem Umtrieb eine Holzproduktion, die auf anderen Standorten nur in wesentlich längerer Umtriebszeit erzielt wird.
Die Erhebungen beweisen eine Wachstumsexplosion auf nährstoffreichen landwirtschaftlichen Grundstücken in unteren Berglagen, die alle Erwartungen und bisherigen ertragskundlichen Kenntnisse übertrifft. Zur Erziehung möglichst stabiler Bestände sind frühzeitige Dickungspflege und wiederholte nicht zu starke Durchforstungseingriffe, in kürzeren Abständen als es der normalen Waldbewirtschaftung entspricht, unter Ausnützung der vollen Wuchspotenz zu empfehlen.


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Aktualisiert am: 13.10.2003 10:45
Fichten auf landwirtschaftlichen Flächen sich durch Rotfäule und Hallimasch gefährdet. Die waldbaulichen Maßnahmen sind auf Kurzumtriebe auszurichten.
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