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Fichte: Baum des Jahres 2017

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Georg Schirmbeck, der Präsident des deutschen Forstwirtschaftsrates, will im nächsten Jahr das Image der häufigsten Baumart verbessern.
Im Gebirgswald liegt die Fichte in ihrem ökologischem Optimum. Foto: bondvit/shutterstock.com
Im Gebirgswald liegt die Fichte in ihrem ökologischem Optimum. Foto: bondvit/shutterstock.com
Die Fichte ist der „Baum des Jahres“ 2017. Die Baum-des-Jahres-Stiftung hat der häufigsten Baumart in Deutschland diese Auszeichnung verliehen. Wie die Stiftung mitteilte, übernimmt der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR), Georg Schirmbeck, die Schirmherrschaft. Er will im nächsten Jahr mit der Deutschen Baumkönigin, Anne Bente Schnoor „eine Lanze für die Fichte brechen“.

Brotbaum oder Monokultur

Die Stiftung wies darauf hin, dass die Fichte für die einen der Brotbaum der deutschen Forstwirtschaft und für die anderen der Inbegriff naturferner Monokulturen sei. Man kann zur Fichte stehen wie man will - dennoch haben wir ihr einiges zu verdanken, erklärte Stiftungs - Vorstand Dr. Silvius Wodarz. Die Holznot im 18. und 19. Jahrhundert, Reparationshiebe und der Wiederaufbau hätten die Baumart in der Forstwirtschaft unersetzlich gemacht. Reine Fichtenwirtschaft zeichne sich durch gute Holzerträge aus, so Wodarz. Jedoch sei das Risiko hoch, große Teile eines Bestandes durch Sturm und Forstschädlinge zu verlieren. Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) - Die Waldeigentümer, Philipp Frhr. zu Guttenberg, begrüßte die Entscheidung der Stiftung. Für die nachhaltige Forstwirtschaft sei die Fichte ein wichtiger Baum. Sie verkörpere Ökonomie und Ökologie in einem, da sie wertvolles Holz für den Bau von Häusern und Möbeln liefere. Zugleich trage die Fichte zum Klimaschutz bei. Laut dem Bund Deutscher Forstleute (BDF) macht die Fichte den Spagat vieler Forstleute sowie aktuelle Konflikte und Herausforderungen im Wald der Zukunft deutlich.

Fichtenanteil rückläufig

Laut dem Präsidenten der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Wolfgang von Geldern, ist der Anteil der Fichte durch den Umbau in stabile Mischwälder seit 2006 um 2,5 % zurückgegangen. Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus erinnerte ebenfalls an die Verdienste der Fichte. In seinem Land wachse die Fichte auf 7 % der Waldfläche und mache damit den zweitgrößten Anteil unter den Nadelbäumen aus. Auch Baden-Württembergs Ressortchef Peter Hauk begrüßte die Wahl. Lange Jahre sei die Fichte als naturfern verpönt worden; richtig eingesetzt und behandelt sei sie aber eine sehr leistungsfähige Baumart mit vielen Vorzügen.

veröffentlicht: 20.10.2016 11:06
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