Feuerbrandalarm in Tirol

Seit dem Wochenende ist es Gewissheit, dass nach einigen ruhigen Jahren heuer die Pflanzenkrankheit Feuerbrand wieder stark zuschlägt. Für Experten sind die ersten Symptome auf den Obstbäumen bereits augenscheinlich. Bei fortschreitender Krankheit werden diese immer deutlicher sichtbar.
Der Feuerbrand tritt heuer in Tirol verstärkt auf.
Der Feuerbrand tritt heuer in Tirol verstärkt auf.
Betroffen sind die Erwerbsobstbauern ebenso wie der Hausgartenbereich. Vor allem der Großraum Innsbruck ist zur Zeit stark betroffen. In Thaur werden bereits in den nächsten Tagen einige Tausend Bäume gerodet werden müssen. Die idealen Infektionsbedingungen während der Blütezeit führten zu diesem starken Befall. Die betreffenden Erwerbsobstbauern versuchen durch das Ausschneiden der Befallsherde, was einige Tausend Stunden an Arbeitsaufwand bedeutet, den weiteren Befall in Gren-zen zu halten. Für den Menschen ist dieses Bakterium völlig unbedenklich. Befallen werden in erster Linie Apfel- und Birnenbäume, sowie Quitten, Mispeln und Vogelbeeren. Auch Ziergehölze wie Cotoneaster, Weiß-, Rot- und Feuerdorn, Felsenbirne und Zierquitte. Als einzige Bekämpfungsmöglichkeit besteht nur die rasche und lückenlose Beseitigung von Befallsherden.

Landesrat Anton Steixner machte sich bereits an Ort und Stelle ein genaues Bild vom Befall der Apfelanlagen in Thaur: „Unerwarteterweise haben die Witterungsbedingungen heuer dem Feuerbrand optimale Vermehrungsbedingungen geboten. Für manche Obstbauern ist dies existenzgefährdend. Das Land Tirol wird daher dementsprechende Entschädigungszahlungen zur Verfügung stellen.“
„Von Seiten der Landwirtschaftskammer Tirol werden alle erforderlichen Sofortmaßnahmen unter-nommen, um den Feuerbrand fachgerecht zu bekämpfen. In jeder Gemeinde gibt es einen Feuerbrandbeauftragten, dem ein Befall umgehend zu melden ist“, bezieht Wendelin Juen, Fachbereichslei-ter für Spezialkulturen und Markt, Stellung zur Situation.

Kontakt bei Rückfragen zum Thema:
DI Wendelin Juen, Tel. (+43) 0664 60 259 81501, Fax (+43) 05 92 92-71505, wendelin.juen@lk-tirol.at


Aktualisiert am: 12.05.2007 23:07
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