Feuerbrand: Interreg-Projekt erforscht Wirkstoffe

Seit knapp zwei Jahren werden im Rahmen des Bodensee-umgreifenden Interreg-Projektes "Gemeinsam gegen Feuerbrand" unter Mitarbeit der Landwirtschaftskammer Vorarlberg verstärkt Mittel und Wege im Kampf gegen den Feuerbrand gesucht und erforscht.
Hefepräparate sind bei starkem Feuerbrand Befall nur wenig wirksam.
Hefepräparate sind bei starkem Feuerbrand Befall nur wenig wirksam.
In Labor- und Kleinversuchen haben einige Präparate bereits vielversprechende Ergebnisse erzielt. Einige dieser Mittel werden heuer bereits in Vorarlbergs Obstanlagen flächendeckend eingesetzt, um möglichst rasch Erfahrungen zu bekommen und auch Teilwirkungen im Kampf gegen den Feuerbrand auszunutzen.

Umfangreiche Versuche von Alternativmitteln, wie dem Hefemittel "Blossom Protect" in den Jahren 2005 bis 2008 - teils in enger Zusammenarbeit mit dessen Entwickler - konnten unter der starken Befallssituation in Vorarlberg keine brauchbaren Ergebnisse erzielen, wie die dortige Landwirtschaftskammer in einer Aussendung mitteilte. Auch die Experten der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) meinten - wie berichtet - kürzlich bei einem Pressegespräch, dass derartige Mittel eher als Begleitmaßnahmen bei einem schwachen Befall dienen.

In einem Fünf-Punkte-Plan, der gemeinsam von Land und Landwirtschaftskammer Vorarlberg entwickelt worden ist, wird das Antibiotikum Streptomycin deswegen als absolute Notfallmaßnahme angeführt, um eine Vernichtung der dortigen Obstkulturen abzuwehren. (AIZ.info)


Aktualisiert am: 15.04.2009 16:54
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